Autoren-Archive

  • Tausende protestierten gegen Treueeid

    Tausende Israelis aus der linken Szene, arabische Knessetabgeordnete und Palästinenserfreunde, protestierten gestern Abend in Tel Aviv gegen den Beschluss des Regierungskabinetts, dass Nichtjuden (damit sind Araber, Palästinenser und andere Ausländer gemeint), wenn sie in Israel eingebürgert werden wollen, einen Eid auf ihre Loyalität zum demokratischen und jüdischen Staat Israel leisten müssen. Sie sprachen sich auch gegen einen, ihrer Meinung nach, steigenden Faschismus in Israel und die immer lauter werdende Forderung, Araber durch eine finanzielle Entschädigung zur Ausreise aus Israel zu bewegen, aus. Unter dem Motto: „Zusammen gegen Rassismus – arabisch-jüdischer Marsch für Demokratie“, marschierten sie vom Gan-Meir-Park bis zum Sitz des Verteidigungsministeriums und des Militärgeneralstabs. Man wolle gegen „Liebermantum“ aufstehen.

  • Gleiche Lottozahlen in Israel: „Welt des Glücks“ spielt verrückt

    Unglaublicher Zufall: In Israel sind am Samstagabend exakt die gleichen sechs Lotto-Zahlen gezogen worden wie im Vormonat. Israelische Medien berichteten, insgesamt 95 Teilnehmer hätten richtig auf die gleichen Zahlen wie bei der Ziehung am 21. September getippt: 13, 14, 26, 32, 33 und 36.
    Nur drei von ihnen wählten jedoch die richtige Zusatzzahl 2. Sie bekommen jeweils einen Gewinn von 4 Millionen Schekel (umgerechnet gut 1 Million Franken).
    Der israelische Statistikprofessor Zvi Galula sagte der Nachrichtenseite „ynet“, die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ergebnisses binnen weniger Wochen betrage 1 zu 4’000’000’000’000.
    Der israelische Lottoverband beteuerte jedoch, es sei alles mit rechten Dingen zugegangen. In der „Welt des Glücks“ sei eben alles möglich, hiess es in einer Mitteilung des Verbands.

  • F-35 Triebwerkwahl in Israel offen

    Israel hat in der vergangenen Woche die Kaufabsichtserklärung für 20 F-35 Lightning II Kampfflugzeuge unterzeichnet, die Triebwerkwahl ist noch offen.
    Testflotte wird momentan von dem F135 von Pratt & Whitney angetrieben, da das Konkurrenztriebwerk von General Electric und Rolls Royce noch nicht verfügbar ist. Das F136 soll die Monopolstellung von Pratt & Whitney bei dem F-35 Antrieb verhindern, die Entwicklung wurde vom amerikanischen Kongress aus Kostengründen jedoch bereits häufig in Frage gestellt. Das F136 Triebwerk von General Electric und Rolls Royce hinkt dem F135 von Pratt & Whitney weit hintenher und wird operativ frühestens 2013 verfügbar sein. Der Vertragswert für 20 F-35 Kampfjets entspricht einem Betrag von 2,75 Milliarden US Dollar, für die Triebwerkhersteller fällt von dieser Summe einiges ab. General Electric wähnt sich in Israel bereits als Sieger und betonte, dass ihr Triebwerk bei der Einführung der ersten Maschinen in Israel ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen würde und bezweifelt dies bei dem Konkurrenztriebwerk.

  • Europäische Einführung des neuen NICOM(R) Systems

    Cheetah Medical gab heute die europäische Einführung seines neuen NICOM(R) Systems bekannt, das integrierte Pulsoximetrie-Funktionalität (OxiMax(TM) Covidien plc) anbietet. Neben den wesentlichen hämodynamischen Parametern, die u.a. Herzvolumen (CO), Herzschlagvolumen (SV), nichtinvasiven Blutdruck (NIBP), totalen peripheren Widerstand (TPR) und Herzschlagvolumen-Varianz (SVV) umfassen, bietet das neue System eine neuen wichtigen Parameter an: den Sauerstoffversorgungsindex (DO2I).
    DO2I ist ein Schlüsselindikator für die Sauerstoffversorgung der Organe und Gewebe, der immer häufiger dazu verwendet wird, um einen Anhaltspunkt für Reanimationsentscheidungen bei septischen, chirurgisch zu behandelnden und anderen ernsthaft kranken Patienten treffen zu können. Es ist das Produkt aus dem Blutvolumen, das das Gewebe versorgt, auch als Herzzeitvolumen bekannt, und dem Sauerstoffgehalt des Blutes. Zusätzlich bietet das NICOM 3.0 nun auch einen benutzerfreundlichen, intuitiven Touch-Screen und echtzeitliche Ereignismarkierungen an, um einen schnellen Beginn der Kontrolle zu ermöglichen. Auch besitzt es Schnittstellen mit anderen kontrollierenden und elektronischen Systemen.

  • Russland interessiert an Partnerschaft mit Israel bei Entwicklung von Drohnen

    Russland rechnet auf eine weitere Vertiefung der Kooperation mit Israel im Bereich der unbemannten Luftfahrt mit dem Akzent auf Übergabe von Technologien und auf Partnerschaft bei der Entwicklung von grundsätzlich neuen Produkten.
    Das sagte der russische Industrie- und Handelsminister Viktor Christenko RIA Novosti.
    Im Zuge seines zu Ende gehenden Israel-Besuches wohnte er der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem israelischen Konzern Israel Airspace Industries (IAI) und dem russischen Unternehmen Oboronprom (Verteidigungsindustrie) zur gemeinsamen Produktion von unbemannten Flugkörpern (Drohnen) in Russland bei.
    Laut Minister Christenko zeigt Russland auch Interesse für die israelischen Erfahrungen beim Einsatz von Drohnen sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich.

