Die internationale Gemeinschaft verlangt von Israel, jüdische Siedler aus der Streitzone zu evakuieren. Wohlgemerkt: Nur aus Judäa und Samaria will man die Siedler evakuiert sehen. Dabei gibt es etliche Siedlungskonflikte, zu denen die internationale Gemeinschaft sich still verhält. Jeder von ihnen hat seinen politischen, historischen oder religiösen Hintergrund. Hinter dem jüdischen Siedlungskonflikt steckt die Bibel. Mit oder ohne Absicht wird dieser deswegen anders gerichtet.
Man verurteilt nur die jüdischen Siedlungen, nicht aber christliche oder muslimische Siedlungskonflikte, wie in Georgien, Zypern und Marokko. Dies zeigt eine Studie des amerikanischen Professors Eugene Kontorovich von der North Western-Universität. „Die internationale Gemeinschaft mischt sich in keinen Konflikt so intensiv und einseitig ein wie in den jüdischen Siedlungskonflikt“, stellt Kontorovich darin fest.
Politische Siedlungskonflikte können erst seit dem August 1949 als solche beschrieben werden, als die Vierte Genfer Konvention festlegte: „Die Umsiedlung von Zivilisten, die Staatsangehörige der Besatzungsmacht sind, in das Territorium eines besetzten Gebietes ist unzulässig.“ Die Palästinenser behaupten, dass auch hinter der selbst initiierten Ansiedlung von Juden in der so genannten Westbank die „israelische Besatzungsmacht“ stehe.
Kontorovich geht nicht auf politische, biblische oder islamische Auslegungen ein, sondern untersucht, wie sich das internationale Recht gegenüber anderen Siedlungskonflikten wie in Georgien, Zypern, Marokko, Osttimor und anderen Ländern verhält. „Es sind weltweit zehn Siedlungskonflikte vor und nach dem israelischen Sechstagekrieg 1967 zu zählen, aber nur im jüdischen Siedlungskonflikt gibt die internationale Gemeinschaft einfach nicht nach!“
Kategorien:Politik
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