Israels ultra-orthodoxe Juden sind in heller Aufregung. Orthodoxe Juden drohen, den Staat Israel finanziell zu boykottieren, wenn die neue Regierung die orthodoxe Thora-Welt auch nur antaste. Dies meldete die orthodoxe Zeitschrift Peles. „Die gesamte Orthodoxie in Israel und im Ausland vereint sich im Kampf gegen die neue Regierung, die Krieg gegen die Thora-Welt und die gläubige Gemeinschaft (Orthodoxe) ankündigte.“ In den orthodoxen Wohnvierteln in Jerusalem protestierten die dort lebenden Juden gegen die bevorstehende Gefahr. „Sobald ich erwachsen bin, werde ich in der Herrschaft Gottes dienen und nicht in der Armee seiner Rebellen“, war auf einem der grossen Plakate zu lesen.
Die orthodoxen Juden, die etwa 15 Prozent der jüdischen Gesellschaft in Israel ausmachen, sehen sich als Teil der israelischen Armee, zwar nicht an der Kriegsfront, sondern im Thorastudium und Beten. Eine Weltanschauung, die religiöse bis säkulare Juden im Volk nicht nachvollziehen können. Darüber hinaus ist aus der Bibel zu entnehmen, dass selbst zur biblischen Zeit gottesfürchtige Juden im Heer dienten. Nun verstehen die orthodoxen Rabbiner, dass im Volk ein Los gefallen ist und orthodoxe Juden ebenso an den nationalen Pflichten wie Armeedienst oder Zivildienst teilhaben müssen. Dagegen wehren sie sich: „Nachdem die bösen Absichten der neuen Regierung Netanjahu, Lapid und Bennett ans Licht gekommen sind, müssen wir dagegen kämpfen. Wir müssen an die Legitimität des Staates Israel appellieren, die das Heiligtum des jüdischen Volkes antastet und die Minderheit im Volk unterdrückt.“ Israels jüngsten Heuschreckenplage betrachten orthodoxe Rabbiner als Strafe von Gott für die neue Regierung, die ihrer Ansicht nach eine anti-orthodoxe Regierung ist.
Kategorien:Gesellschaft
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