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  • Israel erwartet weiteren Baustopp

    Israels Sicherheitskabinett, das aus 15 Mitgliedern besteht, soll heute, den Erwartungen der nationalen Medien zufolge, für einen weiteren Baustopp in Judäa und Samaria über eine Zeitspanne von 90 Tagen stimmen. Es wird erwartet, dass das Ergebnis knapp, aber für den Baustopp ausfällt, der bestimmte Annehmlichkeiten seitens der USA mit sich bringt. Laut Netanjahu sind gewisse Details noch nicht ganz ausgearbeitet. Die Palästinenser zeigten sich schockiert über die Angebote, die die USA Israel im Gegenzug für den Baustopp in Aussicht gestellt haben. Israels Verteidigungsministerium reagierte begeistert über die versprochenen F-35 Kampfjets. Zwei Kabinettsmitglieder der religiösen Schass-Partei liessen durchblicken, dass sie entweder für den Baustopp stimmen werden oder sich zumindest enthalten werden, wenn Obama die Garantie gibt, dass Jerusalem nicht davon betroffen sein wird und dass es keine weiteren Baustopps geben wird, sollten die Palästinenser jetzt keine positiven Schritte unternehmen. Andere rechtsgerichtete Kabinettsmitglieder dagegen drohten, Netanjahus Regierung über dieser Entscheidung zu Fall zu bringen. Sie wiesen darauf hin, dass schon der letzte Baustopp von den Palästinensern insofern missbraucht wurde, dass monatelang nichts unternommen wurde, nur um in der letzten Minute die Friedensgespräche wieder aufleben zu lassen und dann mit dem Finger auf Israel zu zeigen, weil es seine Bautätigkeit wieder aufnahm.

  • Israelis sollen mehr von Gas- und Öleinkünften profitieren

    Die Einkünfte aus den Öl- und Gasvorkommen sollen in Zukunft in weit höherem Masse der israelischen Öffentlichkeit zugute kommen. Dies erklärte das für die Frage eigens eingerichtete Komitee unter Vorsitz des Ökonomen Eytan Sheshiski am Mittwoch.
    Bislang erhält der Staat vertragsgemäß 30% der Einkünfte aus den Bohrungen, die ein Konsortium unter Führung des US-Energiekonzerns Noble-Energy vor der israelischen Mittelmeerküste durchführt. In Zukunft soll der Anteil sich mehr als verdoppeln und bis zu 66% betragen.
    Die gegenwärtige Lizenzgebührenrate wird mit 12.5% unverändert bleiben. Die vermehrten Einkünfte für die israelische Öffentlichkeit werden über die Hinzufügung einer progressiven Mehrbesteuerung der Energiekonzerne ermöglicht.
    Die bisherige Regelung geht auf ein Gesetz von 1952 zurück. Inzwischen haben sich aber die Umstände aufgrund der Exploration erheblicher Öl- und Gasvorkommen sowie der Öffnung für ausländische Investoren von Grund auf geändert.
    Die Empfehlungen des Komitees werden frühestens Anfang 2011 Gesetzeskraft erlangen.

  • Israelische Soldaten retten libanesische Oma

    Israelische Sicherheitskräfte haben am Wochenende an der israelisch-libanesischen Nordgrenze entdeckt, dass sich eine alte Frau auf der libanesischen Seite des Sicherheitszauns verheddert hatte. Nach Absprache mit den UNIFIL-Soldaten haben die israelischen Soldaten die 80-Jährige Frau zuerst aus dem Minenfeld am Grenzzaun gerettet und schliesslich auf die israelische Seite gezogen. In Israel wurde die Libanesin dann von israelischen Militärärzten untersucht und schliesslich über den Grenzübergang bei Rosch Hanikra in ihr Heimatland übergeben. Der israelische Armeesprecher gab bekannt, dass dafür Sondereinheiten gegen Minenfelder eingesetzt werden mussten. Trotz der Gefahr, dass dies eine Falle der Hisbollah-Terroristen sein könnte, haben sich die israelischen Soldaten für die verlaufene Oma aus dem Libanon voll eingesetzt. Dies ist nicht das erste Mal, dass sich Soldaten für Menschen einsetzten, die formell nicht zu den Freunden Israels zählen. Ob diese Meldung im Ausland Schlagzeilen machen wird, wird im Land und vom Armeesprecher bezweifelt.

  • Zehn pakistanische Juden wandern nach Israel ein

    Zehn pakistanische Juden sind vor wenigen Wochen in einer geheim gehaltenen Aktion nach Israel eingewandert. Dem israelischen Regierungsbüro und der Jewish Agency zufolge war es eine komplizierte Operation, die Juden aus Pakistan zu schmuggeln. Von den 2500 Juden, die bis vor 80 Jahren noch in Pakistan lebten, befinden sich nach der jüngsten Einwanderung noch zehn Juden in Pakistan, die Israel in nächster Zeit ebenso ins Heilige Land zu schmuggeln versucht.

  • Terrorwarnung auf dem Sinai

    Der israelische Stab für Terrorbekämpfung hat eine Terrorwarnung für die Sinaihalbinsel veröffentlicht. Glaubwürdigen Informationen zufolge plane eine radikal-islamistische Organisation, die mit der Al-Qaida verbunden ist, dort einen Anschlag.
    Alle Israelis, die sich derzeit auf dem Sinai befinden, werden dringend dazu aufgerufen, die Halbinsel so schnell wie möglich zu verlassen und ihre Familienmitglieder über ihren gegenwärtigen Aufenthaltsort in Kenntnis zu setzen.
    Offensichtlich habe die Terrororganisation bereits das Ziel für ihren Anschlag ausgewählt.

