Autoren-Archive

  • US-Touristin in der Nähe von Jerusalem ermordet

    Am frühen Sonntagmorgen ist in der Nähe der Stadt Bet Shemesh die Leiche einer Frau gefunden worden. Die Leiche der etwa 40 Jahre alten US-Bürgerin sei am Sonntag in der Nähe von Beit Schemesch gefunden worden, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Die Frau war am Vorabend vermisst gemeldet worden, nach ihr hatte ein grosses Aufgebot von Sicherheitskräften in der Nacht gesucht. Ihre Freundin, eine 46-jährige aus Großbritannien stammende Reiseführerin, war gefesselt und mit Stichverletzungen aufgefunden worden. Es wurde bestätigt, dass es sich bei der Verletzten sowie dem amerikanischen Opfer um gläubige Christinnen handelt. Israelische Christen haben für sie einen Gebetsaufruf gestartet.
    „Sie hat erklärt, sie sei von zwei Arabern angegriffen und gefesselt worden, dann hätten sie auf sie eingestochen“, gab Polizeisprecher Micky Rosenfeld bekannt. Das Opfer habe die Männer nicht gekannt. Die Ermittlungen der Polizei liefen auf Hochtouren. Die Britin wird im Krankenhaus behandelt, ist aber nicht in Lebensgefahr. Zu den genauen Umständen des Todes ihrer Freundin machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Polizei hat Strassensperren errichtet und sucht auch mit Helikoptern nach den mutmasslichen Mördern.

  • Ägypten besorgt über iranisches Engagement auf dem Sinai

    Ägyptens Geheimdienstchef Omar Suleiman hat US-Offiziellen im vergangenen Jahr über Versuche des Iran berichtet, Beduinen auf der Sinai-Halbinsel zur Hilfe beim Waffenschmuggel in den Gaza-Streifen anzuheuern. Das geht aus Dokumenten hervor, die von WikiLeaks veröffentlicht wurden.
    Im April 2009 verurteilte Ägypten 26 Männer wegen Verbindungen mit der vom Iran unterstützen libanesischen Terrororganisation Hisbollah. Sie wurden angeklagt, Terroranschläge in Ägypten geplant zu haben.
    Ein durchgesickertes US-Telegramm berichtete zudem, Ägyptens Präsident Hosni Mubarak habe amerikanischen Offiziellen mitgeteilt, im Falle einer atomaren Aufrüstung des Iran werde womöglich auch sein Land Atomwaffen entwickeln müssen.
    Iran und Ägypten brachen ihre Beziehungen 1980 nach der Islamischen Revolution und der Anerkennung Israels durch Ägypten ab. Nach wie vor sind beide Staaten wegen einer Vielzahl von Fragen zerstritten. Dazu gehört neben dem Verhältnis zu Israel und den USA auch die Tatsache, dass der Iran weiterhin den Mörder des ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat, Khaled Islamboli, in Ehren hält.

  • Lieberman begrüsst CERN-Ankündigung zu Israels Mitgliedsantrag

    Israels Aussenminister Avigdor Lieberman hat am Donnerstag die Ankündigung der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) begrüsst, den Prozess der Aufnahme Israels einzuleiten. Dieser Schritt bezeichne einen erfolgreichen Abschluss der intensiven diplomatischen Bemühungen von Seiten des Aussenministeriums.
    Vertreter des israelischen Aussenministerium haben während der vergangenen beiden Jahre die Hauptstädte der Mitgliedsstaaten besucht, sind im CERN-Hauptquartier in Genf vorstellig geworden und haben Israels Errungenschaften auf dem Gebiet der Kernforschung präsentiert.
    Lieberman betonte, die Ankündigung der CERN stelle eine Anerkennung von Israels Leistungen dar und platziere es an seiner rechtmässigen Position, an der Speerspitze internationaler wissenschaftlicher Anstrengung. Er dankte den Mitgliedern und der Leitung der Organisation für das Vertrauen in den Staat Israel im Allgemeinen und die israelische Wissenschaft im Besonderen…

  • Römische Statue freigespült

    Der heftige Sturm vom vergangenen Wochenende hat große Schäden an den archäologischen Stätten entlang von Israels Mittelmeerküste angerichtet. Er hat jedoch auch eine eindrucksvolle römische Statue zum Vorschein gebracht.
    Es handelt sich um eine 1.20 Meter hohe Frauenfigur aus dem 3. bis 4. Jh. n. Chr., die nach dem Zusammensturz eines Felsens an der Küste unweit von Ashkelon auftauchte. Allem Anschein nach stand sie einst in einem Badehaus, von dem nun ebenfalls Trümmer entdeckt wurden.
    Dr. Yigal Israel, der für das Gebiet um Ashkelon zuständige Archäologe der Israelischen Altertumsbehörde (IAA), beschreibt den erfreulichen Fund: „Es ist dies eine Statue aus weißem und sehr schönem Marmor, der der Kopf und auch ein Teil des Armes fehlt. Wahrscheinlich wurde sie aus Italien, Griechenland oder Leinasien importiert, und womöglich stellt sie Aphrodite dar. Die Frau hat eine Toga an und lehnt an einer quadratischen Steinsäule. Ihre Kleidung ist aufs Sorgfältigste gestaltet, ihre Zehen sind fein, wir sehen ihre Sandalen und ihre kleine hervorstechende Brust. Einfach eine herrliche und wundervolle Statue.“…

