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Platz 19 für Israels Wettbewerbsfähigkeit
Die Wettbewerbswirtschaft Israels ist im Vergleich mit 59 Volkswirtschaften auf dem 19. Rang – zwei Plätze niedriger als im vergangenen Jahr. Die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften weltweit sind Hongkong, die USA und die Schweiz. Das hat eine Studie des „International Institute for Management Development“ (IMD) ergeben.
Das IMD mit Sitz in der Schweiz hat in seinem „IMD Jahrbuch zur weltweiten Wettbewerbsfähigkeit“ die Untersuchung veröffentlicht, die auf vier Hauptkriterien basiert: Wirtschaftsleistung, Regierungseffizienz, Business-Effizienz und Infrastruktur.
Nach einem Bericht der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“ schnitt Israel in den Bereichen Beteiligung der Arbeitnehmer (54. Platz) und Lebenshaltungskosten (49) sehr schlecht ab. Im Gegensatz dazu führt Israel in den Kategorien Investionen in Forschung und Entwicklung sowie in Bildung. Die Infrastruktur des jüdischen Staates belegt den 48. Platz. Um fünf Plätze auf den 21. Rang sank die Regierungseffizienz.
„Der Bericht zeigt, dass es drei wesentliche strukturelle Probleme in der israelischen Wirtschaft gibt: Bürokratie, eine geringe Beteiligungsquote in der Arbeitnehmerschaft sowie eine mangelnde Bereitschaft, sich um den Wettbewerb und die Probleme der Lebenshaltungskosten zu kümmern,“ sagte der Anwalt Uriel Lynn, Präsident des israelischen Industrie-und Handelskammer… -
Älteste hebräische Inschrift entziffert
Ein deutscher Wissenschaftler hat nach eigenen Angaben den vermutlich ältesten hebräischen Text ausserhalb der Bibel entziffert.
«Bei der antiken Inschrift auf einer 3000 Jahre alten Tontafel handelt es sich um Sozialgesetze, die Ausländer, Witwen und Waisen im Alten Israel schützen sollten», berichtete der evangelische Theologe Prof. Reinhard Achenbach vom Exzellenzcluster «Religion und Politik» der Universität Münster am Dienstag. «Unser heutiger Grundsatz, Ausländern vor Gericht Rechtsschutz zu gewähren und sozial Benachteiligte im Sozialstaat zu schützen, reicht also weit in die altorientalische Zeit zurück.»
Archäologen der Hebräischen Universität Jerusalem hatten die Inschrift 2008 bei Grabungen in Khirbet Qeiyafa, 25 Kilometer südwestlich von Jerusalem, entdeckt. Die Fachwelt feierte den Fund als Sensation. Wissenschaftler in Israel sprachen damals vom bedeutendsten Fund seit der Entdeckung der legendären Schriftrollen von Qumran im Jahr 1947. Seitdem waren Experten damit befasst, den fünfzeiligen Text zu entziffern und seinen Inhalt zu deuten.
Alttestamentler Prof. Achenbach hat seine Ergebnisse in der französischen Fachzeitschrift «Semitica» veröffentlicht. «Wir haben die Entzifferungsvorschläge verschiedener Wissenschaftler miteinander verglichen und konnten so den Text nahezu vollständig rekonstruieren. Für fast alle Formulierungen gibt es enge Parallelen in der Hebräischen Bibel, und zwar sowohl in den Rechtstexten der Tora, als auch in den Weisheitslehren und in den Worten der Propheten, welche die Unterdrückung sozial benachteiligter Menschen kritisieren.»
Die Inschrift entstand rund 1000 Jahre vor Christus. «Die aus dem Kanaanäischen übernommenen Schriftzeichen hat wohl ein Schüler auf das Ostrakon, eine Tonscherbe, geschrieben», erläuterte Achenbach. «Es handelt sich um eine Schreibübung. Das Kopieren von Gesetzestexten diente der Ausbildung der königlichen Beamten, die die Rechtsverhandlungen in den Ortschaften überwachen sollten.»…. -
Nach Protesten Richard-Wagner-Konzert in Israel abgesagt
Es hätte der erste Konzertabend in Israel nur mit Musik des antisemitischen Komponisten Richard Wagners sein sollen. Holocaust-Überlebende protestierten heftig. Nun sagte die Universität Tel Aviv das geplante Konzert ab – und fühlt sich vom Veranstalter getäuscht. Die Universität Tel Aviv hat einen geplanten Konzertabend mit Werken Richard Wagners in ihren Räumlichkeiten abgesagt. Die Veranstaltung „überschreite eine rote Linie“, schrieb die Universität zur Begründung der Absage: „Sie würde die Gefühle der israelischen Öffentlichkeit im Allgemeinen und der Holocaust-Überlebenden im Besonderen verletzen.“ Man habe den Veranstalter schriftlich über diese Entscheidung informiert, teilte eine Sprecherin der Universität am Dienstag mit.
Die Musikveranstaltung, die für den 18. Juni im Smolarz-Auditorium der Universität Tel Aviv geplant war, wäre das erste grosse Wagner-Konzert in Israel seit der Gründung des Staates im Jahre 1948 gewesen. Wagner, der von 1813 bis 1883 lebte, war entschiedener Antisemit, seine Werke waren während der Zeit des Nationalsozialismus enorm beliebt. Adolf Hitler verehrte den Komponisten bereits seit seiner Jugend. Nach den Pogromen gegen Juden in Deutschland im November 1938, spielte das Eretz Israel Symphonic Orchestra – das damals in Palästina aktive Vorläufer-Ensemble des Israel Philharmonic Orchestra – demonstrativ nicht mehr die Musik Wagners. Seitdem gilt in Israel ein inoffizieller Boykott Wagners, der zwar bereits mehrfach durchbrochen wurde, etwa durch den argentinisch-israelischen Dirigenten Daniel Barenboim – in regulären Konzerten jedoch wurde die Musik so gut wie nie gespielt.
Der Vorsitzende der israelischen Wagner-Gesellschaft, Jonathan Livny, der das Konzert veranstalten wollte, sagte der Nachrichtenagentur dpa, man wolle nun vor Gericht gegen die Universität vorgehen, um sie zu zwingen, das Konzert vereinbarungsgemäss abzuhalten. „Wir suchen nach einer Lösung.“ Man prüfe auch, ob das Konzert an einem anderen Ort stattfinden könne.
Die Universitätsleitung schrieb, sie habe „heftige und wütende Beschwerden und Forderungen nach einer Absage des umstrittenen Konzerts erhalten“. So hatte etwa Uri Chanoch, Sprecher einer Dachorganisation von Holocaust-Überlebenden an den Präsidenten der Universität geschrieben, und die Vorstellung, das Wagners Musik in Israel gespielt werden könne, eine „emotionale Folter“ genannt.
Bei der Veranstaltung an der Universität in Tel Aviv sollte unter der Leitung des Dirigenten Asher Fisch ein eigens für diesen Zweck zusammengestelltes Orchester von etwa hundert israelischen Musikern spielen. Fisch sagte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag, man bemühe sich gegenwärtig intensiv darum, dass das Konzert doch noch stattfinden könne.
Unter anderem wollte man die Ouvertüren von „Tannhäuser“ und den „Meistersingern“, den Liebestod aus „Tristan und Isolde“, den Walkürenritt aus dem „Ring des Nibelungen“ sowie Siegfrieds Trauermarsch aus der „Götterdämmerung“ aufführen. Eingerahmt hätte das Konzert laut der israelischen Zeitung „Haaretz“ durch wissenschaftliche Vorlesungen werden sollen, etwa über den Einfluss Wagners auf den Zionisten Theodor Herzl… -
Soldat in Hebron angegriffen
Gestern Abend wurde ein israelischer Soldat von einem Palästinenser mit einem Messer angegriffen. Der Vorfall ereignete sich an einem Checkpoint in der Nähe des Eingangs zum Grab der Patriarchen in Hebron. Der Terrorist kam zum Checkpoint, holte seine Stichwaffe hervor und stach auf den Kopf des Soldaten ein. Dieser schoss auf den Angreifer und verletzte ihn schwer. Ein Sanitäter, der am Tatort ankam, sagte: „Ich sah den Terroristen mit Einschüssen im Bauch am Boden liegen und den Offizier am Kopf bluten.“ Der verletzte Soldat wird im Hadassah Ein Kerem Krankenhaus in Jerusalem behandelt.
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Heute vor 30 Jahren, Operation „Friede für Galiläa“
Heute vor 30 Jahren, am 5. Juni, marschierten Israels Streitkräfte in der Operation „Friede für Galiläa“ in den Libanon ein. Der Hintergrund zum israelischen Feldzug im Libanon, Israels fünfter Krieg, waren die täglichen Katjuscha-Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels nördliche Ortschaften. Das Leben in den Bunkern wurde unerträglich und so entschied sich Israels damaliger Ministerpräsident Menachem Begin für die Operation im Libanon. Ziel war, die palästinensischen Terroristen und ihre PLO-Führung unter Jassir Arafat aus dem Libanon zu vertreiben, die unter anderem für den Bürgerkrieg im Libanon verantwortlich waren.
Anfänglich wurden Israels Soldaten mit Reis und Jubel der libanesischen Bevölkerung empfangen, die seit Mitte der siebziger Jahre unter dem blutigen Bürgerkrieg gelitten hatte. Infolge des Libanonkrieges und des Massakers von Sabra und Schatila, das von der christlichen Maroniten Miliz ausgeführt wurde, musste der ehemalige Verteidigungsminister Ariel Scharon 1983 nach einem Gerichtsverfahren in Israel zurücktreten. Israel unterstützte in seinem Feldzug die libanesischen Christen im Kampf gegen die eindringenden Syrer und drängte die palästinensischen Terroristen aus dem Libanon. Über 10.000 palästinensische Terroristen, einschließlich PLO-Chef Arafat, kapitulierten und wurden in andere arabische Länder evakuiert, hauptsächlich nach Tunesien. Damit hat Israel eigentlich sein militärisches Ziel erreicht…. -
Luftwaffe greift Ziele im Gazastreifen an
Israelische Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Sonntag mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Die israelische Armee teilte mit, es seien drei Waffenfabriken sowie zwei Schmugglertunnel beschossen worden. Nach Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes wurden sieben Personen verletzt, darunter vier Kinder. Die Armee teilte mit, es handle sich um die Reaktion auf einen Angriff militanter Palästinenser am Freitag an der Grenze zum Gazastreifen. Bei dem Vorfall waren ein israelischer Soldat und der Angreifer getötet worden.
