Autoren-Archive

  • PA fordert Boykott der Jerusalemer Tourismuskonferenz

    In einem Brief an die 30 Teilnehmer der Internationalen Tourismuskonferenz in Jerusalem appellierte die palästinensische Tourismusministerin Khulud Deibes an die Vertreter der Nationen, die Konferenz Ende des Monats zu boykottieren. Die israelische Nachrichtenseite Ynet berichtete am Montag, dass der letzten Freitag verschickte Brief grundsätzlich den Standpunkt vertritt, die offiziellen Repräsentanten der einzelnen Länder würden mit ihrer Teilnahme an der Konferenz das sogenannte „besetzte“ Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Die Veranstaltung wird vom Tourismusministerium und der Jerusalemer Stadtverwaltung organisiert, es sollen verschiedene Aspekte des israelischen Tourismus in Bezug auf die Zukunft des globalen Tourismus und wirtschaftliche Entwicklungen diskutiert werden. Unter anderem sollen Premierminister Benjamin Netanjahu und Tourismusminister Stas Misezhnikov zu den Gästen der Konferenz sprechen. Die palästinensische Ministerin Deibes schrieb desweiteren, dass eine solche Veranstaltung höchst problematisch sei, denn solange der israelisch-palästinensische Konflikt und darüber hinaus der Status von Jerusalem ungeklärt bleiben, sollten sich keine internationalen Vertreter der Länder dort versammeln. Bis jetzt hat noch kein Teilnehmer abgesagt, aber es besteht die Befürchtung, dass die Vertreter mancher Länder dies ausnutzen werden, um sich vom israelisch-arabischen Konflikt zu distanzieren. Misezhnikov zeigte sich enttäuscht von den Boykottversuchen der PA und sagte, dass sie sich damit nur selbst schaden würde. „Tourismus ist doch auch eine Brücke des Friedens, des Dialogs und des Verständnisses zwischen Ländern und Menschen, und finanziell hilft er der PA in gleichem Masse wie auch Israel davon profitiert.“

  • Passage iranischer Kriegsschiffe verschoben

    Die Durchfahrt zweier iranischer Kriegsschiffe durch den Suezkanal ist laut der Kanalbehörde um zwei Tage verschoben worden. Die Schiffe sollten ursprünglich am Montagmorgen starten und am Abend im Mittelmeer ankommen. Ein Vertreter der Kanalbehörde teilte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ am Sonntag mit, die Passage der Fregatte und eines Versorgungsbootes sei um 48 Stunden verschoben worden. Die Schiffe sollen in Syrien vor Anker gehen. Es wäre das erste Mal seit 1979, dass iranische Kriegsschiffe durch den Suezkanal ins Mittelmeer fahren.
    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag betont, sein Land werte die Entsendung der Kriegsschiffe ins Mittelmeer als Versuch des Iran, seinen Einfluss in der Region auszuweiten.

  • Netanjahus Sicherheitsberater zurückgetreten

    Der nationale Sicherheitsberater von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Sonntag seinen Rücktritt eingereicht. Usi Arad erklärte gegenüber dem Regierungschef, er wolle zu einer akademischen Laufbahn zurückkehren.
    Netanjahu lobte Arads Arbeit und bezeichnete ihn als „engen und loyalen Freund“. Noch in der vergangenen Woche hatte er Arad als Nachfolger für Israels Botschafter Ron Prosor in Grossbritannien vorgeschlagen. Allerdings hatte Aussenminister Avigdor Lieberman dies abgelehnt. Als Informationen über Arads mögliche Ernennung zum Botschafter an die Presse drangen, kam es der Tageszeitung „Ha´aretz“ zufolge zu einem „Sturm“ in Netanjahus Büro, da Lieberman sich übergangen gefühlt habe.
    Um den Fall zu klären, sagte Netanjahu am Sonntag geplante Telefongespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premier David Cameron ab. In einer Stellungnahme aus dem Büro des Premierministers hiess es laut dem Bericht, trotz Arads Abtrittserklärung werde Netanjahu versuchen, Lieberman davon zu überzeugen, Arad zum Botschafter in London zu ernennen oder mit einem anderen diplomatischen Posten im Ausland zu betrauen…

  • Schauspieler Verne Troyer in Israel

    Der amerikanische Schauspieler Verne Troyer, bekannt durch seine Rolle als Mini-Me in Austin Powers, hat Israel fünf Tage lang einen Besuch abgestattet. An der Klagemauer steckte auch er einen Gebetszettel in die Ritzen. Der Hollywoodstar ist der neue Präsentator der israelischen Modekette TNT.

