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  • Mossad-Chef rät von Angriff auf Iran ab

    Laut Auskunft des scheidenden Mossad-Chefs Meir Dagan wird der Iran vor dem Jahr 2015 keine Atombombe besitzen. Sollte der Druck seitens des Westens anhalten, könnte sich dies sogar noch weiter verzögern. Dagan riet ferner, momentan keinen militärischen Angriff gegen die iranischen Atomanlagen zu unternehmen. Dies sei nur die letztmögliche Lösung. Nur wenn Israel angegriffen würde oder einer direkten Gefahr ausgesetzt sei, sollte es zu einem militärischen Einsatz kommen. Im Juni 2009 hatte Dagan noch davon gesprochen, dass die islamische Republik bis 2014 über eine Atomwaffe verfügen könnte. Israel und der Westen verdächtigen die Führung in Teheran, unter dem Deckmantel ziviler Forschung Atomwaffen bauen zu wollen. Die iranische Führung bestreitet dies. Technische Schwierigkeiten sowie vom Westen ergriffene Maßnahmen seien für die Verzögerungen im Atomprogramm verantwortlich. Bei der Uran-Anreicherung soll es, u. a. durch den Stuxnet-Computerwurm, zu technischen Problemen gekommen sein. Israel und die USA haben Angriffe auf die im Iran verstreuten und befestigten Atomeinrichtungen nicht ausgeschlossen. Die israelische Luftwaffe gilt jedoch als nicht stark genug, um diese im Alleingang zu zerstören.

  • US Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords schwer verletzt

    Das jüdisch-amerikanische Kongressmitglied Gabrielle Giffords wurde gestern in Tucson im US Bundesstaat Arizona durch einen gezielten Kopfschuss schwer verletzt. Ein 22-jähriger Attentäter schoss während einer Bürgerversammlung auf die Kongressabgeordnete Giffords und erschoss dabei weitere sechs Menschen, darunter auch ein neunjähriges Kind. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt. Ein Krankenhausarzt in Tucson berichtet, dass sich die Abgeordnete nach einem Noteingriff nun in einem kritischen Zustand befindet. Er sei jedoch zuversichtlich, dass sie überlebt. Weitere Ärzte berichten, dass es sich um einen glatten Kopfdurchschuss handelt. Giffords ist eine treue Fürsprecherin Israels und gilt als sichere Pro-Israel-Stimme im US-Abgeordnetenhaus. Sie besitzt selbst jüdische Wurzeln: Ihr Grossvater väterlicherseits war der Sohn eines litauischen Rabbiners. Scheinbar, um sich vor dem Antisemitismus im Westen der USA zu schützen, änderte er seinen Nachnamen von Hornstein in Giffords um. Gabrielle selbst hatte einen jüdischen Vater und bereiste 2001 als State-Senatorin erstmals Israel. Ein amerikanisch-jüdisches Komitee sponsorte damals die Reise. Giffords Verbindung zu ihren jüdischen Wurzeln und zu einem jüdischen Lebensstil wurde durch diese Reise nachhaltig gefestigt. „Der Besuch in Israel war ein Erlebnis, das mich lehrte, dass es dort viele Menschen gibt, die meine Anschauungen teilen und auch offen darüber sprechen“, so Giffords damals.

  • Scharon öffnet die Augen

    Der frühere israelische Regierungschef Ariel Scharon zeigt nach fünf Jahren im Koma offenbar körperliche Reaktionen. Der israelische Ex-Ministerpräsident Ariel Scharon reagiere auf Kneifen und öffne die Augen, wenn er angesprochen werde, sagte sein persönlicher Arzt, Schlomo Segew, am Samstag im israelischen Fernsehen. Der 82-jährige Scharon hatte am Samstag vor fünf Jahren einen schweren Schlaganfall erlitten, der das Koma zur Folge hatte.
    Der frühere Sprecher Scharons, Raanan Gissin, sagte der Nachrichtenagentur AP, der Zustand des Ex-Ministerpräsidenten sei unverändert. Scharon wurde zwar im vergangenen November im Koma aus einer Spezialklinik nach Hause verlegt. Nach Angaben Gissins ist er aber seither wieder in die Klinik zurückverlegt worden. Scharon war von 2001 bis zu seinem Schlaganfall 2006 israelischer Ministerpräsident.

