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  • Antisemitische Hassrede im griechischen Fernsehen

    Der Europäische Jüdische Kongress hat am Mittwoch die griechisch-orthodoxe Kirche aufgerufen, den Metropoliten von Piräus, Seraphim (Foto), aus seinem Amt abzuberufen. Anlass war ein Auftritt des Würdenträgers in einem Morgenmagazin des griechischen Fernsehens. Darin hatte Seraphim die Juden für die griechische Finanzkrise verantwortlich gemacht. Der Patriarch sprach von einer Allianz zwischen jüdischen Bankiers und dem Weltzionismus, um Griechenland und die Orthodoxie zu versklaven. Auch Hitler sei nur ein Instrument der Zionisten gewesen, um die Juden dazu zu bewegen, Europa zu verlassen und in Israel ein neues Reich aufzubauen. Der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Dr. Moshe Kantor, erklärte die Aussagen des Metropoliten seien völlig unakzeptabel. Er forderte die griechische Regierung und die Europäische Union auf, sofort und konsequent gegen derartige Hass-Reden von führenden Kirchenvertretern vorzugehen.

  • Rekordpreis für israelisches Kunstwerk

    Der israelische Künstler Yaakov Agam kann einen grossen Erfolg für sich verbuchen. Bei einer Auktion israelischer und internationaler Kunst von Sotheby’s New York erzielte eines seiner Gemälde den höchsten Verkaufspreis, den jemals ein israelisches Kunstwerk eingebracht hat. Das Werk „Zmicha“ (Wachstum) in Öl auf Holz wurde für 698 000 Dollar verkauft. Es ist ein Beispiel der monumentalen kinetischen Gemälde des 72jährigen Israelis und wurde bereits 1980 im Rahmen der Retrospektive des Künstlers im New Yorker Guggenheim-Museum gezeigt. Bei dem Käufer handelt es sich um einen Europäer, der anonym bleiben will. Agam selbst, der bei der Auktion anwesend war und mit grossem Applaus bedacht wurde, zeigte sich kaum überrascht über den hohen Kaufpreis: „Dies verwundert mich nicht… Meine Preise werden entsprechend der Geschichte, die ich in der Kunstwelt geschrieben habe, steigen.“

  • Über 50.000 Abtreibungen in Israel

    Das Oberrabinat Israels hat am Montag Besorgnis ausgedrückt ob der steigenden Zahl der Abtreibungen im Land. Jedes Jahr werden 50.000 Abtreibungen in Israel vorgenommen, nur 20.000 davon legal. Die meisten sind dem Oberrabbinat zufolge nicht nötig und stellen eine Gefahr für das Leben der Mutter dar, weshalb sie dem jüdischen Gesetz zufolge illegal sind.

  • Bikur Holim fast vor dem Aus

    Vor dem legendären Bikur Holim Hospital in der Innenstadt Jerusalems haben Ärzte eine Demonstration veranstaltet, um auf die drohende Schliessung aufmerksam zu machen, die durch Finanzspritzen abgewendet werden könnte. Das Krankenhaus in der Prophetenstrasse befindet sich nach Angaben der Organisation derzeit in einem Finanzsanierungsprogramm. Ohne Hilfe der Regierung von umgerechnet ca. 6 Mio. Euro wird das Haus allerdings seine Türen nächsten Monat schließen müssen. Das geschichtsträchtige Krankenhaus wurde 1826 in der Altstadt Jerusalems gegründet und zog 1854 in die Nähe der Jaffa Strasse um. Im 200-Betten Hospital gibt es 650 Angestellte, darunter 120 Ärzte und 225 Krankenschwestern. Jedes Jahr werden rund 6000 Babys geboren und 5000 Operationen durchgeführt.

  • Klagemauer in Facebook

    Das soziale Netzwerk Facebook hat einen neuen Teilnehmer: die Klagemauer in Jerusalem. Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, hat die Gruppe „Junge Menschen für Israel“ am Dienstag die neue Facebook-Seite eingeweiht.
    Angedacht ist ein kostenloser Service. Freiwillige, ausgestattet mit einer Digitalkamera und einem iPad, wollen die Besucher mit der Klagemauer im Hintergrund fotografieren und die Bilder direkt ins Internet hochladen. Für diesen Zweck soll in der Gegend der Klagemauer eine WLAN-Funkstelle eingerichtet werden.
    Die Erinnerungsbilder sollen bei Facebook veröffentlicht werden. Geplant sind weitere Standpunkte an anderen touristisch interessanten Stellen in Jerusalem, etwa auf dem Ölberg, in der Davidsstadt, auf dem Skopusberg und in der Altstadt. Weiter heißt es in dem Bericht, dass dieser Dienst vor allem an jüdischen Feiertagen angeboten werde.

  • Handel mit der Türkei angestiegen

    Trotz aller politischen Spannungen liegt das Handelsvolumen zwischen Israel und der Türkei in diesem Jahr um 30% höher als im Vorjahr. Das geht aus Daten hervor, die das Industrie- und Handelsministerium und Israels Wirtschaftsattaché in Ankara gesammelt haben.
    Das Wachstum ist hauptsächlich in den Exporten chemischer und landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie raffinierten Treibstoffs zu verzeichnen.
    „Die politischen Ereignisse haben keinen negativen Einfluss auf den Handel zwischen den beiden Ländern im öffentlichen Sektor gehabt“, berichtet Wirtschaftsattaché Doron Avrahami. „Die meisten israelischen Geschäftsleute verfahren nach der Devise ‚Business as usual‘ und setzen ihre Arbeit fort.“
    Avrahami zufolge hat sich die Geschäftsatmosphäre dank der jüngsten politischen Versöhnungsgespräche verbessert, wenngleich die Geschäfte schon zuvor wie gewohnt weiter vonstatten gegangen seien.

