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  • Haaretz ignoriert Israelfeindlichkeit

    „Warum berichtet Haaretz nicht darüber, was die Palästinensische Autonomiebehörde dem Volk und insbesondere den Kindern in Arabisch übermittelt?“, wurde der US-Korrespondent der Haaretz-Zeitung, Chemi Shalev, auf der jährlichen Konferenz des Amerikanisch-Jüdischen Presseverbands in Philadelphia, USA letzte Woche von einer Gruppe von internationalen Journalisten gefragt. In den vergangenen Wochen hatte das palästinensische TV vermehrt antiisraelische Hetze betrieben und zum bewaffneten Widerstand gegen Israel aufgerufen. Auch werden palästinensische Selbstmordattentäter, die Juden töteten, regelmässig als Märtyrer gefeiert und israelische Städte zu arabischen gemacht. Shalev rechtfertigte das Schweigen von Haaretz: „Wir haben keinen Platz um darüber zu berichten“. Daraufhin folgte die Frage: „Wenn Haaretz über den Friedensprozess berichtet, warum werden dann die palästinensischen Sprecher und ihre Reden nicht erwähnt?“ Shalev erwiderte: „Als Editor denke ich nicht, dass es wichtig ist, darüber zu berichten.“ Es sei nicht die Leitlinie von Haaretz, die konstante Botschaft der PA zu übermitteln, räumte Shalev am Ende der Konferenz ein…

  • Was ist klein und macht große Schlagzeilen?

    In Israel leben 7,5 Millionen Menschen, was 0,1 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Als Mini-Nation liefert Israel dennoch um einiges mehr Schlagzeilen als grössere Nationen. Es ist kein Geheimnis, dass Israel die Mehrheit der Menschen nervt. Dafür gibt es politische und geistliche Erklärungen. In Syrien sind seit dem Volksaufstand gegen das Familienregime von Baschar el Assad über 16.000 Menschen im Zeitraum von 15 Monaten ums Leben gekommen. Im israelisch-palästinensischen Konflikt sind gemäss der israelischen Menschenrechtsorganisation Betzelem in den letzten 20 Jahren (seit den Osloer Verträgen 1993) 9500 Palästinenser getötet worden. Der Krieg in Tschetschenien (1994 bis 2001) forderte etwa 200.000 bis 300.000 Todesopfer. Seit Beginn der US-Invasion im Irak im März 2003, haben gemäß dem US-Forschungsinstitut Just Foreign Policy in Washington 1,4 Millionen irakische Bürger ihr Leben im Krieg verloren. Gemäss amerikanischen Militärangaben soll die Zahl der irakischen Toten viel geringer sein…

  • Proteste in Ramallah gegen Friedensgespräche mit Israel

    Am Samstag protestierten Palästinenser in Ramallah gegen ein geplantes Treffen zwischen ihrem Präsidenten Mahmud Abbas und dem israelischen Vize-Regierungschef Schaul Mofas. Etwa 10 000 Demonstranten versammelten sich auf dem Hauptplatz in Ramallah und versuchten, zum Hauptquartier der Regierung zu marschieren. Dabei wurden sie jedoch von Sicherheitskräften aufgehalten, die auf aggressivste Weise auf die Demonstranten einschlugen. Drei Palästinenser, darunter ein Journalist, mussten ins Krankenhaus eingewiesen werden.
    Die Proteste gegen die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit Israel zeigten sich erfolgreich, denn die palästinensische Autonomiebehörde verschob das Treffen mit Mofas auf unbestimmte Zeit.
    Obwohl die Demonstranten ihr Ziel erreichten, gingen die Proteste am Sonntag weiter, diesmal jedoch um gegen die Brutalität der palästinensischen Polizei zu protestieren. Die palästinensische Polizei reagierte darauf mit noch grösserer Brutalität als am Vortag. Ein palästinensischer Journalist sagte: „Es war noch verrückter als gestern, man kann es sich nicht vorstellen – sie haben Mädchen geschlagen und dabei gelacht als wären wir ihnen absolut egal.“…

  • Abbau von Ulpana-Häusern verschoben

    Das Oberste Gericht in Israel hat die Frist für den Abbau der fünf Häuser des Siedlungsaußenpostens Ulpana im Westjordanland bis zum November verlängert. Damit entsprach es einem Antrag der israelischen Regierung.
    Der Aussenposten Ulpana war entsprechend einer gerichtlichen Anordnung in der vergangenen Woche evakuiert worden. Die Gebäude sollten bis zum 1. Juli abgebaut werden. Die Regierung hatte jedoch eine Verlängerung der Frist bis November beantragt. Zur Begründung hiess es, die Gebäude sollten nicht abgerissen, sondern zerlegt und anderswo wieder aufgebaut werden. Das Gericht verlängerte die Frist nun bis zum 15. November. Es berief sich in seiner Entscheidung auf einen Brief der Bau- und Ingenieurabteilung des Verteidigungsministeriums, in dem ein Zeitplan für die Umsetzung des Projektes vorgestellt wurde.

