Rund ein Drittel der Studierenden der ingenieurwissenschaftlichen Fächer an den israelischen Hochschulen sind Frauen. Dies geht aus einer Untersuchung der Behörde für Hochschulbildung hervor.
Demzufolge gibt es an den unterschiedlichen Einrichtungen und zwischen den Fächern grössere Unterschiede, generell ist aber bei Frauen ein starker Trend hin zum Studium bisher „männerspezifischer“ Fächer auszumachen.
Prof. Ayelet Tal von der Fakultät für Elektrotechnik am Technion in Haifa erklärt: „Bei uns gibt es einen deutlichen Anstieg in allen Bereichen. Heute haben wir vier weibliche Mitarbeiterinnen im Gegensatz zu einer vor 15 Jahren; und drei von ihnen haben eine Professur inne. Die Zahl der Studentinnen hat sich im selben Zeitraum verdoppelt. Vor einigen Jahren habe ich begonnen, in jedem Jahr einen Einführungstag für Schülerinnen auszurichten, die besonders gut in Mathematik sind. Dazu kommen jedes Jahr zwischen ein- und zweihundert Schülerinnen aus dem ganzen Land zu uns ins Technion. Aus Umfragen, die wir gemacht haben, geht hervor, dass der Grund dafür, sich gegen unser Fach zu entscheiden, bei Mädchen meistens mangelndes Interesse und mangelndes Wissen ist. Hier müssen wir ansetzen.“
Auch der Staat hat sich bereits vor einigen Jahren eine Erhöhung des Frauenanteils in den Ingenieursberufen zum Ziel gesetzt. Verschiedene Stipendienprogramme wenden sich ausschliesslich an Frauen. Sie können sich um eine Erlassung der Studiengebühren, aber auch um monatliche finanzielle Unterstützung bewerben.
Kategorien:Wirtschaft, Wissenschaft

Global Cleantech 100 Index: Israel „herausragend“
Hinterlasse einen Kommentar