Autoren-Archive

  • Israelische Luftwaffe greift Raketenbasis an

    Die israelische Luftwaffe hat am Sonntag eine Terrorzelle im nördlichen Gaza-Streifen beschossen, von wo aus just Kassam-Raketen oder Mörsergranaten auf israelisches Territorium abgefeuert werden sollten. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei eine Person getötet und zwei weitere verletzt.
    Von Seiten der israelischen Armee teilte man mit: „Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) werden keinen Versuch tolerieren, israelischen Bürgern und Soldaten Schaden zuzufügen. Für die Situation in Gaza und die Aufrechterhaltung des Friedens dort ist allein die Hamas verantwortlich.“
    In diesem Jahr seien bislang 165 Raketen und Mörsergranaten vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert worden.

  • Soldat wegen Diebstahl auf „Mavi Marmara“ verurteilt

    Ein Militärgericht hat einen Soldaten der israelischen Armee zu fünf Monaten Haft verurteilt. Er hatte auf dem Schiff Mavi Marmara, das Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollte, technische Geräte gestohlen.
    Neben der Haftstrafe muss der Armeeangehörige noch ein Bussgeld von 140 Euro zahlen. Zudem wurde er degradiert. Der Verurteilte befand sich in der Ausbildung zum Offizier. Die technische Ausrüstung stahl er, als das Hilfsschiff im September im Hafen von Aschdod lag. Während der Verurteilung bedauerte er sein Handeln, berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.

  • Sprengstofffund im Südlibanon

    Nahe dem südlibanesischen Dorf Shuba unweit der Grenze zu Israel ist am Samstag eine grosse Menge Sprengstoff gefunden worden. Laut Berichten lokaler Medien stieß ein dort arbeitender Bulldozer auf 250 Kg Dynamit und 50 Kg C4-Plastiksprengstoff. Daneben entdeckte man auch zwei Kalaschnikow-Sturmgewehre.

    Der Sprengstoff und die Waffen wurden einem nahegelegenen Stützpunkt der libanesischen Armee übergeben, die das Gebiet absperrte.

    Über die Besitzer des Sprengstoffs liegen keine Angaben vor; man geht jedoch davon aus, dass es sich hierbei um die Hisbollah handelt. Die UN-Sicherheitsratsresolution 1701 untersagt der Hisbollah jeglichen Waffenbesitz südlich des Litani-Flusses.

    In den vergangenen Monaten wurden wiederholt Waffen- und Munitionsdepots der schiitischen Terrororganisation im Südlibanon entdeckt. Berichten zufolge lagern zudem zahlreiche Waffen in den Häusern von Hisbollah-Mitgliedern.

  • Soldat des „Tanz-Videos“ gefunden und die Umstände dazu

    Im Jahr 2007 diente der Soldat Avi Y. in einem Militärstützpunkt in Gusch-Etzion südlich von Jerusalem. Einer seiner Kameraden überredete ihn dazu, neben einer festgenommenen Araberin zu den Klängen arabischer Musik zu tanzen, was jener mit der Handycam filmte. Dieser Film sorgte vor einigen Wochen für Medienrummel, als er in Youtube zu sehen war. Zuerst war die Identität des Soldaten unklar. Jedoch wurde dieses Clip sogar vom Ministerpräsidenten Netanjahu scharf kritisiert. Man sieht die mit Handschellen gefesselte Araberin Ihsan Dabavasha mit verbundenen Augen an einer Wand stehen, bevor sie an die zuständigen Instanzen übergeben wurde. Sie hatte versucht, einen israelischen Soldaten mit einem Messer zu erstechen und war nach diesem Attentatsversuch festgenommen worden. Avi Y. meinte, dass die Medien diese Story total aufgebauscht hätten. Er sieht dies nicht als kriminellen Akt an, da man nicht außer Acht lassen dürfe, dass es sich um eine Terroristin handelte. Der Akt selbst sei für sie höchstens eine Demütigung gewesen. Zudem war er für diese Tat von seinem Kommandanten für drei Wochen ins Gefängnis geschickt worden, und er habe in den letzten zwei Jahren versucht, das Video von Youtube zu entfernen – jedoch ohne Erfolg.

  • Zwei Israelis erhalten US-Wissenschaftspreis

    Zwei israelische Physiker gehören zu den zehn Gewinnern der diesjährigen National Medal of Science. Die renommierte Auszeichnung wird Mitte November von US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus verliehen.
    Bei den beiden aus Israel stammenden Preisträgern handelt es sich um Yakir Aharonov und Amnon Yariv.
    Der 78jährige Aharonov lehrt an der Chapman University im kalifornischen Orange County. Er erhält die Auszeichnung für seine Arbeiten zur Quantenphysik (Aharonov-Bohm-Effekt), die ihn zu einer der einflussreichsten Figuren der modernen Physik gemacht haben.
    Aharonov erfuhr von dem Preis während eines Heimatbesuchs in Israel. Er bemerkte dazu: „Ich fühle mich sehr geehrt. Dies ist eine wirkliche Auszeichnung, und ich denke, es ist schön, dass endlich jemand von einer kleinen Universität sie bekommt. So viele Leute von großen Universitäten bekommen sie. Das ist schon ein Wandel.“

