Autoren-Archive

  • Aufruf zum Boykott des Musikfestivals in Eilat

    Israelische linke Aktivisten haben internationale Künstler dazu aufgerufen, das jährliche „International Red Sea Chamber Music Festival“ in Eilat zu boykottieren. Sie sind der Meinung, dass ein solches Festival den Eindruck der Normalität in Israel verleihe, die jedoch nicht bestehe. In einer Email an die Mitglieder des internationalen Orchesters iPalpiti listeten die Israelgegner prominente Künstler auf, die Israel in der Vergangenheit ebenfalls boykottierten. Darunter sind der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu, Regisseur Ken Loach und Gitarrist John Williams. Zu den Mitgliedern, die diese Email unterschrieben haben, gehört auch der israelische Anarchist, Graphikdesigner und extrem links gerichtete Aktivist Yonatan Pollack. Die Organisatoren des Festivals haben erklärt, dass sie das Festival nicht absagen werden. Ein besonderes Musikstück, welches das Orchester aufführen wird, stammt von dem berühmten syrischen Komponisten Kareem Roustom und ist an die jüdische Klezmer-Volksmusik angelehnt.

  • Zu Äusserungen des jordanischen Justizministers

    Das israelische Aussenministerium hat eine Stellungnahme zu jüngsten Äusserungen des neuen jordanischen Justizministers Hussein Mjali veröffentlicht. Mjali hat sich einer Gruppe von Demonstranten angeschlossen und mit ihnen die vorzeitige Entlassung des zu 25 Jahren Haft verurteilten Ahmed Daqamseh gefordert, der 1997 sieben israelische Schülerinnen bei einer Exkursion in Naharayim nahe der israelische-jordanischen Grenze ermordet hatte.

    Hier die Stellungnahme des israelischen Aussenministeriums:

    „Die Berichte in den jordanischen Meiden über Äusserungen des jordanischen Justizministers zum Fall der Mörders von Naharayim wurden in Israel mit Empörung und Schock aufgenommen. Die Schwere dieses Aufrufs ist umso ausgeprägter, als er vom für Gesetz und Gerechtigkeit zuständigen Minister kommt.
    Israel hat Jordanien um Erklärungen gebeten und seine Erwartung deutlich gemacht, dass der verurteilte Mörder die Strafe verbüsst, die die jordanische Justiz ihm auferlegt hat.“

  • Israel kippt Seite auf Facebook

    Die Abteilung für „Soziale Netzwerke“ des israelischen Aussenministeriums hat erfolgreich für die Schliessung der Seite „We hate Israel“ („Wir hassen Israel“) bei dem Internet-Portal Facebook gesorgt.
    Der Leiter der Abteilung mit nur acht Mitarbeitern, Chaim Schocham, sagte, dass 320.000 Teilnehmer bei dieser englischsprachigen Hass-Seite, die zu Gewalt, zur Vernichtung Israels und zu Rassismus aufrief und den Holocaust leugnete, „etwas zuviel waren“. Das Aussenministerium habe sich direkt an die Leitung von Facebook gewandt und argumentiert, dass Facebook selbst keinen Hass und keine Aufrufe zu Gewalt dulde. „Wir haben sie aufgefordert, sich an ihre eigenen Richtlinien zu halten“, sagte Schocham.
    Die Seite sei inzwischen gelöscht und nicht mehr zugänglich. Gleichwohl gebe es im Internet und auch bei Facebook viele andere Seiten in unterschiedlichen Sprachen, die Hass gegen Israel verbreiten. Die Schliessung von „We hate Israel“ möge als Präzedenzfall dienen, hoffte Schocham. Er sagte weiter, dass Israel keine Kampagne gegen Facebook im Allgemeinen führe, sondern um einen „chirurgischen Eingriff“ gebeten habe.

