«Tel Aviv on Fire»


In der Seifenoper «Tel Aviv on Fire» verliebt sich eine palästinensische Agentin in einen israelischen General. Foto: MFA

Regisseur Sameh Zoabi erzählt in «Tel Aviv on Fire» vom alltäglichen Wahnsinn in Israel und den besetzten Gebieten. Dank glaubwürdiger Darsteller ist eine feinfühlige Komödie entstanden, die ohne Knalleffekte auskommt.

Der junge Palästinenser Salam (Kais Nashif) arbeitet als Drehbuchautor für die Seifenoper «Tel Aviv on Fire», bei der Palästinenser und Israelis mitfiebern.

Bei einer Kontrolle am Checkpoint gerät das Drehbuch in die Hände des israelischen Kommandeurs Assi (Yaniv Biton), dessen Frau ein grosser Fan der Serie ist.

Der fantasiebegabte Assi kommt auf den Geschmack und hilft dem schüchternen Salam mit immer neuen, absurden Ideen auf die Sprünge. Steht am Ende der ersten Staffel eine Hochzeit oder ein Anschlag?

Regisseur Sameh Zoabi («Under the Same Sun») erzählt vor dem Hintergrund des ganz normalen Wahnsinns in Nahost eine Geschichte von Menschen, die sich von der Politik längst nichts mehr erhoffen, aber ihr persönliches Glück noch nicht aufgegeben haben.

Dank starker, glaubwürdiger Darsteller ist so eine feinfühlige Komödie der leisen Töne entstanden, die ohne Knalleffekte auskommt und ihre Botschaft ganz unspektakulär vermittelt.

Tel Aviv on Fire, Israel 2018, 97 Min., FSK ab 6, von Sameh Zoabi, mit Kais Nashif, Yaniv Biton, Lubna Azabel

 



Kategorien:Kultur

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