  • Zur Nordkorea-Iran-Connection

    Die jüngste Bestätigung, dass Nordkorea eine Zetrifugenanlage zur Urananreicherung gebaut hat, bringt für den Nahen Osten nicht weniger bedeutsame Implikationen als für Ostasien mit sich. Das Washington Institute for Near East Policy hat dazu eine kurze Analyse veröffentlicht.
    „Die Existenz der neuen Zentrifugenanlage in Yongbyon, die Nordkorea theoretisch die Fähigkeit verleiht, hoch angereichertes Uran (HEU), einen alternativen atomaren Sprengstoff, herzustellen, erweckt Zweifel an gegenwärtigen Einschätzungen zu Irans Zentrifugen-Möglichkeiten. Nordkorea hat dem Iran dabei geholfen, die Shahab-3-Rakete zu entwickeln, die – wie die Ghauro-Rakete – eine Kopie der Nodong-Rakete darstellt. Irans Zentrifugenanlage in Natanz verwendet die technisch unzuverlässige P1-Zentrifuge, hat es aber dennoch geschafft, Uran von seinem natürlichen Grad von 0.7 Prozent des spaltbaren Isotops U-235 auf etwas unter 20 Prozent anzureichern. Von diesem Grad aus ist es verhältnismäßig einfach, die 93% zu erreichen, die notwendig für den Bau einer Atombombe sind…

  • Trilaterales Kooperationsprojekt in Ghana eingeweiht

    In Ghana ist vor kurzem ein trilaterales Projekt zur Entwicklungshilfe zwischen dem westafrikanischen Staat, Israel und Deutschland eingeweiht worden. Es handelt sich dabei um ein System zur Steigerung der Ernteerträge von Zitrusfrüchten durch verbesserte Bewässerungsmethoden, das auf israelischer Technologie basiert.
    An der Eröffnungszeremonie an dem zwei Stunden nördlich der Hauptstadt Accra gelegenen Standort nahmen u.a. Ghanas Finanzminister Kwabena Duffuor, Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel und Israels Botschafter in Nigeria, Moshe Ram, teil.
    Die Bewässerungsanlage israelischer Herstellung ist der Realität vor Ort bestens angepasst. Sie stützt sich allein auf die Schwerkraft des Wassers, ohne dass externe Energiequellen angezapft werden müssten.
    Alle Beteiligten waren sich über die Bedeutung dieses ersten trilateralen Projekts seiner Art einig. Sowohl Duffuor als auch Niebel priesen die Errungenschaften der israelischen Wassertechnologie…

  • Yad Vashem: Holocaust-Lektionen für Araber

    Israel will arabische Lehrer für den Völkermord an den Juden sensibilisieren. Keine einfache Aufgabe: Der Holocaust hat für beide Parteien verschiedene Bedeutungen.
    Israels zentrale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hat eine neue Initiative gestartet, um die arabische Minderheit im Land über den Völkermord an den Juden aufzuklären. Viele Palästinenser streiten ab, dass er überhaupt stattgefunden hat, oder sie halten die Zahl von sechs Millionen Getöteten für übertrieben.
    Der Grund für diese Haltung ist einfach: Wie die Palästinenser im Westjordanland und im Gaza-Streifen betrachten viele der 1,2 Millionen Araber in Israel den Holocaust als «Katalysator ihres eigenen Leidens», wie die israelische Tageszeitung «Haaretz» schreibt. Während er in israelischen Schulen zum Pflichtprogramm gehört, wird in den arabischen kaum darauf eingegangen.
    Yad Vashem will das ändern und bietet arabischen Lehrern eine entsprechende Weiterbildung an. 150 nahmen am ersten Kurs im November unter Ausschluss der Medien teil. In 20 Unterrichtsstunden hörten sie Erinnerungen von Überlebenden und wie das Unheil in Deutschland seinen Lauf nahm. Obwohl die Politik für einmal hätte aussen vorbleiben sollen, verglichen manche Teilnehmer den Holocaust mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Ein Balance-Akt für Dorit Novak, die Chef-Lehrbeauftragte der Gedenkstätte: «Ich versuche dann immer zu fragen: Gut, es gibt Ähnlichkeiten, aber es gibt auch Unterschiede. Können Sie den Unterschied sehen? Es war das extremste Ereignis der modernen Geschichte.»
    Mitarbeiter von Yad Vashem, die am Projekt mitarbeiten, sagten im Anschluss, sie seien erfreut über den Enthusiasmus der arabischen Lehrer. Gleichzeitig machten sie klar, dass keine schnellen Erfolge erwartet werden können. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass auch die Palästinenser oft den Eindruck haben, die Geschichtskenntnisse ihrer jüdischen Mitbürger seien lückenhaft…