  • Bishara-Gesetz von der Knesset angenommen

    Das israelische Parlament, die Knesset, hat mehrheitlich beschlossen, dem ehemaligen arabischen Abgeordneten Asmi Bishara die Rente zu streichen. Bishara wird vorgeworfen, während des Zweiten Libanonkrieges im Jahr 2006 der Hisbollah im Libanon Informationen zugespielt zu haben, um Israel besser angreifen zu können. Als dies ans Licht kam, flüchtete Bishara aus Israel. Der Likud-Abgeordnete Yariv Levin eröffnete die Sitzung mit den Worten, dass das Mass voll sei und es nicht angehe, dass eine Person, die dabei half, gegen israelische Staatsbürger vorzugehen, nun auch noch vom Staat bezahlt werde. Moshe Matlon von der „Israel Beiteinu“-Partei hat herausgefunden, dass Bishara seit seiner Flucht mehr als eine halbe Million Schekel (etwa 100.000 Euro) an Rentengeldern und anderen Zahlungen erhalten hat. Die arabischen Knessetabgeordneten waren über die Annahme des Gesetzes empört und nannten das Parlament „ein Irrenhaus“. Die Hisbollah bestreitet, Informationen von Bishara erhalten zu haben.

  • Erhöhte Terrorgefahr: Botschaften vorübergehend geschlossen

    Mehrere israelische Botschaften sind nach Terrorwarnungen vorübergehend geschlossen worden. Das Aussenministerium befürchtet Terroranschläge durch die Hisbollah. Anlass ist der dritte Todestag des Hisbollah-Führers Imad Mughniyah. Er war 2008 bei der Explosion einer Autobombe ums Leben gekommen. Obwohl Israel eine Verwicklung in das Attentat bestreitet, macht die islamistische Hisbollah den jüdischen Staat dafür verantwortlich. Das Aussenministerium gab nicht bekannt, welche Botschaften geschlossen wurden. Bereits in der vergangenen Woche waren Israelis im Ausland vor einer erhöhten Terrorgefahr gewarnt worden. Diese Warnung bezog sich auf Ägypten, die Türkei, Aserbaidschan, Georgien, Armenien, die Elfenbeinküste, Mali, Mauretanien und Venezuela. In Tunesien hat die jüdische Gemeinde die örtlichen Sicherheitsbehörden um verstärkten Schutz gebeten. Vor einer Synagoge in der Hauptstadt Tunis hatten sich Muslime versammelt, die antisemitische Parolen brüllten.

  • Am Sinai wird wieder aufgerüstet

    Die Militärs in Kairo wollen weiter Frieden mit Israel. Dennoch wird der jüdische Staat wieder vermehrt in die Sicherung seiner Südgrenze investieren müssen.
    Viel zu holen gibt es auf diesem öden Flecken Erde nicht. Etwas Erdöl, aber viel weniger als etwa in Libyen oder Algerien. Einige hunderttausend Beduinen verteilen sich auf eine Fläche eineinhalbmal so gross wie die Schweiz. Dennoch wurde die Sinai-Halbinsel im 20. Jahrhundert wiederholt zum Kriegsschauplatz: Ihr Ostrand bildet die Grenze zwischen Israel und Ägypten. Fünfmal trafen hier der junge jüdische Staat und das bevölkerungsreichste arabische Land aufeinander. Der eine von den USA, der andere von der Sowjetunion hochgerüstet.
    Zweimal verloren die Ägypter den Sinai an Israel, für kurze Zeit in der Suezkrise 1956 und 1967 im schmachvollen Sechstagekrieg. 1973 im Jom-Kippur-Krieg gelang ihnen ein Achtungserfolg, und als sie 1979 mit Israel Frieden schlossen, erhielten sie ihn zurück – unter der Bedingung, dass er entmilitarisiert wird und bleibt. Abgesehen von Touristenströmen, die zum Sonnenaufgang auf den Mosesberg stiegen oder das Katharinenkloster besuchten, kehrte Ruhe ein auf dem Sinai.
    Die Rückgabe dieses Stücks Wüste war ein kleiner Preis verglichen mit den Vorteilen, die Israel aus dem Friedensschluss mit Ägypten zog. Durch die Befriedung der Südfront waren nicht länger immense militärische – und damit wirtschaftliche – Ressourcen gebunden, um den mächtigen Widersacher auf Distanz zu halten. 30 Jahre hatte man sich bekämpft, darauf folgten 30 Jahre Frieden. Dann kam die ägyptische Revolution und der Sturz Hosni Mubaraks…

