Autoren-Archive
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Verheerende Brandkatastrophe in Nordisrael
Im Karmel-Gebirge bei Haifa ist am Donnerstag ein Flächenwaldbrand katastrophalen Ausmasses ausgebrochen. Aufgrund der Dürreperiode der letzten Wochen und des Seewinds vom Mittelmeer breitet sich die Feuerbrunst in rasendem Tempo aus und bedroht weite Teile des Grossraums Haifa. Bislang kamen nach aktuellen Angaben 41 Menschen ums Leben; mehr als 15 000 mussten evakuiert werden.
Bei dem Grossteil der Todesopfer handelt es sich um Gefängniswärter, die auf dem Weg zur Evakuierung einer Haftanstalt waren, als ihr Bus von einem herabfallenden Baum gestoppt und von den Flammen erfasst wurde.
Der Kibbutz Beit Oren im Karmel-Gebirge ist vollständig zerstört. Zahlreiche Ortschaften mussten evakuiert werden, darunter das drusische Dorf Isfiyeh. Auch Randbezirke Haifas sind von der Feuersbrunst bedroht.
Schon jetzt steht fest, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis der Carmel-Nationalpark sich von den Brandschäden erholen wird.
Am Freitagvormittag war das Feuer noch nicht unter Kontrolle. -
Netanyahu dankt für internationale Hilfe
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat heute in der Sondersitzung des israelischen Sicherheitskabinetts den zahlreichen Staaten seinen Dank übermittelt, die unverzüglich Löschflugzeuge zur Bekämpfung des Waldbrands bei Haifa nach Israel geschickt haben.
„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind vier Flugzeuge aus Griechenland eingetroffen. Ich möchte meinem Freund und Kollegen, dem griechischen Ministerpräsident Giorgos Papandreou danken, der sofort reagiert hat; die Mobilisierung hier mit der gesamten Crew und ihrer logistischen Unterstützung ist aussergewöhnlich.
Ich möchte auch dem zypriotischen Präsidenten Demetris Christofias für die Bereitstellung eines Flugzeugs und eines Hubschraubers danken. Die Reaktion kam unverzüglich, die Luftfahrzeuge sind hier.
Ich möchte auch Grossbritanniens Premierminister David Cameron danken. Zwei britische Hubschrauber aus Zypern sind hier. All diese Truppen helfen uns.
Ich möchte dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan danken, der zwei Flugzeuge angeboten und geschickt hat, die wir hier bereits dankbar empfangen haben.
Ich möchte dem bulgarischen Ministerpräsident Boyko Borissov dafür danken, dass er 100 Feuerwehrleute geschickt hat, die bereits hier eingetroffen sind.
Ich möchte dem russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin danken, der ein sehr grosses russisches Flugzeug geschickt hat, vielleicht das grösste seiner Art auf der Welt, das sich auf dem Weg befindet. Es wird am Nachmittag hier eintreffen… -
Beileidsbekundung von deutschen Bundesaussenminister Westerwelle
Angesichts der zahlreichen Opfer bei den anhaltenden Waldbränden in Israel hat Bundesaussenminister Guido Westerwelle heute seinem israelischen Amtskollegen Avigdor Lieberman ein Kondolenzschreiben übersandt.
In dem Schreiben heisst es wörtlich:
„Mit Erschütterung und großer Betroffenheit verfolgen wir die Nachrichten von den verheerenden Waldbränden, die im Norden Israels so viele Menschenleben gefordert und schwere Schäden angerichtet haben. Ich möchte Ihnen, Ihrer Regierung und der israelischen Bevölkerung unsere aufrichtige Anteilnahme übermitteln.
Die Nachricht vom Tod so vieler Menschen erfüllt uns mit Trauer. Unser Mitgefühl und unsere tiefe Anteilnahme gilt den Familien und Freunden der Opfer. Den Verletzten wünschen wir baldige Genesung.
Deutschland steht in dieser schweren Stunde solidarisch an der Seite Israels. Die Bundesregierung wird Israel bei der Bewältigung des Brandes und der Folgen unterstützen.“ -
Lieberman will schikanöse Kontrollen am Flughafen eindämmen
Israels Aussenminister Avigdor Lieberman hat einen Plan vorgelegt, um die mit den Sicherheitskontrollen am Ben-Gurion-Flughafen einhergehenden Unannehmlichkeiten für Touristen und Prominente zu lindern. Sein Plan sieht die Einrichtung eines Lagezentrums vor, das den sich unnötig belästigt fühlenden Reisenden zur Seite stehen soll.
In den vergangenen Monaten gab es mehrere Beratungen in der Angelegenheit, nachdem dem Aussenminister diesbezügliche Beschwerden prominenter Besucher zu Ohren gekommen waren. „Jedes Mal landen diese Vorfälle auf dem Tisch Liebermans, und es erzürnt ihn, dass man so lange keine Lösung für das Problem gefunden hat“, teilt eine Quelle im Aussenministerium mit.