  • Schon jetzt mehr Touristen als im gesamten Vorjahr

    Das Jahr 2010 ist noch nicht vorüber – doch bereits jetzt steht fest: Für die israelische Tourismusbranche wird es ein gutes Jahr gewesen sein. Wie das Statistische Zentralamt mitteilt, sind in den Monaten Januar bis Oktober 2.87 Millionen Urlauber nach Israel gereist, mehr als im gesamten Jahr 2009.
    Nach Einschätzung des Tourismusministeriums werden bei Jahresende etwa 3.3 Millionen Touristen zu verzeichnen sein. Damit wäre auch der bisherige Rekord des Jahres 2008 (3 Millionen Touristen) geschlagen.
    2.3 der 2.87 Millionen Urlauber haben sich für mindestens eine Nacht in Israel aufgehalten, was in dieser Hinsicht einen Zuwachs von 22% bedeutet. Fast verdreifacht hat sich mit 129 500 die Zahl der Touristen, die das Land von einem Kreuzfahrtschiff aus besuchten.
    Die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft werden im Ministerium allein für den Zeitraum Januar bis August auf umgerechnet mehr als 1.6 Milliarden Euro veranschlagt; das sind 37% mehr als im Vorjahr.

  • Schwulen-Tourismus in Tel Aviv

    Israels Tourismusministerium versucht mit der jüngsten Werbekampagne „Gay Vibe“ die homosexuellen Weltenbummler nach Tel Aviv zu locken. „Der Schwulen-Tourismus ist ein viel versprechender Markt“, meint Pini Shani vom zuständigen Ministerium. „Israel ist ein Reiseziel, das viel zu bieten hat und keiner muss seine sexuelle Neigung im Land verstecken.“ Schon seit 12 Jahren gibt es Gay Pride Paraden in Israel, an denen immer mehr Homosexuelle, aber auch Heterosexuelle teilnehmen. So taten dies in diesem Jahr über 120.000 Menschen. Darüber hinaus veranstaltet Tel Aviv an drei Wochenenden im Jahr sogenannte „Gay Wochenenden“. Ein spezieller Reiseführer listet homofreundliche Hotels und Klubs auf. Welche Stadt für Tel Aviv als Schwulenziel eine Konkurrenz im Nahen Osten darstellt, ist die libanesische Küsten- und Hauptstadt Beirut, die in den letzten Jahren ebenso ein beliebtes Reiseziel für Homosexuelle aus der ganzen Welt wurde. In Israel ist man mit dieser Art Vermarktung des Heiligen Landes nicht unbedingt zufrieden. Daher werden diese Pläne heftig kritisiert. Es ist ein moralisches Dilemma, wie Israel in der Welt dargestellt wird. Die Frage ist, ob wirklich alle Mittel recht sind, noch mehr Touristen nach Israel zu bringen und gleichzeitig einen Segen darstellen?

  • Scharon wieder im Krankenhaus

    Samstag Abend wurde der ehemalige Premierminister Ariel Scharon zurück ins Sheba Medizinzentrum gebracht, nachdem er 48 Stunden zuhause auf seiner Ranch im Kreise seiner Familie verbracht hatte. Das Krankenhaus bestätigte, dass der Aufenthalt Scharons ausserhalb nach Plan verlaufen sei. Es sind drei bis vier weitere solcher „Urlaube“ geplant, bis darüber entschieden wird, ob Scharon endgültig auf die Sycamore Ranch in Südisrael verlegt werden kann.

  • Israelis rauchen weniger

    Gute Nachrichten aus dem Gesundheitsministerium: Einer neuen Studie zufolge rauchen Israelis viel weniger als in den vergangenen Jahren. Die auf einer Konferenz präsentierten Daten zeigen, dass 25,6 Prozent der jüdischen Männer und 16,3 Prozent Raucher sind. Ein grosser Kontrast zur arabischen Bevölkerung Israels: 55,3 Prozent der arabischen Männer greifen regelmässig zum Glimmstengel, allerdings rauchen unter den arabischen Frauen im Vergleich zu jüdischen Frauen viel weniger: Nur 5,8 Prozent von ihnen sind Raucher.

  • Israel wirft Norwegen Hetze vor

    Israel hat der norwegischen Regierung vorgeworfen, Hetze gegen den jüdischen Staat zu unterstützen. Einem Bericht des israelischen Aussenministeriums zufolge finanziert die Stadtverwaltung Trondheims eine Reise für Studenten, die an dem palästinensischen Theaterstück „Gaza Monologues“ mitwirken. In der von Israel als einseitig kritisierten Aufführung geht es um die Leiden der Kinder im Gazastreifen während der Operation „Gegossenes Blei“.
    Das Werk wurde von Palästinensern des ASHTAR-Theaters in Gaza geschrieben. 30 Kinder haben dafür in Form von Monologen zusammengefasst, was sie während der israelischen Militäroffensive gegen die Hamas zum Jahreswechsel 2008/2009 erlebten. Die Einrichtung hatte anschließend in mehr als 30 Städten weltweit Jugendgruppen mobilisiert, die das Stück ebenfalls einstudierten und zeitgleich am 17. Oktober in ihren Ländern aufführten. Am 29. November soll aus jedem teilnehmenden Land ein Vertreter nach New York reisen. Dort soll „Gaza Monologues“ unter anderem vor den Vereinten Nationen aufgeführt werden.
    Einem Bericht der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ zufolge kritisiert Israels Aussenministerium auch die Unterstützung der norwegischen Botschaften in Syrien, im Libanon und in Jordanien für die Ausstellung eines norwegischen Künstlers in Damaskus, Beirut und Amman. Darin werden Bilder gezeigt, auf denen unter anderem getötete palästinensische Babys neben Helmen israelischer Soldaten liegen. Die Helme ähnelten denen deutscher Wehrmachtssoldaten…