Israel bereitet sich auf Kältewelle vor


.Eine schwere Wolkenfront bewegt sich auf Israel zu, sie soll am Dienstag in grossen Teilen des Landes für heftige Schneefälle sorgen. Nach dem Schneesturm in Jerusalem und Umgebung im letzten Jahr, macht man sich nun Sorgen und bereitet sich auf Stromausfälle vor.

Die Jerusalemer Stadtverwaltung hat Anweisungen an die Bevölkerung veröffentlicht, um sich auf einen bevorstehenden Schneesturm am kommenden Mittwoch vorzubereiten.

Die Bewohner sollten Heizungen prüfen und nicht-elektrische Heizkörper vorbereiten, für das Szenario eines Stromausfalls. Im Hof und auf Terrassen sollte sie Abflüsse frei machen. Äste von Bäumen nahe Stromleitungen sollten beschnitten werden. Elektrische Systeme müssten geprüft und Notbeleuchtung sowie Ersatzbatterien für das Handy besorgt werden.

Um Hauseingänge frei zu machen, sollten sich die Israelis eine Schaufel zulegen. Solaranlagen und Antennen auf dem Dach müssten befestigt werden. Zudem sollte sich die Bevölkerung mit Trinkwasser und Grundnahrungsmitteln für mehrere Tage eindecken.

Die Jerusalemer Stadtverwaltung empfiehlt zudem, während des Schneesturms „unnötige Besuche ausserhalb des Hauses“ zu vermeiden. Ebenso sollten die Bürger „wegen Einsturzgefahr“ einen Bogen um Pergolas, Hütten und andere provisorische Gebäude machen, falls mehr als zehn Zentimeter Schnee auf deren Dach liegen.

Die Bürger wurden aufgerufen, besonders ältere Menschen und Kleinkinder warm zu halten, da diese besonders der Gefahr von Unterkühlungen und Erfrierungen ausgesetzt sind. Gleichzeitig soll die Bevölkerung auf ihre Mitmenschen achtgeben, die obdachlos oder arm sind. Im letzten Jahr starben Menschen, die ihr Haus nicht warmhalten konnten.

Die Krankenhäuser sind bereits auf einen Ansturm von Patienten vorbereitet. Besonders viele kamen im letzten Jahr mit Verletzungen, weil sie ausgerutscht waren. Weiterhin wurden Rettungsteams organisiert, die in verschiedenen Regionen verteilt sind. Traktoren, Bagger, Generatoren, Werkzeug, Schneeketten und Schneeschieber wurden in vielen Gemeinden bereitgestellt.

Man lässt sich in Israel also nicht wieder vom Schneesturm überraschen, wie im letzten Jahr. Trotz der Gefahren gibt es auch viele, besonders Kinder, die sich auf den Schneefall freuen.

Schnee fällt in Jerusalem nur selten an mehr als einem Tag. Aber weil die Stadt 800 Meter hoch in den Bergen liegt, werden regelmässig auch Kettenfahrzeuge wie Truppentransporter der Armee bereitgestellt, um die abgeschnittene Stadt von der Küste aus erreichen zu können.

Die USA haben derweil wegen des bevorstehenden Wintersturms eine offizielle Reisewarnung für Israel ausgegeben, die laut Meteorologen von Mittwochabend bis Donnerstagmittag andauern soll. Reisende sollten die Wettervorhersagen beobachten und vorausplanen, denn bei einem Sturm im Dezember 2013 seien einige Strassen gesperrt worden und Autofahrer stecken geblieben. Schon geringe Schneemengen könnten das Autofahren gefährlich machen. Autofahrer sollten für einen vollen Tank sorgen und ins Auto warme Winterkleidung, Stiefel, eine Schaufel und Notnahrung packen, für den Fall, dass sie steckenbleiben. In der Warnung heisst es: „Falls Sie feststecken, sollten Sie im Auto sitzen bleiben, und die Polizei um Hilfe bitten und weitere Anweisungen abwarten.“

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Tourismus

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