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  • Chavez hofft auf „Befreiung“ der Golanhöhen

    Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat sich am Donnerstag in Damaskus mit seinem syrischen Amtskollegen Bashar Assad getroffen und dabei seiner Unterstützung der Forderung Ausdruck verliehen, Israel solle die Golan-Höhen an Syrien zurückgeben.
    „Ich hoffe, dass der Tag kommen wird, da ich den Golan besuchen kann, nachdem er befreit ist“, so Chavez, der sich am Tag zuvor noch in Teheran mit Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad für eine „neue Weltordnung“ stark gemacht hatte.
    Bei seinem Treffen mit Assad sagte er noch, man befinde sich gemeinsam „im Angriff, um den Sturz der imperialistischen Mächte zu beschleunigen, damit wir eine neue, balancierte Welt bekommen“, wobei er versicherte: „Mit der Hilfe von Millionen von Führern, wie dem tapferen Führer Assad, werden wir in wenigen Jahren eine neue Welt erreichen und die alte Welt vergessen, die auf Unterdrückung basiert.“
    Assad sagte, er unterstütze den Aufruf Venezuelas, die „westliche Einmischung“ in nahöstliche Angelegenheiten zu beenden.

  • 12 Millionen Euro für fünf Autofahrer pro Tag

    Nachdem auf Druck von Friedensaktivisten linker Parteien der Oberste Gerichtshof Israel dem Militär befahl, die Autobahn 443 zwischen Jerusalem und Modiin auch für Palästinenser aus der Westbank wieder zu öffnen, stellte es sich jetzt heraus, dass nur fünf palästinensische Wagen pro Tag diese Strasse nutzen. Für die Sicherheitsvorkehrungen an der Strasse, einschließlich einem hochmodernen Kontrollpunkt wurden 12 Millionen Euro investiert.

  • Lateinamerika: Eine halbe Million Unterschriften für Schalit

    Die Organisation AMISRAEL hat in Lateinamerika über eine halbe Million Unterschriften zur Unterstützung von Gilad Schalit gesammelt. Dabei wird der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aufgefordert, sich direkt an den Bemühungen um eine Freilassung des entführten Soldaten zu beteiligen.
    Am Donnerstag teilte AMISRAEL auf einer Pressekonferenz in Jerusalem mit, dass innerhalb von nur zwei Wochen mehr als fünf Millionen Menschen in Lateinamerika den Aufruf unterschrieben hätten. Die Non-Profit-Organisation hoffe, in weiteren zwei Wochen die Millionenmarke zu überschreiten. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Frieden zu fördern und Israel zu unterstützen.
    Zudem stellte AMISRAEL eine Resolution vor, die mittlerweile 15 Parlamente in lateinamerikanischen Ländern verabschiedet haben. Damit haben sie die Verletzung von Schalits Menschenrechten anerkannt und die Befreiung des Israelis gefordert. Der Vater des Verschleppten, Noam Schalit, war bei der Pressekonferenz zugegen. Dies berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.

  • Jitzchak Schamir wird heute 95 Jahre alt

    Der ehemalige Ministerpräsident des Likud, Jitzchak Schamir, feiert heute seinen 95. Geburtstag. Er war der 7. Ministerpräsident des Staates. Von allen Ministerpräsident des jüdischen Staates ist er der einzige der es bis zu diesem Alter schaffte. Bundespräsident Christian Wulff liess durch einen Gesandten der Botschaft in Tel Aviv an Familie Schamir einen Glückwunschbrief überbringen. Er sagte darin, dass er eine Schlüsselposition im Bau des Staates innegehabt und bei der Schaffung des Bildes von Israel in der Welt mitgewirkt hat. Schamir lebt jetzt in einem Pflegeheim und wird oft von seiner Familie besucht. David Ben-Gurion starb im Alter von 87 Jahren, Golda Meir wurde 80 und Menachem Begin 79 Jahre alt. Ministerpräsident Netanjahu feierte gestern seinen 61. Geburstag.

