Vorerst kein Sieger im Syrien-Konflikt


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Foto © APA

Trotz der jüngsten Erfolge der syrischen Regierungstruppen wäre es verfrüht, von einem baldigen Sieg des Regimes von (Präsident) Assad zu sprechen, so der stellvertretende israelische Vize-Aussenminister Zeev Elkin am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau.

„Vom Standpunkt Assads ist in den letzten Wochen eine gewisse positive Dynamik zu beobachten und die vor zwei Monaten veröffentlichten Prognosen, laut denen Assad in nächster Zeit hundertprozentig die Kontrolle über die Situation verlieren werde, erwiesen sich als unbegründet. Dies veranschaulicht aber ein weiteres Mal die Dynamik der Situation. Ich bin mir nicht sicher, dass heute ein Sieg der einen oder anderen Seite eindeutig vorhergesagt werden kann“, so Elkin.

Zugleich warte Israel auf Ergebnisse der gemeinsamen amerikanisch-russischen Initiative zur Durchführung der internationalen Genf-2-Konferenz. „Soweit wir verstehen, ist die Konferenz wegen der Uneinheitlichkeit der Opposition mit gewissen Schwierigkeiten konfrontiert. Daher ist es schwer vorauszusagen, wann und ob eine solche Konferenz stattfinden und was sie bringen kann“, ergänzte der israelische Diplomat.

Elkin teilte auch mit, dass Israel keine Angaben über eine geplante Intervention in Syrien zum Sturz des Regimes von Baschar al-Assad vorliegen. Israel erweist der syrischen Opposition nach den Worten des stellvertretenden Aussenministers Zeev Elkin keine Unterstützung.

Entgegen Medienspekulationen helfe Israel weder der syrischen Opposition noch den Rebellen, sagte Elkin in Moskau. Israel sei besorgt über das andauernde Blutbad in Syrien. Dieses sei jedoch eine innere Angelegenheit dieses Landes.

Auch für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad habe Israel  keine Sympathien, betonte der Diplomat. „Wir haben sehr viele Vorbehalte gegen Assad, vor allem wegen dessen Unterstützung für die Terror-Organisation aus Hisbollah, die offen gegen Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats verstösst, israelische Bürger weltweit bedroht und Terroranschläge in Europa organisiert.“

Nach der Rückzugsankündigung Österreichs von den Golanhöhen sind die Vereinten Nationen nun auch in Schweden auf der Suche nach Ersatz. Die schwedische Regierung bestätigte am Donnerstag, mit der UNO in Kontakt zu sein. Es sei aber keine Entscheidung gefallen, ob die Schweden UNO-Soldaten in das Gebiet schicken, sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Erik Zsiga, der dpa.

Bereits letzte Woche unterbreitete Russland eine Initiative seine Blauhelme auf den Golan zu entsenden und so das österreichische Kontingent durch russische Blauhelme zu ersetzen. Das Angebot Russlands, seine Soldaten zur UN-Mission auf dem Golan zu entsenden, konnte jedoch nicht angenommen werden, da das Mandat für Friedenskräfte auf dem Golan bis jetzt nicht durch ständige Mitglieder des Weltsicherheitsrates übernommen werden kann. (JNS und Agenturen)



Kategorien:Nahost

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