  • 54 Mal lebenslänglich für Hamas-Mitglied

    Ein israelisches Militärgericht hat einen ranghohen Vertreter der Hamas zu einer 54-fachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Ibrahim Hamed soll für den Tod mehrerer Menschen bei Terroranschlägen verantwortlich gewesen sein.
    Hamed, welcher der Führer des militärischen Flügels der Hamas im Westjordanland war, ist in der vergangenen Woche für die Verantwortung einer langen Liste von Selbstmordanschlägen verurteilt worden“, heisst es in einer Stellungnahme der israelischen Armee. „Dabei starben 46 Israelis, rund 400 wurden verletzt.“ Das Hamas -Mitglied hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Terroranschläge geplant, organisiert und ausführen lassen: unter anderem im Jahr 2002 auf das Café „Moment“ in Jerusalem, auf den „Sheffield Club“ in Rischon LeZion und auf die „Frank Sinatra Cafeteria“ in der Hebräischen Universität. Das berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“…

  • IWF verweigert Kredit für palästinensische Autonomiebehörde

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Israel einen Kredit in der Höhe von einer Milliarde Dollar verweigert. Das Geld wäre für die in finanziellen Schwierigkeiten steckende palästinensische Autonomiebehörde gewesen. Der Gouverneur der israelischen Zentralbank, Stanley Fisher, habe den Kredit Mitte April beim IWF in Washington beantragt, berichtete die Zeitung „Haaretz“ am Montag. Demnach bat die Autonomiebehörde Israel, den Antrag für sie zu stellen, da sie selbst kein Staat ist und damit keinen Zugang zu IWF-Krediten hat.
    Laut dem Zeitungsbericht wies der IWF den Antrag aber ab, da er durch die Erteilung eines Kredits an eine nicht-staatliche Institution keinen Präzedenzfall schaffen wollte. Ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter bestätigte auf Anfrage die Angaben der Zeitung.
    Dem Bericht zufolge stellte Fisher den Antrag beim IWF nach einem Gespräch mit dem palästinensischen Regierungschef Salam Fajjad und mit der Zustimmung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
    Netanjahu habe aus Sorge um die Auswirkungen auf die Sicherheitslage im Westjordanland mit den Hilfen die Pleite der Autonomiebehörde verhindern wollen, schrieb „Haaretz“…

  • Israelis und Jordanier: Munition für den Frieden

    In den israelisch-arabischen Beziehungen kam es vergangene Woche zu einem historischen Ereignis. Versteckt vor der Aufmerksamkeit der Medien, berührte es jeden der dabei war und rührte manche zu Tränen: Israelische und jordanische Kriegsveteranen, die vor 45 Jahren gegeneinander gekämpft hatten, besuchten gemeinsam das damals umkämpfte Gebiet in Jerusalem, um sich gegenseitig Respekt zu zollen und ihrer gefallenen Kameraden zu gedenken…

  • Israelische Kirschen auf iranischen Märkten?

    Israelische Kirschen werden im Iran verkauft – dies jedenfalls berichteten dem Internetportal Ynet zufolge iranische Medien in den vergangenen Tagen.
    Ynet berichtet, ein Kilo wahrscheinlich aus Israel kommender Kirschen ginge für 4.500 Toman (etwa 2,30 Euro) über die Ladentische iranischer Obsthändler. Die iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ zitierte den Vorsitzenden der Teheraner Produkt-Gesellschaft, der bestätigt, dass israelisches Obst tatsächlich im Land verkauft würde. Der Import israelischer Waren ist iranischem Recht zufolge verboten. Bereits im Jahr 2009 tauchten jedoch im iranischen Handel Orangen auf, die israelische Herkunftslabels trugen.

  • Geld, Emotionen und Evolution verlieren

    Finanzieller Verlust kann irrationales Verhalten hervorrufen. Wissenschaftler des Weizmann Instituts haben nun enthüllt, dass die Auswirkungen von Verlust sogar noch tiefer gehen:
    Verlust kann unsere Ersteindrücke beeinträchtigen und unser Verständnis der realen Situation stören. Diese Erkenntnisse, die kürzlich im Journal of Neurosciences veröffentlicht wurden, könnten auch Implikationen für unser Verständnis neurologischer Mechanismen haben, die zu den posttraumatischen Stresssymptomen zählen.
    Die Studie wurde von Dr. Rony Paz und seinem Studenten Offir Laufer aus dem Fachbereich Neurobiologie durchgeführt. Die Testpersonen wurden einem Lernprozess, der auf klassischer Konditionierung basierte und Geld involvierte, unterzogen. Sie mussten verschiedene Serien von Tönen, die aus drei verschiedenen Noten bestanden, anhören. Wenn sie eine Note hörten, wurde ihnen mitgeteilt, dass sie eine bestimmte Summe verdient haben. Nach einer zweiten Note sagte man ihnen, dass sie einen Teil ihres Geldes verloren haben. Nach einer dritten Note wurden sie informiert, dass ihr Bankkonto auf demselben Stand geblieben ist…

  • Lieberman verurteilt antisemitische Rede des iranischen Vizepräsidenten

    Die Tatsache, dass noch immer Repräsentanten der UN und europäischer Staaten Konferenzen in Teheran besuchten, wo antisemitische Bemerkungen schlimmster Art gemacht würden, legitimiere das Regime der Ayatollahs im Iran, das eine echte Gefährdung für den Weltfrieden darstelle, so Aussenminister Avigdor Lieberman.
    Lieberman reagierte damit auf eine antisemitische Rede des iranischen Vizepräsidenten Mohammad-Reza Rahimi, die dieser auf einer internationalen Anti-Drogen-Konferenz in Teheran gehalten hatte. Darin machte er das Judentum für den internationalen illegalen Drogenhandel verantwortlich. Rahimi sagte einem Bericht der New York Times zufolge, der Talmud lehre „jeden zu vernichten, der sich den Juden widersetze.“ Er führte demnach weiterhin aus, dass es keine zionistischen Drogenabhängigen gäbe und der Iran jeden bezahlen werde, der auch nur einen einzigen abhängigen Zionisten finde. Da es sie nicht gäbe, sei dies der Beweis für ihre Verbindung zum Drogenhandel…