Autoren-Archive

  • UN-Bericht: Hohe Lebensqualität in Israel

    Der am Donnerstag veröffentlichte UN-Bericht zur menschlichen Entwicklung hat Israel den 15. Platz seiner Rangliste zur Lebensqualität auf der Welt zugewiesen. Der alljährliche Bericht des UN-Entwicklungsprogramms evaluiert den Stand der menschlichen Entwicklung jenseits der rein makroökonomischen Aspekte von nationalem Fortschritt.
    Insgesamt wurden 169 Staaten bewertet. Ins Gewicht fielen dabei Faktoren wie Gesundheit, Erziehung, individuelles Einkommen und Lebenserwartung.
    Die Rangliste wird angeführt von Norwegen, Australien und Neuseeland. Dahinter folgen die USA, Irland, Liechtenstein, die Niederlande, Kanada, Schweden, Deutschland, Japan, Südkorea, die Schweiz und Frankreich. Die Schlusslichter bilden Niger, die Demokratische Republik Kongo und zuletzt Simbabwe.

  • Ägyptens Geheimdienstchef in Israel

    Israels Präsident Shimon Peres hat sich am Donnerstag in Jerusalem mit dem Leiter des ägyptischen Geheimdienstes, Omar Suleiman, getroffen. Bei ihrem Gespräch berieten die beiden über mögliche Wege, die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern wieder in Gang zu bringen, und weitere die Region betreffende sicherheitspolitische Fragen.
    Peres würdigte Ägyptens Rolle im Friedensprozess und betonte: „Suleiman ist nach Israel gekommen, um dabei zu helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden, die es bei den Verhandlungen gibt, und wird als Freund und jemand, der in den Prozess involviert ist, empfangen.“
    Suleiman wies dann auch darauf hin, dass Ägyptens Präsident Hosni Mubarak sehr besorgt über die Zukunft der Region sei und ihn, Suleiman, nach Israel gesandt habe, um sicherzustellen, dass das „Momentum des Friedensprozesses weitergeht“.

  • Ahmadinedschad: „Facebook und Twitter helfen Iran zu stürzen“

    Für die iranische Totalitärherrschaft unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind Facebook und Twitter israelische Spionagenetze die mit Revolten im Volk seine Regierung stürzen wollen. Darüber sendete das iranische Fernsehen im Oktober einen ausführlichen Bericht. „Israel und die Amerikaner versuchen mit den gesellschaftlichen Netzwerken wie Facebook und Twitter das iranische Volk gegen den Staatsführer aufzuhetzen, um somit die Regierung zu stürzen“, hiess es in der iranischen Staatssendung. Wer deutlich in der Sendung hervorgehoben wurde, war Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, ein amerikanischer Jude. „Zuckerberg zählt zu den 50 einflussreichsten und brillantesten Menschen in den USA, die sich als Atheisten bezeichnen! Facebook und Twitter leiten eine systematische Gehirnwäsche gegen das iranische Volk und so wurden in den letzten 15 Monaten die iranischen Straßenaufstände von Spionen innerhalb von Twitter und Facebook befehligt. Das Hauptquartier der jüngsten Aufstände im Iran war bei Facebook.“ http://www.youtube.com/watch?v=V9bluTcULG0

  • UNESCO: Rachels Grab ist eine Moschee

    Die UNESCO ist eine Organisation, die sich für das Weltkulturerbe im Auftrag der UNO einsetzt. Sie hat jetzt beschlossen, dass Rachels Grab zwischen Jerusalem und Bethlehem eine heilige Stätte der Moslems sei, eine Moschee mit Namen „Bilal Bin Rabah“. Aus diesem Grund forderte die UNESCO, dass Israel diese jüdische Grabstätte, wo Jakobs Lieblingsfrau Rachel begraben liegt, aus seiner national-jüdischen Erbliste entfernen. „Dies ist ein weiterer Schritt, Israels jüdische Rechte auf dieses Land zu vernichten“, erklärte Israels Vize-Aussenminister Danny Ayalon, der deswegen jegliche Beziehungen zwischen Israel und UNSECO abbrechen möchte. „Dies ist ein weiterer Erfolg palästinensischer Bemühungen, Israels Erbrecht auf das Gelobte Land ungültig zu machen.“ Auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu reagierte mit einem Schreiben darauf: „Das ist einfach absurd! Wenn nicht einmal die Grabstätten unserer Erzväter und Erzmütter wie Abraham, Isaak, Jakob, Sarah, Rebekka und Rachel als jüdische Erbstätte anerkannt werden, was ist dann eine gültige Erbstätte unseres Volkes in diesem Land?“ Die politische Rechthaberei im israelisch-palästinensischen Konflikt verschiebt sich immer mehr auf die religiöse Schiene, dort wo zwischen dem biblischen und koranischen Erbrecht auf dieses Land gewettet wird.

