Autoren-Archive
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Wird Israel zur Diktatur?
Die Chefin der Oppositionspartei Kadima, Tzipi Livni, warnte am Mittwoch, dass das jüngst verabschiedete Verleumdungsgesetz Israel von der Demokratie zur Diktatur führen wird. „Wir waren immer stolz auf uns als einzige Demokratie im Nahen Osten. Jetzt wollen die arabischen Staaten demokratisch werden und wir bewegen uns hin zur Diktatur“, sagte Livni in der Knesset-Vollversammlung bei der einige neue Gesetzesentwürfe diskutiert wurden. Das wohl umstrittenste Gesetz ist das Verleumdungsgesetz, welches die maximale Kompensierung für üble Nachrede und Verleumdung sichert. „Bald werden sie wohl Papageien in den Nachrichtenanstalten einstellen, die schön ihre Reden nachplappern“, griff Livni Ministerpräsident Netanjahu in der Sitzung an. „Die Kadima-Partei“, versprach sie, „wird weiterhin für Pressefreiheit kämpfen.“ Der Vorsitzende des Komitees für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung Shaul Mofaz (Kadima) verglich das Gesetz sogar mit George Orwells „1984“, der Geschichte eines totalitären Überwachungsstaates. Danny Danon (Likud) schlug zurück: „Wir wissen sehr wohl was Demokratie ist und wenn wir an bestimmte Rechtsvorschriften glauben und sie aber nicht durchsetzen, betrügen wir unsere Wähler.“
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Gilad Shalit ist wieder zu Hause
Gilad Schalit traf sich nach seiner Ankunft in Tel Nof mit seinen Eltern und Ministerpräsident Netanjahu. Gilad salutierte dem Ministerpräsidenten. Eine herzliche Umarmung mit seinem Vater folgte, die Netanjahu glücklich betrachtete (siehe Bild). In einer Ansprache nach dem Empfang sagte Netanjahu, dass er vor zweieinhalb Jahren bei seinem Amtsantritt die Akte Schalit auf seinem Tisch hatte und es sich zum Ziel setzte, Gilad lebend nach Hause zu bringen, bevor es zu spät ist und er ins nirgendwo verschwindet. Diese Mission sieht er heute als erfüllt an. Die Hamas sei der Forderung nachgekommen, dass die Terroristen nicht nach Judäa und Samaria entlassen werden, um für die Sicherheit der israelischen Bevölkerung zu garantieren…
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Heute beginnt Sukkot
Fünf Tage nach Jom Kippur wird Sukkot gefeiert, das bereits in der Bibel (Lev. 23,34) als das „Laubhüttenfest“ (Sukka = heb. Laubhütte) bezeichnet wird. Sukkot ist eines der drei Feste, die bis ins Jahr 70 n.d.Z. mit grossen Pilger- und Wallfahrten zum Jerusalemer Tempel gefeiert wurden und daher als die Wallfahrtsfeste bekannt sind. Der Feiertag soll an die 40 Jahre erinnern, die die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste verbrachten. Ausserdem wird Sukkot häufig als Erntedankfest begangen.
Während der fünf Tage zwischen Jom Kippur und Sukkot errichten Zehntausende von Haushalten und Geschäften Sukkot – Laubhütten, in denen man vorübergehend lebt und vor allem die täglichen Mahlzeiten einnimmt. Die Laubhütten stehen für jene Hütten, in denen die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste lebten. Auch werden Palmwedel, Zitrusfrüchte (Etrogim), Myrten- und Weidenzweige erworben, die für den Ritus der Festgebete an Sukkot als Schmuck unverzichtbar sind. Im ganzen Land werden Laubhütten auf Parkplätzen, Hausdächern, Rasenanlagen und öffentlichen Plätzen errichtet. Jede Militärbasis hat ihre Laubhütte. Einige Israelis verbringen das Fest und die folgenden sechs Tage in ihrer Laubhütte.Nach dem eigentlichen Festtag wird das Laubhüttenfest gemäss der Thora (Lev. 23,36) für weitere sechs Halbfeiertage fortgesetzt. Während dieser Woche – jeder Tag ist halb Alltag und halb Festtag – sind die Schulen geschlossen, zahlreiche Geschäfte und Firmen schliessen gänzlich oder sind halbtags geöffnet. Viele Israelis verbringen diese Tage an Sukkot oder Pessach an den Erholungsorten im ganzen Land.
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Abkommen zur Freilassung von Gilad Shalit genehmigt
Eine Blitzmeldung überraschte das Volk Israel am Vorabend des jüdischen Laubhüttenfestes Sukkot. Das Kabinett hat am Dienstag das Abkommen für die Freilassung von Gilad Shalit mit grosser Mehrheit gebilligt. 26 Minister stimmten für das Abkommen, drei dagegen.
