Autoren-Archive

Avatar von Unbekannt
  • Netanjahu will israelische Siedlung räumen lassen

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will eine jüdische Siedlung im Westjordanland offenbar aufgeben. Wie am Samstag aus Regierungskreisen in Jerusalem verlautete, soll Ulpana, dessen Bau vom Obersten Gericht für illegal erklärt worden war, innerhalb der festgelegten Frist bis Juli geräumt werden.
    Die dort stehenden fünf Wohngebäude sollen den Angaben zufolge möglicherweise in die nahegelegene Siedlung Beit El verlegt werden. Falls es nötig sei, die Häuser zu zerstören, würden sie an anderer Stelle zehnfach wieder aufgebaut, habe Netanjahu weiter gesagt. In Ulpana leben etwa 30 jüdische Familien.

  • Zahl der Raucher in Israel gesunken

    Immer weniger Israelis rauchen immer mehr Zigaretten. Das geht aus einer Studie des Gesundheitsministeriums hervor, die anlässlich des heutigen Weltnichtrauchertages veröffentlicht wurde. Demnach waren im vergangenen Jahr 20,6 Prozent der über 21-Jährigen im Land Raucher. Das waren 2,7 Prozent weniger als 2010.
    Die Zahl der Raucher befinde sich damit auf einem Rekordtief, heisst es in der Tageszeitung „Ha´aretz“. Insgesamt sei der Zigarettenkonsum jedoch um 0,1 Prozent gegenüber 2010 gestiegen.
    Der Bericht des Gesundheitsministeriums basiert auf einer Umfrage unter 3.964 Israelis. Laut dieser rauchen 27,1 Prozent der erwachsenen israelischen Männer und 14,4 Prozent der Frauen. Jüdische Israelis rauchen mit 19,7 Prozent weniger als arabische (25,2 Prozent). Insgesamt sei der Anteil bei beiden Bevölkerungsgruppen jedoch zurückgegangen.
    Verglichen mit anderen Ländern der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) liegen Israels Männer hier im mittleren Bereich. Angeführt wird die Liste über die Raucher von Südkorea. Dort gaben 44,3 Prozent der Männer an, dass sie rauchen. Die niedrigste Quote gab es in Schweden mit 13,5 Prozent.
    Die israelischen Frauen schnitten im OECD-Vergleich gut ab und rangieren auf den hinteren Plätzen. Den ersten Platz der Statistik belegte Chile, dort rauchen 26 Prozent der Frauen. Am wenigsten rauchen die Frauen in Südkorea (7 Prozent)…

  • Mehr Sicherheitskameras in Tel Aviv

    Infolge der steigenden Zahl krimineller Vorfälle, einschließlich Gewaltakte, plant der Stadtrat von Tel Aviv ein Netzwerk von Sicherheitskameras zu installieren. In den letzten Tagen gab der Stadtrat eine Ausschreibung an Kommunikationsfirmen aus, um Preisvorschläge für den Kauf und die Installierung solcher Kameras in der ganzen Stadt zu erhalten. Insbesondere sollen öffentliche Bereiche wie Parks und Fußgängerzonen kameraüberwacht sein. Heutzutage existieren in diesen Gebieten zwischen 60-70 Kameras, zu denen in den kommenden Jahren hunderte weitere dazugefügt werden sollen, um das Sicherheitsgefühl der Einwohner zu stärken. In etwa einem Monat soll entschieden werden, welche Firma den Auftrag erhält. Ein Teil der Ausgaben dieses Kameraprojekts soll durch die „Sicherheitssteuer“, die den Bürgern der Stadt auferlegt werden wird, getragen werden. Diesbezüglich wurde eine Bitte an Innenminister Eli Jischai gestellt, der als alleinige Instanz eine solche Steuer genehmigen könnte. Diese soll aus 1 bis 1,50 Schekel pro Quadratmeter per Wohnung pro Jahr berechnet werden, so dass die Kosten für den „kleinen Bürger“ nicht zu hoch werden. Hat jemand also eine Wohnung mit 100 qm Fläche würde er pro Jahr zwischen 20-31 Euro (100-150 Schekel) für die zusätzliche Sicherheit durch Kameras zahlen. Zusätzlich könnten mit diesen Geldern 30 Patrouillenfahrzeuge der Polizei sowie 150 Aufsichtspersonen und hunderte Kameras finanziert werden. Geschäfte und Einkaufszentren werden andere Summen zu zahlen haben…

