Der amerikanische Aussenminister John Kerry hat in Telefonaten mit Kongressabgeordneten berichtet, Israel dürfe bei einem Friedensabkommen mit den Palästinenser 85 Prozent seiner Siedlungsblöcke behalten. Das berichten heute israelische Zeitungen. Nachdem die israelische Delegation mit Zipi Livni an der Spitze und die palästinensischen Vertreter, angeführt von Saeb Erekat, Washington verlassen haben, hätte Kerry mit Abgeordneten gesprochen, die als israelfreundlich bekannt seien. Er versicherte ihnen, die USA werde Israels Interessen schützen.
Als grosse israelische Siedlungsblöcke gelten die Städte Ma’ale Adumim (Foto), Gusch-Etzion und Ariel. Damit diese künftig zu Israel gehören, soll der jüdische Staat andere Flächen an „Palästina“ abtreten. Zur Zukunft der zahlreichen kleineren Siedlungen und Aussenposten im sogenannten Westjordanland, dem biblischen Judäa und Samaria, äusserte sich Kerry nicht. Der Aussenminister zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen werde, die Palästinenser dazu zu bewegen, Israel als Heimat des jüdischen Volkes anzuerkennen. Auch der Streit über den künftigen Status von Jerusalem sei lösbar. Kerry: „Wir hatten einen guten Start.“
Für Empörung sorgten in Israel die Aussagen von Palästinenserpräsident Abbas, im künftigen Staat Palästina wolle er keinen einzigen Juden sehen, keinen Siedler und keinen Soldaten. Die Forderung nach einem „judenreinen“ Staat sei rassistisch, hiess es dazu in Israel.
(JNS und Agenturen)
Kategorien:Nahost
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