Israels Bauministerium hat nach der Vereidigung der palästinensischen Einheitsregierung Ausschreibungen für 1100 Siedlerhäuser im Westjordanland veröffentlicht. Unter anderem sollen 500 Wohneinheiten in der Siedlung Beitar Elit, 200 in Efrat sowie 80 in Ariel entstehen.
Bauminister Uri Ariel von der Siedlerpartei habe die Ausschreibungen als «angemessene zionistische Antwort» auf die Bildung der «palästinensischen Terrorregierung» bezeichnet, berichtete das israelische Radio am Donnerstag.
Sieben Jahre nach dem Bruch zwischen den Palästinensern war am Montag in Ramallah eine Einheitsregierung von Fatah und Hamas vereidigt worden. Die Übergangsregierung mit 17 Ministern soll bis zur Jahreswende den Weg für lange überfällige Wahlen ebnen.
Die neue Regierung besteht aus Experten, die weder der gemässigten Fatah von Abbas noch der radikal-islamischen Hamas angehören.
Israel hatte im April die Friedensgespräche aus Protest gegen die Annäherung von Fatah und Hamas ausgesetzt. Die Hamas, die Israels Existenzrecht bestreitet, wird auch von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.
Allerdings kündigten die USA und auch die EU ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Einheitsregierung an. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief zu einem weltweiten Boykott der Regierung auf.
Kategorien:Wirtschaft

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