  • Hebräische Domain-Namen werden freigegeben

    Ab kommendem Sonntag sind Internetadressen in hebräischen Buchstaben für die Öffentlichkeit verfügbar. Die Registrierung kann ab 14 Uhr bei der Israel Internet Association vorgenommen werden.
    Damit kommt die gegenwärtige Phase zum Abschluss, in der eingetragenen Organisationen und Unternehmen das Vorgriffrecht auf Domain-Namen vorbehalten ist.
    Das nationale Suffix „il“ wird vorerst weiter in lateinischen Buchstaben verbleiben.
    Doron Shikmoni, der Vizepräsident der Israel Internet Association, teilt mit: „Die hebräischen Domain-Namen werden jener Öffentlichkeit den Internetzugang erleichtern, die bislang womöglich wegen des nötigen Gebrauchs des lateinischen Alphabets davor zurückgeschreckt ist, online zu gehen.“

  • Rakete explodiert neben Kindergarten – 14-jährige verletzt

    Der Süden Israels kommt nicht zur Ruhe. Am Dienstag Morgen schlug eine von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte Kassam-Rakete in einem Kibbutz unweit von Ashkelon ein. Ein 14jähriges Mädchen wurde dabei von Granatsplittern und Glasscherben leicht verletzt. Mehrere Menschen erlitten einen Schock.
    Bereits am Montag war der westliche Negev heftigem Beschuss mit Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen ausgesetzt. Ganze neun Projektile landeten auf israelischem Territorium, allerdings ohne Schaden zu verursachen.
    Die israelische Luftwaffe flog gestern in Reaktion auf den Beschuss Angriffe auf verschiedene Terrorziele im Gaza-Streifen. Dabei wurden zwei Kämpfer der Izz al-Din al-Kassam-Brigaden, des militärischen Arms der Hamas, verletzt.

  • Bon Jovi kommt 2011 nach Israel

    Im Jahr 2011 führt die Konzerttour von Jon Bon Jovi auch nach Israel. Das bestätigte er diese Woche. Der amerikanische Rockmusiker will auf der Welttournee sein neues Album „The Cycle“ vorstellen.
    Wahrscheinlich wird der Musiker mit seiner Band im Sommer die Konzerttour unternehmen. Außer in Israel will er laut der Zeitung „Ha´aretz“ noch in Südamerika und Südafrika auftreten. Es ist das erste Mal, dass die Band nach Israel kommt.

  • Militärübung bereitet auf möglichen Einsatz im Libanon vor

    Das israelische Militär hat am Donnerstagabend eine der umfangreichsten Übungen der vergangenen Jahre abgeschlossen. Im Golan bereiteten sich Tausende Soldaten an der Grenze zum Libanon auf einen möglichen Einsatz vor.
    Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, nahmen an der grossangelegten Militärübung zwei Brigaden teil. Die Soldaten setzten sich mit simulierten Panzerabwehrraketen und Mörsergranaten auseinander. Zudem suchten sie nach Wegen, mit Hisbollah-Aktivisten auf Motorrädern zurechtzukommen. Der Schlamm als Folge der Regenfälle am vergangenen Wochenende vergrösserte noch die Herausforderung, der sich die Armeeangehörigen ausgesetzt sahen.
    Die Übung bildete den Abschluss eines Trainings, das 13 Wochen gedauert hatte. In dieser Zeit legten einige Panzer der 401. Brigade 8.000 Kilometer zurück, vor allem in bergigen Gefilden. „In manchen Fällen haben die Soldaten die Panzer 14 oder 15 Stunden lang nicht verlassen“, sagte der Kommandeur des 401. Regimentes, Enav Schalev.
    Die Soldaten testeten verschiedene neue Technologien, etwa ein digitales Kommunikationssystem. Dieses ermöglicht die schnelle Weitergabe von Aufträgen zwischen den Einheiten über einen Computerbildschirm. Aus Militärquellen hiess es, das System verbessere die Effizienz der Operationen erheblich. Auch das aktive Schutzverfahren „Windmantel“ kam zum Einsatz. Mit dessen Hilfe können Panzer Aufgaben übernehmen, die bislang zu gefährlich waren.
    Während der Übung wurden unterschiedliche Szenarien getestet. Am Ende kämpften die beiden Brigaden gegeneinander. Vertreter der israelischen Verteidigungsstreitkräfte gehen davon aus, dass die Übung das Niveau des militärischen Training auf eine höhere Stufe angehoben hat.
    „Wir haben eine Schlachtfeldsimulation in der fortschrittlichsten Weise durchgeführt, die der Armee möglich ist“, sagte Schalev. Seine Brigade ist normalerweise für Problemgebiete zuständig, vor allem für den Gazastreifen. Doch bezüglich einer echten Kampfsituation bereiteten sich die Truppen vor allem für eine Konfrontation mit der Hisbollah-Miliz vor. „Ich möchte das, was sich in Gaza abspielt, nicht kleinreden, wir haben dort viele Herausforderungen, mit denen wir zurechtkommen müssen, aber der Libanon ist eine andere Geschichte.“ Wenn ein Kommandeur ordentlich für den Libanon trainiere, sei er auch für den Gazastreifen gewappnet…