Lieberman wies darauf hin, dass man im Zuge der steigenden Zahl von Touristen darauf hinarbeiten müsste, diese nicht mit einem schlechten Gefühl aufgrund unnötiger Schikanen bei den Sicherheitskontrollen aus Israel abreisen zu lassen. Insbesondere müsse man darauf achten, Freunde Israels nicht zu verprellen. -
Delphine vor Israels Mittelmeerküste
Israelische Meeresforscher haben am Samstag wenige Kilometer vor der Küste bei Rishon Lezion eine Gruppe von fünf Delphinen gesichtet. Darunter waren zwei Weibchen, die bereits von früheren Beobachtungen her bekannt waren.
Dr. Aviad Scheinin, der die Forschungsgruppe des Israel Marine Mammal Research & Assistance Center leitete, teilte mit, einige der Tiere würden an einer Hautkrankheit leiden, die man bereits in der Vergangenheit bei Delphinen im Mittelmeer beobachtet habe.
In den letzten Jahren ist es wiederholt vorgekommen, dass verschiedene Arten von Walen und Delphinen vor Israels Mittelmeerküste gesichtet wurden. Teils wurden sie an den Strand geschwemmt und starben dort… -
Polizei-Chefin von Haifa in Lebensgefahr – Mehrere Vermisste
Die Polizei-Chefin der Stadt Haifa, Ahuva Tomer, mit schwersten Brandwunden in einer Klinik in Haifa. Ihr Zustand ist kritisch. Sie war mit ihrem Polizeifahrzeug im Katastrophengebiet unterwegs, um zu helfen, und fuhr hinter dem Bus, in dem die 40 Gefängnisaufseher ums Leben kamen. Ahuva Tomer wurde in Israel bekannt als erste Frau, die eine grosse Polizeieinheit leitete. Zwei weitere Polizisten und zwei Feuerwehrleute werden derzeit vermisst, ihr Schicksal ist unklar.
Die Zerstörungen sind noch unüberschaubar. Mehrere Dörfer sind akut bedroht. Das Feuer zieht, von starken Winden angefacht, in Richtung Haifa, Israels drittgrösster Stadt. Dort wurde die Universität bereits am Donnerstag geräumt. In der Nacht zum Freitag mussten dann rund 15.000 Bewohner der Region ihre Häuser verlassen. Armee-Einheiten halfen bei der Evakuierung. Die israelische Bahn befördert heute alle Einwohner Galiläas umsonst. Die Autobahn zwischen Tel Aviv und Haifa wurde zeitweise voll gesperrt. -
Verheerender Waldbrand fordert mindestens 41 Tote – Feuer ist ausser Kontrolle
Der schlimmste Waldbrand in der Geschichte Israels hat am Donnerstag mindestens 41 Todesopfer gefordert. Dutzende sind zum Teil schwer verletzt. In der Nacht zum Freitag wurden im Raum Haifa rund 15.000 Menschen evakuiert. Der Waldbrand im Karmelgebirge im Norden des Landes ist nach Auskunft der Feuerwehr ausser Kontrolle. Bei 40 Toten handelt es sich um junge Rekruten der Justizbehörde sowie zwei Feuerwehrleute. Sie waren auf dem Weg in das Damon-Gefängnis im betroffenen Gebiet. Dort sollten sie Häftlinge vor dem Feuer in Sicherheit bringen. Als der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren habe, sei der Bus in die Flammen geraten. Nach Augenzeugenberichten gab es eine bis zu 50 Meter hohe Flammenwand. Ein Feuerwehrmann sagte im israelischen Fernsehen, die Opfer hätten keine Überlebenschance gehabt: „Sie sind auf die Strasse gefallen und bei lebendigem Leibe verbrannt.“ Von 50 Passagieren waren 40 sofort tot, sieben wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die meisten Opfer waren Drusen…
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Erste Helfer aus Griechenland und Bulgarien eingetroffen – Obama kündigt Hilfe der USA an
Die internationale Hilfe ist schnell angelaufen: Nach der Bitte von Premierminister Netanjahu um Unterstützung trafen noch in der Nacht zum Freitag die ersten Helfer aus Griechenland und Bulgarien ein. Auch Zypern, Russland, Spanien, Kroatien, Ägypten, die Türkei und Frankreich sagten zu, dass sie Feuerwehrleute und Löschflugzeuge ins Katastrophengebiet entsenden. US-Präsident Barack Obama kündigte amerikanische Hilfe an. Ein Jumbojet mit Lösch-Chemikalien ist bereits auf dem Weg von New York ins Heilige Land. Ein britischer Helikopter landete am frühen Morgen aus Zypern kommend in Haifa. Der Kommandeur der griechischen Hilfskräfte, Major Jack Tesperpedes, sagte er sei stolz, Israel helfen zu können: „Wir haben viel Erfahrung mit derartigen Einsätzen.“
Fachleute der israelischen Luftwaffe hatten die ganze Nacht über Einsatzpläne für die ausländischen Helfer erarbeitet. Grosse Hoffnungen setzt man auf den Einsatz von Löschflugzeugen, die in der Bucht von Haifa Wasser aufnehmen können. Luftwaffen-Chef Ido Nehushtan dankte den Ausländern im Namen des States Israel und der Armee. Israel habe in der Vergangenheit vielfach international bei Erdbeben und anderen Naturkatastrophen geholfen. Es sei schön zu erleben, dass andere Staaten nun Israel beistünden. Wichtigstes Ziel sei Leben zu retten, sagte der Luftwaffen-Chef. -
Kernproblem des Nahen Ostens ist Iran
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat in einer Fragestunde der Knesset zur aktuellen politischen Lage im Nahen Osten Stellung genommen. Dabei unterstrich er, dass die primäre Wurzel der Instabilität in der Region der Iran sei.
