Autoren-Archive
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Teherans Bürgermeister verurteilt Holocaust-Leugnung
Der Oberbürgermeister von Teheran, Mohammad Bagher Ghalibaf, hat scharfe Kritik an der Rhetorik des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad geübt. Vor allem dessen Leugnung des Holocaust habe der Islamischen Republik bedeutenden Schaden zugefügt. Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ unter Berufung auf den Informationsdienst „Al-Monitor“ meldet, sagte Ghalibaf im Blick auf die Politik Ahmadinedschads: „Umstrittene und geschmacklose Äusserungen, Slogans und Scharaden haben uns geschädigt und unsere rechtmässige Position geschwächt.“ Die rechtmässigen Standpunkte des Iran könnten nur durch kluge und vernünftige Diplomatie umgesetzt werden…
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Israel erlaubt E-Mail-Prüfung bei Einreise
Die Generalstaatsanwaltschaft Israels erlaubt weiterhin die Untersuchung privater E-Mail-Konten bei der Einreise ins Land. Der Beschluss kommt, nachdem es im letzten Jahr zu heftigen Beschwerden kam, als einige Besucher Israels am Ben Gurion Flughafen abgewiesen und in ihre Heimatländer zurückgeschickt wurden. Israelische Behörden hatten dies im Zusammenhang mit einem „Fly in“ praktiziert, als internationale Aktivisten dazu aufgerufen hatten, den Flugverkehr des Landes lahmzulegen, indem sie den internationalen Flughafen besetzen. In einem Fall wurde drei palästinensisch-amerikanischen Frauen die Einreise verboten, nachdem antiisraelische E-Mails bei ihnen gefunden wurden…
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Israel schiesst Drohne ab
Eine aus dem Libanon kommende Drohne näherte sich der israelischen Küste und wurde abgeschossen. Ministerpräsident Netanyahu sprach von einem «sehr schwerwiegenden» Zwischenfall. Die israelischen Streitkräfte haben am Donnerstag eine aus dem Libanon kommende Drohne über dem Mittelmeer abgeschossen. Als Sender des Gerätes verdächtigte das Verteidigungsministerium die schiitische Hisbollah-Miliz. Diese wies den Vorwurf zurück. Nach Militärangaben wurde das unbemannte Fluggerät über dem Libanon entdeckt und abgeschossen, als es Kurs auf die israelische Küste nahm. Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 habe die Drohne neun Kilometer vor der Hafenstadt Haifa abgefangen. Die Marine suche nach dem Wrack der Drohne…
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Darum starb der „Gefangene X“
Der Tod des australischen Mossad-Agenten Ben Zygier gab viele Rätsel auf, zum Beispiel wie er sich trotz 24-Stunden-Überwachung das Leben nehmen konnte. Ein Bericht bringt nun Licht ins Dunkle. Der Tod des mutmasslichen Mossad-Agenten Ben Zygier in einer israelischen Hochsicherheitszelle ist auf Nachlässigkeit des Gefängnispersonals zurückzuführen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die zuständige Richterin in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Demnach hat sich der 34-jährige Australier mit einem feuchten Laken erhängt, das an das Badezimmerfenster geknotet war. Der Häftling hätte jedoch unter ständiger Überwachung stehen müssen, schrieb die Richterin Daphna Blatman Kedrai in dem Bericht vom 19. Dezember vergangenen Jahres. Teile dieses Berichts waren bislang geheim…
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Neues Wasserreinigungssystem für die Menschheit
Israel hat vor 120 UN-Abgeordneten im UN-Hauptquartier in New York ein neues Wasserreinigungssystem vorgestellt. Dies soll Menschen von Afrika bis Südamerika eine Versorgung mit reinem Trinkwasser ermöglichen. Während die israelische Delegation ihren 65. Unabhängigkeitstag feierte, präsentierte sie unter anderem auch Israels Beitrag für die Menschheit. „In nur sechs Jahrzehnten hat sich Israel von einer Wüste zu einem Staat, der zehn Nobelpreisträger hervorbrachte, entwickelt“, sagte Israels UN-Botschafter Ron Prosor…
