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  • Sigalit Landau vertritt Israel auf der Venedig Biennale

    Die 1969 in Jerusalem geborene Künstlerin wird bei der 54. Biennale in Venedig im israelischen Pavillon eine Ausstellung mit dem Titel „One man´s floor is another man´s feelings“ zeigen.
    In ihrem weltweit anerkannten Werk befasst sich die Künstlerin mit Themen wie Fremdheit und Migration, Individuum und Gemeinschaft, ihrer eigenen jüdischen Identität. Das Intime, oft ihr eigener nackter Körper, den sie in ihren Performances, Installationen und Videoarbeiten in verschiedenen Situationen, etwa am öffentlichen Strand oder im Wasser schwimmend, in Szene setzt, schlägt dabei ins Politische um und bekommt eine universelle Bedeutung. Reflektiert werden die Zerbrechlichkeit des menschlichen Daseins, die Stellung des einzelnen Individuums im sozialen Netzwerk und in der Natur.
    Wasser als Quelle des Lebens und als Symbol für Emotionen, welche ein Miteinander der Menschen ermöglichen, wird in ihrem Beitrag für Venedig eine zentrale Rolle spielen. Die Venedig Biennale wird am 2. Juni 2011 eröffnet.

  • Ägypter verhindern Waffenschmuggel

    Ägyptische Sicherheitskräfte haben am Montag in der Grenzstadt Rafah auf der Sinai-Halbinsel Kampfmittel und Autos beschlagnahmt, die in den Gazastreifen geschmuggelt werden sollten. Die Ägypter gaben zudem bekannt, sie hätten seit Jahresbeginn rund 580 Schmuggeltunnel an der Grenze zu dem Palästinensergebiet entdeckt.
    Der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma´an“ zufolge hatten die Sicherheitskräfte einen Hinweis über den geplanten Schmuggel erhalten. Mithilfe von Spürhunden seien sie auf die Verstecke der Schmuggler gestossen. Dort stellten sie unter anderem Maschinengewehre, Munition, Granaten, Landminen, Sicherheitswesten und rund 150 Kilogramm Sprengstoff sicher.
    Die Polizei entdeckte zudem drei Schmuggeltunnel. Einer davon sei breit genug gewesen, um Fahrzeuge zu schmuggeln.

  • Gedenken an Rabin-Mord

    Heute beginnen die landesweiten Gedenkzeremonien für den Mord an Ministerpräsident Jitzhak Rabin, der vor 15 Jahren ermordet wurde. Gestern Abend fand die vom Rabin-Gedenkzentrum organisierte Gedenkfeier auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv statt, an der aber unerwartet wenig Menschen teilnahmen. Deshalb wird erwogen diese grosse Gedenkfeier abzuschaffen. Eine Umfrage von Journalisten der Yediot-Aharonot-Tageszeitung unter jungen Soldaten ergab, dass die meisten weder das genaue Datum, den Mörder noch die Ursache die zum Mord führte kennen. Zum Zeitpunkt des geschehens waren sie zwar noch kleine Kinder, allerdings lernen sie aber in der Schule anscheinend nicht genug darüber. Dalia Rabin, die Tochter Jitzhak Rabins, meint, dass für 1,5 Mio. Jugendliche in Israel der Mord an ihrem Vater nur eine Seite im Geschichtsbuch sei. Generalstabschef Gabi Aschkenasi hielt dagegen, dass man beim Militär grossen Wert darauf lege, das Gedenken wachzuhalten.

  • Israelische Sicherheitskräfte verhaften Hamas-Abgeordneten

    Israelische Sicherheitskräfte haben am Montag ein Parlamentsmitglied der Hamas, Hathem Kufische, festgenommen. Der Palästinenser war bereits infolge der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit inhaftiert worden.
    Laut palästinensischen Medien wurde Kufische am Montag in seinem Haus in Hebron verhaftet. Angehörige der israelischen Armee hätten das Gebäude umstellt und ihn abgeführt, berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Die Armee hat sich zu dem Vorfall bisher noch nicht geäussert. Muschir al-Masri, ein ranghoher Vertreter der Hamas, sagte zu der Festnahme, dass Israel „legitimierte Repräsentanten“ der Palästinenser „vernichten“ wolle.
    Bereits nach der Entführung Schalits im Juni 2006 waren Kufische und mehrere Hamas-Mitglieder inhaftiert worden. Im vergangenen November wurde er freigelassen.

  • Neues Flugabkommen zwischen Israel und Griechenland

    Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman hat gemeinsam mit seinem griechischen Amtskollegen Dimitris Droutsas ein Flugverkehrsabkommen unterzeichnet. Es soll die Beziehung zwischen den beiden Ländern verbessert.
    Das Abkommen beinhaltet neue Fluglinien, Regeln und Leitlinien sowie einen neuen Flugplan und Sicherheitsregeln. Zudem solle der Vertrag „die Beziehungen zwischen beiden Ländern verbessern“. Der letzte Beschluss über den Flugverkehr wurde im Jahr 1952 unterschrieben, heisst es in einer Mitteilung des israelischen Aussenministeriums.
    Vor der Vertragsunterzeichnung in Jerusalem sprachen Lieberman und Droutsas über die aktuelle politische Situation. Zudem beschlossen beide, die Beziehungen zwischen ihren Heimatländern zu stärken. Das Flugabkommen solle zeigen, wie man das Verhältnis zueinander „praktisch“ umsetzen könne.

