Autoren-Archive
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Erstmals Beduine als Präsident einer akademischen Einrichtung
Der aus Rahat stammende Professor Alean Al-Krenawi ist am Dienstag zum ersten beduinischen Präsidenten einer akademischen Einrichtung in Israel gewählt worden. Al-Krenawi wird Präsident des akademischen Colleges Achva im Bezirk Beer Tuvia.
Der zukünftige Präsident war Dekan der Fakultät für Sozialarbeit in der Universität Ben Gurion und Vorsitzender des Zentrums für Entwicklung der beduinischen Gesellschaft an der Universität. Seit 2009 forscht er in Kanada, seit 2010 ist er Dean an der Fakultät für Sozialarbeit an der Memorial-University in Neufundland.
Al-Krenawi wurde mit 29 Stimmen und zwei Enthaltungen gewählt. Er erklärte zu der Wahl: „Dies ist ohne Zweifel ein wichtiger Tag für den Staat Israel. Ich fühle mich als stolzer Israeli. […] Es gab Menschen, die mir gesagt haben: ‚Mit Deiner Herkunft wird es problematisch und kompliziert‘. Aber dieser Ansatz ist für mich nicht akzeptabel. Ich habe mich nicht als Beduine oder Muslim beworben, sondern als Wissenschaftler mit Begabungen und Kompetenzen.“
Der Professor erklärte, Wissenschaftsminister Gideon Saar habe ihn bereits angerufen, um ihm zu seiner Wahl zu gratulieren. -
Raketenhagel auf Israel
Der Süden eskaliert. Über 50 Raketen verschiedener Arten wurden in den letzten 24 Stunden aus dem Gazastreifen auf Israels Südbezirk abgeschossen. Elf Zivilisten und drei israelische Polizisten erlitten dabei Verletzungen. Die israelische Luftwaffe reagierte gezielt auf diverse Terrorzellen im Gazastreifen. Seit heute Morgen sind bereits über zwanzig Raketen auf israelischem Gebiet eingeschlagen, eine davon nahe der Stadt Beersheva. Heute beginnen auch die Sommerferien für 600.000 Schüler in Israel, was die Raketengefahr für etliche Schulen im Süden mindert. Die israelische Regierung versucht, die Eskalation im Süden zu bremsen. Kommentatoren äusserten sich mehrfach, dies könnte zu einer zweiten Operation „Gegossenes Blei“ im Gazastreifen führen.
Die radikale Hamasherrschaft im Gazastreifen fühlt sich mit dem (wahrscheinlich) neugewählten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi sicherer, Israel in eine neue Operation in den Gazastreifen zu verführen. Sollte der radikale Kandidat der Muslimbruderschaft, Mursi, nach dem Auszählen aller Urnen die Präsidentschaftswahlen in Ägypten tatsächlich offiziell gewonnen haben, dann wird der Waffentransport aus dem Sinai in den Gazastreifen auf Hochtouren steigen… -
Israel und die USA zündeten die „Flamme“ an
„Israel und die USA haben den Spionagevirus Flame (“Flamme“) gemeinsam erzeugt“, dies hat die amerikanische Zeitung Washington Post veröffentlicht, was im Land grosse Schlagzeilen machte. Dieser Virus wurde bereits vor 5 Jahren unter dem Geheimcode Olympische Spiele hergestellt und soll das iranische Atomprogramm bremsen. Der Virus hat das iranische Computernetz in den Atomreaktoren kartiert und spionierte im Netz hochrangigen Wissenschaftlern und Offizieren im Atomprogramm nach. Laut amerikanischen Quellen war der CIA und Israels Geheimdienst darin verwickelt. Dazu gehört auch der vorige Virus Stuxnet, der vor knapp 2 Jahren einige Atomreaktoren im Iran sabotierte. „Das Cyberfeld ist ein neues Kriegsfeld, das in den letzten Jahren immer häufiger für Spionage gebraucht wird“, zitierte die amerikanische Zeitung einen hochrangigen Sicherheitsbeamten…
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Jüdische Siedler zünden Moschee im Westjordanland an
Offenbar rechtsgerichtete Israelis haben am Montag eine Moschee nahe Ramallah beschmiert und in Brand gesetzt. Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilte die Tat.
Die Täter sprühten zunächst mit Graffiti in hebräischen Buchstaben auf die Mauern des Gebäudes im Dorf Jaba in der Nähe von Ramallah Sprüche wie „Der Krieg hat begonnen», «Zahlt den Preis» und «Ulpana Krieg», bevor sie Teile des Gebäudes in Brand setzten. Die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, dass dies auf einen rechtsextremen israelischen Hintergrund schliessen lasse. Offenbar solle mit der Aktion gegen die bevorstehende gewaltsame Räumung der Siedlung Ulpana protestiert werden.
Israelische Behörden wollen die jüdische Siedlung zum 1. Juli zur Not gewaltsam räumen lassen, weil sie ohne Genehmigung und aus palästinensischem Privatgrund errichtet worden war.
