Autoren-Archive

  • Gewaltsame Unruhen im Westjordanland

    Im Westjordanland ist es am Wochenende zu mehreren gewaltsamen Demonstrationen und Zwischenfällen gekommen. In der Nacht zum Freitag waren bei einer Operation israelischer Sicherheitskräfte in Hebron zwei palästinensische Terroristen getötet worden, die für den Schussangriff von Bnei Naim verantwortlich waren, bei dem vor fünf Monaten fünf israelische Zivilsten ermordet wurden.
    Zentrum der gewaltsamen und illegalen Proteste war Hebron, wo die Beerdigungsprozession für die Terroristen stattfanden. Mehrere Krawallmacher bewarfen die israelischen Sicherheitskräfte mit Steinen und Molotowcocktails.

  • Jericho feiert 10.000 Geburtstag

    Wer gestern Jericho besuchte, konnte etwas spezielles sehen: einen kleinen freigelegten Ausschnitt eines 900 Quadratmeter großen Mosaikfußbodens, der einst den Boden eines Badehauses eines islamischen Palastes zierte. Der Palast war im Jahr 747 n. Chr. durch ein Erdbeben zerstört worden. Das Mosaik soll nur für eine Woche sichtbar sein und wird dann wieder abgedeckt werden, bis finanzielle Mittel gefunden werden, um ein schützendes Dach darüber zu errichten. In Jericho feiert man diese Woche den 10.000 Geburtstag der Stadt, die einen ständigen Touristenstrom erlebt.

  • Peres: Friedensprozess muss weitergehen

    Israels Präsident Shimon Peres hat am Sonntag die Aussenminister Frankreichs und Spaniens, Bernard Kouchner und Miguel Moratinos, empfangen. Bei dem Dreiertreffen unterstrich er abermals, dass die Alternative zum Frieden „schlimm und gefährlich“ sein würde.
    „Die meisten Menschen wollen Frieden, sind aber gleichzeitig skeptisch“, betonte der Präsident. „Wir müssen den Skeptizismus überwinden und den Friedensprozess weitergehen lassen.“
    Die beiden europäischen Gäste äusserten sich zuversichtlich zu den Aussichten eines zukünftigen Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern…

  • Kabinett beschliesst Treueschwur für nichtjüdische Einwanderer

    Nichtjuden müssen in Zukunft bei ihrer Einbürgerung in Israel dem Staat die Treue schwören – das sieht eine Gesetzesänderung vor, der am Sonntag das israelische Kabinett zugestimmt hat.

    Laut der Änderung müssen Nichtjuden bei ihrer Einbürgerung Israel als „jüdischem und demokratischem“ Staat die Treue schwören und versprechen, die Gesetze zu achten.

    Der Abstimmung war eine stundenlange hitzige Debatte vorausgegangen. Premierminister Benjamin Netanjahu hatte darin für die Änderung geworben. „Der Staat Israel ist der Nationalstaat des jüdischen Volkes und ein demokratischer Staat, in dem alle seine Bürger – jüdisch oder nichtjüdisch – die gleichen Rechte haben“, sagte der Premier laut einer Mitteilung seines Büros. Er fügte hinzu: „Es gibt keine andere Demokratie im Nahen Osten. Es gibt keinen anderen jüdischen Staat auf der Welt. Die Kombination dieser zwei hohen Werte bildet die Grundlage unseres nationalen Lebens, wer sich uns anschließen möchte, muss das anerkennen.“
    Zu den Kritikern der Änderung gehört der stellvertretende Premier und Geheimdienstminister Dan Meridor (Likud). Er warnte vor einer „Atmosphäre der Zurückweisung“, die durch das Gesetz geschaffen würde. „Dies ist der Staat des jüdischen Volkes. Das haben wir in unserem Grundgesetz festgehalten. Müssen wir das wirklich wiederholen? Das schafft nur nachträgliche Spannungen“, so Meridor.

  • Lieberman: „Europa soll erst eigene Probleme lösen“

    Die Europäische Union sollte zuerst die Probleme in Europa lösen, bevor sie Israel beibringe, wie man den Nahostkonflikt löst. Diese Ansicht vertrat Israels Aussenminister Avigdor Lieberman am Sonntag bei einem Treffen mit seinem spanischen und französischen Amtskollegen, Miguel Moratinos und Bernard Kouchner. „Ich erwarte nicht, dass Sie alle Probleme der Welt lösen, aber ich erwarte, dass Sie die Probleme in Europa lösen, bevor Sie hierher kommen und uns beibringen, wie wir unsere Probleme lösen sollen. Wenn Sie die Probleme im Kaukasus, auf Zypern, die Konflikte in Serbien und im Kosovo gelöst haben – kommen Sie zu uns. Dann bin ich bereit, Ihren Rat anzunehmen“, sagte Lieberman laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.

