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  • Google wegen Street View in der Schweiz und in Israel unter Druck

    Der US-Suchmaschinengigant Google steht wegen seines Straßenkartendienstes derzeit sowohl in der Schweizer auch als auch in Israel unter Druck, wie die Nachrichtenagentur AP meldet.

    In der Schweiz soll noch in dieser Woche eine Anhörung erfolgen, ob der Service in der Schweiz legal ist, oder Persönlichkeitsrechte verletzt. Google-Manager Peter Fleischer zeigt sich zuversichtlich, dass Google die strikten Auflagen der Schweizer Behörden mit seinem Service erfüllen kann und rechnet daher mit einem grünen Licht von Seiten der Gerichte.

    Der Schweizer Datenschützer Hanspeter Thuer hat hingegen gefordert, dass Google auch die Gesichter auf den geschossenen Fotos unkenntlich machen muss. Ein Gericht in Bern will sich am Donnerstag die Argumente der beiden Seiten anhören und zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob Google Street in der Schweiz zulässig ist.

    Auch in Israel zieht Google Street View Sicherheitsbedenken auf sich. In Israel fürchtet man, dass Terroristen die 3D-Kartentechnik dazu nutzen könnten, um Anschläge auf beliebte Plätze oder Politik zu planen, heisst es. Dennoch will Israel den Service grundsätzlich zulassen, da die Vorteile überwiegen würden, heisst es. Israelische Experten sollen gemeinsam mit Google daran arbeiten, um die Sicherheit von Google Street View zu gewährleisten, so dass der Dienste keine Persönlichkeitsrechte verletze, heisst es.

  • Iranische Kriegsschiffe im Suez-Kanal

    Zwei Kriegsschiffe des Iran sind zurzeit Richtung Mittelmeer unterwegs. Israel ist über die Fahrt äusserst besorgt.
    Heute Morgen sind zwei iranische Kriegsschiffe in den Suez-Kanal eingefahren. Die Schiffe seien auf dem Weg ins Mittelmeer um 5.45 Uhr (Ortszeit; 4.45 Uhr MEZ) eingefahren, sagte ein Mitarbeiter der Suez-Kanal-Behörde der Nachrichtenagentur AFP. Es ist das erste Mal seit der islamischen Revolution im Iran 1979, dass Kriegsschiffe des Landes den Kanal passieren, der durch Ägypten hindurch das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet.
    Zwei Kriegsschiffe des Iran sind am Dienstag nach ägyptischen Angaben in den Suez-Kanal gefahren. Seit dem frühen Morgen seien eine Fregatte und ein Versorgungsschiff Richtung Mittelmeer unterwegs, teilte ein Vertreter der Kanalverwaltung der Nachrichtenagentur Reuters mit.
    Israel hat sich äusserst besorgt wegen der Fahrt der iranischen Kriegsschiffe gezeigt, der ersten seit dem Sieg der islamischen Revolution in dem Land 1979. Der rechtsgerichtete israelische Aussenminister Avigdor Lieberman hatte vergangene Woche gar von einer Provokation Irans gesprochen.
    Aus iranischen Behördenkreisen hiess es, die Schiffe seien für eine Übung auf dem Weg nach Syrien. Ägypten erlaubte zuvor nach Berichten staatlicher Medien den Schiffen die Passage, nachdem iranische Diplomaten versichert hatten, dass an Bord der Schiffe weder Waffen noch radioaktives Material noch Chemikalien seien.
    Nach Angaben der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars handelt es sich bei den beiden Schiffen um ein Versorgungsschiff und eine Fregatte. Die Durchfahrt durch den Suez-Kanal dauert in der Regel zwischen 12 und 14 Stunden.
    Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman hatte vergangene Woche bereits auf die anstehende Durchfahrt der iranischen Kriegsschiffe aufmerksam gemacht und dies als Provokation verurteilt.

