Autoren-Archive
-
Hisbollah droht mit Invasion Galiläas
Bei einem erneuten Krieg zwischen Israel und Libanon werde die terroristische Hisbollah-Miliz den Norden Israels einnehmen, so drohte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in einer Rede anlässlich einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der Todesopfer aus vergangen Konflikten mit Israel. „Ich rufe die Kämpfer des islamischen Widerstands auf: Macht euch bereit für den Tag, an dem Libanon ein Krieg aufgezwungen wird, eure Führer werden euch auftragen, Galiläa einzunehmen!“ Es wäre durchaus möglich, dass die von den USA ausgestattete libanesische Armee die Hisbollah-Armee im nächsten Krieg gegen Israel unterstützt, da die Hisbollah jetzt die politische Kontrolle über das Land hat. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte in einer Stellungnahme, Nasrallah wäre ein Narr, wenn er versuchen würde, den Norden Israels zu besetzen. „Nasrallah sagt, er würde Galiläa einnehmen. Lasst ihm gesagt sein: das wird er nicht“, konterte Netanjahu. „Wir haben eine starke Armee. Wir streben nach Frieden mit all unseren Nachbarn, doch unsere Armee ist darauf vorbereitet, Israel gegen alle seine Feinde zu verteidigen.“
-
Im Dienste des Staates
Im Jahre 1952 wurden zehn irakischstämmige Juden als Agenten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin-Bet in palästinensische Dörfer geschleust, um dort arabische Identitäten anzunehmen und die Palästinenser zu bespitzeln. Es ging um die Frage, wie sich die Araber im Land im Falle eines Krieges verhalten würden und ob Gefahr drohe. Ihre wahren Identitäten wurden streng geheim gehalten, die meisten der Männer heirateten sogar und gründeten eine Familie. Man stelle sich vor, eine Frau erfährt, dass ihr Mann nicht der ist, für den sie ihn hält. Er ist kein Araber, er ist Jude und wurde in ihr Dorf geschickt, um es auszuspionieren. Das könnte auch gut das Drehbuch eines neuen Agenten-Filmes sein. Dies war jedoch die Realität für einige arabische Frauen im Jahr 1964, als sie über alles aufgeklärt wurden. Shmuel Moriah war der Leiter der Shin-Bet-Aktion in den Fünfzigern. Er kam nach Israel aus dem Irak und hatte bereits Erfahrung gesammelt, Juden nach Israel zu schmuggeln. Als die Frauen nach 12 Jahren eingeweiht wurden, sind viele von ihnen zum Judentum konvertiert.
-
Neue Internetseite ermöglicht Fragen an israelische Reservisten
Eine Gruppe israelischer Veteranen hat eine Internetseite ins Leben gerufen, auf der Interessierte aus aller Welt ehemaligen israelischen Soldaten persönliche Fragen zum Dienst in der Armee und zum Leben in Israel stellen können. Anlass für die Initiatoren war nach ihren eigenen Angaben die negative Art und Weise, auf die israelische Militärangehörige in den Medien und im Internet oftmals dargestellt würden.
