Autoren-Archive

  • 270.000 Touristen im September nach Israel

    270.000 Touristen besuchten entsprechend letzter Angaben des Zentralen Statistikbüros Israels im September 2010 das Heilige Land, 11 % mehr als im September 2009 und 2 % mehr als 2008. Seit Jahresbeginn kamen fast 2,5 Millionen Touristen nach Israel. Das ist ein Anstieg um 27 % gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Zwei Millionen der Touristen übernachteten mindestens eine Nacht in Israel. Auch hier konnte ein Anstieg um 22 % gegenüber 2009 verzeichnet werden. 22.300 Personen besuchten Israel per Kreuzfahrtschiff. Das Tourismusministerium wird seine Herbst-Winter-Werbekampagnen weiterführen und investiert dafür bis zum Jahresende, vor allem in die Hauptländer, aus denen die Touristen nach Israel kommen, 14 Mio. Euro. Diese Länder sind USA, Russland, Deutschland, Frankreich, England und Skandinavien.

  • Palästinenser wiesen Israels Angebot zurück

    Die palästinensische Autonomiebehörde wies Israels Angebot zurück, dass der Baustopp jüdischer Siedlungen erneuert wird, wenn die Palästinenser Israel als Judenstaat anerkennen. Netanjahu sagte vor der Knesset, dass, wenn die Palästinenser in keinem Punkt, der für Israel wichtig ist, nachgeben können, auch Israel nicht auf ihre Forderungen eingehen darf und kann. Der PA-Hauptunterhändler Saeb Erekat wies das Angebot sofort zurück und erklärte, dass die Autonomiebehörde „die israelischen Spiele scharf zurückweise. Die rassistischen Forderungen Netanjahus, das Bauen in den Siedlungen aufzugeben, lassen sich nicht mit dem Ziel der Gründung eines Palästinenserstaats vereinbaren.“

  • Generalinspekteur Wieker in Israel

    Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, ist am Dienstag in Israel eingetroffen, wo er sich als Gast des Generalstabschefs der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Generalleutnant Gabi Ashkenazi, zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch aufhalten wird.
    Es ist dies General Wiekers erster Besuch in Israel und einer seiner ersten Auslandsbesuche als Deutschlands ranghöchster Soldat.
    Am Beginn seines Besuchsprogramms steht eine Visite der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Weitere Programmpunkte sind das Abschreiten der Ehrengarde im Hauptquartier der israelischen Armee in Tel Aviv, ein Arbeitstreffen mit Ashkenazi, strategische Beratungen mit dem israelischen Generalstab, ein Treffen mit den nächsten Generalstabschef, Generalmajor Yoav Galant, sowie Besuche des Nordkommandos und der israelischen Luftwaffe.

  • Netanyahu eröffnet Wintersitzungsperiode der Knesset

    In seiner früheren Amtszeit als israelischer Ministerpräsident prägte Binyamin Netanyahu das Motto „Wer gibt, wird bekommen, wer nichts gibt – wird nichts bekommen“. In seiner zweiten Amtszeit wird das, was die Palästinenser unter der Führung von Mahmoud Abbas geben sollen, so formuliert: „Sagt ja zu einem jüdischen Staat“.
    Dies wirft eine Anzahl von Fragen auf: Ist das, wie seine Gegner behaupten, ein weiterer Vorwand Netanyahus zum Gewinnen von Zeit, um ein Abkommen mit den Palästinensern zu torpedieren? Können die Palästinenser vor dem Ende der Verhandlungen die Anerkennung eines jüdischen Staates verdauen? Erhöht diese Forderung nicht den religiösen Pegel des Konflikts, und erschwert sie somit seine Lösung nicht noch mehr?
    Den Schulbüchern der Palästinensischen Autonomiebehörde nach wird die Forderung nach der Anerkennung eines jüdischen Staates vor dem Hintergrund eines palästinensischen Narrativs, das ganz bewusst von einer jüdischen Komponente absieht, historisch oder national, als Provokation empfunden. In dem Buch „Nationale Erziehung“ für die sechste Klasse erscheint eine Einwohnertabelle für Palästina im Jahr 1999, in der das „Westjordanland“, „Gaza“, die „Palästinenser im Staat Israel“ und die „Palästinenser in der Diaspora“ aufgeführt sind. Die Juden werden nicht erwähnt und nicht gezählt.

  • Demonstration gegen Obama in Tel Aviv

    Gestern Abend fand vor der US-Botschaft in Tel Aviv eine Demonstration gegen den amerikanischen Präsidenten Barack Obama und seine „brutale Politik gegenüber Israel“ statt. Eine Obama-Puppe wurde mit Schuhen beworfen. Auf den Transparenten war in Englisch zu lesen: „Obama, du bist nicht der 12. Imam!“, „Obama, du bist kein Christ!“, „Obama geh zurück nach Kenia!“ und „Israel ist kein Ketchup, deshalb hör auf, uns zu drücken“. Man protestierte gegen Obama, weil er so einseitig gegen Israel ist. Jedoch waren auch Transparente zu sehen, in denen Netanjahu aufgefordert wurde, weiterhin standhaft zu bleiben.

