Gemeinderabbiner Israels müssen nicht mehr zwangsläufig orthodox sein


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Israel will die Einstellung und Finanzierung kommunaler Rabbiner reformieren und es damit in Zukunft ermöglichen, solche Stellen auch für nicht-orthodoxe, also reformierte oder konservative, Rabbiner zu finanzieren. Dies geht aus einer Stellungnahme des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten unter Minister Naftali Bennett hervor. Die Stellungnahme bezog sich auf eine Petition der reformierten und konservativen Bewegungen, die beim Obersten Gerichtshof auf eine Gleichstellung ihrer eigenen kommunalen Rabbiner gegenüber den orthodoxen gedrängt hatten. Diese hatten für ihre Gemeinderabbiner ein staatliches Gehalt analog zur Finanzierung orthodoxer Rabbiner gefordert.

Zurzeit werden die Gehälter von 157 orthodoxer Rabbinern in Kommunen aus staatlichen Geldern finanziert. Der Bericht des Staatskontrolleurs hatte 2009 kritisiert, das Ministerium habe die Rabbiner einfach eingestellt, ohne zu überprüfen, ob in den jeweiligen Kommunen überhaupt Bedarf bestehe. Mit der geplanten Anerkennung reagierte das Religionsministerium nun auf eine Klage von reformjüdischen Bewegungen beim Obersten Gerichtshof.

In dem nun vorgestellten Modell sollen die Rabbiner nicht mehr direkt ihr Gehalt vom Staat erhalten. Vielmehr würde dieser auf Antrag Gemeinden Gelder für die Einstellung eines Rabbiners zur Verfügung stellen. Der Rabbiner (oder die Rabbinerin) könnte dann je nach Bedürfnissen der Gemeinde reformiert, orthodox oder konservativ sein.

Rabbi Gilad Kariv, Geschäftsführer der Israelischen Bewegung für Reformjudentum, begrüsste die Initiative des Ministeriums und bezeichnete sie als „Schritt in die richtige Richtung“. (JNS, Haaretz)



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