Politiker aus Israel haben den Anschlag verurteilt. „Diese Tat ist ein Werk von intoleranten und verantwortungslosen Verbrechern“, teilte Premierminister Netanjahu mit. „Wir werden schnell für Gerechtigkeit sorgen.“ Verteidigungsminister Ehud Barak sprach von einem „kriminellen Akt“, der die Kräfte der israelischen Verteidigungsstreitkräfte unnötig binde. Der stellvertretende Außenminister Danny Ayalon bezeichnete den Angriff als „Terror“ und erklärte, dass damit nicht nur Israel, sondern auch den Interessen der Siedler geschadet werde… -
Israel erwägt Errichtung künstlicher Inseln im Mittelmeer
Die israelische Regierung hat beschlossen, die Möglichkeit einer Errichtung von künstlichen Inseln an Israels Küste zu prüfen. Diese Inseln sollen Platz schaffen für einen Flughafen, eine Entsalzungsanlage, ein Kraftwerk, einen Hafen und eine Militärbasis. Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie wird dem Premierminister in einem Jahr einen detaillierten Bericht über potentielle Möglichkeiten und Probleme des ambitionierten Projekts vorlegen.
Es wird geschätzt, dass 200 Hektar einer künstlichen Insel über eine Milliarde Euro kosten würden. Trotzdem sieht der Minister für Wissenschaft und Technologie, Daniel Herschkowitz, die Idee sehr positiv: „Der Bau künstlicher Inseln könnte das Platzproblem des Landes für grosse Industrieeinrichtungen lösen“, sagt er, und fügt hinzu, „heute nehmen Industriegebiete viel Platz an der Küste Israels ein, was der Umwelt schadet. Dieses Küstenland könnte alternativ für schönere Zwecke genutzt werden. Wir werden bei der Prüfung die Erfahrung von anderen Ländern wie Japan nutzen und auch eigene Ideen einbringen.“
Umweltschutzgruppen haben mittlerweile Bedenken geäussert. Ihrer Meinung nach würden künstliche Inseln irreparable Schäden an Israels Küste anrichten, z.B. durch Abtragung und Zerstörung des natürlichen Ökosystems… -
Süden: Vier Raketen auf Aschkelon
Nach dem gestrigen Überfall an der israelisch-ägyptischen Grenze, bei dem ein Israeli von Terroristen erschossen wurde, sind nachts noch vier Raketen aus dem Gazastreifen auf Israels Küstenstadt Aschkelon abgeschossen worden. Es gab keine Verletzten oder Schäden zu vermelden. Für den Anschlag an der Sinai-Grenze war die Terrorbewegung Dschihad Ha Islami verantwortlich. Die fanatische Terrororganisation Hamas übernahm für den jüngsten Raketenangriff die Verantwortung. Die israelische Luftwaffe reagierte auf den palästinensischen Raketenbeschuss und liquidierte eine Terrorzelle im Gazastreifen. Darüber hinaus bewegten sich gestern erstmals israelische Panzer in Richtung der ägyptischen Sinai-Grenze.
Schon vor wenigen Wochen meldeten wir über die täglichen Überfälle auf Israel von ägyptischer Seite. Bei Gefechten entlang der israelischen Südgrenze sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Kämpfer griffen einen israelischen Bautrupp an der ägyptisch-israelischen Grenze auf der Sinai-Halbinsel an. Die Armee sprach von bis zu sechs Angreifern. Ein israelischer Arbeiter wurde getötet. Soldaten hätten darauf einen Angreifer erschossen. Ein weiterer sei bei der Explosion eines Sprengsatz getötet worden, den er bei sich trug. Eine Militärsprecherin sagte, die Angreifer seien vermutlich aus dem Gazastreifen gekommen, der auch an den Sinai grenzt… -
Spannungen im Gazastreifen: Luftwaffe tötet zwei Palästinenser
Bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe sind am frühen Dienstagmorgen zwei Palästinenser im Gazastreifen getötet worden. Die Männer hatten versucht, einen Sprengsatz nahe der Grenze zu Israel anzubringen. Unterdessen feuerten Palästinenser aus dem Gebiet weiter Raketen auf Israel ab.
Der Beschuss durch die Luftwaffe war laut der Armee der dritte in 24 Stunden. Palästinenser setzten ihre Angriffe auf israelische Ziele auch danach fort und feuerten weitere vier Raketen ab. Diese schlugen nahe der Stadt Aschkelon ein. Auch hier entstand weder Personen- noch Sachschaden. Für diese Raketenangriffe übernahm die Hamas die Verantwortung, die noch vor Kurzem andere Gruppen im Gazastreifen dazu angehalten hatte, Angriffe auf Israel einzustellen. In einer Erklärung der Hamas hieß es, der Beschuss sei Vergeltung für die jüngst getöteten Palästinenser.
