Soldaten sollen Jerusalem sichern


.Die israelische Armee reagiert auf die Terrorwelle in Jerusalem: Mehrere hundert Soldaten wurden in die Hauptstadt beordert, um die Polizei zu unterstützen. Unter anderem sollen sie in Omnibussen und der Strassenbahn mitfahren und die Haltestellen sichern. An den Verbindungsstrassen zwischen dem arabischen Ostteil Jerusalems und dem Westteil der Stadt werden Kontrollstellen eingerichtet, einige Strassen wurden bereits für Autos und Fussgänger komplett gesperrt. Die Regierung kündigte an, die Wohnhäuser von Terroristen, die tödliche Angriffe verübt haben, rasch abbrechen zu lassen.

Ausserdem will die Regierung das Vermögen von Terroristen beschlagnahmen, ihren Familien droht der Entzug der Aufenthaltserlaubnis in Israel. Die Familien von fünf Terroristen, die in den vergangenen Tagen Juden getötet haben, erhielten bereits einen Abrissbescheid für ihre Häuser.

Zudem gibt Israel die Leichen der Terroristen nicht mehr heraus, sondern bestattet sie auf Militärfriedhöfen, um einem Märtyrerkult zu verhindern. „In der Vergangenheit haben die Angehörigen von Terroristen die Beerdigungen genutzt, um ihre Unterstützung für Mord und Terror zu demonstrieren. Das müssen wir beenden“, stellte der Minister für öffentliche Sicherheit Gilad Erdan klar.

Die Grenzpolizei hat bereits 1400 Reservisten einberufen. Die Armee verstärkt ihre Präsenz in Judäa und Samaria. Israelische Medien berichten, die Armee bereite sich auf die Bekämpfung einer dritte Intifada (Palästinenseraufstand) vor. Für jüdische Bürger soll es künftig einfacher werden, einen Waffenschein zu erhalten. Bei den jüngsten Terrorangriffen waren es mehrfach bewaffnete Zivilisten, die den Messerschwingern ein Ende bereiteten.

Grosse Sorgen macht den Sicherheitsbehörden die anhaltende Hetze in arabischsprachigen sozialen Netzwerken. Dort wird über angebliche „Hinrichtungen“ von palästinensischen Teenagern durch israelische Polizisten berichtet. Videos von Terrorattacken werden so zusammengeschnitten, dass die Attentäter als hilflose Opfer der Israelis erscheinen. Immer wieder kursieren Falschmeldungen, die Israelis wollten die Al Aksa-Moschee zerstören. Hinzu kommen tägliche aufgebauschte Berichte über vermeintliche Gewaltakte jüdischer Siedler. Israelische Experten halten diese anhaltende Hetze für eine Hauptursache der aktuellen Terrorwelle. Insbesondere junge Araber, die sich fast ausschliesslich über das Internet informierten, seien anfällig für die Hassparolen. Sie sähen sich dann als „einsame Wölfe“, die für eine gerechte Sache kämpften.

Die neue Terrorwelle hat in den vergangenen beiden Wochen sieben Israelis und 30 Palästinenser das Leben gekostet. Der jüngste palästinensische Attentäter war 13 Jahre alt. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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1 reply

  1. Noch werden in Europa die Muslims nicht systematisch von islamischen Ideologen aufgehetzt wie in Israel. Wer arabisch lesen kann, sieht die Hetze von diesen Imamen, PA, anderen Politikern und auch einigen arabischen Mitgliedern des israelischen Parlaments. Das ist unerträglich.

    https://estherstagebuchauszichronyaacov.wordpress.com/2015/10/13/wir-sind-das-auserwaehlte-volk-sind-wir-das-auserwaehlte-volk/

    Inzwischen wurden die Massnahmen gegen Terror und Aufruhr verschärft. Leider sind die meisten Täter Jugendliche, die die üble Politik der PA ausbaden müssen.

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