  • Israel will Referendum vor Rückzug aus besetzten Gebieten

    Vor einem möglichen Rückzug Israels aus Ost-Jerusalem oder von den seit 1967 besetzten Golan-Höhen soll nach dem Willen der israelischen Regierung eine Volksabstimmung abgehalten werden. Eine interministerielle Kommission habe im Namen der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine entsprechende Gesetzesinitiative eines Abgeordneten der Likud-Partei gebilligt, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Jerusalem.
    Dem Gesetzesvorschlag zufolge soll künftig vor einer Entscheidung über einen möglichen israelischen Abzug aus den Gebieten neben einer Zustimmung der Knesset auch ein Referendum innerhalb von sechs Monaten erforderlich sein. Auf diese Volksabstimmung kann demnach nur verzichtet werden, wenn es in der insgesamt 120 Sitze umfassenden Knesset eine Zwei-Drittel-Mehrheit für einen Rückzug aus den besetzten Gebieten geben sollte.

  • Hamas lehnt Briefzustellungen an Schalit ab

    Die Hamas wird keine Briefe an den von Palästinensern entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit zustellen und auch keine Schreiben des Entführten an seine Angehörigen weiterleiten. Das gab der Hamas-Vertreter Osama al-Masini am Montag bekannt.

    Al-Masini wies Berichte zurück, nach denen die Hamas vor kurzem durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz Briefe von der Familie des Entführten für Schalit erhalten habe.
    „Es gibt nichts Neues in der Angelegenheit und die Akte ist geschlossen, bis die Besatzung die gerechten humanitären Forderungen der Fraktionen akzeptiert, die Schalit festhalten“, sagte der Hamas-Vertreter der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge.
    Laut Al-Masini habe der in der Sache bisher tätige deutsche Vermittler seine Bemühungen um einen Gefangenenaustausch nicht wieder aufgenommen. Zudem sei Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy von der Idee zurückgetreten, als Mittler zu helfen.

  • „Kollaborateur suchte nach Material über Arad“

    Im Libanon ist ein Palästinenser festgenommen worden, weil er nach Informationen über den 1986 entführten Israeli Ron Arad gesucht haben soll. Nach Ansicht der libanesischen Behörden wurde er von einem Mossad-Agenten beauftragt.
    Wie die Tageszeitung „Ma´ariv“ unter Berufung auf die libanesische Zeitung „A-Safir“ berichtet, wurde der mutmaßliche Kollaborateur von der Spionageabwehrabteilung der libanesischen Armee in Gewahrsam genommen. Er stammt aus einem Flüchtlingslager im Libanon. Dem Bericht zufolge soll der Mossad-Agent über eine europäische Telefonnummer mit dem Palästinenser kommuniziert haben. Später hätten sie E-Mail-Kontakt gehabt. Der Verdächtige habe für seine Tätigkeit im Libanon grosse Geldsummen aus Israel erhalten.
    Das Kampfflugzeug des Navigators Ron Arad war am 16. Oktober 1986 im Libanon abgeschossen worden. Er und der Pilot konnten sich mit ihren Schleudersitzen retten. Der Pilot wurde von der israelischen Armee in Sicherheit gebracht. Arad hingegen wurde von libanesischen Kämpfern verschleppt. Seine Tochter war damals 15 Monate alt. Das letzte Lebenszeichen von dem Vermissten gab es 1987.

  • Haftstrafe für Gegner des Sicherheitszaunes

    Ein israelisches Militärgericht hat einen der Hauptgegner der Sperranlage im Westjordanland am Montag zu einem Jahr Haft verurteilt. Dem palästinensischen Leiter des „Volkskomitees gegen die Mauer“ wird Hetze und die Teilnahme an illegalen Demonstrationen vorgeworfen.
    Der Verurteilte, Abdallah Abu Rahma, wurde im vergangenen Jahr festgenommen. Seine Organisation beteiligt sich an den wöchentlichen Protestaktionen gegen den Sicherheitszaun in der Ortschaft Bil´in bei Ramallah. Er erhielt zudem sechs Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 1.000 Euro. Dies berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“.

  • Militärische Ehren für Schweizer Bundesrat Maurer

    Verteidigungsminister Ueli Maurer ist am dritten Tag seines Arbeitsbesuchs in Israel mit militärischen Ehren in Tel Aviv begrüsst worden. Danach traf sich der Verteidigungsminister zu einem Gespräch mit seinem israelischen Amtskollegen Ehud Barak.

    Bei dem Treffen seien eine Reihe politischer und militärischer Themen zur Sprache gekommen, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bei einer Pressekonferenz kurz vor seiner Rückreise in die Schweiz.

    Er habe mit Barak über Rüstung, Drohnen, Raketen und die Fliegerei gesprochen. Die Schweizer Armee benutze Waffensysteme, die in Israel hergestellt worden seien, sagte Maurer. «Kontakte auf technischer Ebene sind daher notwendig.»