Autoren-Archive
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Chilenische Bergarbeiter kommen nach Israel
31 der 33 Minenarbeiter, die unlängst nach 68 Tagen aus einem zugeschütteten Schacht in Chile befreit wurden, werden Ende Februar gemeinsam mit ihren Lebenspartnerinnen nach Israel reisen. Sie folgen damit einer Einladung von Israels Tourismusminister Stas Misezhnikov.
Der Minister hatte in seiner Einladung geschrieben: „Eure Tapferkeit und geistige Stärke, Euer grosser Glaube, der Euch dabei geholfen hat, so lange in unterirdischen Gängen zu überleben, war eine Inspiration für uns alle. Es wäre eine grosse Ehre für uns, Euch als unsere Gäste im Heiligen Land willkommen zu heissen.“
Die Reise wird die Chilenen an diverse heilige Stätten des Christentums führen. Doch auch die anderen Sehenswürdigkeiten des Landes stehen auf dem Programm. Israels Präsident Shimon Peres wird der Gruppe einen offiziellen Empfang in seiner Residenz bereiten. -
Gesetz zur Minenbeseitigung geplant
Das Verteidigungskomitee der Knesset hat einen Gesetzesvorschlag herausgegeben, der vorsieht, dass alle Minen an den Grenzen Israels beseitigt und entsorgt werden sollen. 70 von 120 Abgeordneten haben dieses Gesetz bereits unterzeichnet, was die baldige Verabschiedung des Gesetzes garantiert. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Menschen durch nicht ausreichend gekennzeichnete alte Minen verletzt. Darunter auch der heute 12-jährige Daniel Yuval, der durch eine solche Mine auf den Golanhöhen ein Bein verlor. Er war während der Sitzung in der Knesset anwesend. Noch immer befinden sich Tausende Landminen in Israels Grenzregionen. Ein Teil davon bildet eine aktuelle Verteidigungslinie. Aber von vielen Minen, vor allem der feindlichen, ist der genaue Standort nicht bekannt, so dass keine Räumung durchgeführt werden kann. Da aktuell hauptsächlich auf die Verteidigung aus der Luft gebaut wird, werden die israelischen Minen nicht mehr als primäre Grenzverteidigung eingesetzt. Von israelischer Seite spricht daher nichts gegen die Räumung.
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Wann erlangt der Iran die Atombombe?
Das Institut für nationale Sicherheitsstudien (INSS) an der Universität Tel Aviv hat eine aktuelle Analyse zu der Frage veröffentlicht, wann der Iran in den Besitz einer militärischen Nuklearkompetenz kommen wird. Die gängigen Einschätzungen schwanken zwischen 2012 und 2015.
„Die widersprüchlichen Einschätzungen können miteinander versöhnt werden, wenn man in Rechnung stellt, dass sie womöglich auf unterschiedlichen Informationsquellen und unterschiedlichen Szenarien basieren. Im Falle des Iran bieten die Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zuverlässige und verifizierte technische Informationen, auf der einige Einschätzungen aufbauen können. Dem letzten IAEA-Bericht zufolge besitzt der Iran bereits eine ausreichende Menge von niedrig angereichertem Uran (LEU), das bei weiterer Anreicherung zu höheren Graden (HEU) zur Herstellung der Kerne von mindestens zwei Atomsprengköpfen verwendet werden könnte. Der Iran verfügt ganz gewiss über die technischen Fähigkeiten, dies zu tun. Er würde sechs Monate benötigen zur Produktion des HEU für den ersten Kern und weitere sechs Monate zur Herstellung des Kerns selbst benötigen, d.h. ein Jahr vom Moment der Entscheidung an.“
„Da es gegenwärtig nicht so aussieht, als ob die Sanktionen es schaffen, die Iraner davon zu überzeugen, das Militärprojekt aufzugeben, könnten die von ihnen auferlegten Schwierigkeiten auch einen negativen Effekt haben und den Iran davon überzeugen, dass ein Moment kommen könnte, an dem es bequemer wäre, ‚auszubrechen‘ und militärische Nuklearkompetenz zu erklären und diese vielleicht auch vorzuführen, als mit dem gegenwärtigen politischen Stillstand fortzufahren.“ … -
Polizei befürchtet Unruhen in Jerusalem
Die Jerusalemer Polizei bereitet sich darauf vor, dass es heute im Rahmen der Freitagsgebete auf dem Tempelberg zu Unruhen kommen könnte. Die Zahl der dort zum Gebet Zugelassenen wurde daher beschränkt.