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Strafmass nach tödlichen Steinwürfen festgelegt
Ein Palästinenser ist am Mittwoch vom Militärgericht Ofer zu zweimal Lebenslänglich plus weiteren 58 Jahren Haft verurteilt worden. Zuvor war er Anfang des Monats für schuldig befunden worden, im September 2011 durch Steinwürfe den 25-jährigen Asher Palmer und seinen einjährigen Sohn ermordet zu haben. Das Gericht hatte es damals als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte Palmers Auto in der Nähe von Kiryat Arba mit Steinen beworfen und diesen dabei im Gesicht getroffen habe. Dadurch habe Palmer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und den Unfall verursacht, bei dem er und sein Sohn getötet worden waren…
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„Bis Ende Jahr sind wir auf Kollisionskurs mit Iran“
Für den ehemaligen Abwehrchef des israelischen Militärs Amos Yadlin hat Teheran die nuklearen «rote Linien» bereits passiert. Muss die israelische Öffentlichkeit sich auf eine baldige Eskalation des Verhältnisses zu Iran vorbereiten? Amos Yadlin, Generalmajor d.R. und ehemaliger Chef der militärischen Abwehr des jüdischen Staates schlug am Dienstag einen Ton an, der kaum eine andere Interpretation zuliess. Kaum hatte der amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel kurz vor dem Ende seines Israelbesuchs seine Gastgeber mit einem militärischen Sonderpaket im Wert von rund 10 Milliarden Dollar sichtlich erfreut, meinte Yadlin, Israel bewege sich in Bezug auf Iran auf einen «Kollisionskurs bis Jahresende» zu. Vor dem heute von ihm geleiteten Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) der Tel Aviv Universität spekulierte Amos Yadlin…
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CASABLANCA: Jüdisches Museum nach Renovation wieder eröffnet
Wertvoller Blick in die Geschichte des jüdisch-kulturellen Erbes in Marokko. In Casablanca ist das Museum des marokkanischen Judentums, eine der wenigen Institutionen dieser Art in der arabischen Welt, nach mehrmonatigen Renovationsarbeiten wieder eröffnet worden. An der Eröffnungszeremonie nahmen marokkanische Regierungsbeamte teil, Jacques Toledano, der Präsident des Museums, sowie Samuel Kaplan, der amerikanische Botschafter in Marokko, der früher Präsident der Jewish Federation in Minneapolis war…
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Expertenteam der UNESCO will in die Altstadt von Jerusalem reisen
Erstmals seit fast zehn Jahren reist wieder ein Expertenteam der UNESCO in die Altstadt von Jerusalem. Es soll den Zustand des Kulturerbes im arabisch geprägten Osten der Stadt untersuchen. Insbesondere der Schutz der Altstadt sowie der historischen Stadtmauer sollten dabei geprüft werden, teilte das jordanische Königshaus in Amman mit. Die Experten sollen ihre Arbeit am 15. Mai aufnehmen. Ihre Ergebnisse sollen noch vor der nächsten Sitzung des Weltkulturerbe-Komitees vom 16. bis 27. Juni in Kambodscha vorgestellt werden. Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums erklärte, die UNESCO-Delegation werde Kulturstätten in ganz Israel und nicht nur in Jerusalem besuchen. Ausgeschlossen von der Inspektion sind nach einem Bericht der israelischen Zeitung „Haaretz“ ein Besuch des Tempelbergs und der umstrittenen Fussgängerrampe am Mughrabi-Tor…
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Israelische Parlamentsabgeordnete fahren Opel
Abgeordnete des israelischen Parlaments Knesset fahren jetzt Opel. 50 der insgesamt 120 Abgeordneten legen ihre Dienstfahrten ab sofort im Insignia zurück. Gemeinsam mit dem israelischen Opel-Importeur, der Shlomo-Gruppe, setzte sich der Automobilhersteller bei der öffentlichen Fahrzeugausschreibung der Knesset durch. Die ersten 25 Fahrzeuge wurden jetzt in Jerusalem an die Parlamentsvertreter übergeben…