Bereits am Montag hatte Israel auf die anhaltenden palästinensischen Angriffe reagiert und zwei Mal Ziele im Gazastreifen beschossen. Dabei waren am Morgen zwei Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Dschihad ums Leben gekommen, die zu einer Gruppe Heckenschützen gehört haben sollen. -
Facebook übernimmt Gesichtserkennungs-Firma Face.com
Facebook treibt die Erkennung von Gesichtern auf Fotos voran. Das weltgrösste soziale Netzwerk hat dazu die israelische Firma Face.com übernommen, die eine Technologie zum Identifizieren von Personen auf Bildern entwickelt hat. Face.com bestätigte den Kauf, über den bereits seit längerem spekuliert worden war, am Montag. Ein Preis wurde nicht genannt.
Die rund 900 Millionen Facebook-Nutzer laden täglich im Schnitt mehr als 300 Millionen Fotos hoch, um sie mit ihren Freunden zu teilen. Die automatische Erkennung von Gesichtern ist allerdings umstritten. Deutsche Datenschützer fordern, dass Facebook zuvor die ausdrückliche Einwilligung der Nutzer einholt.
Die Gesichtserkennung ist für Facebook wichtig, weil die Funktion das soziale Netzwerk attraktiver machen und damit die Umsätze in die Höhe treiben könnte. Facebook braucht geschäftliche Erfolge: Beim Börsengang waren Zweifel daran laut geworden, dass das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen sein enormes Wachstumstempo halten kann. Die Aktie notiert weiterhin unter dem Ausgabepreis. -
Der erste futuristische Krieg?
Der Konflikt, den der Iran wegen seines Atomprogramms mit dem Westen anzettelt, könnte das Gesicht des Krieges wieder einmal von Grund auf verändern. Ein ähnlicher Sprung in der Entwicklung folgte mit dem Zweiten Weltkrieg, besonders auf dem Gebiet der Panzer und der Kampfflugzeuge.
Cyberkrieg gibt es schon länger. Aber die Welt ist erst heute so sehr vernetzt, dass Nationen einen solchen Krieg als Mittel erachten, einen externen Feind zu besiegen. Und erst jetzt sehen wir, dass Länder ähnlich umfangreiche Ressourcen für grossangelegte Cyberangriffe bereitstellen, wie für traditionelle Methoden der Kriegführung.
Als Beginn dieser neuen Realität kann der hoch entwickelte Computervirus mit dem Namen „Stuxnet“ angesehen werden, der im Juni 2010 schwere Schäden in iranischen Nuklearanlagen verursacht hatte. Es wird geschätzt, dass der Virus tausend Zentrifugen im „Natanz“-Atomkraftwerk ausser Kraft gesetzt hat, wo der Iran in Übertretung internationaler Absprachen Uran anreichert. (…) Vor Kurzem hat die New York Times berichtet, dass die USA, unter aktiver Mitarbeit Israels, Stuxnet und andere Cyberangriffe initiiert haben sollen. (…) Es wundert also nicht, dass der neu entdeckte Virus „Flame“ gleichfalls Israel und den USA zugeschrieben wird. Wie schon Stuxnet scheint auch Flame nur bestimmte Computer, besonders im Iran, zu befallen. Sobald es bestimmte Daten vorfindet, löscht Flame diese, manchmal mit katastrophalen Folgen. Während Teile des ursprünglichen Stuxnet Codes auch in Flame gefunden wurden, ist der neue Virus jedoch viel raffinierter. -
Israelisches Kartoffelwunder in Kolumbien
Zum ersten Mal in der Staatsgeschichte Kolumbiens ist es den einheimischen Landwirten gelungen, Kartoffeln in der Wüste zu ernten. Elf Tonnen Kartoffeln mit israelischer Technologie und Hilfe. „Diese Wüste wird nichts anderes als Steine wachsen lassen“, sagten damals die kolumbianischen Landwirte in der nördlichen Wüste La Guajira den Israelis. Aber ein Jahr später ist ihnen die Kartoffelernte gegen alle Prognosen gelungen und wurde zu einer nationalen Sensation in Kolumbien. Der Versuch wurde im Gebiet einer Kohlenmine auf Betreiben des kolumbianischen Inhabers gestartet. Bisher waren die Kolumbianer der Meinung gewesen, dass Kartoffeln nur in kalten Gebieten wachsen können. Hinter der Förderung der israelischen Landwirtschaftstechnologie steht der kolumbianische Botschafter in Israel, Itzchak Gilinsky, der ebenso zu den führenden Geschäftsinhabern in Kolumbien zählt und den israelischen Experten Avi Nachmias dorthin brachte. Die lokalen Kartoffelsorten durchliefen mit israelischem Knowhow einen Prozess der Anpassung. Dazu wurde israelische Bewässerungstechnologie installiert. Nach dem ersten Erfolg, in der nördlichen Wüste Kolumbiens Kartoffel zu ernten, will man dies nun auch in anderen Landesteilen versuchen. Die kolumbianischen Agrarwirte bezeichnen den Erfolg als ein israelisches Wunder.