Siegel von König Hiskija entdeckt


seal_hiskiaIn einer Zeit, in der Israels historisches und biblisches Existenzrecht in der Welt immer häufiger verleugnet wird, ist der Fund eines Siegels von grosser Bedeutung. Das Siegel von Hiskija, dem biblischen König von Judas, ist ein sensationeller Beweis, dass die Bibel doch Recht hat.

Israelische Archäologen der Hebräischen Universität in Jerusalem haben auf diesem Siegel den Namen Hiskijas, König von Juda, entziffert. Das Fundstück wurde bei Ausgrabungen südlich des Tempelplatzes im königlichen Stadtbereich Jerusalems entdeckt. „Es ist das erste Mal, dass ein königliches Siegel vor Ort entdeckt worden ist“, sagte die Leiterin der Ausgrabung, Eilat Masar.

Das Siegel wurde bereits vor sechs Jahren gefunden, doch damals sahen die Forscher keine Bedeutung im Fund. Erst vor wenigen Monaten hat der Archäologe Reut Ben Arje die Inschrift entziffert. Als in den 1990er Jahre zahlreiche Siegel mit dem Namen Hiskija auf Israels Antiquitätenmarkt auftauchten, wurde die Echtheit dieser damals sehr bezweifelt. „Keiner dieser Siegel stammte von archäologischen Ausgrabungen. Aber nun bestätigt der jüngste Fund die Echtheit der anderen Siegel“, erklärte Masar.

Auf dem Siegel finden sich neben dem Königsnamen ägyptische Motive: Eine geflügelte Sonnenscheibe und ein Anch-Kreuz, das Symbol für Leben. Ägyptische Symbole seien damals in der Region verbreitet gewesen und hätten eine spezifische Bedeutung erhalten. Die Sonnenscheibe bezeichne den allmächtigen Gott, die Flügel seien Ausdruck für den Schutz Gottes, meint Masar. Es stehe zu vermuten, dass Hiskija das Lebenssymbol nach seiner lebensgefährlichen Krankheit, die in 2. Könige 20 beschrieben ist, eingeführt hat. Ägyptische Symbole waren in der Region nicht selten. Hiskija

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin, der von der Sensationsmeldung Wind bekam, bestand darauf, nach der Arbeit sofort zum Ausgrabungsplatz zum so genannten Davids Palast zu fahren, um dort die Archäologen zu treffen. Er wollte unbedingt mit den Archäologen darüber reden. „Ihr seid ein wirklich geduldige und aussergewöhnliche Gruppe von Menschen, die uns die Möglichkeit gibt, unsere Gefühle mit der Geschichte Israels und der ewigen Hauptstadt Jerusalems zu verbinden“, lobte Rivlin die Archäologen.

Hiskija regierte von etwa 727 bis 698 vor der Zeit. als König von Juda. In der Bibel wird Hiskija als ein treuer Gottesmann dargestellt, in dessen Zeit die Assyrer das Nordreich Israel eroberten. Deswegen verstärkte König Hiskija die Jerusalemer Stadtmauern, denn sein Königreich war ebenso in Gefahr (2. Könige 18). So grub er einen 500 Meter langen Tunnel, um damit das Wasser von der naheliegenden Gichon-Quelle in den innerhalb der Stadt gelegenen Teich Schiloach umzuleiten. Dies sollte im Notfall eine Wasserversorgung der Stadtbewohnern Jerusalems garantieren, sollten die Assyrer Jerusalem belagern.

Der Tunnel wurde im 19. Jahrhundert mitsamt einer Inschrift über die Grabungsarbeiten entdeckt. Heute ist der sogenannte „Hiskija -Tunnel“ für Touristen zugänglich.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Wissenschaft

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