  • Armband warnt vor epileptischen Anfällen

    Das israelische Jungunternehmen „EpiLert“ hat ein Armband zur rechtzeitigen Erkennung von epileptischen Anfällen entwickelt. Das Gerät alarmiert automatisch den zuständigen Pflegedienst.
    Immer mehr Menschen leiden an Epilepsie. Vor allem Jugendliche und Menschen ab 65 Jahren sind von der Krankheit betroffen. „EpiLert“ hat nun ein medizinisches Armband entwickelt, das bereits beim Einsetzen der Krämpfe ein Signal an einen Krankenpfleger weiterleitet. In dem Band ist ein Sensor integriert, der die Intensität der Bewegungen erkennt und misst. Das berichtet der israelische Nachrichtendienst „Israel 21c“.
    „Die grösste Herausforderung war die Entwicklung eines Systems, welches zwischen alltäglichen und den einzigartigen Bewegungen eines epileptischen Anfalls unterscheidet“, sagte der Elektronik-Ingenieur Amos Schaham. „Das Entwickeln einer Technologie, die keinen falschen Alarm gibt, war unser Durchbruch.“

  • Ägypten provoziert: Iranische Kreigsschiffe dürfen Suezkanal passieren

    Ägypten zwei iranischen Kriegsschiffen die Durchfahrt durch den Suezkanal ins Mittelmeer genehmigt. Die Schiffe hätten nach iranischen Angaben weder militärische Ausrüstung noch atomare oder chemische Fracht an Bord, teilte das Militär mit. Der Iran hat erklärt, bei den Schiffen handle es sich um eine Fregatte und ein Versorgungsschiff.

    Noch am Donnerstag dementierten die ägyptischen Behörden eine angebliche Passage und meldeten, es stünden auch keine iranischen Schiffe auf der Warteliste. Zur Genehmigung gab es zunächst keine Stellungnahme von israelischer Seite.

    Iran kommt Erzfeind näher

    In Israel geht man davon aus, dass die Fregatte und das Versorgungsschiff für ein Jahr in einem syrischen Hafen stationiert werden sollen. Warum die iranischen Schiffe Übungen im Mittelmeer abhalten sollen, war zunächst nicht klar. Sie kämen damit jedoch dem Erzfeind Israel näher sowie dem verbündeten Syrien und dem Libanon, wo die pro-iranische Hisbollah grossen Einfluss hat.

    Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman warf der internationalen Gemeinschaft vor, nicht bereit zu sein, mit den Provokationen Teherans umzugehen. Iran habe seit der islamischen Revolution 1979 keine Kriegsschiffe mehr durch den Kanal entsandt, meldete die Zeitung «Jedioth Ahronoth».

  • Ägypten öffnet Grenze zum Gazastreifen

    Ägypten hat die streng abgeriegelte Grenze zum palästinensischen Gazastreifen geöffnet. Dies könnte die Sicherheit Israels gefährden. Laut Armeekreisen soll die ägyptische Regierung offenbar auch der Durchfahrt zweier iranischer Kriegsschiffe durch den Suezkanal Richtung Mittelmeer zugestimmt haben. Dies könnte als Provokation Israels gedeutet werden.
    Es handele sich um eine Geste des guten Willens vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan, teilte die Regierung in Kairo mit. Die Grenzöffnung solle in Ägypten „gestrandeten“ Palästinensern die Möglichkeit zur Heimreise geben.
    Es ist jedoch eine Tatsache, dass die Öffnung des Grenzübergangs Rafah den Waffenschmuggel zur Hamas und zu den aufständischen Beduinen im Sinai erleichtert. Die Sinai-Halbinsel dient bis anhin als Pufferzone zwischen Ägypten und Israel.
    Waffenschmuggel zur radikalislamischen Hamas im Gazastreifen sowie die Präsenz bewaffneter Beduinen, des Internationalen Dschihad sowie Al-Kaida nahestehender Gruppierungen bereitete Israel in den vergangenen Jahren grosse Sorgen.
    Der ehemalige ägyptische Präsident Hosni Mubarak hatte deshalb mit Israel an der Blockade des von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifens zusammengearbeitet.