  • Syrien: F-35 für Israel – Sicherheitsrisiko für den Nahen Osten

    Syriens Aussenminister Walid Moallem behauptete gestern, dass die Entscheidung Israels, F-35-Stealthkampfflugzeugen für die israelische Luftwaffe zu kaufen, ein schweres Sicherheitsrisiko für die Region darstelle. Man sagte uns, dass Netanjahu eine Verlängerung des Baustopps für zwei weitere Monate bekanntgeben würde, im Austausch für die Garantie, dass diese Angelegenheit nicht mehr auf den Tisch kommt. Jetzt sagt Netanjahu nichts über eine Baustoppverlängerung sondern über eine Bedrohung der arabischen Staaten der Region“, so Moallem. 20 dieser Tarnkappenbomber sollen von Israel für 3 Milliarden Dollar gekauft werden und im Jahr 2016 an Israel übergeben werden.

  • Mörder der vier Israelis getötet

    Israels Sicherheitskräfte spürten in den Bergen Hebrons eine palästinensische Terrorzelle auf, zu der auch die Mörder gehören, die am 31. August vier Juden – das Ehepaar Aimes, die schwangere Kochava Even-Chaim und Avishai Schindler – aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen hatten. Bei der Festnahme kam es zum Schusswechsel, bei dem zwei der Mörder erschossen wurden, nachdem sie sich weigerten sich zu ergeben und das Feuer auf die israelischen Soldaten eröffneten. Weitere sechs Hamas-Terroristen wurden festgenommen. Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad verurteilte Israel wegen dieser Militäroperation und meinte, dass der Tod von palästinensischen Bürgern nicht der Weg zum Frieden zwischen den beiden Seiten sei, genau so wie der Bau von und in Siedlungen.

  • Neuer Botschafter Israels bei der UNO

    Meron Reuven ist zum neuen Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen ernannt worden, er übernimmt das Amt von der 68-jährigen Gabriela Shalev. Meron Reuven wurde in Südafrika geboren, in England erzogen und wanderte mit seiner Familie 1974 nach Israel ein. Er war vorher Israels Botschafter in Kolumbien. Seinen neuen Posten nannte er gegenüber der Jerusalem Post eine Herausforderung, sehr interessant und andererseits auch der Traumposten eines Karrierediplomats. Es brauche seine Zeit, um Brücken zu bauen. Seiner Meinung nach sei alle Technologie der sozialen Medien schön und gut aber persönliche Beziehungen seien unschlagbar.

  • Arabische Liga empfiehlt einseitige Ausrufung eines Palästinenser-Staates

    Die Mitglieder der Arabischen Liga empfahlen den Palästinensern auf ihrer Tagung in Libyen, bei einem Scheitern der Verhandlungen mit Israel einseitig ihren Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 auszurufen. Israels Regierung bezeichnete die Empfehlung wörtlich als „Fata Morgana“, denn sie bezweifelt, dass die UNO und die USA einen einseitig erklärten Palästinenserstaat anerkennen würde. Die Arabische Liga gab den USA einen Monat Frist, durch Verhandlungen den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen, anderweitig würden verschiedene Alternativen erwogen.

  • Schweizerischer Verteidigungsminister: „Mir fehlen die Worte“

    Verteidigungsminister der Schweiz, Ueli Maurer, hat am Sonntag bei seiner Israel-Reise die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht. Während gut einer Stunde schritt Maurer schweigend die Säle des Museums ab. Er erhielt dabei Erklärungen in deutscher Sprache. Offensichtlich betroffen betrachtete Maurer die Platten, auf denen Aufnahmen des Genozids an den Juden zwischen 1939 und 1945 zu sehen sind. In der «Halle der Erinnerung» zündete er die Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust wieder an und legte einen Blumenkranz nieder. «Mir fehlen die Worte», sagte Maurer, als er aus der Halle trat.
    Anschliessend schrieb der Bundesrat in einer kleinen Zeremonie die Worte «Nie wieder!» in das Ehrenbuch des Museums. Maurer war schon mehrfach in Israel gewesen, doch die Yad-Vashem-Gedenkstätte besuchte er zum ersten Mal.