Während der Diskussion hatten Vertreter der Sicherheitsdienste die Inhalte des Abkommens dargelegt und ihre Unterstützung erklärt.
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte: „Es besteht eine innere Spannung zwischen dem Wunsch, einen entführten Soldaten oder Bürger nach Hause zu bringen und der Notwendigkeit, die Sicherheit der israelischen Bürger zu wahren. Als Ministerpräsident stehe ich in dieser doppelten Verantwortung. […]
Ich habe Mitgefühl mit den Familien der Terroropfer, mit ihrem Leid, ich bin einer von ihnen. […]Es ist sehr gut möglich, dass sich das Fenster der Gelegenheit, das sich wegen der Umstände geöffnet hat, für immer geschlossen hätte und wir Gilad nie hätten nach Hause bringen können. […]
Ich danke dem Team, das all die Jahre für die Freilassung gearbeitet hat. Ich danke den Sicherheitskräften […]. Ich danke dem deutschen Vermittler und Kanzlerin Angela Merkel, die seine Mission unterstützt hat. Und ich danke besonders der ägyptischen Regierung und den ägyptischen Geheimdiensten, die so viel Unterstützung geleistet haben und uns als Vermittler geholfen haben, dieses Abkommen zu erreichen. […]
Ich bringe Gilad Shalit nach Hause, zu seinen Eltern Noam und Aviva, seinem Bruder Yoel, seiner Schwester Hadas, seinem Großvater Zvi und dem ganzen Volk Israel. […] Wenn alles läuft wie geplant, wird Gilad in den nächsten Tagen wieder bei seiner Familie und seinem Volk sein.“… -
Israel entschuldigt sich für Tod von ägyptischen Polizisten
Israel hat die Verantwortung für den Tod von fünf ägyptischen Polizisten übernommen, die während einer Anschlagsserie bei Eilat im August getötet worden waren. Verteidigungsminister Ehud Barak entschuldigte sich am Dienstag formell bei der Regierung in Kairo.
Zuvor war eine israelische Delegation in die ägyptische Hauptstadt gereist und hatte der dortigen Übergangsregierung den Entwurf einer Entschuldigung zur Bestätigung vorgelegt. Barak teilte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ mit, die Untersuchung des Vorfalls durch die israelische Armee habe Grund zu der Entschuldigung gegeben.
Am 18. August hatten mehrere Terroristen bei Eilat die Grenze von Ägypten nach Israel überquert und acht Israelis ermordet. Bei dem anschließenden Schusswechsel zwischen israelischen Sicherheitskräften und Terroristen auf der Sinai-Halbinsel wurden fünf ägyptische Polizisten getötet. Ägypten hatte der israelischen Armee daraufhin vorgeworfen, sie habe seine Souveränität verletzt, da sie in ägyptisches Gebiet gefeuert habe. Die Regierung in Kairo forderte eine Entschuldigung. Israel hatte bislang nur Bedauern über den Tod der Polizisten geäussert. Nach dem Vorfall hatten wütende Demonstranten vor der israelischen Botschaft in Kairo mehrfach demonstriert und schliesslich das Gebäude gewaltsam gestürmt. -
Vier Palästinenser wegen Terroranschlag in Jerusalem angeklagt
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Dienstag vier palästinensische Mitglieder der Terrororganisation Hamas angeklagt, die verdächtig sind, für den Terroranschlag in der Nähe des Zentralen Busbahnhofs in Jerusalem am 23. März diesen Jahres verantwortlich zu sein. Bei dem Anschlag wurde eine britische Studentin getötet und 67 Zivilisten verletzt.
Der Anschlag war von einer Terrorzelle des militärischen Flügels der Hamas in Hebron ausgeführt worden. Ihre Mitglieder hatten den Attentäter angeworben, der die Tasche mit dem Sprengsatz an einer Bushaltestelle deponierte.
Zusätzlich hatten die Mitglieder der Zelle einen Selbstmordanschlag in Jerusalem geplant, der durch ihre Verhaftung verhindert werden konnte. -
Versöhnlicher Abschluss nach 2:0 gegen Malta
Israels Fussballer haben die Qualifikation zur Europameisterschaft mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen Malta beendet. Nach einer frustrierenden „Quali“ feierte das Team von Luis Fernandez einen versöhnlichen Abschluss. Israel liegt im Gesamtklassement auf Rang 3 hinter Griechenland und Kroatien.
