Autoren-Archive
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Ausschuss: Westjordanland ist kein besetztes Gebiet
Parlamentsausschuss rät der israelischen Regierung, Siedlungen im Westjordanland zu legalisieren. Ein von der israelischen Regierung bestellter Ausschuss hat das Recht Israels bekräftigt, rund ein Dutzend nicht genehmigter Siedlungen im Westjordanland zu legalisieren. Der Staat habe das Recht, die Region zu besiedeln, da es sich beim Westjordanland nicht um besetztes Gebiet handele, sagte Ausschussmitglied Alan Baker am Montag. Diese Auffassung gilt als äusserst umstrittenen. In der internationalen Diplomatie wird Jerusalem immer wieder vorgeworfen, mit dem Siedlungsbau den Friedensprozess mit den Palästinensern zu behindern. Jordanien hatte die Region 1948 besetzt, im Sechstagekrieg wurde das Westjordanland dann von Israel befreit.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso drängt Israel derweil zur baldigen Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit den Palästinensern. Nur eine gerechte Zwei-Staaten-Lösung könne den Nahost-Konflikt dauerhaft beenden, mahnte er nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Montag in Jerusalem. Bei dem Treffen sei zudem der diplomatische Umgang mit dem iranischen Atomprogramm diskutiert worden, hieß es im Anschluss. Über den genaueren Inhalt wurde indes nichts bekannt. Auch die Lage im Nachbarland Syrien war demnach ein Thema…
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Warnung: Die Welt geht unter und der Messias kommt!
Auf Israels grösster Webseite Ynet wurde am Samstag ein gelber Werbestreifen geschaltet, der in grossen Buchstaben das Kommen des Messias verkündete. „Der Messias ist in Israel. Dies wird die letzte Regierung Israels sein.“ Der Klick auf das Banner führt direkt auf die Webseite 871. Dort warnen die religiösen Macher der Seite vor dem Untergang der Welt.
„Der nächste Führer wird der Messias Ben David sein. Die Situation im Land wird schlimmer und die Regierung noch unfähiger werden. Nur der Messias kann Israel im Krieg von Gog und Magog retten. In naher Zukunft wird die Welt schlimme Katastrophen miterleben, wie schreckliche Erdbeben und Mega-Tsunamis, ist auf der Seite zu lesen. Städte in Europa und in den Vereinigten Staaten werden im Meer verschwinden. Das Weltfinanzsystem wird zusammenbrechen und Gott wird den Mammon (aus dem Jiddischen, umgangsprachlich für „Geld“) vernichten.. -
Dienst bei den Israelischen Verteidigungskräften – auf ultra-orthodoxe Art
Die drei wichtigsten Anforderungen, die junge ultra-orthodoxe Männer an den Dienst bei den Israelischen Verteidigungskräften (Zahal) stellen, sind, dass in den Einheiten keine weiblichen Soldaten, Kommandeure oder Ausbilder dienen, dass das angebotene Essen „glatt-koscher“ ist, und dass die Soldaten Zeit für das Studium der Thora und Gebete haben. Zurzeit gibt es bei Zahal zwei Bereiche speziell für ultra-orthodoxe Männer – auch Haredim genannt.
Die erste zuerst gegründete Einheit für Haredim ist das Bataillon Netzah Yehuda, früher bekannt als Nahal Haredi.
