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  • Israels Wehrpflicht-Streit bedroht die junge Regierung

    In Israel ist die erst 70 Tage alte Regierung bereits in eine bedrohliche Krise gestürzt. Grund ist der Streit um die Wehrpflicht für strengkonservative Juden.Die Kadima-Partei von Vize-Ministerpräsident Schaul Mofas hat einen Kompromissvorschlag von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für ultraorthodoxe Juden abgelehnt. Netanjahu von der konservativen Likud-Partei hatte vorgeschlagen, strengkonservative Juden statt dem üblichen israelischen Wehrpflichtalter von 18 Jahren erst spätestens bis zum 23. Altersjahr einzuziehen.
    Durch die Absage des Vize-Ministerpräsidenten Mofas befindet sich die vor 70 Tagen gegründete Superkoalition bereits in einer bedrohlichen Krise. Mofas hatte als Kadima-Vorsitzender zuvor angekündigt, sollten die Empfehlungen seiner Partei nicht umgesetzt werden, würde er nicht in der Regierung bleiben. Der von Ministerpräsident Netanjahu vorgeschlagene Kompromiss gehe laut Vertrauten von Mofas nicht weit genug und werde nur zur Einziehung von 50 Prozent der angestrebten Zahl von Wehrpflichtigen führen.
    Im Februar hatte sich Israels höchstes Gericht in einer historischen Entscheidung gegen die Freistellung tiefreligiöser Juden vom Militärdienst ausgesprochen. Das Gesetz müsse bis August geändert werden. Daraufhin leitete die Kadima-Partei des Vize-Ministerpräsidenten Schaul Mofas die parlamentarische Kommission zur Ausarbeitung der Gesetzesänderung….

  • In 55 Minuten von Tel Aviv nach Be’er Sheva

    Am Sonntag ist die neue Eisenbahn-Verbindung zwischen Tel Aviv und Be’er Sheva eingeweiht worden. Damit ist es möglich, in 55 Minuten von einer Stadt in die andere zu gelangen, 21 Minuten schneller als zuvor. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte dazu in der wöchentlichen Sitzung des Regierungskabinetts: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass es uns noch im Laufe dieses Jahres gelingen wird, die Fahrtzeit auf 45 Minuten zu reduzieren. […] Be’er Sheva und Tel Aviv sind nun ein zusammenhängendes Gebiet, und junge Menschen aus dem Grossraum Tel Aviv können in Be’er Sheva günstige Wohnungen kaufen und zwischen den beiden Städten pendeln.“…

  • Mini-Raumschiff aus Israel fliegt zum Mond

    Israelische Wissenschaftler und Schüler haben ein kleines Raumschiff entwickelt, welches in ein paar Jahren unbemannt auf dem Rücken eines Kommunikationssatelliten zum Mond fliegen und dort landen soll. Das Team stellte das Modell am Dienstag erstmals bei einem Treffen mit dem Wissenschafts- und Technologie Unterausschuss für Raumfahrt in der Knesset vor. Insgesamt arbeiteten 150 Erwachsene und Teenager an dem Projekt, welches junge Menschen dazu motivieren soll, etwas über Raumfahrt und den Weltraum zu lernen und auch in beruflicher Hinsicht in diese Richtung zu streben. Yariv Bash, Kfir Damari und Yehonatan Weintraub sind die drei jungen Ingenieure, die das Projekt 2010 als gemeinnützige Organisation starteten…

  • Israel entsetzt über UNESCO-Lehrstuhl an der Islamischen Universität Gaza

    Das Aussenministerium des Staates Israel reagiert mit Bestürzung und Entsetzen auf die Nachricht, dass die UNESCO einen Lehrstuhl an der Islamischen Universität Gaza einrichten wird.
    Die Islamische Universität Gaza ist eine bekannte Brutstätte für Terroristen der Hamas. Erst im vergangenen Monat rief der Dekan des Fachbereichs für koranische Studien offen zur islamischen Eroberung des Vatikans und Spaniens auf. Das Motto der UNESCO ist: „Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.“ Die Islamische Universität Gaza vergiftet aber den Geist der Menschen zum Zwecke des Terrorismus. Wissenschaftler und Akademiker der Universität sind nebenher auch Technokraten der Hamas…

  • Hamas führt Hebräisch-Unterricht ein

    Die Hebräisch kommt wieder in Mode. Nach 16 Jahre langer Unterbrechung lernen Schüler im Gazastreifen wieder Hebräisch – obwohl Israel der Erzfeind der Hamas ist. Was sorgt für den Sinneswandel? Ausgerechnet die radikal-islamische Hamas führt den Hebräisch-Unterricht an den allgemeinen Schulen im Gazastreifen wieder ein. Nach den Sommerferien sollen palästinensische Schüler zunächst an 14 von etwa 400 Schulen wieder das Alef, Bet, Gimel, die ersten Buchstaben des hebräischen Alphabets, lernen und die Grammatik pauken…