  • US-Veto blockiert UNO-Resolution zu Israels Siedlungsbau

    Die USA haben ihr Veto gegen eine UNO-Resolution eingelegt, die den israelischen Siedlungsbau im Westjordanland und in Ostjerusalem als illegal verurteilt und einen sofortigen Stopp der Baumassnahmen gefordert hätte. Die übrigen 14 Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats stimmten für den Text.
    Die USA können, wie Russland, China, Grossbritannien und Frankreich, jeden Beschluss des Sicherheitsrates mit einer Nicht-Zustimmung verhindern. Das Veto Washingtons dürfte bei arabischen Staaten und Unterstützern der Palästinenser in aller Welt für Verstimmung sorgen
    Die USA kritisieren den Siedlungsbau in den arabischen Gebieten selbst, wollten aber keine einseitig gegen Israel gerichtete Resolution zulassen. Der Sicherheitsrat sei nicht der richtige Ort dafür, beide Parteien müssten vielmehr direkt verhandeln.
    «Die USA waren dem Frieden im Nahen Osten immer verpflichtet», sagte UNO-Botschafterin Susan Rice nach der Abstimmung. «Kein Land hat mehr Kraft und Ressourcen in den Friedensprozess investiert als unseres. Deshalb sollte unser Votum nicht missverstanden werden.»
    In einer gemeinsamen Stimmerklärung von Grossbritannien, Frankreich und Deutschland hiess es, dass die drei Länder dem Entwurf zugestimmt hätten, weil es in weiten Teilen EU-Positionen wiedergebe. Die drei Länder kritisierten aber zugleich, dass die Resolution nur verurteilt hätte. Die Chance zum Brückenbau sei vergeben worden…

  • Ganz Israel wird zu einer riesigen Kunstgalerie

    Bezalel, Israels wichtigste Akademie für Kunst und Design, präsentiert derzeit die grösste Freilicht-Kunstausstellung, die das Land je gesehen hat. Rund 1600 Studenten wirken an dem einzigartigen Projekt mit. Noch bis zum 26. Februar können die Kunstwerke bestaunt werden. Unzählige Reklametafeln wurden über das gesamte Land verteilt. Eine Online-Galerie auf der Webseite der Bezalel-Akademie zeigt, in welcher Stadt und in welcher Strasse die Kunstwerke zu sehen sind. Durch die Ausstellung soll den Israelis bewusst werden, was für eine Arbeit die Kunststudenten leisten. Ausserdem sollen so neue Studenten geworben werden. Das Projekt wird zusammen mit einer Werbeagentur durchgeführt. Es ist die ehrgeizigste und weitreichendste Kampagne, die Bezalel je gestartet hat. Noch nie zuvor waren so viele Studenten mit einem Projekt beschäftigt. Professor Arnon Zuckerman, der Direktor der Bezalel-Akademie, verweist auf das breite Spektrum der präsentierten Werke: „Jeder ist aufgeregt und glücklich, Teil eines solch riesigen Projektes zu sein. Wir sind sehr stolz auf die wundervollen Arbeiten, die unsere Studenten geschaffen haben.“

  • Minister macht sich für neue Siedlerhäuser stark

    In der israelischen Regierung regt sich Widerstand gegen den „stillschweigenden Baustopp“ für jüdische Siedlungen in Judäa und Samaria. Minister Juli Edelstein (Likud-Partei) hat angekündigt, dass er das Thema bei der nächsten Kabinettssitzung am Sonntag zur Sprache bringen will. Ministerpräsident Netanjahu hatte auf Druck der USA einem befristeten Baustopp in den Palästinensergebieten zugestimmt. Dieser Baustopp endete am 26. November. Tatsächlich wurden seither jedoch keine neuen Baumassnahmen in den großen Siedlerstädten genehmigt. Zuständig für die Genehmigung ist Verteidigungsminister Ehud Barak. Dessen Entscheidungen hält sein Kollege Edelstein für nicht nachvollziehbar: „Das kann so nicht weitergehen. Wie sollen wir denn erklären, dass wir beispielsweise in Maale Adumim keine neuen Häuser genehmigen?“, klagte er gegenüber den Medien. Edelstein ist das erste Regierungsmitglied, das zu dieser Frage öffentlich konkret Stellung bezieht. Aber mehrere Minister ließen bereits erkennen, dass sie den „stillschweigenden Baustopp“ ebenfalls nicht mehr hinnehmen wollen.