  • USA: Jüdische Gruppe auf Liste der israelfeindlichen Organisationen

    Unter den Gruppen, die in den USA am meisten gegen Israel hetzen, ist auch eine jüdische Organisation. Dies teilte die Anti-Defamation-League (ADL) am Donnerstagabend mit.
    Die ADL veröffentlichte eine Liste mit den zehn führenden Organisationen, die für die Verleumdung Israels in den Vereinigten Staaten verantwortlich seien. Darauf findet sich auch die „Jüdische Stimme für Frieden“ mit Sitz in Kalifornien. Sie protestiert seit 1996 gegen die US-Unterstützung für Israel, das sie der Apartheid bezichtigt. Auch ermutigt sie Firmen, die Beziehungen zum jüdischen Staat abzubrechen.
    Die antiimperialistische Gruppe „Handelt jetzt für ein Ende von Krieg und Rassismus“ (ANSWER) wurde ebenfalls aufgelistet. Im Juli organisierte sie in Chicago eine Protestaktion mit 1.000 Teilnehmern. Sie verbrannten Flaggen mit Davidsternen und Hakenkreuzen. Die Demonstranten forderten die USA auf, die finanzielle Unterstützung für die „israelische Apartheid“ zu beenden. Die „Kampagne zur Beendigung der israelischen Besatzung“ wendet sich ebenfalls gegen die amerikanische Hilfe für den jüdischen Staat.

  • Yitzhak Herzog will für Avoda-Vorsitz kandidieren

    Israels Sozialminister Yitzhak Herzog hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass er sich um das Amt des Vorsitzenden der Arbeitspartei (Avoda) bewerben will, das gegenwärtig Verteidigungsminister Ehud Barak innehat. Die Wahlen werden jedoch wahrscheinlich erst in einem Jahr stattfinden.

    „Ich habe die Absicht, um das Haus und seine Renovierung zu kämpfen“, sagte Herzog. „Viele kommen und fragen, ob diese Partei überhaupt noch überlebensfähig ist. Sie kommen und sagen mir, wie viele von euch im ganzen Land – wozu braucht man diese Partei noch? Hat sie überhaupt noch einen Platz in der israelischen Politik? Dieses Haus ist schon zerstört, fertig, kaputt. Es ist nicht mehr überlebensfähig. Lass diese Partei sterben, warum willst du ihr Vorsitzender werden? Lass sie verschwinden, einen anderen Weg gehen; lass uns einen anderen, besseren Rahmen schaffen, lass uns fusionieren, uns aufspalten, man bringe eine Rettungskapsel wie in Chile.“

  • Gemeinsame Luftwaffenübung mit Griechenland

    Gestern ging eine viertägige gemeinsame Übung der griechischen und israelischen Luftwaffe in Griechenland zu Ende. Acht Hubschrauber der israelischen Luftwaffe sowie drei Hubschrauber und sechs Düsenjäger der griechischen Luftwaffe nahmen daran teil, Rettungsszenarien durchzuspielen. Dieses Manöver sollte bereits im Juni stattfinden, war aber wegen der türkischen Gaza-Flotilla verschoben worden. Nächste Woche wird der griechische Aussenminister Dimitris Droutsas in die Region kommen, um Israel, die PA und Jordanien zu besuchen. Vor einer Woche besuchte ein hoher Beamter des griechischen Ministerpräsidiums Jerusalem, um Bereiche der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auszuarbeiten. Wie es aussieht, entwickelt sich Griechenland nun, anstelle der Türkei, zu einem strategischen Aliierten Israels im Mittelmeerraum.

  • Türkische Angehörige verklagen Israel wegen Razzia

    Türkische Anwälte haben am Donnerstag beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag Anklage gegen Israel eingereicht. Sie vertreten pro-palästinensische Aktivisten, die dem jüdischen Staat wegen der tödlichen Razzia auf der „Mavi Marmara“ Kriegsverbrechen vorwerfen.
    Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet, hat eine Delegation von etwa 300 Aktivisten und einer türkischen Nichtregierungsorganisation die Beschwerde unterbreitet. Bei der Erstürmung des Schiffes am 31. Mai waren neun Türken ums Leben gekommen. Einer von ihnen, der 19-jährige Furkan Dogan, hatte auch die Staatsbürgerschaft der USA. Dessen Vater Ahmet Durkan sagte: „Ich habe Vertrauen, dass der internationale Gerichtshof und die Staatsanwaltschaft diesen Fall aufnehmen werden.“

  • Netanjahu: Libanon ist Hochburg des Iran

    In der libanesischen Grenzstadt Bint Jbail direkt an der Grenze zu Israel, erklärte der iranische Diktator Ahmedinedshad vor Tausenden Hisbollahs, dass die Zionisten dorthin zurück gehen sollen, von wo sie hergekommen sind. Als er sprach, überflogen israelische Militärhubschrauber diesen Grenzabschnitt. Israels Ministerpräsident Netanjahu meinte, dass der Libanon unglücklicherweise in so kurzer Zeit zur Hochburg des Iran wurde, ist in erster Linie eine Tragödie für den Libanon. Israel dagegen weiss sich zu wehren.