Autoren-Archive

  • 625 neue Wohnungen in Ost-Jerusalem

    Das israelische Innenministerium hat einem Medienbericht zufolge den Bau von 625 neuen Wohnungen in einer jüdischen Siedlung im hauptsächlich von Arabern bewohnten Ostteil von Jerusalem erlaubt.
    Die Wohnungen sollten in der Siedlung Pisgat Seew entstehen, berichtete das Nachrichtenportal Inet am Mittwochabend auf seiner Website unter Berufung auf Vertreter des Ministeriums. Erst am Montag hatte die Stadtverwaltung von Jerusalem in der ebenfalls im Ostteil der Stadt liegenden Siedlung Gilo den Bau von 130 neuen Wohnungen für jüdische Familien erlaubt.
    Der israelische Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten ist einer der Hauptstreitpunkte bei den gegenwärtigen Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern. Die Friedensgespräche waren Anfang September wieder aufgenommen worden.
    Nachdem wenige Wochen später aber ein israelischer Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland auslief und nicht verlängert wurde, kamen die Gespräche wieder zum Erliegen.

  • Millionen Handy-Nutzer ohne Empfang

    Aufgrund eines Netzausfalls bei Israels grösstem Mobilfunkanbieter Cellcom waren am Mittwoch mehr als drei Millionen Handy-Nutzer stundenlang ohne Empfang. Cellcom-Chef Amos Schapira sprach auf einer Pressekonferenz in Tel Aviv vom schwersten technischen Problem seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1994.
    Der Ausfall begann am Mittwochmorgen gegen 10 Uhr. Rund 3,3 Millionen Cellcom-Kunden konnten von da an weder telefonieren, noch Textnachrichten verschicken oder empfangen. Erst am späten Mittwochabend war der Empfang für die meisten Nutzer wieder hergestellt…

  • Ex-Generalstabschef Halutz wird Kadima-Mitglied

    Der frühere israelische Generalstabschef Dan Halutz ist am Donnerstag der Kadima-Partei beigetreten. Für die kommenden Parlamentswahlen will er um einen aussichtsreichen Listenplatz kandidieren. Die Kadima-Vorsitzende Zippi Livni begrüste die Entscheidung des früheren Armeechefs.
    „Ich betrete die Welt der Politik nach tiefgehenden Überlegungen“, sagte Halutz laut einem Bericht der „Jerusalem Post“. „Die Kadima-Partei passt zu meinen politischen Ansichten. Ich glaube, dass Kadima die Partei ist, die den Staat Israel zu den richtigen Entscheidungen führen wird.“
    Livni bezeichnete den Beschluss zum Beitritt als „Beweis für den zunehmenden Trend, dass sich Leute mit den Werten von Kadima identifizieren“. Sie rechne mit vielen weiteren Kandidaten…

  • Die Schweiz kritisierte Israel scharf

    Die UNO-Generalversammlung in New York hat am Dienstag die Lage im Nahen Osten besprochen. Die Schweiz kritisierte dabei Israels Verhalten scharf.
    Die Schweiz rief die israelische Regierung dazu auf, den illegalen Siedlungsbau in palästinensischen Gebieten zu stoppen und die drastischen Handelseinschränkungen im Gazastreifen aufzuheben. Der andauernde Siedlungsbau verletze internationales Recht und untergrabe die Friedensverhandlungen, sagte der Schweizer UNO-Botschafter in New York, Paul Seger, gemäss Redetext.
    Die von Israel eingeführten Restriktionen der Bewegungsfreiheit und des Handels stünden in keinem Verhältnis zum gesuchten militärischen Vorteil und seien deshalb illegal, sagte Seger in der Generalversammlung am Dienstagnachmittag…

  • Benfica Lissabon verliert hoch in Tel Aviv

    In der Gruppe B der Champions League hat Benfica Lissabon eine hohe Niederlage vor den 11668 Zuschauer im Bloomfield Stadium von Tel Aviv einstecken müssen.

    Hapoel Tel Aviv schlug die Portugiesen am Ende mit 3:0. Eran Zehavi konnte in der 24. Minute die Hausherren in Führung bringen.

    Douglas Da Silva sorgte mit seinem Treffer in der 74. Minute für die Vorentscheidung. Zehavi erzielte in der Nachspielzeit noch das Tor zum Endstand.

  • Studie: Tempelberg ohne jüdische Wurzeln

    Das palästinensische Informationsministerium in Ramallah hat eine „Studie“ veröffentlicht, wonach die Jerusalemer Klagemauer zu Al-Aksa-Moschee gehört. Den Angaben zufolge sei die Klagemauer nicht – wie von den Juden behauptet – ein Teil der Westmauer des einstigen Tempels, den König Salomo errichtete. Vielmehr habe sie keinerlei Bezug zum Judentum. „Die Mauer war niemals ein Teil des so genannten Tempelbergs. Aber die toleranten Muslime haben den Juden erlaubt, davor zu stehen und ihre Zerstörung zu beklagen“, schreibt der Autor der Studie, Al-Mutawakel Taha. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass kein Muslim das Recht habe, auch nur einen Stein dieser Mauer aufzugeben. Die Kritik von israelischer Seite fiel entsprechend heftig aus. Die Studie ignoriere Berge von archäologischen Befunden, die bewiesen, dass der jüdische Tempel an dieser Stelle gestanden habe. Regierungssprecher Mark Regev sagte, wer die jüdische Verbindung zur Klagemauer leugne, leugne die Realität. Es gehe darum, die Verbindung der Juden zu Jerusalem und zu Israel zu bestreiten. Das sei das wahre Ziel der palästinensischen Führung, so der Regierungssprecher.