  • Simultanschach-Rekord: Israeli spielt 523 Schachpartien gleichzeitig

    Ein Israeli hat einen Iraner als Rekordmeister im Simultanschach-Spielen verdrängt. Der 30-jährige Alik Gershon gewann am Freitag nach einem 19-stündigen Marathon-Turnier 86 Prozent der Partien gegen 523 Amateure auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv.
    Damit brach er den Guinness-Rekord, den seit August 2009 der Iraner Mortesa Mahdschub gehalten hatte. Ein Guinness-Vertreter bestätigte im Armeeradio den Sieg des Israeli. Für den Rekord musste Gershon mindestens 80 Prozent der Partien gewinnen. Er siegte 454 Mal, verlor elf mal und erzielte 58 Mal ein Unentschieden.
    Der ursprünglich aus der Ukraine stammende Schachspieler liess es sich nicht nehmen, auf die politischen Spannungen zwischen Israel und den Iran hinzuweisen, die kürzlich durch den Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Libanon weiter angeheizt wurden.
    „Ich weiss nicht, ob ich mich mehr darüber freue, den Rekord gebrochen zu haben oder gegen die Iraner gewonnen zu haben“, sagte er. Über seine Gegner sagte Gershon, einige seien sehr stark gewesen. „Aber ich habe nicht mit einer Niederlage gerechnet.“ Auf die Strapazen des Marathon-Schachspielens habe er sich mit Joggen und Schwimmen vorbereitet.

  • Schwere Zeiten für Israels NGOs

    Israel plant ein neues Gesetz für Nichtregierungsorganisationen. De facto betrifft es aber vor allem regierungskritische Gruppen aus dem linken Spektrum. Kritiker vermuten dahinter Methode.
    Ein israelischer Checkpoint bei Bethlehem, acht Uhr morgens: Rund zweihundert Palästinenser, Frauen, Männer und Kinder, warten vor der Mauer. Auf der anderen Seite in Jerusalem erwartet sie der Arbeitsplatz, die Schule oder der Arzt. Es geht nicht voran, die Nerven liegen blank. Alltag im Leben vieler Palästinenser. Die meisten Israelis dagegen befürworten die Mauer, weil sie sich Schutz vor Selbstmordattentätern erhoffen.
    Hier veranstaltet die Nicht-Regierungsorganisation „Ir Amim“ Führungen, mit denen sie darauf aufmerksam machen will, wie die Mauer den Friedensprozess behindert: Aus ihrer politischen Haltung machen sie dabei kein Geheimnis: Sie kritisieren offen die Jerusalem-Politik der Regierung. „Ir Amim“ finanziert sich überwiegend aus Fördergeldern der Europäischen Union und deren Mitgliedstaaten – wie die meisten der eher links orientierten Nicht-Regierungsorganisationen in Israel.
    Durch einen Gesetzesentwurf, den die Regierungspartei von Premierminister Benjamin Netanjahu jetzt in die Knesset eingebracht hat, fühlen sich Organisationen wie „Ir Amim“ jetzt bedroht. Aus Sicht der Regierung soll es mehr Transparenz in die Finanzierung israelischer NGOs durch das Ausland bringen, NGOs wären dann gezwungen, ihre Einnahmequellen offen zu legen. So müssten die Mitarbeiter von „Ir Amim“ zum Beispiel müssten ihren Besuchern vor jeder Stadtführung detailliert auflisten, von welchen Ländern sie wie viel Geld erhalten…

  • Israel und Griechenland stärken bilaterale Beziehungen

    Israels Aussenminister Avigdor Lieberman und sein griechischer Amtskollege Dimitris Droutsas haben am Montag ein Luftfahrtabkommen zwischen beiden Ländern unterzeichnet. Es ersetzt das bislang geltende, das 1952 unterzeichnet wurde, und regelt eine Vielzahl von Fragen im Bereich des Flugverkehrs.
    Lieberman betonte bei der Unterzeichnungszeremonie, dass eine gute Kooperation zwischen Israel und Griechenland bestehe, wovon nicht nur die beiden Länder, sondern die gesamte Region profitiere.
    Droutras bekräftigte die Stärkung des bilateralen Verhältnisses, wozu zahlreiche Treffen zwischen ihm und Lieberman sowie anderen Vertretern beider Staaten gehören. Das Luftfahrtabkommen zeige, wie dies auch praktischen Niederschlag finden könne.

