Autoren-Archive

  • Bald Marihuana in Apotheken

    Der Fachausschuss des Gesundheitsministeriums für die Prüfung der medizinischen Anwendung von Cannabis hat am Mittwoch die Aufnahme der Droge in die offizielle Liste von Medikamenten empfohlen. Bereits in einem halben Jahr soll Marihuana in israelischen Apotheken erhältlich sein.
    Zur Klärung der Fragen, die den Anbau der Pflanze und weitere Fragen des konkreten Prozederes betreffen, soll nun auf Empfehlung des Ausschussvorsitzenden, Dr. Yehuda Baruch von der psychiatrischen Klinik Abrabanel, ein interministerieller Ausschuss gebildet werden.
    Baruch beschreibt die Vorteile von Marihuana wie folgt: „Im Bereich der Schmerztherapie gibt es keinen Zweifel, dass es dem Kranken hilft. Und es ist auch bewiesen, dass es bei Krankheiten wie Multiple Sklerose hilft. Die Droge hat brechreizhemmende Wirkung, was bei der Behandlung von Brechphänomenen von Krebskranken nach der Chemotherapie ausgenutzt wird, und weitere positive Wirkungen.“

  • Vize-Bürgermeister nach anti-arabischen Äusserungen entlassen

    Der Bürgermeister der nordisraelischen Stadt Karmiel, Adi Eldar, hat seinen Stellvertreter entlassen: Oren Milstein hatte sich zu oft abwertend über Araber geäussert.
    Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ meldet, gab es schon lange Beschwerden über „diskriminierende“ und „rassistische“ Kommentare und Aktionen Milsteins. Den Vorwürfen nach sei es sein Ziel, Araber vollständig aus Karmiel zu vertreiben, um den „jüdisch-zionistischen Charakter“ der Stadt zu bewahren. Ende Oktober habe er in einer Anzeige die Bürger darum gebeten, ihn per E-Mail auf Wohnungen, die an Araber verkauft oder vermietet werden sollen, hinzuweisen. Milstein bestreitet, die Zeitungsanzeige aufgegeben zu haben, sagte aber, dass Juden und Araber besser getrennt voneinander leben sollten…

  • Streit um Moschee

    In der Beduinenstadt Rahat (30.000 Einwohner) wurde während der frühen Morgenstunden eine Moschee unter Aufsicht von 700 israelischen Polizisten abgerissen, die ohne jegliche Genehmigungen errichtet wurde. „Es ist unsere Aufgabe, das Gesetz im Land zu beachten und dies ist eine Botschaft an alle, die illegal im Land Häuser errichten“, erklärte der Polizeibefehlshaber des Südbezirkes, Yohanan Danino. Obwohl hunderte Beduinen dagegen demonstrierten, kam es nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Verletzten auf beiden Seiten. Der Bürgermeister von Rahat Faiz Abu Seheban kritisierte jedoch Israels Verhalten. „Dies ist ein krimineller Akt des Staates Israel und ich bin darüber schockiert“, erklärte Abu Seheban gegenüber den israelischen Medien…

  • Israel plant Truppenabzug aus libanesischem Teil von Grenzdorf Gajar

    Der israelische Premier Benjamin Netanjahu stellt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Montag den Plan zum Truppenabzug aus dem nördlichen (libanesischen) Teil des Dorfes Gajar vor.
    Das teilte der Radiosender Kol Israel am Sonntag unter Berufung auf dem Premier nahe stehende Personen mit.
    Das Dorf, dessen nördliche Hälfte zum Libanon gehört, steht seit dem zweiten Libanon-Krieg 2006 vollständig unter israelischer Kontrolle.
    Das Treffen zwischen Netanjahu und Ban Ki-moon ist für diesen Montag in New York angesetzt. In einer Woche, nach der Rückkehr von seiner US-Reise, soll der israelische Premier dem militärpolitischen Kabinett den Abzugsplan zur Bestätigung vorlegen.
    Das Dorf Gajar war 1967 von Israel besetzt und in den Jahren 2000 bis 2006 in zwei Teile geteilt worden. Während des Libanon-Feldzugs im Sommer 2006 hatten die israelischen Truppen das ganze Dorf, in dem etwa 2000 Menschen leben, eingenommen.
    Die Israelis haben sich wiederholt bereit erklärt, den nördlichen Teil von Gajar zu räumen, jedes Mal aber ihre Entscheidung mit der Begründung verschoben, alle Sicherheitsfragen sorgfältig durchdenken zu müssen.