  • BGU-Forscher entwickeln neue Calcium-Ergänzung

    Wissenschaftler der Ben-Gurion-Universität in Be’er Sheva (BGU) haben eine neuartige Technologie entwickelt, die eine ansonsten instabile Form von Calciumcarbonat stabilisieren kann. Bedient haben sie sich dafür bei Schalentieren.
    Laut einer aktuellen Studie, die im Journal of Bone and Mineral Research veröffentlicht wurde, besteht der so gewonnene Mineralstoff ACC (Amorphes Calciumcarbonat) aus instabilen, Nano-grossen Partikeln. Mehrere Arten von Schalentieren, insbesondere Flusskrebse, sind in der Lage, den Stoff so zu stabilisieren, dass sie grosse Mengen an Calcium effizient speichern und schnell wiederverwenden können.
    Inspiriert von dem natürlichen Prozess bei den Schalentieren haben die israelischen Forscher den synthetischen ACC-Bestandteil gegenüber anderen gängigen Calciumergänzungen getestet und sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Absorbierungs- und Speicherungsraten im Blut um 40% und in den Knochen um 30% höher lagen als bei anderen Calciumquellen. Dies wirkt sich positiv auf die Dosierung, die Nebenwirkungen und die Verträglichkeit des Nahrungsergänzungsmittels aus.
    Dr. Amir Berman vom Ilse Katz Institute für Nanoscale Science and Technology an der BGU, der mit an der Forschung beteiligt war, teilt mit: „Da die meisten Erwachsenen ihren täglichen Calciumbedarf heute mit Ergänzungen decken, wird diese neue Form sich als substantiell zuträglicher erweisen.“…

  • Israelische Studie: Mobilfunkstrahlung nicht krebserregend

    Dass die von Mobiltelefonen ausgehende Strahlung eine Ursache für Krebserkrankungen sein könnte, ist eine international weit verbreitete Sorge. Ein vom israelischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene Studie sorgt nun für Entwarnung.

    Dr. Micha Barhana, der im Ministerium für die Registrierung von Krebskrankheiten zuständig ist, hat bei seiner Forschung Daten von 6000 Gliomen (Hirn-eigene Tumoren) gesammelt, die sich aus dem das Nervensystem im Gerhin umgebenden Material entwickeln. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass die Rate der Tumoren in den letzten beiden Jahrzehnten, in denen es zu der rasanten Verbreitung von Mobiltelefonen gekommen ist, rückläufig war. Gerade die Gliome sind es aber nun, die bislang mit den Mobilfunkstrahlen in Zusammenhang gebracht wurden.

    Barhana betont, er wolle aus den Ergebnissen seiner Studie nicht den Schluss ziehen, dass die Strahlung gut für die Gesundheit sei; den Empfehlungen und Warnung hinsichtlich ihrer krebsfördernden Wirkung fehle jedoch jegliche wissenschaftliche Basis…

  • Naveh: Wir brauchen mehr Glauben an Gott

    Israels Vize-Generalstabschef Yair Naveh hat am Sonntag während eines Besuchs der Tzrifin Armeebasis bekräftigt, dass die israelische Armee mehr Glauben an Gott brauche als Glauben in seine Flugzeuge und Panzer. Naveh besuchte in Begleitung der beiden israelischen Oberrabbiner Jona Metzger und Shlomo Amar den obersten Militärrabbiner. Der Vize-Generalstabschef ist der Meinung, die aktuellen Entwicklungen in der arabischen Welt seien „von oben geführt“. Israel sei ein Land wie eine Insel inmitten eines Sturmes im Nahen Osten, der selbst von Geheimdienstlern so nicht vorhergesagt werden konnte, obwohl diese gute Arbeit leisten, liess er verlauten. „Wir wissen nicht, wohin es führt, aber es ist klar für uns, dass es eine Hand von oben gibt.“ Naveh erklärte, die israelische Armee sei eine jüdische Armee, eine Armee von Gläubigen, und lobte die Tatsache, dass sich in den letzten Jahren mehr und mehr Religiöse als Soldaten verpflichtet haben.

