Autoren-Archive

  • Haifa – Stadt mit Zukunft

    Das in London erscheinende Magazin Monocle hat Haifa zur Stadt mit den besten Investitionsmöglichkeiten für das Jahr 2011 gekürt. Die nordisraelische Metropole konnte damit Konkurrenten wie Berlin und Istanbul hinter sich lassen.
    Trotz seiner beeindruckenden Lage hat sich Haifa in den letzten Jahrzehnten im Niedergang befunden; seit 15 Jahren ist die Bevölkerung rückläufig, und immer mehr junge Leute wandern nach Tel Aviv ab – trotz der beiden Universitäten vor Ort.
    „Aber eine massive Kopf-bis-Fuss-Erneuerung beginnt Wirkung zu zeigen – von Gerüsten und Kränen in der ganzen Stadt bis hin zu renovierten Fassaden und neuen eleganten Restaurants“, schreibt Monocle dazu. „Die Stadtverwaltung hat rund 270 Millionen Euro in die Infrastruktur und Strassen investiert, und die Zahl der Baugenehmigungen ist in den letzten beiden um 83% gestiegen Laut der Stadtverwaltung war 2009 das erste Jahr, das wieder eine positive Nettozuwanderung in die Stadt aufwies.“
    Als wesentlichen Faktor bezeichnet das Magazin den neuen Carmel-Tunnel, der über sechs Kilometer den südwestlichen Teil der Stadt mit ihrem nordöstlichen Teil verbindet.
    Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Montag im Beisein weiterer Mitglieder seines Kabinetts und Bürgermeisters Yonah Yahav den Carmel-Tunnel in Haifa eingeweiht. Es ist dies nun der grösste Tunnel Israels…

  • Israelische Armee verhindert Anschlag an der Grenze

    Eine Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hat in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag eine Gruppe von bewaffneten Palästinensern aufgespürt, die sich im nördlichen Gaza-Streifen dem Sicherheitszaun näherte. Ein Jet der Luftwaffe konnte daraufhin mit Unterstützung von Bodentruppen den Angriff abwehren.
    Seit Anfang des Jahres sind rund 100 terroristische oder terrorähnliche Vorfälle am Sicherheitszaun zwischen dem Gaza-Streifen und Israel registriert worden. Das ist im Durchschnitt ein Anschlag alle drei Tage.

    Die israelische Armee betrachtet die Terrororganisation Hamas als allein verantwortlich für die Aufrechterhaltung der Ruhe im Gaza-Streifen und für jegliche Terroraktivität von dort. Sie wird weiterhin jeden terroristischen Angriff auf den Staat Israel mit Härte beantworten.

  • Türkei gibt Israel die Schuld an WikiLeaks-Veröffentlichungen

    Wer ist verantwortlich für die Veröffentlichung amerikanischer Geheimunterlagen auf der Internetplattform WikiLeaks? Die Türkei hat jetzt den Schuldigen gefunden: Israel. Ein Sprecher von Ministerpräsident Erdogan erklärte, das Offenlegen der Dokumente sei von der israelischen Regierung veranlasst worden, um die Türkei in ein schlechtes Licht zu rücken. „Wir sollten darauf achten, welche Staaten mit der Veröffentlichung zufrieden sind, und Israel ist sehr zufrieden“, sagte Hüseyin Celik, der stellvertretende Vorsitzende von Erdogans Regierungspartei AKP. Ministerpräsident Netanjahu hatte angemerkt, die Geheimdokumente zeigten, dass nicht nur Israel im Iran eine Gefahr für die Region sehe, sondern auch die arabischen Nachbarstaaten. Für die Türkei ist die Veröffentlichung der Geheimdokumente dagegen peinlich: In einer Depesche aus dem Jahr 2004 hatte der damalige US-Botschafter Edelman behauptet, Regierungschef Erdogan verfüge über acht Konten bei schweizerischen Banken. Erdogan bestreitet dies energisch. In Israel betrachtet man die Behauptung der Türkei als weitere anti-jüdische Verschwörungstheorie des ehemaligen Verbündeten. Mittlerweile werden immer neue Details aus den US-Veröffentlichungen bekannt. So berichteten israelische Medien, dass der pakistanische Geheimdienst Israel im Jahr 2009 vor drohenden Anschlägen auf jüdische Ziele in Indien gewarnt habe.

  • 625 neue Wohnungen in Ost-Jerusalem

    Das israelische Innenministerium hat einem Medienbericht zufolge den Bau von 625 neuen Wohnungen in einer jüdischen Siedlung im hauptsächlich von Arabern bewohnten Ostteil von Jerusalem erlaubt.
    Die Wohnungen sollten in der Siedlung Pisgat Seew entstehen, berichtete das Nachrichtenportal Inet am Mittwochabend auf seiner Website unter Berufung auf Vertreter des Ministeriums. Erst am Montag hatte die Stadtverwaltung von Jerusalem in der ebenfalls im Ostteil der Stadt liegenden Siedlung Gilo den Bau von 130 neuen Wohnungen für jüdische Familien erlaubt.
    Der israelische Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten ist einer der Hauptstreitpunkte bei den gegenwärtigen Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern. Die Friedensgespräche waren Anfang September wieder aufgenommen worden.
    Nachdem wenige Wochen später aber ein israelischer Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland auslief und nicht verlängert wurde, kamen die Gespräche wieder zum Erliegen.