  • Arekat: „Das Spiel hat ein Ende!“

    „Wir haben das Ende des Spiels erreicht“, sagte der palästinensische Unterhändler Areakt gestern der arabischen Zeitung Sharq el Awsat. „Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu muss sich entscheiden, ob er Frieden oder jüdische Siedlungen will. Nur eins von beiden!“ Auf Bitten der amerikanischen Regierung gaben die Palästinenser Washington eine Frist von drei Wochen, um mit Israel eine neue Formel auszuarbeiten, demnach Israels Regierung die jüdischen Siedlungsbau im biblischen Kernland Judäa und Samaria weiterführen kann, ohne deswegen die innenpolitischen Situation für Netanjahus Koalition noch schwieriger zu machen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu flog heute mit seiner Frau Sarah und seinem Sohn Yair in die USA und wird dort mit dem US-Vizepräsident Joe Biden zusammentreffen und die festgefahrene Situation im Friedensprozess mit den Palästinensern besprechen. Sollte Netanjahu den Baustopp in Judäa und Samaria fortführen, könne deswegen seine Regierungskoalition fallen und aus diesem Grund zögert Netanjahu eine Entscheidung zu treffen.

  • Angst vor Google

    Der Chef des israelischen Sicherheitsdienstes Schin Bet, Yuval Diskin, sieht im Internet und seinen öffentlichen und freien Informationen ein deutliches Sicherheitsrisiko für Israel. „Informationen, die früher nur einem eingeschränkten Personenkreis in staatlichen Stellen zur Verfügung standen, können nun von jedermann abgerufen werden. Insbesondere terroristischen Gruppen kommen problemlos an fast alle möglichen und sensiblen Daten“, erklärte Diskin vor der jüngsten Sicherheitskonferenz in Tel Aviv. „Einst hatten nur Staaten und Weltmächte Zugang zu Informationen, die heute über Internet-Systeme wie Google Earth, weltweit verstreute Webcams oder iPhone-Applikationen, die in Echtzeit hochwertige Daten liefern, verfügbar sind.“ Zur Erinnerung: Ende 2008 kam es im indischen Mumbai zu Terroranschlägen, die mit ausführlicher Hilfe von Google Earth koordiniert werden konnten. Auf der anderen Seite nutzt Israels Vize-Außenminister Danny Ayalon (siehe Bild) das Internet aus, um mit arabischen Internetusern in den moslemischen Länder in dieser Region zu chatten.

  • UN-Bericht: Hohe Lebensqualität in Israel

    Der am Donnerstag veröffentlichte UN-Bericht zur menschlichen Entwicklung hat Israel den 15. Platz seiner Rangliste zur Lebensqualität auf der Welt zugewiesen. Der alljährliche Bericht des UN-Entwicklungsprogramms evaluiert den Stand der menschlichen Entwicklung jenseits der rein makroökonomischen Aspekte von nationalem Fortschritt.
    Insgesamt wurden 169 Staaten bewertet. Ins Gewicht fielen dabei Faktoren wie Gesundheit, Erziehung, individuelles Einkommen und Lebenserwartung.
    Die Rangliste wird angeführt von Norwegen, Australien und Neuseeland. Dahinter folgen die USA, Irland, Liechtenstein, die Niederlande, Kanada, Schweden, Deutschland, Japan, Südkorea, die Schweiz und Frankreich. Die Schlusslichter bilden Niger, die Demokratische Republik Kongo und zuletzt Simbabwe.

