Der deutsche Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) hat bei seinem Antrittsbesuch in Israel einen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus angemahnt. “Deutschland trägt die Verantwortung für das grausamste Verbrechen der Menschheitsgeschichte”, sagte Maas am Sonntag bei einem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. “Die Schoah bleibt uns Mahnung und Auftrag, weltweit für Menschenrechte und Toleranz einzutreten. Jeder Form von Antisemitismus und von Rassismus müssen wir uns entschieden entgegenstellen – überall und jeden Tag.”

Aussenminister Heiko Maas und Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. (dpa)
Der SPD-Politiker unterstrich, im 70. Jahr der Staatsgründung Israels werde das – wie er formulierte – Wunder der Freundschaft beider Länder ganz besonders ins Bewusstsein gerufen. In der Halle der Erinnerung legte Maas einen Kranz für die sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden nieder.
Mit Blick auf das deutsch-israelische Verhältnis sprach Maas vom “Wunder unserer Freundschaft”. Bereits vor seinem Abflug hatte der Minister die engen bilateralen Beziehungen hervorgehoben. Die Freundschaft mit Israel sei ein “grosses Geschenk”, erklärte Maas. “Die Verantwortung für und die Solidarität mit dem jüdischen und demokratischen Staat Israel, einzutreten für seine Sicherheit und gegen Antisemitismus – das steht im Zentrum unseres aussenpolitischen Koordinatensystems.”
Am Sonntag traf Maas den israelischen Präsidenten Reuven Rivlin. Auf dem Programm seiner zweitägigen Reise nach Israel und in die Palästinensergebiete stehen außerdem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.
Kategorien:Politik

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