  • Israel wird brennen, wenn der Westen Syrien angreift

    „Sollte der Westen Syrien angreifen, dann wird Israel brennen.“ Mit dieser Drohung überraschte der iranische Parlamentsvorsitzende Ali Laridschani gestern den Westen. Wiederholt versucht der Iran, alle innenpolitischen Probleme in der arabischen Welt auf Israel zu schieben und dies für seine politische Zwecke auszunutzen. Die israelische Regierung: „Der Iran versucht, den Nahen Osten zu regieren, in einer Zeit, in der die syrische Regierung sein eigenes Volk massakriert und der Iran noch keine Atombombe einsatzfähig hat. Wir müssen gewarnt sein, wenn der Iran in seinen Drohungen vom Einsatz nuklearer Waffen spricht!“ In Israel betonte Regierungschef Benjamin Netanjahu in den letzten Tagen immer wieder, dass der Iran den Westen austrickst und keinen Kompromiss anstrebt. Wiederholt betonte Netanjahu, dass Israel sich die Option zu einem Angriff auf die iranischen Atomreaktoren offen hält. Im israelischen Rundfunk diskutieren hochrangige Ex-Militäroffiziere wie Sicherheitsexperten und der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Meir Dagan, wie sich solch ein Angriff auf den Nahen Osten und besonders auf Israel auswirken würde. In Israel sagte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, dass der Iran eine grosse Gefahr bedeute. „Das iranische Atomprogramm ist wegen der öffentlichen Stellung der iranischen Regierung eine sehr grosse Gefahr. Das Atomprogramm bedeutet nicht nur für den Staat Israel eine existenzielle Bedrohung, sondern ebenso für Europa.“ …

  • Israel übergibt Leichen von Attentätern an Palästinenserbehörde

    Israel wird am Donnerstag die sterblichen Überreste von 91 Palästinensern an die Palästinenserbehörde übergeben – eine Geste des israelischen Ministerpräsidenten an den palästinensischen Präsidenten.
    Die Menschen waren bei Anschlägen gegen Israelis in Jerusalem, Tel Aviv und Beersheva ums Leben gekommen – und zwar seit dem Jahr 1967. Bisher waren sie im Jordantal begraben.
    Nun sollen die, die für den Tod zahlreicher Menschen verantwortlich sind, mit einer Hommage geehrt werden. Familienangehörige freuen sich.
    “Das verändert unser Leben. Wir wissen, dass die Leiche meines Mannes aus den Händen der Zionisten befreit wird. Nun werden wir wissen, wo er ist und wir können sein Grab besuchen, wann immer wir wollen.”
    “Ich habe meinen Vater nie gesehen, ich kenne ihn nicht. Ich war zwei Jahre alt, als er getötet wurde.”
    Israelische Opferverbände haben die Übergabe scharf kritisiert.

  • „Flammender Angriff“ auf iranische Computer

    Das iranische Aussenministerium hat indirekt Israel die Verantwortung für die Spionagesoftware „Flame“ zugeschrieben, die am Dienstag von russischen Spezialisten entdeckt wurde. Vize-Premier Mosche Ja´alon wies diese Spekulation nicht zurück.
    „Es gibt Staaten, die nicht legitimiert sind und die versuchen, anderen Staaten mit solchen Viren zu schaden“, sagte ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums in Teheran am Dienstag. Russische Computerspezialisten hatten zuvor die Spionagesoftware „Flame“ (Flamme) entdeckt. Das Programm ist unter anderem in der Lage, fremde Computer nach Daten zu durchsuchen, sie durch das Aktivieren des Mikrofons zu Abhöranlagen umzufunktionieren oder die individuellen Nutzungseinstellungen zu ändern, berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“.
    „Wir haben ein halbes Jahr gebraucht, um [den Computervirus] Stuxnet zu analysieren“, erklärte der russische Computerexperte Alexander Gostev laut einem Bericht von „CBN News“. „Dieser neue Virus ist 20-mal so kompliziert. Es kann zehn Jahre dauern, bis wir den vollständig verstanden haben.“ „Flame“ sei „ziemlich fantastisch in seiner Komplexität“. Es sei offensichtlich, dass eine gut organisierte und gut finanzierte Gruppe hinter der Entwicklung, die Jahre gedauert haben müsse, stecke…