„Es gibt allgemeine Auffassungen, die, wenn sie immer wieder wiederholt werden, den Status einer selbstverständlichen Wahrheit erhalten, bis den Leuten, die sie als Wahrheit verkünden, die Realität ins Gesicht schlägt. Eine dieser Wahrheiten ist seit Jahren, dass die Wurzel des Problems im Nahen Osten, der Instabilität in unserer Region, vom israelisch-palästinensischen Konflikt herrührt.“
„Aber das ist nicht die Wurzel des Problems. Ich sage, nicht dass der israelisch-palästinensische Konflikt kein entscheidendes Problem ist, das einer Lösung harrt. Er ist ein Problem, dass eine Lösung braucht, und ich komme in einer Minute dazu. Aber über Jahre hinweg hat man uns erzählt, dass hier die Wurzel der Sache liegt und es dies ist, was die verschiedenen Kräfte in der Region daran hindert, sich zusammenschliessen, um die Gefahren abzuwehren.
Was in den letzten Wochen und Tagen sehr klar geworden ist und nicht ignoriert werden kann, ist, dass der Ursprung des Problems der Instabilität im Nahen Osten vor allem anderen der Iran ist. Dies ist nicht belanglos. Es war streitig, und wir mussten darüber streiten. Ich persönlich habe darüber gestritten und gesprochen, es mit den Führern der Welt und der gesamten Öffentlichkeit diskutiert, auch in diesem Haus. Was wir nun entdecken, ist, dass es nun ein sehr viel breiteres Einverständnis unter den Führern der Welt und diplomatischen Instanzen und Strategen gibt, dass die grösste Bedrohung für den Weltfrieden und den Frieden in dieser Region gegenwärtig ein atomarer Iran ist. Ich denke, dies sollte zuallererst anerkannt werden… -
Zur Frage des palästinensischen „Rechtes auf Rückkehr“
Das Jerusalem Center for Public Affairs hat eine ausführliche Analyse von Oberstleutnant i.R. Jonathan D. Halevi zur Rolle des ‚Rechtes auf Rückkehr‘ der palästinensischen Flüchtlinge in den Staat Israel veröffentlicht. Die Forderung ist ein wesentlicher Hemmschuh für das Erreichen eines Endstatusabkommens zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA).
Der Beitrag geht im Einzelnen den Positionen der wesentlichen Faktoren innerhalb der PA nach, die durchweg an der Vorstellung festhalten, dass alle palästinensischen Flüchtlinge nach einem Friedensschluss in israelisches Hoheitsgebiet zurückkehren können sollten.
„Das Recht auf Rückkehr wird im palästinensischen Volk als sakrosankt betrachtet, und es gibt dort niemanden, der es bestreitet. Die Vertreter des palästinensischen Volkes, einschliesslich der PLO und der Palästinensischen Autonomiebehörde, gründen ihre Position zur Frage der Lösung des Konflikts auf ‚Gerechtigkeit‘ statt auf ‚Kompromiss‘. ‚Gerechtigkeit‘ bedeutet aus palästinensischer Perspektive die Realisierung der Rechte der palästinensischen Flüchtlinge in Übereinstimmung mit all den Beschlüssen der internationalen Einrichtungen, allen voran der UN-Resolution 194, die sie als Sanktionierung des Rechts der Flüchtlinge auf Rückkehr und Entschädigung verstehen.
Die Formel von einer ‚gerechten und vereinbarten Lösung in Übereinstimmung mit der Resolution 194‘ übermittelt keine implizite Bereitschaft für irgendeinen hypothetischen Kompromiss hinsichtlich des Rechtes auf Rückkehr. ‚Vereinbart‘ meint, man solle Israel dazu zwingen, in die Erfüllung der palästinensischen Forderungen nach ‚Gerechtigkeit‘ einzuwilligen…