Autoren-Archive
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Demonstration gegen Obama in Tel Aviv
Gestern Abend fand vor der US-Botschaft in Tel Aviv eine Demonstration gegen den amerikanischen Präsidenten Barack Obama und seine „brutale Politik gegenüber Israel“ statt. Eine Obama-Puppe wurde mit Schuhen beworfen. Auf den Transparenten war in Englisch zu lesen: „Obama, du bist nicht der 12. Imam!“, „Obama, du bist kein Christ!“, „Obama geh zurück nach Kenia!“ und „Israel ist kein Ketchup, deshalb hör auf, uns zu drücken“. Man protestierte gegen Obama, weil er so einseitig gegen Israel ist. Jedoch waren auch Transparente zu sehen, in denen Netanjahu aufgefordert wurde, weiterhin standhaft zu bleiben.
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Israel will Referendum vor Rückzug aus besetzten Gebieten
Vor einem möglichen Rückzug Israels aus Ost-Jerusalem oder von den seit 1967 besetzten Golan-Höhen soll nach dem Willen der israelischen Regierung eine Volksabstimmung abgehalten werden. Eine interministerielle Kommission habe im Namen der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine entsprechende Gesetzesinitiative eines Abgeordneten der Likud-Partei gebilligt, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Jerusalem.
Dem Gesetzesvorschlag zufolge soll künftig vor einer Entscheidung über einen möglichen israelischen Abzug aus den Gebieten neben einer Zustimmung der Knesset auch ein Referendum innerhalb von sechs Monaten erforderlich sein. Auf diese Volksabstimmung kann demnach nur verzichtet werden, wenn es in der insgesamt 120 Sitze umfassenden Knesset eine Zwei-Drittel-Mehrheit für einen Rückzug aus den besetzten Gebieten geben sollte. -
Hamas lehnt Briefzustellungen an Schalit ab
Die Hamas wird keine Briefe an den von Palästinensern entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit zustellen und auch keine Schreiben des Entführten an seine Angehörigen weiterleiten. Das gab der Hamas-Vertreter Osama al-Masini am Montag bekannt.
Al-Masini wies Berichte zurück, nach denen die Hamas vor kurzem durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz Briefe von der Familie des Entführten für Schalit erhalten habe.
„Es gibt nichts Neues in der Angelegenheit und die Akte ist geschlossen, bis die Besatzung die gerechten humanitären Forderungen der Fraktionen akzeptiert, die Schalit festhalten“, sagte der Hamas-Vertreter der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge.
Laut Al-Masini habe der in der Sache bisher tätige deutsche Vermittler seine Bemühungen um einen Gefangenenaustausch nicht wieder aufgenommen. Zudem sei Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy von der Idee zurückgetreten, als Mittler zu helfen. -
„Kollaborateur suchte nach Material über Arad“
Im Libanon ist ein Palästinenser festgenommen worden, weil er nach Informationen über den 1986 entführten Israeli Ron Arad gesucht haben soll. Nach Ansicht der libanesischen Behörden wurde er von einem Mossad-Agenten beauftragt.
Wie die Tageszeitung „Ma´ariv“ unter Berufung auf die libanesische Zeitung „A-Safir“ berichtet, wurde der mutmaßliche Kollaborateur von der Spionageabwehrabteilung der libanesischen Armee in Gewahrsam genommen. Er stammt aus einem Flüchtlingslager im Libanon. Dem Bericht zufolge soll der Mossad-Agent über eine europäische Telefonnummer mit dem Palästinenser kommuniziert haben. Später hätten sie E-Mail-Kontakt gehabt. Der Verdächtige habe für seine Tätigkeit im Libanon grosse Geldsummen aus Israel erhalten.
Das Kampfflugzeug des Navigators Ron Arad war am 16. Oktober 1986 im Libanon abgeschossen worden. Er und der Pilot konnten sich mit ihren Schleudersitzen retten. Der Pilot wurde von der israelischen Armee in Sicherheit gebracht. Arad hingegen wurde von libanesischen Kämpfern verschleppt. Seine Tochter war damals 15 Monate alt. Das letzte Lebenszeichen von dem Vermissten gab es 1987. -
Haftstrafe für Gegner des Sicherheitszaunes
Ein israelisches Militärgericht hat einen der Hauptgegner der Sperranlage im Westjordanland am Montag zu einem Jahr Haft verurteilt. Dem palästinensischen Leiter des „Volkskomitees gegen die Mauer“ wird Hetze und die Teilnahme an illegalen Demonstrationen vorgeworfen.
