Kampf gegen Elefanten-Wilderer


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Es ist ein Kampf der Guten gegen die Bösen: auf der einen Seite stehen die Wilderer, die Elefanten abschlachten, um an das Elfenbein zu kommen, die afrikanische Graupapageien fangen und andere wertvolle Tierarten, die ganze Wälder zerlegen. Auf der anderen Seite stehen die Guten, die Park-Ranger, die ihr Leben riskieren, um Afrikas gefährdete Tierarten und natürliche Ressourcen zu schützen.

Der 36-jährige Israeli Nir Kalron hilft mit seinem Team von Kalron`s Maisha Consulting, den Umweltschutz in Afrika zu stärken. Das siebenköpfige Team führt in Zusammenarbeit mit afrikanischen Regierungen und Nichtregierungsorganisationen wie der Wildlife Conservation Society und dem World Wildlife Fund Schulungen für Ranger durch.

Das private Unternehmen bildet die Ranger sowohl für den praktischen Einsatz als auch im Bereich Informationsbeschaffung im Kampf gegen Wilderer aus und installiert Sicherheitstechnologie. Auf dem Ausbildungsplan stehen Disziplinen wie Datenanalyse, Waffengebrauch und Taktik, Erste Hilfe, Hundeführung, Rettung zu See, Krav Maga-Nahkampf, Festnahmen und Aufhalten eines Fahrzeugs.

„Die Bedrohungen sind in jedem Land anders“, erläutert Kalron gegenüber Israel21c. „Das Training muss also den Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Dabei ist es grundlegend, eine enge Verbindung zu den Rangern aufzubauen. Wir kennen jeden Einzelnen und halten den Kontakt. Wir haben auch einige im Einsatz verloren.“

Die Gefahr für die Gesetzeshüter ist in den letzten drei bis vier Jahren mit den ansteigenden Schwarzmarktpreisen für Elfenbein und andere kostbare Materialien gestiegen. Die Wilderer arbeiten für Schwarzmarkthändler und töten jedes Jahr mindestens 35.000 afrikanische Elefanten. Dazu kommen Nashörner, Tiger, Leoparden und Schuppentiere, die ihrer Felle und Häute wegen gejagt werden; und auch Papageienarten und Affen werden geschmuggelt. Die Wilderer führen auch illegale Rodungen durch und reduzieren so die natürlichen Habitate der Tiere.

Der amerikanisch-israelische Naturschützer Bill Clark (71) arbeitete lange mit dem Kenya Wildlife Service und der Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) zusammen. Ihm ist es zu verdanken, dass die Elefanten in das Abkommen von CITES aufgenommen wurden, um den internationalen Handel mit Elfenbein zu verbieten. „Dies war die größte Leistung meines Lebens“, sagt er gegenüber Israel21c.

Clark und Kalron unterstützen die Ranger gemeinsam auch dabei, sich selbst besser zu schützen. Nicht weniger als 62 von insgesamt 4000 kenianischen Rangern wurden im Kampf gegen Wilderer getötet, zumeist durch Schusswunden. Für medizinische Trainings wurden einige Ranger nach Israel gebracht, wo sie fortgeschrittenes Training durch Magen David Adom erhielten. Zurück in Kenia gehören sie zu den besten Ausbildern in diesem Bereich.

Der Einsatz in Afrika hat bei Nir Kalron Familientradition. Bereits sein Vater, eine ehemaliger Pilot der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) unterrichtete Piloten in Kenia, wobei instand gesetzte Flugzeuge der ZAHAL eingesetzt wurden. Nir war damals noch ein Teenager.

Clark arbeitet derzeit daran, in Israel ausgebildete Hunde einzusetzen. Hunde finden sich im Dunkeln zurecht und können Wilderer aufspüren und aufhalten, ohne dass geschossen werden muss. Durch die Festnahme und Befragung von Wilderern haben die Ranger-Teams die Chance, an die wahren Kriminellen zu gelangen – die Händler, die 300 Dollar für ein Kilo Elfenbein bezahlen.

Weitere Informationen finden Sie im ausführlichen englischen Artikel auf der Seite des Nachrichtenportals Israel21c und auf der Seite von Kalron`s Maisha Consulting.  (Israel21c)



Kategorien:News

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1 reply

  1. Die Wilderer sind selber keine von Grund auf bösen Menschen, es sind Menschen die verzweifelt sind, und alles tun um ihre Situation zu verbessern… Viele heutige Tierschützer waren einst Wilderer… Wobei viele vermutlich übertrieben ist, da ich keine Statistik kenne, aber einige auf jeden fall!

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