Heute beginnt Sukkot


Fünf Tage nach Jom Kippur wird Sukkot gefeiert, das bereits in der Bibel (Lev. 23,34) als das „Laubhüttenfest“ (Sukka = heb. Laubhütte) bezeichnet wird. Sukkot ist eines der drei Feste, die bis ins Jahr 70 n.d.Z. mit grossen Pilger- und Wallfahrten zum Jerusalemer Tempel gefeiert wurden und daher als die Wallfahrtsfeste bekannt sind. Der Feiertag soll an die 40 Jahre erinnern, die die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste verbrachten. Ausserdem wird Sukkot häufig als Erntedankfest begangen.


Sukka (Foto: TheMarker)

Während der fünf Tage zwischen Jom Kippur und Sukkot errichten Zehntausende  von Haushalten und Geschäften Sukkot – Laubhütten, in denen man vorübergehend lebt und vor allem die täglichen Mahlzeiten einnimmt. Die Laubhütten stehen für jene Hütten, in denen die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste lebten. Auch werden Palmwedel, Zitrusfrüchte (Etrogim), Myrten- und Weidenzweige erworben, die für den Ritus der Festgebete an Sukkot als Schmuck unverzichtbar sind. Im ganzen Land werden Laubhütten auf Parkplätzen, Hausdächern, Rasenanlagen und öffentlichen Plätzen errichtet. Jede Militärbasis hat ihre Laubhütte. Einige Israelis verbringen das Fest und die folgenden sechs Tage in ihrer Laubhütte.

Nach dem eigentlichen Festtag wird das Laubhüttenfest gemäss der Thora (Lev. 23,36) für weitere sechs Halbfeiertage fortgesetzt. Während dieser Woche – jeder Tag ist halb Alltag und halb Festtag – sind die Schulen geschlossen, zahlreiche Geschäfte und Firmen schliessen gänzlich oder sind halbtags geöffnet. Viele Israelis verbringen diese Tage an Sukkot oder Pessach an den Erholungsorten im ganzen Land.



Kategorien:Gesellschaft

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