Die Fatah plant eine Kundgebung gegen den Sender Al-Jazeera wegen seiner Involvierung in den Aufstand in Ägypten und der Publikation vertraulicher palästinensischer Dokumente in der vergangenen Woche. Gleichzeitig könnte die Hamas gegen die Regierung Mubarak protestieren, um ihre Solidarität mit den ägyptischen Demonstranten zu bekunden.
Israel befürchtet, die Proteste könnten in Gewalt ausarten und die Hauptstadt in Brand setzen. -
Moslemische Bruderschaft lehnt Zionismus ab
Die ,Moslemische Bruderschaft‘ ist nicht gegen Juden, jedoch gegen Zionismus. In einem Interview mit CNN verweigerte Mohammed Morsy, Sprecher der Moslemischen Bruderschaft, eine direkte Antwort auf die Frage, ob das Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten von ihnen weitergeführt würde. Morsy erwiderte, Israel habe dieses Abkommen gebrochen. Es läge nun beim ägyptischen Parlament, die Zukunft des Abkommens entsprechend dem Volkswillen zu entscheiden. Auf die Frage, ob eine Fraktion der Moslemischen Bruderschaft in der ägyptischen Regierung den Staat Israel anerkennen würde, wich Morsy erneut aus. Er antwortete, dass es sinnlos sei, jetzt Fragen über die Zukunft zu stellen. Vielmehr sei die Frage, ob Israel einen palästinensischen Staat anerkenne und führte weiterhin aus, dass Israel seit mehr als 60 Jahren das Blut von Palästinensern vergossen hätte. „Die Moslemische Bruderschaft ist nicht gegen Juden, sondern gegen den Zionismus und die Folter des palästinensischen Volkes.“
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Anschlag auf ägyptische Gasleitung nach Israel
Unbekannte haben am Samstagmorgen auf der nördlichen Sinai-Halbinsel einen Anschlag auf eine Gaspipeline verübt, die nach Israel und Jordanien führt. Verletzt wurde bei der Explosion an einem Gasterminal in der Mittelmeerstadt El-Arisch niemand.
Der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge sprach das ägyptische Staatsfernsehen von einem Terroranschlag, an dem mehrere maskierte Männer beteiligt gewesen seien. Demnach hätten Saboteuere die Sicherheitslage im Land ausgenutzt. Anwohner berichteten von meterhohen Flammen, die in die Luft schossen. Nach etwa drei Stunden konnte das Feuer gelöscht werden.
Laut israelischen Angaben wurde die Pipeline nach Jordanien durch die Explosion beschädigt. Ob auch die Leitung nach Israel betroffen ist, konnte bislang noch nicht festgestellt werden. Chen Ben Lulu, ein Sprecher des israelischen Infrastrukturministeriums, teilte mit, die Gaslieferung nach Israel sei aufgrund der Unruhen in Ägypten vorübergehend eingestellt worden.
Es war nicht der erste Anschlag auf die Gasleitung. Bereits im Juli vergangenen Jahres hatten Beduinen versucht, Teile der Pipeline zu beschädigen, um die Freilassung von Angehörigen aus ägyptischen Gefängnissen zu erzwingen.