  • Israelischer Soldat durch eigenen Beschuss getötet

    Der israelische Soldat Nadav Rotenberg wurde am Freitagabend an der Grenze zum Gazastreifen durch eigenen Mörsergranatenbeschuss getötet. Ein Offizier wurde mittelschwer und drei weitere Soldaten leicht verletzt. Ein Wachposten hatte verdächtige Palästinenser entdeckt, die scheinbar Bomben am Grenzzaun legen wollten. Eine Einsatzgruppe mit Rotenberg wurde beauftragt, den Vorgang zu überprüfen. Eine weitere Gruppe von Soldaten feuerte zur Unterstützung aus dem Hinterland Mörsergranaten ab. Eine traf aus bisher ungeklärten Gründen die erste Soldatengruppe. Der Kommandeur des Südbezirks Zahals, Generalmajor Tal Russo, und der Kommandeur der Gaza-Brigade, Brigadegeneral Yossi Bachar, führten eine erste Untersuchung durch. Weitere vier aus dem Gazastreifen abgefeuerte Mörsergranaten schlugen in einem Kibbuz im Shaar Hanegev-Regionalrat Gebiet ein. Eine der Granaten schlug neben den Unterkünften der dort lebenden und arbeitenden thailändischen Gastarbeiter ein. Einer wurde dadurch schwer und zwei weitere leicht verletzt.

  • Freigelassene Hamas-Terroristen von Israel festgenommen

    Palästinenser-Chef Mahmud Abbas hat die Freilassung von sechs Hamas Terroristen aus einem palästinensischen Gefängnis veranlasst. Angeblich sei ihr Gesundheitszustand nach einem 40-tägigen Hungerstreik angeschlagen. Der Emir von Qatar sowie der Vorsitzende der Islamischen Bewegung im Norden Israels, Scheich Raed Salah, hatten sich für die Freilassung ausgesprochen. Kurze Zeit später wurden die Terroristen vom israelischen Militär festgenommen. Sie waren in verschiedene Terroraktivitäten, in denen Israelis getötet wurden, verwickelt. Bei der Festnahme eines der Terroristen in Hebron wurde der 66-jährige Omar Qawasmeh getötet. Dies wurde seitens Israels sehr bedauert. Hebrons PA Gouverneur Kamel Hmeid liess verlauten, dass die Festnahmen ein Akt des Hasses gegen die PA sind und Israel mit dem Feuer spielt. Der Tod des 66-Jährigen sei ein Gewaltakt, der die Stabilität in der Region bedrohe. Zudem versuche Israel durch die Festnahme der Hamas Terroristen kurz nach deren Freilassung aus palästinensischem Gewahrsam die Bemühungen um Annäherung zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas zu unterminieren. Die PA-Führung gab bekannt, Hamas-Terroristen über das Wochenende in Gewahrsam zu halten, damit sie nicht von Israel festgenommen werden können.

  • Umstrittenes Transportgesetz InKraft getreten

    In 56 israelischen Buslinien gilt künftig ein umstrittenes Transportgesetz. Die getrennte Sitzordnung zwischen Männern und Frauen soll einvernehmlich erfolgen. Die umstrittene Geschlechtertrennung auf verschiedenen israelischen Buslinien, die hauptsächlich von orthodoxen Juden genutzt werden, ist vom Obersten Gerichtshof in Jerusalem für zulässig erklärt worden, sofern kein Zwang ausgeübt wird. Dies berichtete die Tageszeitung „Haaretz“. Das Urteil beendet ein seit drei Jahren anhängiges Verfahren.

  • Wettskandal: War dieses Schalke-Spiel manipuliert?

    Die Uefa prüft, ob das Champions-League-Spiel zwischen Schalke 04 und Hapoel Tel Aviv manipuliert wurde. Tatsächlich sieht die israelische Hintermannschaft in gewissen Szenen ziemlich schlecht aus.
    Wie die «Süddeutsche Zeitung» (Samstagausgabe) berichtete, wurde wenige Stunden vor Beginn des Spiels am 20. Oktober über europäische Mittelsmänner in Asien ein Millionenbetrag auf eine Niederlage der Israelis mit mindestens zwei Toren Abstand gesetzt. Tel Aviv verlor das Spiel in Gelsenkirchen mit 1:3.
    In London ansässige Profi-Wettspieler, die mithilfe von statistischen Modellen agieren, wurden dem Zeitungsbericht zufolge stutzig, als bei den führenden Buchmachern in Asien vor Anpfiff weitere Millionen auf einen hohen Schalke-Sieg gesetzt wurden und der Geldstrom auch nicht versiegte, als die Quote völlig zusammenbrach.
    Kurz vor Anpfiff war demnach ein aussergewöhnliches Volumen erreicht…