  • Hamas setzt Boykott gegen Israel durch

    Die im Gazastreifen regierende Hamas hat den Druck auf die örtlichen Händler erhöht, keine in Israel produzierten Waren zu verkaufen. Dafür benötigen die Händler nun eine besondere Genehmigung der Islamisten. Bisher verdient die Hamas an den Waren, die durch von ihr kontrollierte Schmuggeltunnel aus Ägypten in den Gazastreifen geschafft werden. Israel hatte in den vergangenen Monaten die Einfuhrbeschränkungen in den Gazastreifen gelockert. Die Palästinenser können seither alle Güter einführen ausser jenen, die auf einer „schwarzen Liste“ stehen, weil sie zu Terrorattacken verwendet werden können. Die Hamas hat die Händler im Gazastreifen aufgefordert, sich auf den Handel mit arabischen Ländern zu konzentrieren und israelische Produkte zu meiden. Unter den Boykottaufruf fallen Möbel, Plastikwaren, Getränke und Nahrungsmittel. Die Hamas hat Händlern, die gegen den Boykott verstoßen, schwere Strafen angedroht. Israel war in der Vergangenheit international heftig kritisiert worden, weil es den Gazastreifen angeblich blockiert und die Bewohner deshalb nicht ausreichend versorgt werden könnten.

  • Mubarak: Tot, lebendig oder gar in Israel?

    Die nahöstliche Gerüchteküche über den Verbleib des gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak brodelt: Mubarak ist tot. Mubarak ist bewusstlos. Mubarak nimmt trotz seiner Krankheit keine Pillen. Er hält sich in seinem Palast in Scharm el-Scheich im Süden der Sinaihalbinsel auf und wird von seinen Familienangehörigen daran gehindert, Fernsehen zu schauen. Mubarak hat ein Luxushotel in der israelischen Stadt Eilat bezogen.
    Das Hotel sei von vielen israelischen Sicherheitsleuten umzingelt und Hubschrauber überfliegen es. Dieses letzte Gerücht verbreitete die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ unter Berufung auf den israelischen Nachrichtendienst „Al-Arab“. Die deutsche Ehrenkonsulin in Eilat, Barbara Pfeffer, sagte dazu auf Anfrage: „Ich sass heute im Klatschcafé von Eilat und niemand hat derartiges gehört. Und Hubschrauber hätten wir trotz des Sturmes gehört.“…

  • Friedensvertrag: Israel ist zufrieden mit Ägyptens Militär

    Das ägyptische Militär hatte versprochen, das mit Israel geschlossene Friedensabkommen einzuhalten. Darüber zeigt sich der israelische Ministerpräsident Netanjahu sehr erfreut.
    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Versprechen des regierenden ägyptischen Militärs begrüsst, sich an das 1979 geschlossene Friedensabkommen zwischen beiden Staaten zu halten. Das Abkommen sei «ein Grundstein des Friedens und der Stabilität im Nahen Osten», sagte Netanjahu laut einer am Samstag von seinem Büro veröffentlichten Erklärung.
    Finanzminister Juwal Steinitz sprach im Sender Channel 2 von einer «sehr guten Ankündigung.» Der Frieden liege nicht nur im Interesse Israels, sondern auch im Interesse Ägyptens. Ägypten hatte 1979 ein Friedensabkommen mit Israel unterzeichnet.
    Israel und Ägypten hatten vier Kriege miteinander geführt, als sie 1979 das Friedensabkommen schlossen. Der ägyptische Expräsident Hosni Mubarak hatte sich bis zu seinem Rücktritt am Freitag konsequent an das Abkommen gehalten…

  • Armee zerstört illegalen Siedlerposten

    Die israelische Armee hat erneut einen illegalen Aussenposten von Siedlern in Ramot Migron in den Palästinensischen Autonomiegebieten zerstört. Dabei wurden sechs Männer verhaftet. Sie hatten angeblich die die Sicherheitskräfte mit Steinen beworfen, sich ihnen in den Weg gestellt und versucht, Feuer in dem nahegelegenen palästinensischen Weinberg zu legen. Die Siedler waren von den Verhaftungen wenig beeindruckt: „Davon lassen wir uns nicht einschüchtern. Jeden Monat kommt die Armee und zerstört unsere Posten und wir errichten immer wieder Neue. Wir wollen Israel aufbauen und werden nicht aufhören, bis wir unsere Mission erfüllt haben.“ Es ist den Siedlern gelungen, 10.000 Schekel (rund 2000 Euro) zu sammeln, um weitere Posten zu bauen. Der Anführer der Siedler kritisierte die „zerstörerischen Triebe“ von Verteidigungsminister Ehud Barak.