  • Verheerende Brandkatastrophe in Nordisrael

    Im Karmel-Gebirge bei Haifa ist am Donnerstag ein Flächenwaldbrand katastrophalen Ausmasses ausgebrochen. Aufgrund der Dürreperiode der letzten Wochen und des Seewinds vom Mittelmeer breitet sich die Feuerbrunst in rasendem Tempo aus und bedroht weite Teile des Grossraums Haifa. Bislang kamen nach aktuellen Angaben 41 Menschen ums Leben; mehr als 15 000 mussten evakuiert werden.
    Bei dem Grossteil der Todesopfer handelt es sich um Gefängniswärter, die auf dem Weg zur Evakuierung einer Haftanstalt waren, als ihr Bus von einem herabfallenden Baum gestoppt und von den Flammen erfasst wurde.
    Der Kibbutz Beit Oren im Karmel-Gebirge ist vollständig zerstört. Zahlreiche Ortschaften mussten evakuiert werden, darunter das drusische Dorf Isfiyeh. Auch Randbezirke Haifas sind von der Feuersbrunst bedroht.
    Schon jetzt steht fest, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis der Carmel-Nationalpark sich von den Brandschäden erholen wird.
    Am Freitagvormittag war das Feuer noch nicht unter Kontrolle.

  • Netanyahu dankt für internationale Hilfe

    Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat heute in der Sondersitzung des israelischen Sicherheitskabinetts den zahlreichen Staaten seinen Dank übermittelt, die unverzüglich Löschflugzeuge zur Bekämpfung des Waldbrands bei Haifa nach Israel geschickt haben.
    „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind vier Flugzeuge aus Griechenland eingetroffen. Ich möchte meinem Freund und Kollegen, dem griechischen Ministerpräsident Giorgos Papandreou danken, der sofort reagiert hat; die Mobilisierung hier mit der gesamten Crew und ihrer logistischen Unterstützung ist aussergewöhnlich.
    Ich möchte auch dem zypriotischen Präsidenten Demetris Christofias für die Bereitstellung eines Flugzeugs und eines Hubschraubers danken. Die Reaktion kam unverzüglich, die Luftfahrzeuge sind hier.
    Ich möchte auch Grossbritanniens Premierminister David Cameron danken. Zwei britische Hubschrauber aus Zypern sind hier. All diese Truppen helfen uns.
    Ich möchte dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan danken, der zwei Flugzeuge angeboten und geschickt hat, die wir hier bereits dankbar empfangen haben.
    Ich möchte dem bulgarischen Ministerpräsident Boyko Borissov dafür danken, dass er 100 Feuerwehrleute geschickt hat, die bereits hier eingetroffen sind.
    Ich möchte dem russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin danken, der ein sehr grosses russisches Flugzeug geschickt hat, vielleicht das grösste seiner Art auf der Welt, das sich auf dem Weg befindet. Es wird am Nachmittag hier eintreffen…

  • Beileidsbekundung von deutschen Bundesaussenminister Westerwelle

    Angesichts der zahlreichen Opfer bei den anhaltenden Waldbränden in Israel hat Bundesaussenminister Guido Westerwelle heute seinem israelischen Amtskollegen Avigdor Lieberman ein Kondolenzschreiben übersandt.
    In dem Schreiben heisst es wörtlich:
    „Mit Erschütterung und großer Betroffenheit verfolgen wir die Nachrichten von den verheerenden Waldbränden, die im Norden Israels so viele Menschenleben gefordert und schwere Schäden angerichtet haben. Ich möchte Ihnen, Ihrer Regierung und der israelischen Bevölkerung unsere aufrichtige Anteilnahme übermitteln.
    Die Nachricht vom Tod so vieler Menschen erfüllt uns mit Trauer. Unser Mitgefühl und unsere tiefe Anteilnahme gilt den Familien und Freunden der Opfer. Den Verletzten wünschen wir baldige Genesung.
    Deutschland steht in dieser schweren Stunde solidarisch an der Seite Israels. Die Bundesregierung wird Israel bei der Bewältigung des Brandes und der Folgen unterstützen.“