Autoren-Archive
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Börsenwelt: Israel unter der Lupe
Platow Emerging Markets beschäftigt sich mit Israel. Die Experten von Platow Emerging Markets schreiben: Innenpoltische Einflüsse und die Konflikte mit Palästina hätten wenig Einfluss auf die Kurse an der israelischen Börse in Tel Aviv. Jüngst hat sich der Leitindex Tel Aviv 25 in etwa mit dem US-amerikanischen S&P 500 verändert. Dem Bericht der israelischen Zentralbank zufolge ist das Ziel eines Wachstums von 3,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in diesem Jahr zu erreichen. Die Inflationsrate befindet sich mit 2,2 bis 2,3 Prozent in der angestrebten Spanne. Die Notenbank ist jedoch bezüglich der Wirtschaftsdaten in den grossen Wirtschaftsräumen und der Entwicklung im Euro-Raum misstrauisch. Diesen Verwerfungen ist auch die Börse in Israel ausgesetzt. Dennoch lohnt ein Blick auf den Index, denn der ist breit aufgestellt, was die verschiedenen Branchen anbelangt. Anleger sollten deshalb das endlos laufende Zertifikat (WKN ABN 8W8) der Royal Bank of Scotland auf den Tel Aviv 25 dem entsprechenden Papier der Deutschen Bank mit der Wertpapierkennnummer DB2 5TA vorziehen…
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Wer regiert wen – Netanjahu Barak oder umgekehrt?
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und seine rechte Hand, Verteidigungsminister Ehud Barak, haben falsche Entscheidungen getroffen. Dies ergab eine offizielle Untersuchung des israelischen Militäreinsatzes gegen die türkische Gaza-Hilfsflottille Mavi Marmara, die der staatliche Ombudsmann Michael Lindenstrauss am Mittwoch vorlegte. Beiden wird vorgeworfen, zu schnelle Absprachen und Vorbereitungen getroffen zu haben. Darüber hinaus haben Netanjahu und Barak alles im Alleingang beschlossen, ohne das gesamte Sicherheitskabinett mitentscheiden zu lassen. Minister wie Dan Meridor und Isaak Herzog wurden zu den schicksalhaften Kabinettstreffen einfach ausgeladen. Entscheidungen wurden in Besprechungen unter vier Augen zwischen Netanjahu und Barak getroffen, von denen keine Protokolle existieren. Die israelische Armee hat einen bewaffneten Angriff der Schiffspassagiere auf die Soldaten als Reaktion nicht für möglich gehalten und war deswegen auch nicht vorbereitet. Als Verteidigungsminister hat Barak die militärischen Vorbereitungen nicht überprüft. Israels nachfolgende Aufklärungsarbeit gegenüber den internationalen Medien war mangelnd, besonders gegenüber den arabischen Medien. In den israelischen Medien haben sich in den letzten 24 Stunden etliche Soldaten aus der Marine-Spezialeinheit Schayetet 13, die damals an der Operation teilnahm, anonym geäussert. „Hätten unsere Staatsführer mit mehr Weisheit über den Ablauf dieser Operation nachgedacht, sowie wir uns auf die Operation vorbereitet haben, wären die Folgen heute ganz anders“, sagte einer der Offiziere gegenüber Maariv NRG. „Für uns Kämpfer ist es notwendig zu wissen, dass alle Szenarien vorher durchdacht werden, wenn uns der Staat in Operationen schickt. Aber so wie der jüngste Bericht aussieht, wurde dies nicht gemacht.“ Im israelischen Rundfunk wie in den israelischen Tageszeitungen wird das israelische Regierungspaar heftig kritisiert. Beiden wird politischer Hochmut vorgeworfen. Andere behaupten, Netanjahu folge seinem alten Militärbefehlshaber Barak blind, ohne Einwände gegen dessen militärische Entscheidungen zu erheben…
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Israelin entwickelt Performance zur Musik Wagners
Kurz vor dem Wagner-Jahr führt die Bayerische Staatsoper nicht nur einen neuen „Ring“ auf, sie unternimmt auch ein ganz besonderes Projekt: Die israelische Choreografin Saar Magal führt in München eine Performance zur Musik Wagners auf.