  • Schweiz: Israeli ist durch Messerstiche verletzt

    Gestern Sonntagnachmittag meldete kurz vor 16 Uhr ein Anwohner, dass sich im Nachbarhaus zwei Männer heftig streiten. Bei der Auseinandersetzung wurde ein 19-jähriger Mann durch zwei Messerstiche verletzt. Beim Opfer handelt es sich laut einer Mitteilung der Zürcher Kantonspolizei um einen Israeli russischer Herkunft. Er wurde mit der Ambulanz ins Spital transportiert. Die Verletzungen seien aber nicht lebensbedrohend.
    Einer Patrouille der Stadtpolizei Dübendorf gelang es, den Täter vor Ort zu verhaften. Bei ihm handelt es sich um einen 21-jährigen Schweizer südamerikanischer Herkunft. Der Hintergrund des Streites und der genaue Ablauf des Vorfalles sind noch unklar und bilden Gegenstand weiterer Ermittlungen.

  • Yahoo expandiert in Israel

    Der Internetkonzern Yahoo will seine Aktivitäten in Israel ausweiten. Er kauft das Unternehmen „Dapper“ mit Sitz in Tel Aviv für umgerechnet rund 35 Millionen Euro. Tel Aviv wird für Yahoo damit zum zweiten israelischen Standort neben Haifa.
    „Dapper“ wurde 2006 von Eran Shir und Jon Aizen gegründet. Das Unternehmen vermarktet eine Technologie, die es Werbetreibenden ermöglicht, mit ihrer Online-Werbung möglichst effektiv Kunden zu erreichen. Das gelingt dadurch, dass die Technologie das Verhalten der Kunden analysiert und ihnen zielgruppengerechte Artikel anbietet. Yahoo ist an „Dapper“ interessiert, weil es damit sein eigenes Know-How im Bereich der Online-Werbung vergrössern will.
    Die Gründer von „Dapper“ sehen die Übernahme ihres Unternehmens durch Yahoo positiv. Die Zeitung „Jedi’ot Acharonot“ zitiert den Unternehmensgründer Shir mit den Worten: „Ich glaube, wir werden eine wundervolle Reise mit Yahoo haben.“ Er denke mittelfristig bereits über die Suche nach grösseren Räumlichkeiten für den Standort nach, die dem geplanten wirtschaftlichen Wachstum entsprechen werden. 35 Mitarbeiter sind aktuell bei „Dapper“ beschäftigt, aber Shir erwartet, dass nach der Übernahme durch Yahoo die Belegschaft wachsen werde.

  • Palästinenser drohen eigenen Staat bei der UNO zu beantragen

    Die Palästinenser drohen damit, vor der Vollversammlung der UNO den Antrag zu stellen, den Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 anzuerkennen, ohne weitere Verhandlungen mit Israel zu führen. Damit wollen sie Druck auf die internationale Völkergemeinschaft ausüben und Israel zwingen, ihren Forderungen stärker nachzukommen. Auslöser für diese Drohung war Israels Forderung, dass die Palästinenser Israel als Judenstaat anerkennen sollen und Netanjahus Bekanntgabe, dass Israel in Ost-Jerusalem weitere 238 Wohnungen errichten will.

  • Der älteste Kibbuz feiert 100. Geburtstag

    Die israelische Regierung hat am Sonntag den 100. Geburtstag des ältesten Kibbuz begangen. Das Kabinett von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versammelte sich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu einer Sondersitzung in Degania Alef.
    Die Ortschaft am See Genezareth, die am 29. Oktober 1910 gegründet wurde, gilt als Geburtsstätte aller israelischen Kibbuzim. „Die Geschichte der Kibbuzim ist beeindruckend und sie ist eng verbunden mit der Geschichte des Staates“, sagte Netanjahu zu Beginn der Sitzung.
    Israel schulde der Kibbuzbewegung sehr viel, weil ihre Mitglieder enorm zur Sicherung des Landes beigetragen hätten, sagte der Regierungschef.
    Die Kibbuz-Idee basierte auf sozialistischen Grundsätzen, das Kollektiv bewirtschaftete gemeinsam den Boden. Das Modell gilt international als einzigartig. Heute gibt es in Israel mehr als 250 dieser Kollektivsiedlungen.

  • Deutscher Unterhändler sprach mit Hamas im Gazastreifen

    Der deutsche Unterhändler Gerhard Konrad war vor drei Wochen im Gazastreifen, um mit der Hamas-Führung über die Freilassung des vor mehr als 4 Jahren von Palästinensern verschleppten Gilad Schalit zu verhandeln. Dies wurde aus dem Büro des Ministerpräsidenten berichtet. Die Hamas bestehe weiterhin auf ihre Forderungen, und seither habe sich nichts Neues ergeben. Familie Shalit war nicht über diesen Besuch informiert worden. Der spanische Aussenminister Moratinos und sein französischer Kollege Kouchner schauten während ihres Besuches in Jerusalem auch beim Protestzelt der Shalits neben der Residenz des Ministerpräsidenten vorbei, konnten aber auch nichts Neues mitteilen. Noam Shalit beklagte, dass die EU sich nicht ausreichend dafür einsetzt, damit sein Sohn nach Hause kommen kann. Worin die EU jedoch sehr gut sei, wäre Israel unter Druck zu setzen, um die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern voranzutreiben.