  • Millionen Handy-Nutzer ohne Empfang

    Aufgrund eines Netzausfalls bei Israels grösstem Mobilfunkanbieter Cellcom waren am Mittwoch mehr als drei Millionen Handy-Nutzer stundenlang ohne Empfang. Cellcom-Chef Amos Schapira sprach auf einer Pressekonferenz in Tel Aviv vom schwersten technischen Problem seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1994.
    Der Ausfall begann am Mittwochmorgen gegen 10 Uhr. Rund 3,3 Millionen Cellcom-Kunden konnten von da an weder telefonieren, noch Textnachrichten verschicken oder empfangen. Erst am späten Mittwochabend war der Empfang für die meisten Nutzer wieder hergestellt…

  • Ex-Generalstabschef Halutz wird Kadima-Mitglied

    Der frühere israelische Generalstabschef Dan Halutz ist am Donnerstag der Kadima-Partei beigetreten. Für die kommenden Parlamentswahlen will er um einen aussichtsreichen Listenplatz kandidieren. Die Kadima-Vorsitzende Zippi Livni begrüste die Entscheidung des früheren Armeechefs.
    „Ich betrete die Welt der Politik nach tiefgehenden Überlegungen“, sagte Halutz laut einem Bericht der „Jerusalem Post“. „Die Kadima-Partei passt zu meinen politischen Ansichten. Ich glaube, dass Kadima die Partei ist, die den Staat Israel zu den richtigen Entscheidungen führen wird.“
    Livni bezeichnete den Beschluss zum Beitritt als „Beweis für den zunehmenden Trend, dass sich Leute mit den Werten von Kadima identifizieren“. Sie rechne mit vielen weiteren Kandidaten…

  • Die Schweiz kritisierte Israel scharf

    Die UNO-Generalversammlung in New York hat am Dienstag die Lage im Nahen Osten besprochen. Die Schweiz kritisierte dabei Israels Verhalten scharf.
    Die Schweiz rief die israelische Regierung dazu auf, den illegalen Siedlungsbau in palästinensischen Gebieten zu stoppen und die drastischen Handelseinschränkungen im Gazastreifen aufzuheben. Der andauernde Siedlungsbau verletze internationales Recht und untergrabe die Friedensverhandlungen, sagte der Schweizer UNO-Botschafter in New York, Paul Seger, gemäss Redetext.
    Die von Israel eingeführten Restriktionen der Bewegungsfreiheit und des Handels stünden in keinem Verhältnis zum gesuchten militärischen Vorteil und seien deshalb illegal, sagte Seger in der Generalversammlung am Dienstagnachmittag…

  • Benfica Lissabon verliert hoch in Tel Aviv

    In der Gruppe B der Champions League hat Benfica Lissabon eine hohe Niederlage vor den 11668 Zuschauer im Bloomfield Stadium von Tel Aviv einstecken müssen.

    Hapoel Tel Aviv schlug die Portugiesen am Ende mit 3:0. Eran Zehavi konnte in der 24. Minute die Hausherren in Führung bringen.

    Douglas Da Silva sorgte mit seinem Treffer in der 74. Minute für die Vorentscheidung. Zehavi erzielte in der Nachspielzeit noch das Tor zum Endstand.

  • Studie: Tempelberg ohne jüdische Wurzeln

    Das palästinensische Informationsministerium in Ramallah hat eine „Studie“ veröffentlicht, wonach die Jerusalemer Klagemauer zu Al-Aksa-Moschee gehört. Den Angaben zufolge sei die Klagemauer nicht – wie von den Juden behauptet – ein Teil der Westmauer des einstigen Tempels, den König Salomo errichtete. Vielmehr habe sie keinerlei Bezug zum Judentum. „Die Mauer war niemals ein Teil des so genannten Tempelbergs. Aber die toleranten Muslime haben den Juden erlaubt, davor zu stehen und ihre Zerstörung zu beklagen“, schreibt der Autor der Studie, Al-Mutawakel Taha. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass kein Muslim das Recht habe, auch nur einen Stein dieser Mauer aufzugeben. Die Kritik von israelischer Seite fiel entsprechend heftig aus. Die Studie ignoriere Berge von archäologischen Befunden, die bewiesen, dass der jüdische Tempel an dieser Stelle gestanden habe. Regierungssprecher Mark Regev sagte, wer die jüdische Verbindung zur Klagemauer leugne, leugne die Realität. Es gehe darum, die Verbindung der Juden zu Jerusalem und zu Israel zu bestreiten. Das sei das wahre Ziel der palästinensischen Führung, so der Regierungssprecher.

  • Syrischer Aussenminister befürchtet Krieg mit riesigen Zerstörungen

    Alle Verhandlungen über die Nahost-Regelung mit der derzeitigen israelischen Führung sind „reine Zeitverschwendung“ – behauptet der syrische Aussenminister Walid Muallem und befürchtet einen neuen Krieg.
    Israel weiche einer Friedensregelung im Nahen Osten aus und blockiere den Friedensprozess, sagte Muallem in einem Interview für die Zeitung „Anba Moscu“, die RIA Novosti auf Arabisch herausgibt.
    Israels Haltung erhöhe die „Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges in der Region“. In diesem Krieg werde es „weder Sieger noch Besiegte“ geben: „Alle werden verlieren, denn die gegenwärtigen Militärtechnologien ermöglichen, selbst der Konfliktpartei mit höherem Militärpotential riesige Zerstörungen zuzufügen“.
    Zu den Aussichten auf eine Regelung zwischen Israel und Syrien sagte Muallem, allen Verhandlungen müsse die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien zugrunde liegen: „Das ist kein Gegenstand der Verhandlungen, sondern eine Grundlage für weitere Gespräche“.