„Hacking Wagner“ – so nennt Saar Magal ihre Perfomance mit Tänzern aus Israel, Schweden und Deutschland. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper während der Opernfestspiele umgesetzt.
Die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtete im Vorfeld, dass Magal, Enkeltochter von Holocaust-Überlebenden, den Streit um Wagner künstlerisch auf die Bühne bringen wolle. In Israel weckt der für seine antisemitischen Ansichten bekannte Komponist immer noch Erinnerungen an den Holocaust.
Die 35-Jährige Saar Magal sagte im Gespräch mit der Zeitung ‚Haaretz‘ Weil ich aus einer Kultur stamme, die Wagner nicht hört und es verbietet, Wagner zu hören, will ich fragen, wer ist Wagner? Was sagt uns seine Musik?“
Aufführungsort für das von der Staatsoper produzierte Werk wird das Münchner Haus der Kunst sein. Das heutige Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst wurde im Jahr 1937 von Adolf Hitler als „Haus der deutschen Kunst“ veröffentlicht. Dort fand während der Nazi-Zeit jährlich die Propagandaveranstaltung „Grosse Deutsche Kunstausstellung“ statt.
Ein Jahr vor Richard Wagners 200. Geburtstag bringt das Münchner Nationaltheater Wagners „Ring des Nibelungen“ in einer Neuinszenierung von Andreas Kriegenburg auf die Bühne. Am 4. Februar hatte das „Rheingold“ Premiere; mit dem vierten Teil der Tetralogie, der „Götterdämmerung“, werden am 30. Juni die Münchner Opernfestspiele eröffnet. -
Welternährungspreis für israelischen Forscher
Viel mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein: Als erster israelischer Forscher hat Daniel Hillel den Welternährungspreis erhalten. Der Agrarwirtschaftler hat eine Methode der Tropfenbewässerung entwickelt, die Ackerbau auch in trockenen Regionen ermöglicht.
„Hillels Pionierarbeit in Israel hat den Nahrungsanbau im Nahen Osten und später auch in anderen Gebieten der Erde revolutioniert“, heisst es in der Begründung für den Preis. Seine Arbeit sei grundlegend gewesen für sparsamen Wasserverbrauch in der Landwirtschaft, höhere Ernteerträge und kleinstmöglichen Landabbau.
Hillel ist der erste israelische Forscher, der den mit 250.000 US-Dollar dotierten Preis erhält. Die Bekanntgabe erfolgte am Dienstag im US-Aussenministerium in Washington. Bei der Feier sprach auch die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton. Die offizielle Verleihung findet am 18. Oktober im Rahmen des jährlichen Welternährungspreis-Symposions in Des Moines im US-Bundesstaat Iowa statt.
Hillels Forschungen führten eine völlig neue Bewässerungsmethode ein: Das Wasser wird in Plastikrohren tröpfchenweise direkt der Pflanzenwurzel zugeführt, bis der Boden getränkt ist. Je nach Bedarf kommt weiteres Wasser nach. Diese Methode spart nicht nur Wasser. Hillel konnte auch zeigen, dass Pflanzen mit dieser Bewässerungsart besser wachsen. So ist Ackerbau selbst auf Sand oder Kies möglich… -
Prügelei zwischen Afrikanern und arabischen Dorfbewohnern
Ein Polizist sagte zur Nachrichtenwebseite Ynet, dass die Kämpfe begannen, weil Einwohner nicht mit der Präsenz der Immigranten einverstanden waren. Das zeigte sich auch später, als hunderte Einwohner Kfar Mandas am Tatort ankamen und gegen die Immigranten demonstrierten.
Ein Angestellter des örtlichen Krankenhauses sagte aus, dass die Leute, die in den Kampf verwickelt waren, Steine und Keulen benutzt hatten. Sein Einsatzwagen hatte große Probleme, die Verletzten zu evakuieren und wurde sogar mit Steinen beworfen. Die Windschutzscheibe des Krankenwagens wurde dabei zerstört.