  • Offizier zu fünf Monaten Haft verurteilt

    Das Militärgericht hat am Montag einen Offizier zu fünf Monaten Haft verurteilt. Der Soldaten war des Diebstahls auf dem Schiff der Gaza-Flotille, Mavi Marmara, überführt worden. Er hatte zwischen vier bis sechs Laptop-Computer, zwei Kameraobjektive und einen Kompass entwendet. Zum… Weiterlesen ›

  • Tourismusminister lädt gerettete Bergleute zu „spiritueller Reise“ nach Israel ein

    Israels Tourismusminister Stas Misezhnikov hat am Montag die in der vergangenen Woche aus einer Mine geretteten chilenischen Bergarbeiter und ihre Partnerinnen zu einer Woche Urlaub in Israel während der Weihnachtszeit eingeladen. Die Kosten dafür wollen das Ministerium und Unternehmen aus der Tourismusbranche übernehmen.
    „Ihr Mut und die Kraft des Geistes, Ihr grosses Vertrauen, das Ihnen geholfen hat, so lange im Inneren der Erde zu überleben, war eine Inspiration für uns alle“, schrieb der Tourismusminister in seiner Einladung. „Es wäre eine grosse Ehre für uns, Sie als unsere Gäste im Heiligen Land begrüssen zu dürfen.“
    Die Einladung schliesst die Übernahme der Kosten für Flüge, Hotel und Vollverpflegung für fünf bis sieben Tage sowie für Ausflugstouren und die Besichtigung heiliger Stätten ein.
    Die 33 Bergarbeiter waren am 5. August nach dem Einsturz der Mine San José unter Tage eingeschlossen worden.

  • Rund 500 Araber und Drusen studieren in Siedlung Ariel

    Für rund 11.500 Studenten hat am Sonntag das akademische Jahr an der Universität von Ariel in Samaria begonnen. Unter den Studierenden an der israelischen Hochschule im Westjordanland sind auch etwa 500 israelische Araber und Drusen.
    „Ariel ist eine grosse Stadt, die schon seit vielen Jahren existiert und auch ohne mich weiter existieren wird. In diesem Fall muss man die Politik beiseite drängen“, erklärte ein Student namens Asad gegenüber der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Für ihn sei die Universität unter anderem wegen ihrer Nähe zum Dorf, in dem die Familie lebt, in Frage gekommen, so der 25-jährige Druse aus dem Dorf Hurfisch weiter.
    Manar Diuani, ein 20-jähriger Araber aus der Ortschaft Taibeh, betonte ebenfalls, er trenne sein Studium von der Politik. „Ich glaube nicht, dass sich irgendwer darum kümmert, wohin ich zur Schule gehe – es zählen nur mein Grad und mein Diplom.“

  • Marokkos König will sich nicht mit Peres treffen

    Israels Staatspräsident Schimon Peres hat seine für nächste Woche geplante Teilnahme am Weltwirtschaftsforum für den Nahen Osten und Nordafrika in Marokko abgesagt. Grund dafür ist die Weigerung des marokkanischen Königs Mohammed VI., das israelische Staatsoberhaupt zu empfangen.
    Der Monarch hatte Peres in der vergangenen Woche schriftlich mitgeteilt, dass es ihn zwar freuen würde, den israelischen Präsidenten zu treffen, allerdings sei solch eine Zusammenkunft derzeit unmöglich.
    Peres‘ Büro gehe davon aus, dass es sich um eine Absage aus politischen Gründen handle und habe daher die Reise nach Marokko abgesagt, heisst es laut einem Bericht der Tageszeitung „Ha´aretz“. Peres habe das Recht, einen Besuch in einem Land zu verweigern, in welchem er nicht in der Lage sei, das Staatsoberhaupt zu treffen.

  • Israelische Luftwaffe greift Raketenbasis an

    Die israelische Luftwaffe hat am Sonntag eine Terrorzelle im nördlichen Gaza-Streifen beschossen, von wo aus just Kassam-Raketen oder Mörsergranaten auf israelisches Territorium abgefeuert werden sollten. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei eine Person getötet und zwei weitere verletzt.
    Von Seiten der israelischen Armee teilte man mit: „Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) werden keinen Versuch tolerieren, israelischen Bürgern und Soldaten Schaden zuzufügen. Für die Situation in Gaza und die Aufrechterhaltung des Friedens dort ist allein die Hamas verantwortlich.“
    In diesem Jahr seien bislang 165 Raketen und Mörsergranaten vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert worden.