„Der Aufbau dieser persönlichen Verbindungen ist der einzige Weg, um mit diesen Missverständnissen über uns aufzuräumen“, zitiert die Tageszeitung „Jerusalem Post“ Daniel Nisman, einen der Initiatoren. Der 24-Jährige erklärt weiter: „Die Existenz dieser Seite zeigt, dass wir nichts zu verbergen haben. Wir würden niemals eine Internetseite wie diese von Hamas-Angriffskommandos sehen.“
Die Gründer hoffen, das sich zur Beantwortung der Fragen weitere Freiwillige aus verschiedenen Bereichen der Armee melden. Bislang können acht ehemalige Soldaten auf http://www.friendasoldier.org per E-Mail befragt werden. -
PA fordert Boykott der Jerusalemer Tourismuskonferenz
In einem Brief an die 30 Teilnehmer der Internationalen Tourismuskonferenz in Jerusalem appellierte die palästinensische Tourismusministerin Khulud Deibes an die Vertreter der Nationen, die Konferenz Ende des Monats zu boykottieren. Die israelische Nachrichtenseite Ynet berichtete am Montag, dass der letzten Freitag verschickte Brief grundsätzlich den Standpunkt vertritt, die offiziellen Repräsentanten der einzelnen Länder würden mit ihrer Teilnahme an der Konferenz das sogenannte „besetzte“ Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Die Veranstaltung wird vom Tourismusministerium und der Jerusalemer Stadtverwaltung organisiert, es sollen verschiedene Aspekte des israelischen Tourismus in Bezug auf die Zukunft des globalen Tourismus und wirtschaftliche Entwicklungen diskutiert werden. Unter anderem sollen Premierminister Benjamin Netanjahu und Tourismusminister Stas Misezhnikov zu den Gästen der Konferenz sprechen. Die palästinensische Ministerin Deibes schrieb desweiteren, dass eine solche Veranstaltung höchst problematisch sei, denn solange der israelisch-palästinensische Konflikt und darüber hinaus der Status von Jerusalem ungeklärt bleiben, sollten sich keine internationalen Vertreter der Länder dort versammeln. Bis jetzt hat noch kein Teilnehmer abgesagt, aber es besteht die Befürchtung, dass die Vertreter mancher Länder dies ausnutzen werden, um sich vom israelisch-arabischen Konflikt zu distanzieren. Misezhnikov zeigte sich enttäuscht von den Boykottversuchen der PA und sagte, dass sie sich damit nur selbst schaden würde. „Tourismus ist doch auch eine Brücke des Friedens, des Dialogs und des Verständnisses zwischen Ländern und Menschen, und finanziell hilft er der PA in gleichem Masse wie auch Israel davon profitiert.“
-
Passage iranischer Kriegsschiffe verschoben
Die Durchfahrt zweier iranischer Kriegsschiffe durch den Suezkanal ist laut der Kanalbehörde um zwei Tage verschoben worden. Die Schiffe sollten ursprünglich am Montagmorgen starten und am Abend im Mittelmeer ankommen. Ein Vertreter der Kanalbehörde teilte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ am Sonntag mit, die Passage der Fregatte und eines Versorgungsbootes sei um 48 Stunden verschoben worden. Die Schiffe sollen in Syrien vor Anker gehen. Es wäre das erste Mal seit 1979, dass iranische Kriegsschiffe durch den Suezkanal ins Mittelmeer fahren.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag betont, sein Land werte die Entsendung der Kriegsschiffe ins Mittelmeer als Versuch des Iran, seinen Einfluss in der Region auszuweiten. -
Netanjahus Sicherheitsberater zurückgetreten
Der nationale Sicherheitsberater von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Sonntag seinen Rücktritt eingereicht. Usi Arad erklärte gegenüber dem Regierungschef, er wolle zu einer akademischen Laufbahn zurückkehren.
Netanjahu lobte Arads Arbeit und bezeichnete ihn als „engen und loyalen Freund“. Noch in der vergangenen Woche hatte er Arad als Nachfolger für Israels Botschafter Ron Prosor in Grossbritannien vorgeschlagen. Allerdings hatte Aussenminister Avigdor Lieberman dies abgelehnt. Als Informationen über Arads mögliche Ernennung zum Botschafter an die Presse drangen, kam es der Tageszeitung „Ha´aretz“ zufolge zu einem „Sturm“ in Netanjahus Büro, da Lieberman sich übergangen gefühlt habe.
Um den Fall zu klären, sagte Netanjahu am Sonntag geplante Telefongespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premier David Cameron ab. In einer Stellungnahme aus dem Büro des Premierministers hiess es laut dem Bericht, trotz Arads Abtrittserklärung werde Netanjahu versuchen, Lieberman davon zu überzeugen, Arad zum Botschafter in London zu ernennen oder mit einem anderen diplomatischen Posten im Ausland zu betrauen… -
Schauspieler Verne Troyer in Israel
Der amerikanische Schauspieler Verne Troyer, bekannt durch seine Rolle als Mini-Me in Austin Powers, hat Israel fünf Tage lang einen Besuch abgestattet. An der Klagemauer steckte auch er einen Gebetszettel in die Ritzen. Der Hollywoodstar ist der neue Präsentator der israelischen Modekette TNT.