Israel bezieht etwa 40 Prozent seines Gasbedarfs aus Ägypten. Es gebe jedoch ausreichend Reserven und alternative Brennstoffe, sodass vorläufig nicht mit Ausfällen bei der Stromversorgung in Israel zu rechnen sei. Das Premierministeramt in Jerusalem verfügte am Samstag kurz nach bekannt werden des Anschlags in El-Arisch, umgehend weitere Versorgungsquellen neben Ägypten zu suchen. Ebenso wurde beschlossen, alle israelischen Kraftwerke und die Energieversorgungsnetze verschärft zu bewachen… -
Vorbereitungsgespräch zwischen Netanjahu und Blair
Donnerstag Abend haben sich Ministerpräsident Netanjahu und Tony Blair zu einem Planungsgespräch getroffen. Hinsichtlich des am kommenden Samstag in München stattfindenden Treffen des “Nahost Quartetts” besprachen sie mögliche Schritte Israels, die palästinensische Wirtschaft weiter anzukurbeln. In den vergangenen Wochen fanden zwischen Netanjahu und Blair insgesamt drei Gesprächstreffen statt. Netanjahu sagte gestern vor der Knesst, er werde in den kommenden Tagen weitere Schritte unternehmen, um die wirtschaftliche Entwicklung und den Lebensstandard der Palästinenser zu fördern und zu erhöhen, ging jedoch nicht auf Einzelheiten ein. Zudem drückte Netanjahu die Hoffnung Israels aus, dass die internationale Gemeinschaft und das “Nahost Quartett” darauf drängen, dass das Friedensabkommen zwischen beiden Ländern von der zukünftigen ägyptischen Regierung eingehalten wird.
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Ashdod setzt auf Frauenfreundlichkeit
Die israelische Küstenstadt Ashdod südlich von Tel Aviv hat sich zum Ziel gesetzt, ein Zeichen zu setzen, um den urbanen Raum angenehmer für Frauen zu gestalten. Zu diesem Zweck wird dort in knapp zwei Wochen die Konferenz „Frauenfreundliche Stadt“ stattfinden, die erste ihrer Art in Israel.
An der Konferenz werden Führungsfiguren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Erziehung teilnehmen. Ziel ist, die Stellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, im Erziehungsbereich sowie im öffentlichen und privaten Umfeld zu stärken.
„Wir möchten, dass Ashdod angenehm für Frauen wird und alle städtischen Angelegenheiten aus weiblichem Blickwinkel verfolgt werden“, sagt Bürgermeister Dr. Yechiel Lasri.
Wie das vonstatten gehen soll? „Ehrlich gesagt, ich weiss nicht, wie man das machen soll“, lacht Lasri… -
Raketenangriff aus Gaza
Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben gestern Morgen wieder eine Kassam-Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Sie explodierte im Kreis Sdot Negev, richtete aber weder Sach- noch Personenschaden an.
Erst vor drei Tagen war der westliche Negev von einem dreifachen Raketenangriff heimgesucht worden.Vier Menschen erlitten einen Schock, als in der Kleinstadt Netivot eine Grad-Rakete einschlug. Dabei wurden auch eine Strasse und ein Auto beschädigt. -
Israel Gastgeber der U 21 Fußball-EM 2013
Israel wird 2013 die Fussball-Europameisterschaften der U21-Nationalmannschaften ausrichten. Diese Entscheidung hat das UEFA-Exekutiv-Komitee am Donnerstag im schweizerischen Nyon getroffen. Israel setzte sich in der Abstimmung gegen Bulgarien, Tschechien, England und Wales durch.
Die Entscheidung fiel bereits im ersten Wahlgang, in dem Israel acht von 13 möglichen Stimmen erhielt. Die übrigen fünf Stimmen entfielen auf Tschechien. „Dies ist ein noch nie da gewesener Erfolg“, freute sich der Vorsitzende des israelischen Fussballverbandes Avi Luzon. „Ich hoffe, dass diese Entscheidung Israels Fussball voranbringen wird.“
Der Trainer des israelischen Nachwuchses Guy Luzon hat zwei Jahre Zeit, seine Mannschaft, die als Gastgeber automatisch qualifiziert ist, auf den Wettbewerb vorzubereiten. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die übrigen Länder findet am nächsten Donnerstag ebenfalls in Nyon statt.
„Avi Luzon ist die einzige Person im israelischen Sport, die es schaffen konnte, diesen prestigeträchtigen Wettbewerb nach Israel zu holen“, wird Trainer Guy Luzon in der „Jerusalem Post“ zitiert…