Gazas Unterwelt: Die Terrortunnel


.„Wer nicht an Wunder glaubt ist kein Realist“, sagte einmal Israels erster Ministerpräsident David Ben Gurion. Ich glaube an Wunder und das jüngste Wunder ist, dass wir die unterirdischen Terrortunnel jetzt entdeckt haben und nicht in zwei oder drei Jahren später. Nicht nur in Israel fragen sich Politiker, Offiziere und einfache Menschen auf der Strasse, was das Hamasregime in seinen Regierungsjahren ausser Tunnelbuddeln.gewmacht hat? Ziel der Tunnel: Waffen- und Raketenschmuggel aus Ägypten und Terrorangriffe auf israelischer Seite. Zur Erinnerung, durch solch einen Tunnel wurde im Jahr 2006 der israelische Soldat Gilad Schalit in den Gazastreifen entführt.

Täglich werden neue Tunneleingänge gefunden. Bisher wurden gemäss israelischem Armeesprecher 28 unterirdische Tunnel entdeckt, die alle nach Israel führen und 90 Tunneleingänge, die bis in eine Tiefe von 30 Meter gehen. Ein unterirdisches Terrorlabyrinth, das Israels Sicherheitskräfte absolut überraschte. Nicht in der Regierung und nicht im israelischen Militärstab hat man geahnt, dass in den letzten zehn Jahren solch ein verbreitetes Tunnelsystem im Gazastreifen errichtet wurde. Israel wusste von der Tunneltaktik und einigen Tunneln, aber nicht von so vielen. In Israel fragt man sich wie Israels Armee-Nachrichtendienst dies verpassen konnte? Das Tunnelmodell ist keine Erfindung der Hamas, sondern der südlibanesischen Hisbollah, die in den 90 er Jahren tiefe Tunnel baute, um ihre Raketen vor den israelischen Luftangriffen zu verstecken.

Offiziere erzählen wie von überall her Terroristen aus Erdlöchern kriechen, schiessen und wieder verschwinden. Im letzten Jahr haben wir in unserer Zeitschrift etliche Fotos veröffentlicht, wie Gazas Unterwelt aussieht. An der palästinensisch-ägyptischen Grenze bei Gaza fahren Autos von einer Seite zur anderen durch die Tunnels. Dadurch werden auch die Raketen über die Sinai-Halbinsel aus dem Iran, Syrien und Libyen geschmuggelt. Israels Finanzblatt Globes veröffentlichte vor wenigen Tagen einen ausführlichen Bericht über die palästinensische Tunnelbautaktik. Im Durchschnitt können täglich 20 Meter im Tunnel ausgegraben werden, was umgerechnet um die 150 Euro pro Meter kostet, einschliesslich Arbeitsstunden, Beton, Eisen und Sicherheit. In den letzten Jahren wurde die Hamasregierung deswegen häufig von der Fatah Regierung in Ramallah in den palästinensischen Medien angegriffen, die Finanzhilfe für die palästinensische Bevölkerung für das Tunnelbuddeln zu verschwenden. Die Zeitung zitiert palästinensische und israelische Quellen, demnach über 1.000 Tunnel im Gazastreifen gebuddelt wurden. Dafür erhält Hamas jährlich 100 Mio. US-Dollar von Katar und bis 2011 auch 250 Mio. US-Dollar vom Iran. Die Hamas hat nur ein Interesse: Israel zu vernichten. Dafür verschwendete sie hunderte Millionen US-Dollar, womit sie dem eigenen Volk das Leben besser machen könnte. Gazas Unterwelt, die Terrortunnel, sind eine Art palästinensischer Start Up, den Hamas nun an andere Terrorgruppen vermarktet.

Aus diesem Grund versteht man wie wichtig es ist, das Terrorregime und sein Terrormodell zu vernichten. So sind gestern wieder drei israelische Soldaten gefallen, darunter ein Offizier. Pas Elijahu (22), Schachar Dover (20) und Lee Matt (19). 32 Soldaten erlitten gestern Verletzungen und die Todeszahl der israelischen Soldaten steht nun auf 32 und ein vermisster Soldat, dessen Leichnam wahrscheinlich entführt wurde. Gestern wurden wieder 80 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen, wovon Israels Abwehrsystem Eisenkuppel 17 abschiessen konnten. Der Rest ist auf freie Felder gefallen. Auf der palästinensischen Seite werden über 700 Tote in den letzten 17 Kriegstagen gezählt, wie auch über 4.000 verletzte.

Ausser den arabischen Knessetabgeordneten, versteht jeder israelischer Politiker im Land, egal ob rechts oder links, dass dieser Krieg im Gazastreifen ein gerechter Krieg ist und Israel sich dafür nicht entschuldigen muss. „Nicht wir haben den Krieg angefangen, sondern die Terrorgruppen im Gazastreifen“, sagte Amram Mitzna, ein linksorientierter Politiker, der für seine heftige Kritik gegen Benjamin Netanjahu bekannt ist. „Diese Terroristen verstecken sich hinter Kindern, Müttern und älteren Menschen und beschiessen uns aus Krankenhäuser und Schulen. Als ehemaliger General kenne ich das System und bin mir sicher, dass Israels Soldaten mit höchster Sensibilität und Rücksicht auf die palästinensischen Zivilbevölkerung arbeiten.“



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