  • Studenten in Israel fordern ein Ende der Förderung für Ultra-Orthodoxe

    Am Mittwoch gab es in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und anderen Städten in Israel Demonstrationen von tausenden Studenten, die ein Ende der Bevorzugung der ultra-orthodoxen Yeshiva-Studenten forderten. Seit Jahrzehnten erhalten diese staatliche Stipendien, so dass sie sich voll ihren religiösen Studien widmen können und nicht arbeiten müssen. Normale Studenten erhalten diese nicht. Dies hatte in diesem Jahr das oberste Gericht kritisiert und eine „gerechte“ Regelung für alle Studenten gefordert. Trotzdem hat das Finanzministerium für das kommende Haushaltsjahr rund 22 Millionen Euro für die Yeshiva-Stipendien beschlossen.

  • Neuer Simulator zum Training für Chemie-Angriff

    Das israelische Heimatfrontkommando hat am Donnerstag einen Simulator zum Training für Angriffen mit chemischen Waffen in Betrieb genommen. Zum Auftakt hielt es eine gross angelegte Übung ab.
    Unter anderem simulierte das Heimatfrontkommando Angriffe mit unkonventionellen Waffen auf Tel Aviv, bei denen eine Rakete auch in einem Stadion einschlug. Oberstleutnant Nir Golkin, Leiter der Abteilung für Forschung und Entwicklung, sagte, der Simulator ermögliche das Training zum Verhalten bei Bedrohungen, wie es auf freien Feld fast nicht eingeübt werden könne. „Es ist äusserst schwierig, einen chemischen Raketenangriff auf Tel Aviv zu simulieren. In den Simulator können wir alle unterschiedlichen Parameter einbauen und es möglichst echt wirken lassen.“
    Zudem könne das Heimatfrontkommando die Ergebnisse der Simulation sofort auswerten, fügte Golkin laut der „Jerusalem Post“ hinzu. „Nehmen Sie zum Beispiel einen chemischen Sprengkopf. Ein Kommandeur sieht die Wolke und muss Windgeschwindigkeit und -richtung untersuchen und der Öffentlichkeit bekanntgeben, von welchem Gebiet sie sich fernhalten muss. Im Simulator können wir sehen, ob er die richtige oder die falsche Entscheidung getroffen hat.“
    Vor zwei Jahren hatte das Heimatfrontkommando mit der Firma „Elbit Systems Ltd.“ einen Millionenvertrag über die Errichtung eines Trainingssimulators abgeschlossen. Dieser wurde im Hauptquartier bei Ramle aufgestellt.

  • Südafrikanische Oper: „Gegen Israelboykott“

    Die südafrikanische Oper „Cape Town Opera“ will Israel nicht boykottieren. Einen Boykott hatte der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu gefordert.
    Der Direktor Michael Williams begründet die Ablehnung des Boykotts auf der Website der südafrikanischen Oper. Sie wolle im Nahostkonflikt unparteiisch bleiben. Ein Boykott Israels wäre eine einseitige Parteinahme zugunsten der Palästinenser. Als Zeichen dafür, dass die Oper trotz des Besuchs in Israel unparteiisch sei, berichtet Williams über geplante Auftritte in der arabischen Welt.
    Erzbischof Tutu fürchtet nach Angaben der Zeitung „Ha´aretz“, Israel wolle die südafrikanischen Opernsänger dazu verführen, es als demokratischen Staat anzusehen. Er verglich die Reise der südafrikanischen Künstler nach Israel mit Auftritten internationaler Vertreter im Südafrika der Apartheid. Tutu hat sich laut „Ha’aretz“ zu einem scharfen Kritiker Israels entwickelt. Erst vor einem Monat hatte er sich für einen Boykott Israels durch südafrikanische Akademiker ausgesprochen.
    Die israelische Regierung hat sich kritisch zu den Worten Desmond Tutus geäussert. Ein Sprecher bezeichnete gegenüber der BBC die Äusserungen als einseitig. Ferner lehnt er jeden Vergleich zwischen dem südafrikanischen Apartheid-Regime und Israel ab. Es gebe in Israel weder diskriminierende Gesetze noch Rassismus. Vielmehr seien Araber sogar in der Regierung. Zum Aufruf Tutus sagte der Sprecher, ein Boykott sei kein Weg zum Frieden.

