Autoren-Archive

  • Israel plant Mahnmal für sowjetischen Sieg über Nazis

    Ein Mahnmal in der israelischen Küstenstadt Netanja soll zukünftig an den Sieg der Roten Armee über Nazi-Deutschland erinnern. Nun hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ein israelisch-russisches Gremium eingesetzt, das Vorschläge für die Gestaltung des Bauwerks sichten soll.
    Das Mahnmal „wird die grosse Wertschätzung ausdrücken, die wir gegenüber dem russischen Volk empfinden, das so tapfer gegen die Nazis gekämpft und eine entscheidende Rolle beim Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg gespielt hat“, sagte Netanjahu laut der „Jerusalem Post“. „Viele jüdische Veteranen der Roten Armee leben gegenwärtig unter uns, hier in Israel. Das Mahnmal an der Küste von Netanja wird auch ihren Beitrag und ihr Heldentum symbolisieren.“
    Die Pläne für die Gedenkstätte hatte Netanjahu im Februar bei einem Treffen mit dem russischen Regierungschef Wladimir Putin in Moskau angekündigt. Er sprach dort von einer Geste zum 65. Jahrestag des Sieges über das Dritte Reich in diesem Jahr.

  • Vertreter der Stadtverwaltung erfahren Jerusalem im Rollstuhl

    Eine ungewohnte Perspektive haben 20 Mitarbeiter der Jerusalemer Stadtverwaltung am Donnerstag erlebt: Sie bewegten sich mit Rollstühlen durch die Stadt und erfuhren, mit welchen Hindernissen die behinderten Verkehrsteilnehmer zurechtkommen müssen.
    Die Vereinigung „Bema´aglei Zedek“ (Kreise der Gerechtigkeit) hat ähnliche Touren schon für Studenten oder Soldaten organisiert. „Aber es ist das erste Mal, dass wir eine Rundfahrt für Menschen anbieten, die etwas Großes und Systematisches tun können“, sagte die Vorsitzende Dyonna Ginsburg der „Jerusalem Post“. „Sie befassen sich Tag für Tag mit diesen Angelegenheiten, aber wir wollen den Menschen eine emotionale Erfahrung verschaffen.“ 90 Prozent des öffentlichen Raumes in Jerusalem seien für Behinderte nicht zugänglich.

  • Diese Woche in der Geschichte: Elieser Ben Jehuda und die Wiederbelebung der hebräischen Sprache

    Der Prozess der Wiederbelebung der hebräischen Sprache begann am 13. Oktober 1881, als Elieser Ben-Jehuda und seine Freunde sich einigten, untereinander nur noch Hebräisch zu sprechen. Daraus resultierte dass diese Sprache die als Muttersprache seit dem 2. Jh. der Zeitrechnung nicht mehr gesprochen worden war, wieder zur nationalen Sprache des jüdischen Voilkes wurde. Hebräisch wurde von den Juden über die Jahrhunderte hinweg nur bei den Gebeten und zum Lernen der heiligen Bücher genutzt, jedoch nicht als Umgangssprache.

  • Ausschreibung für 238 Wohnungen in den jüdischen Siedlungen Ramot und Pisgar-Seev

    Das Wohnungsbauministerium habe die Ausschreibung für 238 Wohnungen in den jüdischen Siedlungen Ramot und Pisgar-Seev veröffentlicht, berichtete das israelische Radio am Freitag.
    Am 26. September war ein Moratorium für den Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland ausgelaufen. Der Siedlungsstopp bezog sich zwar nicht auf Ost-Jerusalem. Die israelische Regierung hatte in den vergangenen Monaten aber dennoch Ausschreibungen für dortige Bauprojekte vermieden.

  • Lieberman in Deutschland

    Israels Aussenminister Lieberman traf sich in Berlin mit seinem deutschen Amtskollegen, Guido Westerwelle. Das Gespräch dauerte zweieinhalb Stunden. Lieberman gab bekannt, dass er entschied im nächsten Jahr ein israelisches Konsulat in München eröffnen will. Die beiden Minister einigten sich, Arbeitsgruppen ins Leben zu rufen, die die Kooperation zwischen den beiden Ländern insbesondere für die junge Generation ausbauen sollen. Lieberman lud Westerwelle auch zu einem Besuch in Israel ein, worauf letzterer versprach bald kommen zu wolle. Auf seiner Reise durch Deutschland und Tschechien betonte Lieberman, dass Israel den Palästinensern immer wieder mit Gesten guten Willens entgegenkam, nun aber sei es an der Zeit, dass auch die Palästinenser ihren Willen zum Frieden mit Israel zeigen, indem sie z.B. Israel als Judenstaat anerkennen.

