Israelischer Araber gesteht Agententätigkeit für Hisbollah


Der arabisch-israelische Autor und Aktivist Amir Machul hat eine Spionage für die Hisbollah-Miliz gestanden. Im Gegenzug entfernte die Staatsanwaltschaft den Punkt „Unterstützung eines Feindes in Kriegszeit“ aus der Anklageschrift.

Machul gibt zu, einen ausländischen Agenten kontaktiert zu haben. Zudem bekennt er sich zu einer Verschwörung zur Unterstützung des Feindes in Kriegszeit und zu schwerwiegender Spionage für die Hisbollah im Libanon. Nachdem der schwerste Anklagepunkt gestrichen wurde, liegt die Höchststrafe für die verbleibenden Vergehen zwischen sieben und zehn Jahren Haft. Dies meldet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“.

„Der Prozess wurde als Versuch dargestellt, mit einem unschuldigen Mann wegen seiner politischen Aktivitäten abzurechnen“, begründete die Staatsanwaltschaft die Vereinbarung mit Machul. „Es gab auch unbegründete Gerüchte über unrechtmäßige Mittel, die der Geheimdienst Schabak und die Polizei angewendet hätten, um ein falsches Geständnis herauszuziehen. Im letzten Zugeständnis vor dem Gericht setzt der Angeklagte diesen Gerüchten ein Ende und klärt zweifellos, dass sein Geständnis echt ist.“

Der 52-jährige israelische Araber wurde im Mai festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, bei seinen Reisen Hisbollah-Agenten getroffen zu haben. In mindestens zehn Fällen habe er Informationen über den Standort von Einrichtungen des Mossad und der staatlichen Rüstungsfirma Rafael weitergegeben. Auch soll er erfolglos versucht haben, Kenntnisse über das Wohnhaus des Schabak-Chefs zu erhalten. Des Weiteren wird Machul zur Last gelegt, er habe Videos von einem Anschlagsversuch in einem Einkaufszentrum in Haifa weitergeben wollen. Ferner habe er die Hisbollah (Partei Allahs) über die Schwächen an der israelischen Heimatfront aufklären wollen.



Kategorien:Sicherheit

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