  • Demonstrant zündet sich selbst an

    Bei einer Protestaktion in der israelischen Stadt Tel Aviv hat sich ein Demonstrant selbst angezündet. Der Mann habe sich während eines Protests mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und in Brand gesteckt, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld.
    Der rund 40 Jahre alte Mann wurde mit schweren Verbrennungen in ein Spital gebracht. Auf Aufnahmen des israelischen Fernsehsenders Channel 10 war zu sehen, wie Menschen versuchten, die Flammen mit Kleidungsstücken und Wasser zu löschen, um den Mann zu retten…

  • Singles fliegen auf Israel

    Sechzig jüdische U.S.-Amerikanerinnen und U.S.-Amerikaner landen in dieser Woche in Israel. Sie träumen nicht nur davon, Aliya zu machen und Israelis zu werden, sondern auch davon, in Israel ihre Liebe zu finden. Es ist das dritte Jahr, in dem Yediot Ahronot dabei hilft, diese Männer und Frauen in Israel „an den Mann zu bringen“. Immerhin hat diese Initiative in den letzten Jahren bereits diverse Ehen und Verlobungen hervorgebracht. Denn eine grosse Zahl von Singles, über die in Yediot Ahronot berichtet wurde, sind inzwischen verheiratet oder zumindest mit Israelis verlobt…

  • Der Deligitimierungskrieg

    Kann die andauernde Deligitimierung Israels bekämpft werden? Ein hochrangiger israelischer Offizieller, der eine Karriere im Bereich der Geheimdienste gemacht hat, sagte mir, dass nichts getan werden könne. Das ist eine leichte Antwort: Wenn eh nichts getan werden kann, warum sollten wir es dann versuchen?

    Das Thema der Delegitimierung ist ein grosses Problem für Israel. Anschuldigungen zu machen ist leicht, aber Lügen zu widerlegen ist schwer, langwierig und oftmals kostspielig. Ein Beispiel: Die deutsche Dichterin, Anti-Israel-Aktivistin und Unterstützerin der Hamas, Irena Wachendorff, behauptete, sie sei jüdisch, Mitglied der liberalen jüdischen Gemeinde und habe in der israelischen Armee gedient. Sie behauptete ausserdem…

  • Zum Bildungsurlaub der besonderen Art nach Israel

    Während ihrer Ferien im Nahen Osten kann man jetzt in Israel den Umgang mit halbautomatischen Waffen erlernen.
    Sommerferien einmal anders: Bei US-Amerikanern ist diese Art von Bildungsurlaub im Nahen Osten beliebt. Sie pilgern nicht nach Israel, um die heiligen Stätten zu besuchen oder in Tel Aviv Party zu machen. Während ihres Urlaubs haben sie nur eines im Sinn: Ihre Treffsicherheit beim Umgang mit Pistolen und halbautomatischen Waffen zu erhöhen.
    Diese Gruppe sitzt auf Plastikstühlen und lauscht andächtig dem Vortrag eines Ausbilders auf dem Schliessplatz von „Caliber 3“. Die Firma in der Nähe des Ortes Efrat südlich von Jerusalem hat sich auf Verteidigungs- und Anti-Terrorismuskurse spezialisiert. Die Ausbilder sind meist Angehörige der israelischen Armee oder Ex-Soldaten. Cheftrainer ist Pazi Zafrir, der ehemalige Sicherheitsdirektor der staatlichen Fluglinie El Al.
    Das Angebot reicht vom zweistündigen Schnupperkurs für Touristen über mehrtägiges „VIP Protection Training“ bis zu Unterrichtseinheiten, die sich unter dem Titel „First Response Teams“ an Personenschützer richten. Für die Teilnehmer an den Kursen gibt es kein Mindestalter. Egal ob Jung oder Alt, man lernt eben nie aus…

  • Schabbat wichtiger als Olympia-Eröffnung

    Israels Staatsoberhaupt Schimon Peres nimmt am 27. Juli nicht an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London teil. Sein Grund: Er will den Schabbat nicht öffentlich entweihen.
    Die Eröffnungsfeier wird an einem Freitagabend stattfinden. Peres ist es sehr wichtig, in seiner öffentlichen Position als Staatsoberhaupt den Schabbat , wie auch die jüdischen Speisegesetze, zu wahren. Die Suche nach einem freien Hotelzimmer in Stadionnähe war durch die Sommerspiele vergeblich. Die israelische Tageszeitung „Ha‘aretz“ berichtete ebenso, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Anfrage des Präsidenten ablehnte, ihn am Freitagabend im Olympischen Dorf unterzubringen. Peres, der mit seinen 88 Jahren ein „guter Läufer“ ist, würde ein Hotelzimmer in weiterer Entfernung nicht ablehnen…