  • Syrischer Aussenminister befürchtet Krieg mit riesigen Zerstörungen

    Alle Verhandlungen über die Nahost-Regelung mit der derzeitigen israelischen Führung sind „reine Zeitverschwendung“ – behauptet der syrische Aussenminister Walid Muallem und befürchtet einen neuen Krieg.
    Israel weiche einer Friedensregelung im Nahen Osten aus und blockiere den Friedensprozess, sagte Muallem in einem Interview für die Zeitung „Anba Moscu“, die RIA Novosti auf Arabisch herausgibt.
    Israels Haltung erhöhe die „Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges in der Region“. In diesem Krieg werde es „weder Sieger noch Besiegte“ geben: „Alle werden verlieren, denn die gegenwärtigen Militärtechnologien ermöglichen, selbst der Konfliktpartei mit höherem Militärpotential riesige Zerstörungen zuzufügen“.
    Zu den Aussichten auf eine Regelung zwischen Israel und Syrien sagte Muallem, allen Verhandlungen müsse die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien zugrunde liegen: „Das ist kein Gegenstand der Verhandlungen, sondern eine Grundlage für weitere Gespräche“.

  • Europäischer Haftbefehl gegen mutmasslichen SS-Verbrecher

    Die Niederlande erhöhen den Druck auf Deutschland, einen in Ingolstadt lebenden mutmasslichen NS-Kriegsverbrecher doch noch auszuliefern. In dem seit Jahrzehnten andauernden Rechtsstreit erließen sie einen europäischen Haftbefehl gegen den inzwischen 88-jährigen Klaas Carel F., wie die Staatsanwaltschaft in Den Haag mitteilte. Ein Erfolg ist nach bayerischen Angaben aber zweifelhaft.
    Der gebürtige Niederländer, der im Zweiten Weltkrieg dem SS-Sonderkommando „Silbertanne“ angehörte, war 1947 in den Niederlanden wegen der Ermordung von 22 Juden zum Tode verurteilt worden, die Strafe wurde aber in lebenslange Haft umgewandelt. 1952 brach F. aus dem Gefängnis in den Niederlanden aus und floh nach Deutschland.
    Die niederländischen Behörden wollen mit dem Haftbefehl die Auslieferung von F. erreichen. Ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums sagte auf Anfrage, sobald der Haftbefehl den deutschen Behörden vorliege, werde er durch den Münchner Generalstaatsanwalt geprüft. Der Sprecher verwies aber darauf, dass in der Vergangenheit die niederländischen Bemühungen zur Auslieferung von F. in Deutschland zurückgewiesen worden waren und sich an der Sachlage seiner Kenntnis nach nichts geändert habe.
    Die nach der Flucht von F. wiederholten Auslieferungsbemühungen scheiterten bisher, weil dieser auf Grund eines Erlasses aus dem Jahr 1943 als ehemaliger SS-Mann die deutsche Staatsbürgerschaft hat und Deutschland seine Staatsbürger nicht ausliefert. Der Versuch, F. stattdessen direkt in Deutschland wegen der Taten zu belangen, scheiterte zuletzt 2004. Damals lehnte das Landgericht Ingolstadt die Eröffnung des Verfahrens ab…

  • Israel und Philippinen unterzeichnen Zollabkommen

    Israels stellvertretender Aussenminister Danny Ayalon und die Botschafterin der Philippinen in Israel, Petrolina P. Garcia, haben am Dienstag ein Abkommen über gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten zwischen beiden Ländern unterzeichnet.
    Das Abkommen ist das erste seiner Art zwischen Israel und den Philippinen. Es legt Parameter für den Informations- und Wissensaustausch fest, der den Handel sowie die Untersuchung und Verfolgung von Zollverstössen erleichtern wird.
    Ayalon betonte: „Dieses Abkommen stellt eine wichtige Wegmarke innerhalb von Israels Beziehungen mit den Philippinen dar, insbesondere angesichts des jüngsten steilen Anstiegs im Handelsvolumen zwischen beiden Ländern. Asien wird zu einem zentralen Faktor in der Weltwirtschaft, und das israelische Aussenministerium arbeitet mittels einer Vielzahl von Kanälen auf die Präsenzsteigerung der israelischen Wirtschaft in ganz Asien hin.“…

  • Terroraktivitäten im Westjordanland vereitelt

    Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Dienstagmorgen bei einer Kontrolle südlich von Tulkarem im Westjordanland in einem Fahrzeug mit vier palästinensischen Insassen sieben Rohrbomben entdeckt. Spezialkräfte der Armee brachten die Bomben im Anschluss kontrolliert zur Sprengung; die vier Tatverdächtigen wurden zwecks Verhörs verhaftet…