  • Israelischer Araber gesteht Agententätigkeit für Hisbollah

    Der arabisch-israelische Autor und Aktivist Amir Machul hat eine Spionage für die Hisbollah-Miliz gestanden. Im Gegenzug entfernte die Staatsanwaltschaft den Punkt „Unterstützung eines Feindes in Kriegszeit“ aus der Anklageschrift.
    Machul gibt zu, einen ausländischen Agenten kontaktiert zu haben. Zudem bekennt er sich zu einer Verschwörung zur Unterstützung des Feindes in Kriegszeit und zu schwerwiegender Spionage für die Hisbollah im Libanon. Nachdem der schwerste Anklagepunkt gestrichen wurde, liegt die Höchststrafe für die verbleibenden Vergehen zwischen sieben und zehn Jahren Haft. Dies meldet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“.
    „Der Prozess wurde als Versuch dargestellt, mit einem unschuldigen Mann wegen seiner politischen Aktivitäten abzurechnen“, begründete die Staatsanwaltschaft die Vereinbarung mit Machul. „Es gab auch unbegründete Gerüchte über unrechtmäßige Mittel, die der Geheimdienst Schabak und die Polizei angewendet hätten, um ein falsches Geständnis herauszuziehen. Im letzten Zugeständnis vor dem Gericht setzt der Angeklagte diesen Gerüchten ein Ende und klärt zweifellos, dass sein Geständnis echt ist.“
    Der 52-jährige israelische Araber wurde im Mai festgenommen.

  • De Maizière zu Gesprächen in Israel

    Thomas de Maizière besucht am Sonntag zum ersten Mal in seiner Funktion als Bundesinnenminister Israel. Schwerpunkte der dreitägigen Reise sind allgemeine Sicherheitsfragen und mögliche israelische Investitionen in den Neuen Bundesländern.
    Auf der Agenda steht unter anderem ein Treffen mit Staatspräsident Schimon
    Peres, heisst es in einer Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes. An der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem wird de Maizière einen Kranz niederlegen.
    Anlass für die Gespräche zu Sicherheitsfragen ist die Internationale Heimatschutzkonferenz in Tel Aviv, auf der der Bundesinnenminister zum Thema Internationaler Terrorismus sprechen wird. De Maizière wird sich zudem mit dem israelischen Minister für Öffentliche Sicherheit, Jitzhak Aharonowitsch, und weiteren Fachleuten aus dem Sicherheitsbereich treffen.
    Israelische Investitionen in deutsche Standorte stehen im Mittelpunkt beim Besuch einer Investorenkonferenz, die die Deutsch-Israelische Aussenhandelskammer im Auftrag von „Germany Trade and Invest“ organisiert. Den Vertretern israelischer Unternehmen wird de Maizière besonders Standorte in den Neuen Bundesländern präsentieren.

  • Archäologe Ehud Netzer verunglückt

    Der berühmte israelische Archäologe Ehud Netzer ist tot. Er erlag am Donnerstag den schweren Verletzungen, die er sich drei Tage zuvor bei einem Sturz bei Ausgrabungen im Herodium zugezogen hatte. Er wurde 76 Jahre alt.
    Netzer gilt als einer der wichtigsten Herodes-Forscher, seit er 1972 das Herodium südlich von Jerusalem freigelegt hatte. Bis zum Ende setzte er seine dortigen Ausgrabungen fort.

    Sein akademisches Leben begann Netzer als Architekturstudent am Technion in Haifa. Nachdem er unter Yigal Yadin bei Ausgrabungen in Hazor teilgenommen hatte, nahm er das Archäologie-Studium an der Hebräischen Universität Jerusalem auf. Dort wurde er später auch Professor…