  • Gilad Schalit: 1.700 Tage in Gefangenschaft

    „Genug Gerede, genug Erklärungen, genug Versprechungen, genug ist genug“ rief Aviva Schalit, die Mutter des im Juni 2006 entführten Soldaten Gilad Schalit in ihrer emotionalen Rede: Vor genau 1700 Tagen wurde der heute 24-jährige Soldat an der Grenze zum Gazastreifen von der Hamas gefangen genommen und verschleppt. Seither wird er gegen die Forderung der Freilassung von mehr als 1000 in Israel inhaftierten Palästinensern festgehalten. Hunderte Menschen versammelten sich am Samstagabend vor dem Haus des Premierministers Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Das einzige, was im Fall Gilad Schalit bisher passiert sei, sind „Gespräche“, so die verzweifelte Mutter über die festgefahrenen Verhandlungen. Sie sieht die Schuld bei der Regierung, die in den vergangenen Jahren nichts erreicht hat. „Wir appellieren an Benjamin Netanjahu, der hinter den verdunkelten Fenstern seines Hauses sitzt, doch er gibt uns keine Antwort“, fuhr sie fort. Seit vielen Monaten verharren die Eltern des jungen Soldaten mit Helfern in einem Zelt vor der Residenz des Ministers und zählen die Tage.
    An der Kundgebung nahmen laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ unter anderem auch Landwirtschaftsministerin Orit Noked, der frühere Leiter des Inlandsgeheimdienstes Schabak, Carmi Gillon, und der Schriftsteller Meir Schalev teil. Noked betonte in ihrer Ansprache: „Alle, die sich hier sorgen, müssen mit ihrem Aufruf weitermachen und ihr Bestes geben, um die Öffentlichkeit daran zu erinnern, dass Gilad immer noch nicht hier ist. Um daran zu erinnern, dass viele Minister, mich eingeschlossen, bereit dazu sind, den hohen Preis zu bezahlen und Terroristen mit Blut an den Händen freizulassen, damit wir unsere menschlichen, nationalen und moralischen Verpflichtungen gegenüber diesem Soldaten erfüllen, den wir in den Kampf geschickt haben.“
    Ex-Schabak-Leiter Gillon kritisierte die Politik der Regierung in dieser Angelegenheit: „Der Stadt Israel ist heute dazu in der Lage, wie bereits in der Vergangenheit mit der Freilassung von Terroristen umzugehen. Gott stehe uns bei, wenn wir es nicht tun.“
    Laut Shimshon Libman, dem Leiter der Kampagne für das Leben des Soldaten, ist die Lage ein Armutszeugnis für die israelische Regierung. 1700 Tage, in denen die Eltern gelitten haben, ihren Sohn vermissten, immer in der Hoffnung, ihn irgendwann sicher und heil nach Hause zurückholen zu können.

  • Und der Oscar geht an…

    Bei der 83. Oscarverleihung, die am 27. Februar im Kodak Theater in Hollywood stattfinden wird, sind in diesem Jahr besonders viele jüdische Schauspieler und Filme nominiert. Drei der Nominierungen für „Bester Film“ gingen an jüdische Produzenten, die jüdisch-amerikanische Schauspielerin Natalie Portman könnte den begehrten Preis für die beste weibliche Hautrolle in „Black Swan“ (dt. „Der schwarze Schwan“, siehe Bild) ergattern und Jesse Eisenberg, der die Hauptrolle im Film über das soziale Netzwerk „Facebook“ („The Social Network“) spielt, ist für den Oscar als „Bester Schauspieler“ nominiert. Der Film, der die Geschichte des jüdischen Facebook-Erfinders Mark Zuckerberg erzählt, bekam insgesamt acht Nominierungen. Die Neuverfilmung des Westernfilms „Der Marshall“ mit John Wayne aus dem Jahre 1968 heisst „True Grit“ (wörtlich übersetzt „Echter Schneid“) und stammt von den jüdischen Regisseuren Ethan und Joel Cohen. Der Streifen bekam gleich zehn Oscar-Nominierungen.

    Der israelische Kurzfilm „Strangers no more“ (dt. „Keine Fremden mehr“) spielt im Herzen von Tel Aviv in einer aussergewöhnlichen Schule, wo Kinder aus 48 verschiedenen Ländern und sozialen Umständen gemeinsam lernen und aufwachsen. Viele der Schüler in der Bialik-Rogozin-Schule mussten schon im Kleinkindalter vor grosser Armut, Not und Genozid fliehen. Der Film der jüdischen Produzenten Karen Goodman und Kirk Simon ist in der Kategorie „Bester Dokumentar-Kurzfilm“ nominiert und zeigt, wie die Kinder und ihre Familien das tägliche Leben in Israel gemeinsam meistern.