Als Teil der Infanterie-Brigade Kfir ist Netzah Yehuda vor allem im Westjordanland im Einsatz. Gegründet 1999 mit gerade einmal 30 Soldaten, ist Netzah Yehuda heute das grösste Bataillon Zahals mit fast 700 Soldaten, inklusive vier Kompanien und einer Elite-Anti-Terror-Einheit. (…)
Viele der Soldaten haben Familien, die ihren Dienst in der zionistischen Armee ablehnen. Dutzende Soldaten der Einheit haben den Status „Einsamer Soldat“. Ein Drittel von ihnen hat Eltern, die zwar in Israel leben, aber jeden Kontakt abgebrochen haben. Die Soldaten erhalten deshalb Vergünstigungen, die mit dem Status einhergehen, wie kostenlose Wohnungen… -
Oberster Gerichtshof: „Siedlungen sind legal“
Das Komitee unter Edmond Levy wurde von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ins Leben gerufen, um den Status von Siedlungen endgültig zu klären. Es steht im Abschlussbericht auch eindeutig, dass „die internationalen Gesetze über Besatzung nicht auf die Situation in Judäa und Samaria zutreffen, da es hier einzigartige historische und gesetzliche Umstände gibt, die aus Israels langer Präsenz in dieser Region resultieren. Weiterhin findet die vierte Genfer Konvention über den Schutz von Zivilisten während eines Krieges, die über den Transfer von Populationen urteilt, keine Anwendung. Die Konvention war nicht für Fälle wie in Judäa und Samaria gedacht.“
Über den Siedlungsbau selbst schreibt das Komitee, „dass man in Israel ein Phänomen sieht, das nicht zu einem Land passt, dass nach rechtsstaatlichen Prinzipien funktionieren will.“ Einerseits werden Siedlungen mit grossem finanziellem Aufwand auf umstrittenem Boden gebaut, was nicht vor sich gehen könnte, ohne dass der Staat dies mitbekommt. Andererseits werden diese Siedlungen dann im Nachinein als illegal eingestuft… -
Palästinenser aus Gaza besuchen Israel
Dutzende Palästinenser aus dem Gazastreifen sind am vergangenen Montag nach Israel gereist. Einige von ihnen waren zur Behandlung in einem Krankenhaus in Tel Aviv, andere besuchten den jüdischen Staat aus kulturellen Anlässen.
Zur medizinischen Behandlung im Tel Aviver Ichilov-Krankenhaus waren 36 Palästinenser angereist. Unter ihnen waren auch 18 Kinder, die von ihren Eltern begleitet wurden. Die Gruppe verbrachte ausserdem Zeit in einem Erholungsressort und besuchte historische und touristische Stätten in Israel. Ihr Aufenthalt wurde teilweise vom israelischen Sozialministerium bezahlt.
Ausserdem traf eine Gruppe von 19 palästinensischen Musikschülern aus Gaza ein. Sie werden von ihren Lehrern begleitet und verbringen acht Tage in Israel. Zusammen mit israelischen Altersgenossen besuchen sie ein Musik-Camp.
Auch 19 behinderte Athleten reisten nach Israel. Die Palästinenser werden an verschiedenen Sport-Veranstaltungen in Israel und dem Westjordanland teilnehmen.
Die Einreise dieser drei Gruppen wurde von der israelischen Armee, dem Verteidigungsministerium sowie von Vertretern der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Gaza organisiert… -
Israelische Jugendliche gewinnen 2. Platz bei Erfinderwettbewerb
Die Idee der Grossmutter eines 14-jährigen Yeshiva-Schülers aus Yeroham bescherte dem Enkel und seinen fünf Freunden den zweiten Platz beim internationalen Wettbewerb für junge Wissenschaftler, der FLL Global Innovation Competition, in Washington.
Die Idee: Ein Röhrchen, welches man durch Knicken aktiviert, sodass sich Chemikalien vermischen und Kälte erzeugen, und so z.B. das Essen in einem Picknick-Korb kühl halten. So erfanden die Jugendlichen den FreezeStick, der auch in der Medizin oder anderen Bereichen zum Einsatz kommen könnte.
Es ist das erste Mal, dass Israelis in dem FFL Wettbewerb teilgenommen haben und gleich 250 andere Teams geschlagen haben. Die sechs Jungen bekamen ein Preisgeld von 5.000 US$ um einen Prototyp herzustellen und damit einen Investor zu finden, der das Patent für den FreezeStick anmeldet. -
Schiesser-Verkauf an israelischen Investor abgeschlossen
Der Verkauf des Wäscheherstellers Schiesser an einen israelischen Investor ist abgeschlossen. Delta Galil hält seit Montag sämtliche Aktien der Schiesser AG, wie das vor allem für seine Feinrippunterwäsche bekannte Unternehmen aus Radolfzell am Bodensee am Mittwoch mitteilte. Damit wird auch die Restrukturierung nach der Insolvenz 2009 abgeschlossen. Delta Galil habe Schiesser mit 68 Millionen Euro ausgestattet, die den Angaben nach zu einer vollständigen Befriedigung der Gläubigerforderungen führen. Die Auszahlung der Forderungen erfolge in den nächsten sechs Wochen.
