Video des Tages: Der Fall Mohammed al-Dura


AlduravideoDiese Videoaufnahmen vom 30. September 2000 haben jahrelang die Weltöffentlichkeit beschäftigt: Ein Junge und sein Vater geraten beim Palästinenseraufstand zwischen die Fronten. Verzweifelt suchen sie Schutz und Deckung, doch schliesslich wird der Junge getroffen und stirbt – so die Darstellung des Vaters und des französischen Fernsehens.

Auch internationale Beobachter bezweifeln die ursprüngliche Version der Geschehnisse. Es gibt sogar Behauptungen, al-Durra sei noch am Leben. Tatsächlich ist im Bericht der Untersuchungskommission von „zahlreichen Hinweisen“ die Rede, dass weder der Junge noch sein Vater Jamal überhaupt von Kugeln getroffen worden seien. Ballistischen Untersuchungen zufolge sei es auch „extrem zweifelhaft“, dass Einschusslöcher in der gefilmten Umgebung von israelischen Soldaten verursacht wurden.

„Dies ist ein Beleg für die anhaltende, lügnerische Kampagne zur Delegitimierung Israels“, sagte Netanjahu. Der Ruf seines Landes sei durch die Reportage zu unrecht beschädigt worden. Laut dem Ministerium für internationale Beziehungen hat France 2 zudem Filmszenen herausgeschnitten, auf denen der Zwölfjährige lebend zu sehen sei. Die Herausgabe des ungeschnittenen Originalmaterials habe der Sender aber trotz mehrfacher Anfragen verweigert.

Experten kommen jedoch nach Begutachtung der Aufnahmen zu dem Schluss, dass der Junge am Ende des Videos noch am Leben ist und einen Arm bewegt. Verletzungen seien nicht zu erkennen. Nach Ansicht der israelischen Regierung wurde die Öffentlichkeit bewusst getäuscht.



Kategorien:Nahost

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