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Beduinen entführen zwei US-Staatsbürger im Sinai
Gestern haben Angehörige eines Beduinenstamms auf der Sinai Halbinsel zwei amerikanische Touristen entführt. Das gab die ägyptische Polizei bekannt. Die Kidnapper fordern die Freilassung eines ihrer Stammesgenossen, der wegen Drogendelikten im Gefängnis sitzt.
Die Geiseln sind 31 Jahre alt und wurden entführt, als sie mit dem Auto in der Nähe des Badeortes Dahab fuhren. Die ägyptische Polizei führt nun Verhandlungen mit den Beduinen, um die Touristen so schnell wie möglich zu befreien. Auch die amerikanische Botschaft hat sich mittlerweile eingeschaltet.
Beduinen im Sinai haben früher schon Polizeistationen angegriffen und Touristen entführt, darunter zwei amerikanische Frauen im Februar dieses Jahres. -
Israelischer Soldat bei Schusswechsel getötet
Ein israelischer Soldat wurde bei einem Schusswechsel mit einem palästinensischen Terroristen schwer verletzt und erlag später seinen Verletzungen. Am frühen Freitagmorgen wurden die Soldaten alarmiert, dass der Grenzzaun zum Gazastreifen durchschnitten sei. Als sie an der Stelle ankamen, wurden sie von einem Terroristen angegriffen, der schlussendlich getötet wurde. Man hofft, dass sich dieser Vorfall nicht in eine weitere Runde von Gewalt zwischen der Hamas und dem Süden Israels erweitert. Der getötete Soldat ist der 21-jährige Netanel Moshiashvili.
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„Spiegel“: Israel bestückt U-Boote mit Atomwaffen
Drei U-Boote, die Israel von einer deutschen Werft erhalten hat, sollen mit nuklear bestückten Marschflugkörpern ausgerüstet werden. Das berichtet das Magazin „Der Spiegel“.
Wie das Hamburger Magazin berichtet, habe die deutsche Bundesregierung bislang erklärt, dass sie nichts von der atomaren Bewaffnung wisse. Redakteure hätten jedoch recherchiert, dass die neuen U-Boote für Israel von Berlin bezahlt worden seien.
„Der Abschuss erfolgt mit Hilfe eines bislang geheimen hydraulischen Ausstosssystems“, heisst es in dem Bericht, den „Spiegel Online“ vorab teilweise veröffentlichte, und der in ganzer Länger in der gedruckten Ausgabe des Magazins erscheinen soll. Das Heft zitiert den israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak mit den Worten: „Die Deutschen können stolz darauf sein, die Existenz des Staates Israel für viele Jahre gesichert zu haben.“
Ehemalige hochrangige Beamte aus dem Verteidigungsministerium wie der ehemalige Staatssekretär Lothar Rühl oder der Ex-Chef des Planungsstabs Hans Rühle hätten gegenüber dem „Spiegel“ erklärt, sie seien schon immer davon ausgegangen, dass Israel auf den U-Booten Nuklearwaffen stationieren werde. Israel selbst äussert sich offiziell nicht zu seinem Nuklearwaffenprogramm. Aus Akten des Auswärtigen Amts gehe allerdings hervor, dass die Bundesregierung seit 1961 darüber informiert sei, so das Magazin… -
Tausende Israelis bei neuen Sozialprotesten
Mehrere tausend Israelis haben wieder für soziale Gerechtigkeit demonstriert. Sie wollten damit nach eigenen Angaben an die grosse Protestwelle vom Sommer vergangenen Jahres anknüpfen. Die grösste Kundgebung fand laut Polizei in Tel Aviv statt.
Dort marschierten nach Medienberichten etwa 5000 Menschen durch die Innenstadt und riefen: «Die Menschen fordern soziale Gerechtigkeit» und «Wir, die Mehrheit, gehen auf die Strasse» sowie «Verlasst die Balkone, der Staat bricht zusammen».
Die Band «Izabo», die Israel beim Eurovision Song Contest in Baku vertreten hatte, spielte für die Teilnehmer. Ähnliche Umzüge – jedoch mit weniger Teilnehmern – wurden auch aus Jerusalem und Haifa gemeldet.
Im vergangenen Sommer waren wochenlang jeden Samstagabend Zehntausende Menschen in zahlreichen Städten des Landes auf die Strassen gegangen. Zentrum der Proteste war ein Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv. Am 4. September vergangenen Jahres demonstrierten landesweit sogar 450’000 Menschen.
Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ergriff unter dem Druck der Proteste einige soziale Massnahmen, die aber vielen Menschen nicht ausreichten.