  • Loge von Herodes freigelegt

    Archäologen der Hebräischen Universität haben bei Ausgrabungen am Theater von König Herodes (Herodium) südlich von Jerusalem die königliche Loge freigelegt. Sie ist ein weiteres Zeugnis des luxuriösen Lebensstils, dem der berühmte König von Judäa frönte.

    Das Theater wurde 2008/09 entdeckt. Es liegt auf dem Weg zu Herodes‘ Mausoleum, dessen Freilegung im Jahr 2007 internationale Aufmerksamkeit erzielte. Das reich dekorierte, eher kleine Theater wurde um 15 v.d.Z. erbaut, da Marcus Agrippa, der zweithöchste Mann in der Hierarchie des Römischen Reiches, Judäa besuchte. Dies berichtet Ausgrabungsleiter Prof. Ehud Netzer.

  • Wie lange wird Barak noch in Koalition bleiben

    Ehud Barak will mit seiner Arbeiterpartei noch einige Monate in der Regierungskoalition bleiben, um in dieser Zeit US-Präsident Barack Obama die Chance zu geben, die israelisch-palästinensischen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Die Arbeiterpartei fordert von Netanjahu mehr Zugeständnisse gegenüber den Palästinensern. Von den 74 Abgeordneten in Netanjahus Regierungskoalition sind 13 aus der Arbeiterpartei. Wenn diese ausscheiden würden, hätte Netanjahu noch 61 Abgeordnete. Um weiter regieren zu können, braucht er mindestens 60.

  • 270.000 Touristen im September nach Israel

    270.000 Touristen besuchten entsprechend letzter Angaben des Zentralen Statistikbüros Israels im September 2010 das Heilige Land, 11 % mehr als im September 2009 und 2 % mehr als 2008. Seit Jahresbeginn kamen fast 2,5 Millionen Touristen nach Israel. Das ist ein Anstieg um 27 % gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Zwei Millionen der Touristen übernachteten mindestens eine Nacht in Israel. Auch hier konnte ein Anstieg um 22 % gegenüber 2009 verzeichnet werden. 22.300 Personen besuchten Israel per Kreuzfahrtschiff. Das Tourismusministerium wird seine Herbst-Winter-Werbekampagnen weiterführen und investiert dafür bis zum Jahresende, vor allem in die Hauptländer, aus denen die Touristen nach Israel kommen, 14 Mio. Euro. Diese Länder sind USA, Russland, Deutschland, Frankreich, England und Skandinavien.

  • Palästinenser wiesen Israels Angebot zurück

    Die palästinensische Autonomiebehörde wies Israels Angebot zurück, dass der Baustopp jüdischer Siedlungen erneuert wird, wenn die Palästinenser Israel als Judenstaat anerkennen. Netanjahu sagte vor der Knesset, dass, wenn die Palästinenser in keinem Punkt, der für Israel wichtig ist, nachgeben können, auch Israel nicht auf ihre Forderungen eingehen darf und kann. Der PA-Hauptunterhändler Saeb Erekat wies das Angebot sofort zurück und erklärte, dass die Autonomiebehörde „die israelischen Spiele scharf zurückweise. Die rassistischen Forderungen Netanjahus, das Bauen in den Siedlungen aufzugeben, lassen sich nicht mit dem Ziel der Gründung eines Palästinenserstaats vereinbaren.“

  • Generalinspekteur Wieker in Israel

    Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, ist am Dienstag in Israel eingetroffen, wo er sich als Gast des Generalstabschefs der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Generalleutnant Gabi Ashkenazi, zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch aufhalten wird.
    Es ist dies General Wiekers erster Besuch in Israel und einer seiner ersten Auslandsbesuche als Deutschlands ranghöchster Soldat.
    Am Beginn seines Besuchsprogramms steht eine Visite der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Weitere Programmpunkte sind das Abschreiten der Ehrengarde im Hauptquartier der israelischen Armee in Tel Aviv, ein Arbeitstreffen mit Ashkenazi, strategische Beratungen mit dem israelischen Generalstab, ein Treffen mit den nächsten Generalstabschef, Generalmajor Yoav Galant, sowie Besuche des Nordkommandos und der israelischen Luftwaffe.