  • Geheime Informationen an die israelische Presse weitergegeben

    Nachdem geheime Informationen an die israelische Presse weitergegeben wurden, sucht Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nun nach der undichten Stelle. Dabei setzt er den Geheimdienst sogar auf engste Mitarbeiter an. Die Männer mussten sich auch einem Test mit einem Lügendetektor unterziehen. Geholfen haben die drakonischen Massnahmen aber offenbar nichts: Nach Angaben des Armeesenders hat der Geheimdienst keine undichte Stelle im Büro des Ministerpräsidenten gefunden.

  • The Economist: „2011 wird ein blutiger Krieg in Israel ausbrechen!“

    „Wenn sich auf der politischen Bühne nichts ändern wird, wird im Jahr 2011 einer der gefährlichsten und zerstörerischsten Kriege im Nahen Osten ausbrechen.“ Diese Analyse hat die anerkannte US-Wochenzeitschrift The Economist über den Nahen Osten geschrieben. Kein Krieg und kein Friede ist normalerweise der Status quo zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. Aber sobald israelisch-arabische Friedensverhandlungen scheitern, wie es US-Präsident Barack Obama selbst zugab, ist ein Friede noch zerbrechlicher und die Gefahr eines Krieges steigt.
    Die wirkliche Zündschnur ist jedoch die Angst vor dem iranischen Atomprogramm, die jederzeit in der Region explodieren kann. Darüber hinaus ist eine hektische Waffenaufrüstung zwischen Israel und der iranischen Hisbollah-Guerillas im Südlibanon zu beobachten. Beide Seiten bereiten sich für einen baldigen Krieg vor. Seit 2006 hat der Iran seine Miliz im Südlibanon mit über 50.000 Raketen und Langstreckenraketen beliefert, die Israel diesmal im Landeszentrum treffen werden.
    Wikileaks bestätigt, dass Israels Generalstabschef Gabi Aschkenazy laut Geheimdokumenten von 2009 die israelischen Streitkräfte für einen blutigen Raketenkrieg vorbereitet hat. Egal ob Jude, Christ oder Moslem, aus biblischer, koranischer oder politischer Sicht, links oder rechts, alle befürchten einen Krieg.

  • Netanjahu forderte von Obama Freilassung Pollards

    Ministerpräsident Netanjahu hat gestern als erster Ministerpräsident seit Jahren um die Freilassung des israelischen Agenten Jonathan Pollard gebeten. Er verlas gestern einen Brief an US-Präsident Obama, in dem er ihn formell und offiziell um Pollards Freilassung bat. Dieser Brief wurde auch an Obama verschickt. In seiner Rede vor dem israelischen Parlament, der Knesset, erklärte Netanjahu, dass er einer Bitte Pollards von vor etwa drei Wochen nachkomme und die Verhandlungsstrategie um dessen Freilassung ändere. Bisher sei nur hinter den Kulissen mit Kontaktpersonen im Weissen Haus in Washington das Gespräch gesucht worden. Auch berichtete Netanjahu über seine eigenen Versuche in den vergangen 15 Jahren, Jonathan Pollard freizubekommen. Alle Versuche schlugen fehl und nun müsse ein anderer Weg eingeschlagen werden.
    In seinem Brief an Obama gab er fundamentale Gründe zur Freilassung Pollards an. Sein Gesundheitszustand ist sehr schlecht. Zudem befindet er sich schon seit 25 Jahren in Haft, was bedeutet, dass die normale Haftstrafe für Spionage bereits überschritten wurde. Pollard hatte damals Geheiminformationen an eine alliierte Nation weitergegeben. „Ich weiss, dass die USA ein Staat ist, der auf Fairness, Gerechtigkeit und Gnade basiert und bitte deshalb respektvoll, die Bitte um die Freilassung Pollards freundlich anzusehen. Das Volk Israel wird ewig dafür dankbar sein“, so Netanjahu in seinem Brief. Ausserdem entschuldigte er sich auch dafür, dass man eine Person in den USA hatte spionieren lassen und versprach, dass dies nie wieder vorkommen werde.