Mit Gadi Eisenkot wird ein erfahrener Kämpfer Militärchef


Major-General Gadi Eizenkot and current Deputy Chief of StaffDer 54-jährige Gadi Eisenkot (Foto) wird Generalstabschef der israelischen Armee. Er ersetzt im Februar Benny Gantz, dessen vierjährige Amtszeit ausläuft. Das haben Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Ya’alon am Samstagabend offiziell bekannt gegeben. Der „oberste Soldat“ hat eine Schlüsselstellung für die Verteidigung des jüdischen Staates inne. Eisenkot gilt als erfahrener, besonnener Kommandeur.

Der künftige Militärchef diente in der Golani-Einheit und nahm in den 1980er-Jahren an mehreren Anti-Terror-Einsätzen im Libanon teil. Später kommandierte er Einheiten in Nordisrael und wurde 1997 Chef der Golani-Infanteriebrigade. Weitere Karriere-Stationen waren die militärische Leitung des Nordbezirks und die Übernahme verschiedener Schlüsselunktionen im Generalstab.

Verteidigungsminister Moshe Ya’alon hatte wochenlang Gespräche mit Militärs und Politikern geführt, um den besten Offizier für den Spitzenposten zu finden. Eisenkot sei „professionell, hat viel Erfahrung als Kommandeur, er verfügt über Weisheit, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Urteilsvermögen“, lobte Ya’alon.

Israel stehe in den kommenden Jahren vor komplexen Herausforderungen, was die Sicherheit angehe, so der Verteidigungsminister. Eisenkot sei der geeignete Mann, um die Armee in dieser schwierigen Zeit zu führen. Er wird der 21. Armeechef in der Geschichte des jüdischen Staates. Zu seinem Stellvertreter wurde Yair Golan berufen, ein General, der ebenfalls militärischer Leiter des Nordbezirks war.

Gadi Eisenkot gilt als besonnener Kommandeur. Er ist ein Gegner eines Militärschlags gegen den Iran. Der komme nur in Frage, wenn der Iran Israel direkt existenziell bedrohe.

Eisenkot stammt aus einfachen Verhältnissen. Er wurde in Tiberias als Sohn eines Kupferminen-Arbeiters geboren und wuchs in Eilat auf. Eisenkot und seine Frau Hannah sind seit Schülerzeiten ein Paar. Sie haben fünf Kinder. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern diente Eisenkot nie in Eliteeinheiten und bekam keine Tapferkeitsauszeichungen. Stattdessen erwarb er sich einen Ruf als stets kühl agierender, umsichtiger Offizier.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wünschte Eisenkot „viel Erfolg im Namen der Bürger Israels.“ Die Opposition stimmte der Ernennung zu. Oppositionsführer Isaac Herzog (Arbeiterpartei) nannte Eisenkot „einen brillanten Offizier, der sich nicht scheut, seine Meinung zu sagen.“ (ih)



Kategorien:Sicherheit

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