-
Armband warnt vor epileptischen Anfällen
Das israelische Jungunternehmen „EpiLert“ hat ein Armband zur rechtzeitigen Erkennung von epileptischen Anfällen entwickelt. Das Gerät alarmiert automatisch den zuständigen Pflegedienst.
Immer mehr Menschen leiden an Epilepsie. Vor allem Jugendliche und Menschen ab 65 Jahren sind von der Krankheit betroffen. „EpiLert“ hat nun ein medizinisches Armband entwickelt, das bereits beim Einsetzen der Krämpfe ein Signal an einen Krankenpfleger weiterleitet. In dem Band ist ein Sensor integriert, der die Intensität der Bewegungen erkennt und misst. Das berichtet der israelische Nachrichtendienst „Israel 21c“.
„Die grösste Herausforderung war die Entwicklung eines Systems, welches zwischen alltäglichen und den einzigartigen Bewegungen eines epileptischen Anfalls unterscheidet“, sagte der Elektronik-Ingenieur Amos Schaham. „Das Entwickeln einer Technologie, die keinen falschen Alarm gibt, war unser Durchbruch.“ -
Ägypten provoziert: Iranische Kreigsschiffe dürfen Suezkanal passieren
Ägypten zwei iranischen Kriegsschiffen die Durchfahrt durch den Suezkanal ins Mittelmeer genehmigt. Die Schiffe hätten nach iranischen Angaben weder militärische Ausrüstung noch atomare oder chemische Fracht an Bord, teilte das Militär mit. Der Iran hat erklärt, bei den Schiffen handle es sich um eine Fregatte und ein Versorgungsschiff.
Noch am Donnerstag dementierten die ägyptischen Behörden eine angebliche Passage und meldeten, es stünden auch keine iranischen Schiffe auf der Warteliste. Zur Genehmigung gab es zunächst keine Stellungnahme von israelischer Seite.
Iran kommt Erzfeind näher
In Israel geht man davon aus, dass die Fregatte und das Versorgungsschiff für ein Jahr in einem syrischen Hafen stationiert werden sollen. Warum die iranischen Schiffe Übungen im Mittelmeer abhalten sollen, war zunächst nicht klar. Sie kämen damit jedoch dem Erzfeind Israel näher sowie dem verbündeten Syrien und dem Libanon, wo die pro-iranische Hisbollah grossen Einfluss hat.
Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman warf der internationalen Gemeinschaft vor, nicht bereit zu sein, mit den Provokationen Teherans umzugehen. Iran habe seit der islamischen Revolution 1979 keine Kriegsschiffe mehr durch den Kanal entsandt, meldete die Zeitung «Jedioth Ahronoth».
-
Ägypten öffnet Grenze zum Gazastreifen
Ägypten hat die streng abgeriegelte Grenze zum palästinensischen Gazastreifen geöffnet. Dies könnte die Sicherheit Israels gefährden. Laut Armeekreisen soll die ägyptische Regierung offenbar auch der Durchfahrt zweier iranischer Kriegsschiffe durch den Suezkanal Richtung Mittelmeer zugestimmt haben. Dies könnte als Provokation Israels gedeutet werden.
Es handele sich um eine Geste des guten Willens vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan, teilte die Regierung in Kairo mit. Die Grenzöffnung solle in Ägypten „gestrandeten“ Palästinensern die Möglichkeit zur Heimreise geben.
Es ist jedoch eine Tatsache, dass die Öffnung des Grenzübergangs Rafah den Waffenschmuggel zur Hamas und zu den aufständischen Beduinen im Sinai erleichtert. Die Sinai-Halbinsel dient bis anhin als Pufferzone zwischen Ägypten und Israel.
Waffenschmuggel zur radikalislamischen Hamas im Gazastreifen sowie die Präsenz bewaffneter Beduinen, des Internationalen Dschihad sowie Al-Kaida nahestehender Gruppierungen bereitete Israel in den vergangenen Jahren grosse Sorgen.
Der ehemalige ägyptische Präsident Hosni Mubarak hatte deshalb mit Israel an der Blockade des von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifens zusammengearbeitet.