  • Studie: Lebenserwartung in Israel höher als in den USA

    Israelis haben eine höhere Lebenserwartung als Amerikaner und die Bewohner anderer OECD-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die ein Forscher der Ben-Gurion-Universität in Be’er Sheva erarbeitet hat.

    Demnach werden Amerikaner durchschnittlich 78 Jahre alt, israelische Araber hingegen 79 Jahre und israelische Juden sogar 81 Jahre. Die höchste Lebenserwartung aller OECD-Mitgliedsstaaten gibt es in Japan (82 Jahre).

  • Gedenken an Erzmutter Rahel

    Gestern war entsprechend dem jüdischen Kalender, dem 11. Cheshwan, der Todestag der jüdischen Erzmutter Rahel. Ihre Grabstätte liegt ja auf dem Weg nach Bethlehem, wie es in der Bibel steht. Jahrhunderte lang war es nur ein kleines Gebäude mit einer Kuppel, wegen den palästinensischen Aufständen jedoch und der Sorge um die Sicherheit der dort jüdischen Betenden wurde es in eine Festung umgebaut. Hauptsächlich Frauen kommen dort um für Kinder oder eine leichte Geburt zu beten. Am heutigen Tag wird mit 60.000 Besuchern gerechnet. Der geistige Führer der sefardischen Schass-Partei, Rabbi Ovadja Josef, besuchte am Sonntagabend das Grab. Während des Gazakrieges berichteten Soldaten von einer Frau vor Gefahren gewarnt worden zu sein, die auf die Frage nach ihrem Namen angab Erzmutter Rahel zu sein. Der inzwischen verstorbene ehemalige Oberrabbiner Mordechai Elijahu war über diese Geschichten der Soldaten nicht erstaunt, denn er habe dafür gebetet, dass sie ihre Söhne vor Gefahren bewahren solle.

  • Lebensmittelmesse: Prämien für israelische Aussteller

    Fünf israelische Firmen haben Preise bei der Internationalen Messe für Nahrungsmittel (SIAL) in Paris gewonnen. Dort präsentieren vom 17. bis 21. Oktober rund 5.700 Aussteller aus aller Welt ihre Produkte und Innovationen.
    Einem Bericht der Tageszeitung „Ha´aretz“ zufolge wurde das Unternehmen „Tempo“ für sein aromatisiertes Bier ausgezeichnet. Die Firma „Sugat“ erhielt einen Preis für ihr natriumarmes Salz. „Olia“ überzeugte die Juroren sowohl durch die Feigenproduktreihe als auch durch eine Mischung aus Knoblauch und Kumquatfrüchten. Der Schokoladenhersteller „Roy“ wurde für Liköre in drei Geschmacksrichtungen und eine originelle Pralinenschachtel gewürdigt. Zudem erhielt das Unternehmen „Sanlakol“ eine Prämie für individuell abgepackte Tomatensossen.
    Unter den israelischen Ausstellern stammen in diesem Jahr vier aus dem arabischen Sektor. Zu ihnen gehört die „Nina“-Bäckerei in Haifa, die Mini-Pitas herstellt. Zudem drehte die Araberin Futna Dschabber, die in Israel durch ihre Teilnahme an der Realityshow „Big Brother“ bekannt wurde, im israelischen Messepavillon Werbespots. Sie testete Speisen für einen Film, der im Ernährungskanal ausgestrahlt werden soll. Dschabbers Ehemann führt ein Lokal in Tel Aviv.