Ein Jahr danach


Ein israelischer Soldat geht an einem kunstvoll bemalten Schutzwall gegen Raketen vorbei, gesehen im Kibbuz Netiva Haasara im Süden Israels.

Ein israelischer Soldat geht an einem kunstvoll bemalten Schutzwall gegen Raketen vorbei, gesehen im Kibbuz Netiva Haasara im Süden Israels.

Im israelischen Parlament, der Knesset, wird heute an den Beginn der Militäroffensive „Starker Fels“ vor einem Jahr gedacht. Soldaten, die bei dem Einsatz im Gazastreifen verwundet wurden, werden den Abgeordneten über ihre Erlebnisse berichten. Ausserdem kommen Geschäftsleute aus dem Süden zu Wort, die schwer unter den Gefechten zu leiden hatten und noch immer auf eine staatliche Entschädigung warten.

Am Montagabend fand auf dem Herzlberg in Jerusalem eine Gedenkfeier statt. Staatspräsident Reuvin Rivlin erinnerte an die 67 israelischen Todesopfer während der 50 Tage dauernden Kämpfe: „Sie werden schmerzlich vermisst.“ Rivlin verteidigte den Militäreinsatz gegen die Islamisten im Gazastreifen, die Israel mit rund 3000 Raketen angegriffen hatten: „Dar Staat Israel wird nicht hinnehmen, dass unsere Städte zum Ziel immer wieder neuer Angriffe werden.“ Wenn Sderot, Nahal Oz oder Ashekelon nicht unter Feuer seien, werde auch der Gazastreifen nicht beschossen. Nur die Ausrottung des Terrorismus könne dem Sterben unschuldiger Menschen auf beiden Seiten ein Ende machen, betonte der Präsident.

Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unterstrich, Israel strebe nach Frieden, „aber wir werden unsere Kinder und unsere Zukunft beschützen.“

Die Militäroffensive endete am 26. August 2014 mit einer unbefristeten Waffenruhe. Die israelische Armee bezifferte die Opferzahl im Gazastreifen auf 1768, davon seien 750 bis 1000 Kämpfer gewesen. Palästinensische Quellen nennen höhere Opferzahlen und einen grösseren Anteil von ums Leben gekommenen Zivilisten. Kurz nach dem Ende der Kämpfe hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas der Hamas vorgeworfen, dieses unnötig hinausgezögert zu haben. Alle Toten, Verletzten und Gebäudeschäden bezeichnete er als für die Palästinenser vermeidbar.



Kategorien:Politik

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