Faschisten kontrollieren Kiew. Rabbi ruft Juden zur Flucht auf


Ukes

Symbolik der ukrainischen Faschisten werden stolz präsentiert

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Teilen des Landes haben die Faschisten offensichtlich die Herrschaft übernommen. Wie ernst die Lage in der Ukraine inzwischen ist, machen auch die Meldungen den israelischen Tageszeitungen Haaretz und Maariv deutlich.

Schon am Wochenende hatte der Kiewer Rabbiner seine Gemeinde aufgerufen, die Ukraine möglichst zu verlassen. Diese Abwanderungsbewegung verstärkt sich nun. Auch die Schulen der jüdischen Gemeinde wurden geschlossen. Eine wachsende Zahl von Juden verlässt die Ukraine.

Die Unruhen der vergangenen Monate hätten Abwanderungsbewegungen verstärkt, sagte der Rabbiner der Millionenstadt Charkiw, Mosche Moskowitz, dem israelischen Sender Arutz Scheva (Montag). Zwar habe die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko in der Vergangenheit sehr gute Beziehungen zur jüdischen Gemeinde unterhalten. Allerdings gebe es unter ihren Anhängern zahlreiche Antisemiten.

1143014Am Wochenende hat der Kiewer Rabbiner Mosche Reuven Azman (Bild) seine Gemeindemitglieder aufgerufen, die Hauptstadt und das Land zu verlassen, solange dies noch möglich sei. Eine entsprechende Empfehlung gibt es auch seitens der israelischen Botschaft, sagte Azman laut einer israelischen Zeitung. Es gebe begründete Warnungen, dass die neuen Machthaber jüdische Institutionen attackieren wollten. Die Schulen der jüdischen Gemeinde wurden den Angaben zufolge geschlossen.

Die israelische Einwanderungsorganisation Jewish Agency for Israel sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Jewish Telegraphic Agency“ vom Sonntag ukrainischen Juden Unterstützung zu und bot den Schutz jüdischer Einrichtungen an.

Der Moskauer Auslandssender Stimme Russlands berichtet über die Lage in der Ukraine: »Die Faschisten in der Ukraine haben Oberwasser. Sie sind nicht gewillt, den von Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier zwischen Präsident Wiktor Janukowitsch und den Oppositionsparteien  ausgehandelten Vertrag zum Austausch der Regierung in Kiew mitzugehen. Sie wollen den Kampf zum Sturz des Staatschefs fortsetzen und bekommen dafür Applaus auf dem Maidan. In Deutschland leisten die Grünen den Braunen Schützenhilfe.

Nach dem Rückzug der Polizei aus dem Regierungsgebiet in der ukrainischen Hauptstadt sorgt dort die rechte Schlägertruppe „für Ordnung“, heisst es bei „Spiegel online“ zu der Amtsanmassung. Das Onlineportal berichtet unter Berufung auf den Moskauer Fotografen und Blogger Ilja Warlamow, „Revolutionäre“ hätten am Flughafen Schuljani Kontrollpunkte errichtet. „Sie durchsuchen alle Autos. Sie haben Listen mit Personen, die sie nicht aus dem Land ausreisen lassen dürfen.“ Unklar bleibt, wer sie dazu ermächtigt hat.

Im Stadtzentrum laufen die Vorbereitungen für den nächsten Sturm an. In einem improvisierten Lager halten Regierungsgegner laut Nachrichtengentur AFP Hunderte Glasflaschen und Benzinfüllungen für Molotow-Cocktails bereit. „Derartige Brandbomben waren in den vergangenen Tagen wiederholt auf Polizeikräfte geschleudert worden“, heisst es erklärend.

Anderenorts räumen die Rechten auf: Sie schleifen die ihnen verhassten Symbole der Sowjetunion und machen Platz für ihre faschistischen Vorbilder. In Schytomyr, Browary und Bojarka holen Aufständische mit schwarz-roten Armbändern Lenin-Denkmäler vom Sockel, meldet die russische Agentur Interfax. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis dort Abbilder ihres Helden aus dem Zweiten Weltkrieg, Stepan Bandera, stehen. Der Führer der „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) und der „Ukrainischen Aufstandsarmee“ (UPA) kollaborierte mit den deutschen Nazi-Besatzern gegen die Rote Armee – dafür wird er auch von Tjagniboks Swoboda-Partei verehrt.

„Es gibt ständig Warnungen über mögliche Angriffe auf jüdische Einrichtungen“, habe Rabbiner Moshe Reuven Asman der Zeitung „Maariv“ gesagt. In den vergangenen Wochen waren Juden wiederholt auf offener Strasse gezielt von Unbekannten angegriffen und überfallen worden. In der Ukraine leben nach Angaben der Jewish Agency noch etwa 250 000 Juden in der Ukraine, die meisten von ihnen in Kiew.Etwa ebenso viele hatten das Land bereits in den 1990er Richtung Israel verlassen. Antisemitische Handlungen sind in manchen Teilen der früheren Sowjetunion heutzutage keine Seltenheit.

(JNS, Chaim Stolz)



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