Das Geschäft wurde Anfang Mai bekannt. Die in Israel und den USA ansässige Delta-Galil-Gruppe entwirft und produziert nach eigenen Angaben Unterwäsche- und Nachtwäsche-Kollektionen für führende Markenhersteller weltweit. Bei Schiesser erhofft man sich mit dem neuen Eigentümer den Eintritt in neue Auslandsmärkte und eine bessere Auslastung der Werke. -
Lieberman besucht italienisches Erdbebengebiet
Israelische Unterstützung für Erdbebenopfer: Aussenminister Avigdor Lieberman hat am Montag im norditalienischen Mirandola eine mobile Entbindungsklinik eingeweiht. Die Region war im Mai von einem Erdbeben erschüttert worden. Die provisorische Klinik besteht aus vier beweglichen Gebäuden. Sie wurde vom israelischen Aussenministerium und dem kanadischen Geschäftsmann Walter Arbib gestiftet. Auch die jüdische Organisation „Keren Hayesod“ hat einen Beitrag geleistet. Sie war bei der Zeremonie in der nordwestlich von Bologna gelegenen Ortschaft durch ihren Präsidenten Eliezer („Moody“) Sandberg vertreten, wie das Aussenministerium mitteilte.
Lieberman bezeichnete die Einweihung als zusätzlichen Ausdruck der starken Beziehungen zwischen Israel und Italien sowie der echten Freundschaft, die zwischen den beiden Völkern bestehe. Italien habe Israel während des Grossbrandes in der Karmelregion vor anderthalb Jahren geholfen. Israel wiederum habe Italien 2009 nach einem Erdbeben unterstützt. Diese ausgedehnte Zusammenarbeit zeige sich auch bei fröhlicheren Anlässen und auf vielen Gebieten…
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Israelische Technologie sichert den Louvre
Mit Hilfe israelischer Technologie der Firma Synel, eine israelische Tochtergesellschaft in Frankreich, wird das Louvre-Museum in Paris zukünftig gesichert werden. Der Louvre als grösstes Museum der Welt mit seinen über 35.000 Objekten der Frühzeit bis zum 19. Jahrhundert ist ein begehrtes Ziel von Kunstdieben, darunter auch Angestellte des Museums. 2011 wurden 8,8 Millionen Besucher registriert.
„Synel bietet eine technische Lösung, die unbefugtes Betreten des Museums und der gesperrten Museumsbereiche überwacht“, so der Vizepräsident von Synel. Auch kann das Sicherheitspersonal das Bewegungsprofil der 700 Angestellten innerhalb des Museums mit dem neuen Sicherheitssystem nachvollziehen. Zudem werden verschiedene Installationen durch Synel vorgenommen, die unter Anderem die Autorisierung durch Fingerabdrücke, Zahlenkombinationen, Magnetkarten, Barcodes, Sensoren und Gesichtserkennung abdecken. Dieser Auftrag ist einer von zahlreichen Weiteren in Frankreich und England für Synel. -
Die Höhlen des Carmel sind das neuste Weltkulturerbe
Ende Juni hat das Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO dafür gestimmt, das „Nahal Meàrot Nature Reserve“ in die Liste der Weltkulturerbe-Stätten aufzunehmen.
Die Stätte der „Menschlichen Entwicklung“ (Site of Human Evolution) am Berg Carmel im Norden Israels bestehen aus prähistorischen Höhlen, die durchgehend von Frühzeitmenschen während Hunderttausenden von Jahren bewohnt waren. Diese menschliche Lebensform ist ein weltweit sehr seltenes Phänomen.
Damit wurde Nahal Meàrot nun als 8. Weltkulturerbe-Stätte in Israel ernannt. Die anderen Stääten sind die Altstadt von Jerusalem, die Bahai-Anlage in Haifa und Westgalliläa, die biblischen Siedlungen Megiddo, Hazor und Beer Sheva, die Weihrauchstrasse im Negev, die Festung Masada, die Altstadt von Akko und die als „Weisse Stadt“ bezeichnete Bauhausarchitektur in Tel Aviv…