Im Sommer 2014, die Gaza-Offensive war schon beendet, schrieb der ehemalige AP-Korrespondent Mathi Friedman in der jüdischen Zeitschrift Tablet einen aufsehenerregenden Artikel. Er berichtet darin über seine Arbeit bei der Associated Press (AP) und bestätigt, was eigentlich schon jeder wusste: Die ausländische Presse berichtet systematisch in verzerrender Weise über den israelischpalästinensischen Konflikt.
Die Enthüllungen beginnen mit dem Beispiel eines Artikels der Zeitschrift The New Yorker. Darin steht jeweils ein einzelner Satz über Nigeria und die Ukraine, ferner vier Sätze über die barbarischen IS-Morde, und der übrige Platz, immerhin 30 Sätze, widmet sich Israel. Dieser übertriebene Fokus auf Israel wird von vielen, auch von Friedman, als „feindselige Obsession mit den Juden“ beschrieben.
In einem Folgeartikel in der Zeitschrift The Atlantic schreibt Friedman über seine Erfahrungen in sozialen Kreisen von UN-Angestellten, ausländischen humanitären Helfern und Journalisten. Dort sei die „Abneigung gegen Israel ein akzeptiertes Vorurteil und die Eintrittskarte“ in jene Kreise.
Tausende ausländische Journalisten stürzen sich auf den jüdischen Staat und werden dabei von negativen Vorurteilen geleitet. Das hat dazu geführt, dass die Berichterstattung der Leitmedien „zum grössten Teil Fiktion“ ist, die jedoch wiederum dazu führt, dass erlernte Sichtweisen sich selbst verstärken. (ih)
Kategorien:Nahost
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