Kampf gegen virtuelle Kriminalität


cyberabwehr

Raum der Cyberabwehr der Armee: Israel hat unterschiedliche Massnahmen für den Kampf gegen virtuelle Angriffe getroffen

Eine deutsche und eine israelische Delegation haben sich erstmals im Auswärtigen Amt getroffen, um über ihre gemeinsame Cybersicherheit zu beraten. Deutschland bestätigte produktive Gespräche. Bei einem weltweiten Cyberangriff blieb Israels Infrastruktur weitgehend unbeschädigt.

Erstmals haben sich im Auswärtigen Amt eine israelische und eine deutsche Delegation zu einem Dialog über Fragen der Cybersicherheit und Cyberaussenpolitik getroffen. Im Zentrum der Beratungen am Donnerstag stand eine Vorstellung der virtuellen Sicherheitsarchitekturen beider Staaten. Zudem ging es um einen umfassenden Informations- und Meinungsaustausch über aktuelle Fragen und Entwicklungen in der Cyberdiplomatie und in der internationalen Cyberpolitik.

Wie das israelische Aussenministerium mitteilte, betonten beide Delegationen gemeinsam: „Angesichts der Vielzahl und Intensität der Gefährdungen, die unsere Staaten aus dem Cyberraum erfahren, ist eine enge Zusammenarbeit im Interesse der nationalen Sicherheit unserer Staaten und vor allem des Schutzes ihrer kritischen Infrastrukturen von höchster Bedeutung.“

Auswärtiges Amt: „Gespräche sehr produktiv“

Israel und Deutschland arbeiteten bereits eng bei der Stärkung nationaler und internationaler Cybersicherheit zusammen, hiess es in der Mitteilung weiter. „Im Rahmen unseres offenen und gewinnbringenden Dialogs haben wir weitere Bereiche bestimmt, in denen wir unsere bilaterale Zusammenarbeit vertiefen werden.“ Dazu gehörten auch die Chancen, die sich auf beiden Märkten für Sicherheitslösungen bieten, die in Israel und Deutschland entwickelt wurden.

Details aus den Beratungen wurden bislang noch nicht veröffentlicht. Das Auswärtige Amt bestätigte gegenüber Israelnetz jedoch: „Die Gespräche verliefen sehr produktiv.“ Die Delegationen haben sich darauf geeinigt, den Dialog fortzusetzen.

Neue Art der Bedrohung

Israel ist ein Vorreiter bei der Bekämpfung virtueller Kriminalität. Von einer aktuellen weltweiten Cyberattacke auf 200.000 Computer sei Israels lebenswichtige Infrastruktur nicht betroffen, erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag in der wöchentlichen Kabinettssitzung. Die anderen Angriffe seien bis jetzt nur geringfügig, aber das könne sich auch noch ändern, sagte der Premier. Mit dem Blick „auf eine neue Bedrohung“ habe Israel bereits vor einigen Jahren ein Verteidigungsnetzwerk gegen Cyberangriffe sowie eine Behörde für Nationale Cyberabwehr etabliert.

An israelische Bürger und Firmen gerichtet sagte Netanjahu: „Folgen Sie den Anweisungen der Behörde für Nationale Cyberabwehr. Es wird noch viele Entwicklungen geben und wir müssen weitere Ressourcen investieren, um sicherzustellen, dass der Staat Israel, sowohl der Verteidigungs- als auch zivile Sektor, die notwendigen Massnahmen gegen diese neue Art der Bedrohung ergreifen kann.“ (in)

Foto: Israelische Armee (IDF)



Kategorien:Sicherheit

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: