Austria: Signa Joint Venture mit Israel


signaholding_home_04Der Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko hat einen neuen finanzkräftigen Partner an Bord. Die Signa Prime Selection AG ging ein Joint Venture mit der BSG Real Estate Limited (BSGRE) ein. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Den Erwerb von 17 Karstadt-Kaufhäusern inklusive dem Berliner Luxusaufhaus des Westens (KaDeWe) um mehr als 1,1 Mrd. Euro stemmt Signa-Holding-Chef Rene Benko nicht alleine. Der neue Joint-Venture-Partner BSG Real Estate (BSGRE) rund um den weltgrössten Diamanthändler Beny Steinmetz tritt als Co-Investor und somit zweiter Käufer für alle Immobilien Benkos in deutschen Innenstadtlagen auf.

Der israelische Multimilliardär, der vor allem in Diamanten- und Rohstoffgeschäft aktiv ist, soll rund 2 Mrd. Euro in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen. Das Joint Venture habe bereits am 9. Jänner grünes Licht vom deutschen Bundeskartellamt bekommen. Laut Kartellamt war die Übernahme der Karstadt Immobilien Holding A+B S.a.r.l. am 21. Dezember nicht nur von Signa beantragt, sondern zu je 50 Prozent von Signa und der Benny Steinmetz Group (BSG).

Über das Joint Venture mit Signa wird sich Steinmetz somit auch am Münchner Traditionskaufhaus Oberpollinger beteiligen. Von der Düsseldorfer Firma Centrum des deutschen Unternehmers und Ex-CDU-Politikers Eberhard Diepgen, die im Sommer 2011 die Münchner Kaufhäuser laut „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) gemeinsam mit Benko erworben hat, ist jedoch noch kein genauer Anteil am Portfolio bekannt. Dieser werde noch mit Signa ausgehandelt, schreibt die immobilien-zeitung.de.

Die Karstadt-Immobilien einschliesslich dem Berliner Nobelkaufhaus gehörten mehrheitlich der Immobiliengesellschaft Highstreet, an der die US-Bank Goldman Sachs 51 Prozent hält – mehr dazu in KaDeWe: Zuschlag für Benkos Signa. Der Rest gehörte anderen Investoren – darunter die Deutsche Bank und die Versicherung Generali.

Die nächsten Geschäfte in Deutschland sind schon in Planung: Schon im Frühjahr könnten Benko & Co den Kauf des Alsterhauses in Frankfurt perfekt machen, spekulierte die „SZ“ am Wochenende. „Man weiss nie“ und „Bis jetzt ist es kein Thema“, wird der Tiroler Investor dazu zitiert.

Vorerst nicht zum Zug kam Benko bei den deutschen Kaufhof-Immobilien, für die er vor über einem Jahr sein Interesse bekundete. Metro legte den Verkauf dann auf Eis.

Geld wäre vorhanden: Ein weiterer illustrer Financier stieg der Zeitung zufolge ein – die Falcon Private Bank aus Zürich besitze an der Unterfirma Signa Prime Selection mittlerweile 20 Prozent, so die „Süddeutsche“. Weitere Zukäufe seien denkbar. Die Bank gehört den Angaben zufolge Aabar Investments, dem Staatsfonds von Abu Dhabi.

An der Signa Holding hält Benko 50 Prozent plus 1 Aktie über eine Privatstiftung. Die zweite Hälfte des Unternehmens hat er früheren Angaben zufolge 2009 an den reichsten Griechen und Reeder George Economou verkauft.

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Kategorien:Wirtschaft

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