  • Ägyptens Geheimdienstchef in Israel

    Israels Präsident Shimon Peres hat sich am Donnerstag in Jerusalem mit dem Leiter des ägyptischen Geheimdienstes, Omar Suleiman, getroffen. Bei ihrem Gespräch berieten die beiden über mögliche Wege, die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern wieder in Gang zu bringen, und weitere die Region betreffende sicherheitspolitische Fragen.
    Peres würdigte Ägyptens Rolle im Friedensprozess und betonte: „Suleiman ist nach Israel gekommen, um dabei zu helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden, die es bei den Verhandlungen gibt, und wird als Freund und jemand, der in den Prozess involviert ist, empfangen.“
    Suleiman wies dann auch darauf hin, dass Ägyptens Präsident Hosni Mubarak sehr besorgt über die Zukunft der Region sei und ihn, Suleiman, nach Israel gesandt habe, um sicherzustellen, dass das „Momentum des Friedensprozesses weitergeht“.

  • Ahmadinedschad: „Facebook und Twitter helfen Iran zu stürzen“

    Für die iranische Totalitärherrschaft unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind Facebook und Twitter israelische Spionagenetze die mit Revolten im Volk seine Regierung stürzen wollen. Darüber sendete das iranische Fernsehen im Oktober einen ausführlichen Bericht. „Israel und die Amerikaner versuchen mit den gesellschaftlichen Netzwerken wie Facebook und Twitter das iranische Volk gegen den Staatsführer aufzuhetzen, um somit die Regierung zu stürzen“, hiess es in der iranischen Staatssendung. Wer deutlich in der Sendung hervorgehoben wurde, war Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, ein amerikanischer Jude. „Zuckerberg zählt zu den 50 einflussreichsten und brillantesten Menschen in den USA, die sich als Atheisten bezeichnen! Facebook und Twitter leiten eine systematische Gehirnwäsche gegen das iranische Volk und so wurden in den letzten 15 Monaten die iranischen Straßenaufstände von Spionen innerhalb von Twitter und Facebook befehligt. Das Hauptquartier der jüngsten Aufstände im Iran war bei Facebook.“ http://www.youtube.com/watch?v=V9bluTcULG0

  • UNESCO: Rachels Grab ist eine Moschee

    Die UNESCO ist eine Organisation, die sich für das Weltkulturerbe im Auftrag der UNO einsetzt. Sie hat jetzt beschlossen, dass Rachels Grab zwischen Jerusalem und Bethlehem eine heilige Stätte der Moslems sei, eine Moschee mit Namen „Bilal Bin Rabah“. Aus diesem Grund forderte die UNESCO, dass Israel diese jüdische Grabstätte, wo Jakobs Lieblingsfrau Rachel begraben liegt, aus seiner national-jüdischen Erbliste entfernen. „Dies ist ein weiterer Schritt, Israels jüdische Rechte auf dieses Land zu vernichten“, erklärte Israels Vize-Aussenminister Danny Ayalon, der deswegen jegliche Beziehungen zwischen Israel und UNSECO abbrechen möchte. „Dies ist ein weiterer Erfolg palästinensischer Bemühungen, Israels Erbrecht auf das Gelobte Land ungültig zu machen.“ Auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu reagierte mit einem Schreiben darauf: „Das ist einfach absurd! Wenn nicht einmal die Grabstätten unserer Erzväter und Erzmütter wie Abraham, Isaak, Jakob, Sarah, Rebekka und Rachel als jüdische Erbstätte anerkannt werden, was ist dann eine gültige Erbstätte unseres Volkes in diesem Land?“ Die politische Rechthaberei im israelisch-palästinensischen Konflikt verschiebt sich immer mehr auf die religiöse Schiene, dort wo zwischen dem biblischen und koranischen Erbrecht auf dieses Land gewettet wird.