Der Verurteilte, Abdallah Abu Rahma, wurde im vergangenen Jahr festgenommen. Seine Organisation beteiligt sich an den wöchentlichen Protestaktionen gegen den Sicherheitszaun in der Ortschaft Bil´in bei Ramallah. Er erhielt zudem sechs Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 1.000 Euro. Dies berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“. -
Militärische Ehren für Schweizer Bundesrat Maurer
Verteidigungsminister Ueli Maurer ist am dritten Tag seines Arbeitsbesuchs in Israel mit militärischen Ehren in Tel Aviv begrüsst worden. Danach traf sich der Verteidigungsminister zu einem Gespräch mit seinem israelischen Amtskollegen Ehud Barak.
Bei dem Treffen seien eine Reihe politischer und militärischer Themen zur Sprache gekommen, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bei einer Pressekonferenz kurz vor seiner Rückreise in die Schweiz.
Er habe mit Barak über Rüstung, Drohnen, Raketen und die Fliegerei gesprochen. Die Schweizer Armee benutze Waffensysteme, die in Israel hergestellt worden seien, sagte Maurer. «Kontakte auf technischer Ebene sind daher notwendig.»
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«modu T»: Schlankes Baukasten-Handy
Das israelische Unternehmen modu hat mit dem «modu T» ein Smartphone angekündigt, das Nutzer mit verschiedenen modularen Funktionsaufsätzen lockt.
Diese machen das Gerät beispielsweise zur Kamera oder zum sportlichen Trainingsbegleiter. Das Telefon selbst präsentiert sich mit einem 2,2-Zoll-Display sehr schlank. Laut Hersteller hält das Modell den Guinness-Weltrekord für das «leichteste Touch-Handy der Welt».
Das Gerät wartet mit gängigen Features wie Internetzugang, eingebautem FM-Radio und GPS auf. Als Betriebssystem kommt Qualcomms Brew zum Einsatz, das auch HTC für sein Massenmarkt-Smartphone «Smart» nutzt. Das modu T soll laut Unternehmen nicht zuletzt durch eine hohe Sprachqualität und einen attraktiven Preis punkten. Allerdings gibt es bislang weder zu den Kosten noch dem Starttermin konkrete Angaben. -
Israel und Indien bereiten Freihandelsabkommen vor
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Indien stehen vor einer signifikanten Aufwertung. So haben sich Israels Finanzminister Yuval Steinitz und sein indischer Amtskollege Pranab Mukherjee am Freitag in Washington darauf geeinigt, mit der Vorarbeit für ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern beginnen zu wollen.
Steinitz und Mukherjee vereinbarten, dass die Gespräche über die Unterzeichnung eines Finanzprotokolls zur Förderung des Handels zwischen beiden Staaten im November beginnen solle und eine große israelische Wirtschaftsdelegation unter der Führung von Steinitz Anfang 2011 Indien besuchen werde. -
Neuer Botschafter für Kairo ernannt
Der Arabien-Experte Ja´akov Amitai wird im kommenden Jahr neuer israelischer Botschafter in Ägypten. Dies entschied der Ausschuss für die Ernennung von Leitern ausländischer Vertretungen im Aussenministerium am Sonntag.
Amitai hat bereits als Botschafter in Äthiopien gearbeitet. Derzeit ist er stellvertretender Leiter des staatlichen Forschungszentrums. -
Gewaltsame Unruhen im Westjordanland
Im Westjordanland ist es am Wochenende zu mehreren gewaltsamen Demonstrationen und Zwischenfällen gekommen. In der Nacht zum Freitag waren bei einer Operation israelischer Sicherheitskräfte in Hebron zwei palästinensische Terroristen getötet worden, die für den Schussangriff von Bnei Naim verantwortlich waren, bei dem vor fünf Monaten fünf israelische Zivilsten ermordet wurden.
Zentrum der gewaltsamen und illegalen Proteste war Hebron, wo die Beerdigungsprozession für die Terroristen stattfanden. Mehrere Krawallmacher bewarfen die israelischen Sicherheitskräfte mit Steinen und Molotowcocktails.