In seiner letzten Begegnung als Nationaltrainer experimentierte Luis Fernandez personell noch einmal ein wenig. Malta hatte gegen die nachlässigen Israelis durch Michael Mifsud in der 4. Minute eine Grosschance. Doch nur sieben Minuten später markierte Israel mit einer akrobatischen Aktion von Lior Rafaelov die Führung.
Malta kam zwar immer wieder gefährlich vor das israelische Tor und war dem Ausgleich nahe. Doch Ryan Fenechs Kopfball in der 72. Minute traf nur die Unterkante der Latte. Trotz seiner fahrlässigen Spielweise konnte Israel die Führung über die Zeit bringen und durch das Kopfballtor von Rami Gerschon in der dritten Minute der Nachspielzeit noch erhöhen.
In der Gruppe F qualifizierte sich Griechenland als Gruppensieger mit 24 Punkten automatisch für die Europameisterschaft. Durch ein spätes Tor ihres Stürmers Angelos Charisteas besiegten sie Georgien mit 2:1, nachdem die Gäste bis zur 79. Minute noch in Führung gelegen hatten. Auf dem zweiten Platz beendete Kroatien mit 22 Punkten und einem 2:0-Heimsieg über Lettland die Qualifikation.
Israel kann sich jetzt auf die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 konzentrieren, die im September startet. Gegner sind Portugal, Russland, Nordirland, Aserbaidschan und Luxemburg. -
Neuer Palästina-Reiseführer
„This Week in Palestine“ („Diese Woche in Palästina“) heisst die wöchentliche Broschüre, die von Palästinensern in allen arabischen Hotels in Israel an der Rezeption ausgelegt wird. Ein 100-Seiten Heft in Englisch für alle Touristen im Heiligen Land. Ein ausführlicher Reiseführer für Palästina – so, als ob es Israel überhaupt nicht gäbe. In der August-Ausgabe beschreibt der Palästinenser Dr. Ali Qleibo Jerusalem aus einem christlichen und islamischen Hintergrund heraus: „Jerusalem wird für immer mit der Kreuzigung und Auferstehung von Jesus assoziiert sein und mit der nächtlichen Himmelfahrt des Propheten Mohammed und seiner Transfiguration. Klöster und Moscheen dominieren die christliche und islamische Welt der Heiligen Stadt Al Quds (Jerusalem). Seit eh und je war Jerusalem das kulturelle und theologische Zentrum von Palästina.“
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Lonza spannt mit Lipogen zusammen
Der Lifescience-Konzern Lonza geht mit der israelischen Lipogen eine Partnerschaft zur Herstellung von Phosphatidylserin (PS) ein. Im Rahmen der Partnerschaft erhält Lonza die exklusiven Verkaufsrechte von PS und PS-basierten Formulierungen für Nahrungsergänzungsmittel, Spezialnahrung im medizinischen Bereich sowie Nahrung und Getränke, teilte Lonza am Dienstag mit. Die Markteinführung in den USA sei im vierten Quartal 2011 beabsichtigt, kurz danach die Ausweitung in andere Regionen auf der Welt.
Gemäss Lonza kann PS das Risiko von Demenz und kognitiver Dysfunktion bei älteren Menschen sowie Stress und mentale Müdigkeit reduzieren. Im Alter verringere sich die Menge an PS in unserem Gehirn auf natürliche Weise, wodurch ein Bedarf an Ergänzungen entsteht, hiess es.
Lipogen ist ein Anbieter von Phosphatidylserin (PS) und Phosphatidsäuren (PA) und verfügt laut eigenen Angaben über verschiedene Patente bezüglich der Produktion und dem Gebrauch von PS in den USA, Europa und China. -
Netanyahu trifft sich mit den Bürgermeistern der arabischen Kommunen
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Dienstag mit den Mitgliedern des Komitees zur Vertretung der arabischen Kommunen in Israel getroffen.
Bei dem Treffen wurden die wichtigsten Probleme der arabischen Gemeinden angesprochen – eine Verbesserung der Wohnungssituation, die Notwendigkeit den Anteil der arbeitenden Bevölkerung, vor allem unter den Frauen, zu stärken sowie eine Verbesserung der Verkehrsinfrakstruktur in den arabischen Gemeinden. Ein weiteres Thema war die Sesshaftwerdung der Beduinen im Negev.
Netanyahu unterstrich während der Gespräche, dass er der Förderung der arabischen Gemeinden grosse Wichtigkeit beimesse und erklärte, besonders eine Integration in die israelische Wirtschaft könne langfristig zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen.
Der Ministerpräsident äusserte sich auch zu den Akten von Vandalismus in Jaffo und Tuba Zangaria in der letzten Woche. Er betonte, er werde keine Verletzung der Rechte der arabischen Bürger zulassen.