Eine magische Reise durch die Arava-Wüste


Wadi Arava

Luftaufnahme des Wadi Arava
(Foto: wikicommons)

„Summertime and the living is easy“, heisst es im berühmten Lied von George Gershwin. Wie der israelische Journalist Moshe Gilad erzählt, gilt diese Erkenntnis in der Wüste Arava, dem heissesten Teil des Landes, allerdings nur während der Morgen- und Abendstunden. Dann aber entfaltet diese Landschaft im Süden Israels ihre ganze magische Kraft und Schönheit: ob an den makellosen Sanddünen von Kasui, dem 7000 Jahre alten Leopardentempel oder der alten Karawanserei Ma’aleh Shaharut. Wir geben hier einen Auszug des englischen Artikels wieder:

„Um halb sieben abends kommt plötzlich eine angenehme, unerwartete Brise auf. Udi Pinsk vom Kibbutz Elifaz in der Nähe Timnas fährt langsam zwischen einer langen Reihe von Dattelpalmen und Solaranlagen östlich des Arava-Highways hindurch. „Die Dattelpalmen sind jetzt die wichtigste Einkommensquelle. Die Solaranlagen zur Stromgewinnung sind die Zukunft“, erzählt mir Udi. „Jede Dattelpalme bringt den Bauern 3000 Schekel im Jahr ein.“ Noch bevor es mir gelingt, die Zahl der Bäume mit dem Preis für Dattelpalmen zu multiplizieren, erreichen wir die perfekten Sanddünen von Samar, und alle Kalkulationen sind vergessen. […] 

Die Sonne geht unter und wir überqueren den Arava-Highway in Richtung Timna-Park. Es ist ein wenig merkwürdig, diesen geologischen Park am Abend zu besichtigen. Die Dunkelheit senkt sich und wir entscheiden nicht mehr selbst, was wir sehen, sondern nur das, was die Beleuchtungen im Park zulassen. Die Säulen Salomos sind dramatisch hell erleuchtet, was sie noch faszinierender und mysteriöser erscheinen lässt als im Tageslicht. Der Schein von Hathor rechts von den Säulen ist ebenfalls gut beleuchtet. Die Schatten der Figuren, die sich auf den nahen Felsen abbilden, lassen die Szenerie noch schauriger und kraftvoller erscheinen. Riesige Silhouetten menschlicher und tierischer Figuren bewegen sich auf den Bergen hin und her. […]

Assaf Holzer vom Kibbutz Samar holt mich Punkt sechs Uhr morgens in Ketura ab. Die Sonne geht einige Minuten später über den Bergen Edoms auf. Wir fahren nach Norden zum Aussichtspunkt Har Ayit (Adlerberg). Es ist der falsche Zeitpunkt, weil uns die Sonne direkt in die Augen sticht, aber von der Spitze des Berges, der sich 350 Meter über die übrige Landschaft erhebt, können wir sehen, wie weit sich die Arava-Wüste erstreckt: die verbliebenen Sanddünen vor uns und auf der jordanischen Seite und das Naturreservat der Shayarot-Felsen, das bis zur Grenze reicht. Man erreicht leicht die Spitze des Har Ayit und kann von dort die ganze Umgebung sehen. Wer vom Westen kommt, mit der Sonne im Rücken, bekommt einen wunderbaren ersten Eindruck von der Arava-Wüste.“ (Haaretz)



Kategorien:Kultur

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