Amjad Zidan, ein Einwohner Kfar Mandas, sagte: „Dies ist nicht das erste Mal, dass Einwohner mit den sudanesischen Immigranten in Streit geraten. Sie müssen aus unserem Dorf verbannt werden, weil sie eine Gefahr für uns darstellen.“
Ganz im Gegensatz zu der lauten Kritik linksliberaler Israelis an der Behandlung der afrikanischen Eindringlinge seitens der israelischen Regierung rief diese Misshandlung der Afrikaner seitens arabischer Bürger keinerlei Aufschrei hervor. -
„C.A.L. Cargo Airlines“ zu GSA von „Lufthansa Cargo“ in Israel ernannt
„Lufthansa Cargo“ ernannte die israelische Fluglinie „C.A.L. Cargo Airlines“ zu ihrem Anbieter für den Transport von Stückgutverkäufen (GSA) für Frachten, die von Israel für europäische Zielorte bestimmt sind. Die Vereinbarung trat am 1. Juni in Kraft. In einer Erklärung, die in Israel herausgegeben wurde, sagte die Gesellschaft, dass „Lufthansa Cargo Israel“ weiter temperaturkontrollierte Fracht bearbeiten wird und für die Politik der Gesellschaft bezüglich der Frachtbehandlung verantwortlich sein wird.
Carsten Wirths, Vizepräsident für die Bereichsleitung Europa und Afrika von „Lufthansa Cargo“, sagte, dass die Vereinbarung „Lufthansa Cargo“ ermöglichen wird, ihre Kundenbasis in Israel auszudehnen. Wirths fügte hinzu, dass der neue Zusammenschluss „Lufthansa Cargo“ zudem ermöglichen wird, ein größeres Angebot ihrer Produkte für lokale Exporteure anzubieten.
„Lufthansa Cargo“, die zu den führenden Frachttransporteuren der Welt gehört, bietet zwei tägliche Flüge von Israel und Frankfurt und fünf wöchentliche Flüge von Tel Aviv nach München an. Zudem bietet „Austrian Airlines“ zwei tägliche Flüge von Tel Aviv nach Wien. -
Israels Parlament debattiert erstmals über Massaker an Armeniern
Israels Parlament hat erstmals in einer Plenarsitzung über die Anerkennung der Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord debattiert. Parlamentspräsident Reuwen Riwlin sagte zur Eröffnung der Debatte am Dienstag, die Juden in Palästina seien sich damals der Massaker an den Armeniern bewusst gewesen. „Die Einwohner Jerusalems haben sie halb verhungert zu Tausenden eintreffen gesehen. Die Zeugenberichte über die Massaker damals waren klar und deutlich“, sagte Riwlin.
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Russland und Israel verhandeln über Bau neuer Drohne
Russland und Israel verhandeln über den Bau einer Drohne, die dann beide Länder nutzen und ins Ausland verkaufen könnten, teilt der russische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Mittwoch mit.
„Wir verhandeln unter anderem mit Israel. Unser Ziel ist es, sie zu überzeugen, eine technologische Kooperation aufzunehmen und ein Produkt zu schaffen, das sowohl sie als auch wir nutzen und ins Ausland verkaufen könnten“, sagte Rogosin im Interview mit dem TV-Sender „Rossija 24“.
Die Israelis kennen sich Rogosin zufolge sehr gut bei der Entwicklung unbemannter Systeme aus.
Rogosin bestätigte, dass Russland keine fertigen Produktionsmuster westlicher Rüstungskonzerne mehr kaufen wird. „Wir brauchen sie nicht, weil in der modernen Welt Technologien und Technologieträger bzw. konkrete Menschen geschätzt werden“, sagte Rogosin. Die Technologien müssen lokalisiert bzw. die Produktion solle in Russland aufgenommen werden.