  • Entscheidung im Tiebreak

    Seit dem 11. Mai traten sie Tag für Tag gegeneinander an. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch heute musste die Entscheidung fallen. Der israelische Schachmeister Boris Gelfand (43) und der indische Titelverteidiger Viswanathan Anand (42) spielten am Mittwochnachmittag in der Moskauer Tretjakow-Galerie um den Weltmeistertitel. Am Ende verpasste Gelfand den Titel nur denkbar knapp.
    Nach einer dramatischen Serie von zwölf Spielen, von denen zehn unentschieden endeten und jeder Anwärter je einmal siegte, ging die Meisterschaft in die letzte Runde. Ab zehn Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit kämpften Gelfand und Anand in einer Serie von vier zeitlich begrenzten Schnellschachspielen von je weniger als einer Stunde gegeneinander, um den endgültigen Sieger zu ermitteln. Die zweite der vier Schnellpartien gewann der Titelverteidiger nach Aufgabe Gelfands; die übrigen drei Spiele endeten mit einem Unentschieden.
    Der Weltmeistertitel ist mit einem Preisgeld von umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro verbunden. Der Vizemeister erhält rund 815.000 Euro.

  • Migros beteiligt sich an antiisraelisch politischer Kampagne

    Der Grossverteiler Migros erntet nach der Ankündigung, Produkte aus den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten zu deklarieren, heftige Kritik. Die israelische Botschaft in der Schweiz lehnt die Linie der Migros aufs Schärfste ab.
    Man sei enttäuscht zu sehen, dass sich die Migros an einer antiisraelischen politischen Kampagne beteilige, hielt die israelische Botschaft am Mittwoch fest. Die Kampagne ziele darauf ab, Israel anzuschwärzen und schon im Voraus den zukünftigen Status der umstrittenen Gebiete festzulegen.
    Im «Migros-Magazin» dieser Woche kündigt der Grossverteiler an, Artikel aus besetzten Gebieten neu mit «Westbank, israelisches Siedlungsgebiet» oder «Ostjerusalem, israelisches Siedlungsgebiet» zu kennzeichnen.
    Bisher stammen Produkte wie etwa Datteln, Kartoffeln, Früchte, Küchenkräuter oder Soda-Club-Geräte gemäss Herkunftsangabe aus «Israel». Migros will die neue Deklaration Mitte 2013 einführen.

  • Bluttest ohne Nadel

    Für viele ist es ein Gräuel: Beim Bluttest wird eine spitze Nadel in die Vene eingeführt – denn wie sonst soll das Blut auch getestet werden, wenn nicht außerhalb des Körpers…?
    Wissenschaftler des Technion in Haifa haben nun eine Methode entwickelt, die nicht nur den lästigen Nadelstich erspart, sondern auch noch innerhalb von drei Sekunden Ergebnisse liefern soll.
    Ein Mikroskop, das etwa die Grösse eines Schuhkartons hat, wird dabei auf die Haut gelegt und gibt ein Bild des in den Adern fliessenden Blutes – ganz ohne Blutabnahme.
    Innerhalb von drei Jahren, so schätzen es die Forscher ein, wird der Apparat marktreif sein.
    Bluttests ohne Blutabnahme wurden auch bereits vorher schon entwickelt, sind jedoch entweder sehr teuer oder arbeiten mit Kontrastmitteln, die für den Menschen schädlich sein könnten.

  • Zahl der freiwilligen Zivis gestiegen

    Die „Kommission für eine gerechtere Verteilung der Belastungen unter den Bürgern“ arbeitet gerade an einer Alternative zum sogenannten „Tal-Gesetz“, das bisher Ultraorthodoxen die Freistellung vom Militärdienst ermöglichte. Auch Araber werden nicht eingezogen.
    Beide Gruppen haben jedoch heute bereits die Möglichkeit, freiwillig einen nationalen Zivildienst zu absolvieren. Zahlen, die der Kommission am Montag vorgestellt wurden, zeigen nun, dass die Zahl der freiwilligen Zivildienstleistenden im letzten Jahr deutlich gestiegen ist.
    1.800 Ultraorthodoxe und 2.400 Araber haben sich demnach 2011 für einen freiwilligen Dienst gemeldet – richtiger wäre es allerdings, von Araberinnen zu sprechen, denn 90% der Freiwilligen dieser Gruppe waren Frauen. 76% der Freiwilligen Araberinnen und Araber waren Musliminnen und Muslime – 36% Beduinen und 40% Nicht-Beduinen.
    Es ist bisher angedacht, den Zivildienst für beide Gruppen verpflichtend einzuführen.