  • Hisbollah droht mit Invasion Galiläas

    Bei einem erneuten Krieg zwischen Israel und Libanon werde die terroristische Hisbollah-Miliz den Norden Israels einnehmen, so drohte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in einer Rede anlässlich einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der Todesopfer aus vergangen Konflikten mit Israel. „Ich rufe die Kämpfer des islamischen Widerstands auf: Macht euch bereit für den Tag, an dem Libanon ein Krieg aufgezwungen wird, eure Führer werden euch auftragen, Galiläa einzunehmen!“ Es wäre durchaus möglich, dass die von den USA ausgestattete libanesische Armee die Hisbollah-Armee im nächsten Krieg gegen Israel unterstützt, da die Hisbollah jetzt die politische Kontrolle über das Land hat. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte in einer Stellungnahme, Nasrallah wäre ein Narr, wenn er versuchen würde, den Norden Israels zu besetzen. „Nasrallah sagt, er würde Galiläa einnehmen. Lasst ihm gesagt sein: das wird er nicht“, konterte Netanjahu. „Wir haben eine starke Armee. Wir streben nach Frieden mit all unseren Nachbarn, doch unsere Armee ist darauf vorbereitet, Israel gegen alle seine Feinde zu verteidigen.“

  • Im Dienste des Staates

    Im Jahre 1952 wurden zehn irakischstämmige Juden als Agenten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin-Bet in palästinensische Dörfer geschleust, um dort arabische Identitäten anzunehmen und die Palästinenser zu bespitzeln. Es ging um die Frage, wie sich die Araber im Land im Falle eines Krieges verhalten würden und ob Gefahr drohe. Ihre wahren Identitäten wurden streng geheim gehalten, die meisten der Männer heirateten sogar und gründeten eine Familie. Man stelle sich vor, eine Frau erfährt, dass ihr Mann nicht der ist, für den sie ihn hält. Er ist kein Araber, er ist Jude und wurde in ihr Dorf geschickt, um es auszuspionieren. Das könnte auch gut das Drehbuch eines neuen Agenten-Filmes sein. Dies war jedoch die Realität für einige arabische Frauen im Jahr 1964, als sie über alles aufgeklärt wurden. Shmuel Moriah war der Leiter der Shin-Bet-Aktion in den Fünfzigern. Er kam nach Israel aus dem Irak und hatte bereits Erfahrung gesammelt, Juden nach Israel zu schmuggeln. Als die Frauen nach 12 Jahren eingeweiht wurden, sind viele von ihnen zum Judentum konvertiert.

  • Neue Internetseite ermöglicht Fragen an israelische Reservisten

    Eine Gruppe israelischer Veteranen hat eine Internetseite ins Leben gerufen, auf der Interessierte aus aller Welt ehemaligen israelischen Soldaten persönliche Fragen zum Dienst in der Armee und zum Leben in Israel stellen können. Anlass für die Initiatoren war nach ihren eigenen Angaben die negative Art und Weise, auf die israelische Militärangehörige in den Medien und im Internet oftmals dargestellt würden.
    „Der Aufbau dieser persönlichen Verbindungen ist der einzige Weg, um mit diesen Missverständnissen über uns aufzuräumen“, zitiert die Tageszeitung „Jerusalem Post“ Daniel Nisman, einen der Initiatoren. Der 24-Jährige erklärt weiter: „Die Existenz dieser Seite zeigt, dass wir nichts zu verbergen haben. Wir würden niemals eine Internetseite wie diese von Hamas-Angriffskommandos sehen.“
    Die Gründer hoffen, das sich zur Beantwortung der Fragen weitere Freiwillige aus verschiedenen Bereichen der Armee melden. Bislang können acht ehemalige Soldaten auf http://www.friendasoldier.org per E-Mail befragt werden.