Es handelt sich um eine grosse Lieferung im Wert von 53 Millionen US-Dollar. Konkret verhandelt das russische Verteidigungsministerium mit dem israelischen Hersteller Israel Aerospace Industries über die Lieferung von ca. 72 Drohnen der Typen Orbiter 2, Aerostar und Skystar sowie von 24 Steuerungssystemen. Die Drohnen sollen die Kampffähigkeit der russischen Armee wesentlich verstärken, hiess es… -
Bericht zu Mavi Marmara veröffentlicht
Staatskontrolleur Micha Lindenstrauss hat heute den Bericht zu den Vorfällen in Zusammenhang mit der sogenannten “Gaza-Flottille” und der Mavi Marmara im Mai 2010 veröffentlicht.
Die Autoren des Berichts werfen Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak vor, die Entscheidungsprozesse in den Wochen und Tagen vor dem Aufbringen der Flotte seien „unsystematisch“ gewesen.
Der Bericht kritisiert vor allem die mangelnde Abstimmung innerhalb der Regierung, aber auch die fehlende Koordinierung der verschiedenen Behörden. Eine Einbeziehung etwa des Zentrums für Nationale Sicherheit sei gar nicht erfolgt, auch die Minister ausserhalb des sogenannten „Sicherheitskabinetts“ seien nicht informiert gewesen.
Dagegen hätten die Treffen im Vorfeld der Flottille in der Regel unter vier Augen stattgefunden, Protokolle oder sonstige Aufzeichnungen über die Beschlüsse gäbe es nicht.
Angesichts der Tatsache, dass lang bekannt gewesen sei, dass die Flottille eine besondere Herausforderung darstellen würde und die Passagiere sicherlich nicht „Beifall klatschen“ würden, wenn ein Schiff geentert würde, seien die mangelnde Ausarbeitung von Aktionsplänen und die fehlende Koordination mit dem Militär besonders bemerkenswert, heisst es in dem Bericht.
Der Sprecher von Ministerpräsident Netanyahu erklärte:
„Die Bürger Israels erfreuen sich heute einer grösseren Sicherheit als seit vielen Jahren. Diese Sicherheit ist eine direkte Folge einer verantwortungsvollen Politik. […]
Der Ministerpräsident zollt dem Staatskontrolleur für seine Arbeit Anerkennung.“
Aus dem Verteidigungsministerium hiess es:
„Verteidigungsminister Ehud Barak akzeptiert die Kritik und wird, wie bisher auch, weiter dafür Sorge tragen, dass im Verteidigungssystem und bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften verbessert wird, was verbessert werden muss.“
Sechs Schiffe hatten im Mai 2010 den Versuch unternommen, die israelische Seeblockade auf Gaza zu durchbrechen. Dass die Aufrechterhaltung der Blockade durch Israel rechtens ist, hat unter anderem der so genannte „Palmer-Bericht“ der UN ergeben… -
Vor Rio+20: Statements von Netanyahu und Erdan
Am 20. Juni beginnt in Rio de Janeiro die Konferenz für nachhaltige Entwicklung „Rio+20“. Zur Konferenz erklärte Ministerpräsident Binyamin Netanyahu in einer Videobotschaft: „Israel freut sich, an der Konferenz teilzunehmen. Eine nachhaltige Entwicklung bedeutet, mit weniger mehr zu erreichen. Und auf diesem Gebiet ist Israel nur schwer zu schlagen. Ein Beispiel hierfür ist das Wasser: Israel ist heute Weltmeister in der Wassereffizienz. Wir recyceln 77% unseres kommunalen Abwassers. […] Das Land, das auf Platz 2 steht, recycelt lediglich 17%. […]
Was Energie betrifft, so sind israelische Firmen bereits seit mehreren Jahrzehnten führend in Solar-Thermo-Technologien. […]
Israel hat eine nationale Initiative gestartet, um die weltweit grösste Abhängigkeit zu beenden – die Abhängigkeit vom Öl. Diese Abhängigkeit ist Treibstoff für den Terrorismus und Gift für unseren Planeten. Wir haben vor, in den nächsten zehn Jahren mehr als 400 Millionen Dollar für dieses Programm auszugeben. […]
Israel ist also bereits heute Weltmeister darin, mit weniger mehr zu erreichen. In der Zukunft werden wir jedoch sehr viel mehr mit sehr viel weniger erreichen müssen.“…